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Federn aus freier Wildbahn

Verfasst: 20.06.2006, 10:47
von Volker Krause
Hallo ,

ich habe jüngst Federmaterial aus freier Widbahn geschenkt bekommen.
Reicht ein mehrtägiger Aufenthalt der Federn im Gefrierschrank aus, um Milben und dergleichen abzutöten?

Gruß Volker

Verfasst: 20.06.2006, 12:23
von pehers
Servus!

Sicher! -17 sollte reichen! Hatte noch nie Probleme nach derartiger Behandung.

Beste Grüße,
Hans

H5N1 ??

Verfasst: 07.07.2006, 14:16
von steffi geiger
Lieber Volker, Liebe Wissenden,

weiß jemand wie es momentan um den Vogelgrippenerreger H5N1 steht.
Ich sehe hier eine Gefahr darin, Federn von wilden Vögeln zu sammeln,
da die Vogelgrippe in Deutschland ja noch nicht vollständig abgeklungen ist. :entsetzt:

Weiß jemand genauer darüber bescheid?

Grüßla
steffi**

Verfasst: 07.07.2006, 16:03
von Harald aus LEV
Hi steffi,
da ichs auch nicht konkret weiß, laß ich momentan die Finger von "wilden" Federn. Früher habe ich alles eingesackt, was nicht am Vogel festgewachsen war ;-), aber jetzt lasse ich mit bedauerndem Blick die schönsten Federn liegen.
Gruß
Harald

Verfasst: 07.07.2006, 16:05
von Benny
Hallo,
Federn gerade gesammelte kann man auch kurz in die Microwelle tun da der Vogelgrippe erreger bei 70C wohl abstirbt wäre damit auch das Problem erledigt.
Benny

Verfasst: 14.10.2006, 11:45
von Ulli Bussmann
Ich rate von gesammelten Federn aller Art ab.
Gruss Ulli Bussmann :(

Verfasst: 16.10.2006, 08:56
von Parachuter
Ich würde zur Zeit auch keine Federn von Wildtieren nehmen. Das ist mir schlichtweg zu gefährlich. Wobei ich CDC von wilden Tieren, als absolut genial bezeichnen würde!

Anstatt des Gefrierfaches, kann ich auch die Microwelle empfehlen. Schön in eine Tüte packen und für ein paar Minuten reinlegen. Das zerstört alle Lebewesen, die sich eingenistet haben und geht deutlich schneller als der Gefrierschrank!

TL

Jürgen

Verfasst: 16.10.2006, 09:38
von markus
Hallo Jürgen,

mit der Microwave wäre das schon ganz ok. Wie sieht es aber mit den Fetten aus, die dem Material anhaften? Werden die nicht durch die Erhitzung zerstört?

TL Markus

Verfasst: 16.10.2006, 10:19
von Parachuter
Hallo Markus,

hatte bislang keine Probleme mit den Fetten. Die Federn schwimmen nach wie vor 1A.

Allerdings habe ich auch noch nicht getestet, wie es sich auswirkt, wenn ich die Federn und Fellstücke längere zeit in der Mikrowelle lasse.

TL

Jürgen

Wilde Federn

Verfasst: 16.10.2006, 12:29
von Tom Doll
Hallo,

Die Vogelgrippe allein kann es nicht sein, die Chance zu erwischen sind doch relativ klein, besonders bei Einzelfedern. Es gibt aber noch tausende andere Möglichkeiten mit den Federn etwas einzufangen. Ich würde sagen, aufpassen, mitnehmen und nass in die Microwelle. Ich denke das wirkt.

Gruß

Tom

Verfasst: 31.10.2006, 21:57
von Lord_BIX
Hi Liebe Federsammler,

kleine Anekdote von meinem letzten Flug nach Stockholm:

In meinem letzten Flug nach Stockholm saß zufällig eine Epedemiologin aus Lubjana neben mir, die gerade bei irgend son ner Europischen Einrichtug zur Epediemienforschung eine Veranstaltung hatte.

Zufällig kamen wir auch auf das Gespräch Vogelgrippe usw. Kurzes Resume:
- die Vogelgrippe in Europa ist NICHT überstanden
- momentan ist die Gefahr größer den je, da die Zugvögel wieder unterwegs sind
- Es sind in Europa mehr Fälle aufgetreten, als noch im Frühjahr
- Die übetragung auf den Menschen ist bei normalen Leben unwahrscheinlich, jedoch ist der Kontakt mit Exkrementen/Sekreten und toten Tieren zu vermeiden (by the way der Bürzel ist sicher ein potentielle kandidat :o )

Also ich würde das Mitnehmen von Federn aus der Natur momentan eher meiden. Des weiteren glaube ich nicht, daß -xx Grad oder Mikrowelle die Bakterien sinnvoll abtöten. Das währe sonst sicher eine bereits praktizierte Lösung, die Ärzte verwenden jedoch weiterhin Sterilisierlösung, UV Strahlung und starke Ethitzung......

Also steckt Euch nicht an, das ist es sicher nicht wert :D

Verfasst: 01.11.2006, 07:24
von juan
Was Vogelgrippe betrifft: Da Viren aus Proteinen bestehen, müßte eine Erhitzung in der Mikrowelle (Federn mit ein wenig Wasser benetzen) die Virusproteine denaturieren, sprich mögliche Viren "abtöten"

Was Milben betrifft: Kann nur von Kopfläusen sagen, daß die bei Gefrierung über einige Tage sterben, ebenso bei Nahrungskarenz von 3 Wochen.

Verfasst: 01.01.2007, 23:08
von Hans.
Hallo,

ich wollte nur sagen, dass das Sterilisationsverfahren von Ärzten strengsten Hygieneregeln unterliegt und nicht auf den Hausgebrauch übertragen werden kann (mangels Fachwissen, Verfahrenszwängen, Gerätschaften, etc.). Es geht dabei um die Erzielung 100%iger Keimfreiheit, d.h. alle theoretisch vorhandenen "Erreger" müssen abgetötet werden.

Das nur zur Info!
Gruß
Hans

Verfasst: 02.01.2007, 01:19
von Pinto
Wenn das Thema schonmal wieder oben ist, würd ich gerne noch Fragen, wie es mit Fellen von Tieren aussieht.
Sprich ist es ungefährlich, von einem Reh, Hasen oder anderen Tieren aus dem Fell Haare zu nehmen zum Fliegenbinden, oder söllte man da lieber auf die im Handel angebotenen Produkte, die eventuell bearbeitet wurden, zurückgreifen?

Lg Daniel

Verfasst: 02.01.2007, 10:03
von Heinz
Hallo,

Haare von Wildtieren würde ich nie nehmen. Besonders gefährlich wären Haare von Füchsen wegen Fuchsbandwurmeiern. Die Jäger bei uns in Oberösterreich sind bei erlegten Füchsen sehr vorsichtig und greifen diese
meist nur mit Einweghandschuhen an. Hier sind allerdings etwa 10 % der Füchse mit diesem für den Menschen sehr gefährlichen Erreger infiziert.
Waschbären können übrigrens ebenfalls mit einem artspezifischem Bandwurm befallen sein, gegen den es beim Befall von Menschen noch überhaupt keine Bekämpfungsmöglichkeit geben soll. Allerdings gibt es in freier Wldbahn diese Spezies nur in sehr geringem Ausmaß.

Grüsse
Heinz