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Hochwasser & Fischen ?!

Verfasst: 10.08.2006, 14:18
von flyflo
Hallo!
Hatten vor kurzem in österreich ja wieder hochwasser an einigen flüssen.
war damals an unsrem gewässer: klar, auch das hatte es erwischt. nicht ganz so arg, aber der fluss/bach führte defenitiv hochwasser. da war klar, "mit dem fischen wird das heut nix mehr"

so jetzt sind ca. 2 Tage vergangen, und ich war wieder am wasser. der wasserstand ist um vielleicht 10-30 cm noch immer zu hoch, aber die strömung at sich wieder enorm beruhigt und auch der aufgewühlte schlamm/dreck, hat schon begonnen sich wieder zu legen.
naja, ich pack also meine rute aus, beginne zu fischen, aber ..... einfach überhaupt NIX !!!!
das ist für unser gewässer (ein ca. 3-6 m breites flüsslein) sehr ungewöhnlich, weil man eigentlich immer was fängt - gut, einmal mehr einmal weniger; aber gar nix ?!?

jetzt wollt ich euch fragen, ob denn hier wer sich ein bisschen auskennt, wie das denn so aussieht mit den fischen und hochwasser? ist das normal, das man 3 tage danach nix fängt? wie lang sollt man da warten?
und vor allem: haben die fische einfach keinen "hunger" (weil zu beschäftigt), oder sind einfach alle weg (weggeschwemmt?!?) ?!

würd mich über eure erfahrungsberichte freuen
und natürlich über jedes andre kommentar auch :)


lg
Flo


edit: was ich vergessen hab: bei meiner kurzen mittagspause hab ich mich kurz an den rand des baches gesetzt (in der nähe einer brücke), prompt springt ein fisch aus dem wasser. ein recht kleiner, aber doch eines - also dürften dann doch vielleicht nicht alle weggespült worden sein?

Verfasst: 10.08.2006, 16:58
von pehers
Servus Flo!

Ich habe so was mal nach dem großen Hochwasser 2002 erlebt, da waren die Fische zwar da, aber wollten einfach nicht, sind träge am Grund rumgehangen und haben nix gemacht - gar nix (bzw die meisten). Das war an der Ybbs von Erhard Loidl, bei einem Kurs.

Meine Theorie ist, dass vor allem Bachforellen, die ja Fische mit Revierverhalten sind, bei aussergewöhnlichen Veränderungen ihrer Umgebung einfach wieder ein Zeiterl brauchen, bis sie sich daran gewöhnt haben.

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 10.08.2006, 17:18
von flyflo
Original geschrieben von Pehers
Meine Theorie ist, dass vor allem Bachforellen, die ja Fische mit Revierverhalten sind, bei aussergewöhnlichen Veränderungen ihrer Umgebung einfach wieder ein Zeiterl brauchen, bis sie sich daran gewöhnt haben.
da könntest du sicher recht haben, noch dazu sind in unsrem revier beinahe 80% bafos - also könnte deine theorie da sicher stimmen.

mein problem ist einfach, dass das bächlein von haus aus immer eine zumindest leichte trübung hat. jetzt ist sie natürlich noch immer ein bissl stärker als sonst - wegen des hochwassers. aber auf was ich hinaus will: ich habe halt leider nicht die möglichkeit fische überhaupt zu sehen. ob sie denn noch da sind und am grund stehen oder halt wirklich "weggespült" wurden?!
Habe heut versucht mit schweren nymphen und streamern möglichst schon wieder ruhig gewordene flusspartien (am Ufer) abzusuchen. aber wie gesagt, nicht mal ein zupfen. ist das zumindest die richtige "taktik"? oder würdet ihr was andres empfehlen?

lg

Verfasst: 11.08.2006, 07:35
von Rattensack
Hi Flylo!

Das mit dem "weggespült werden" kannst getrost vergessen! Schau dir mal die Strömungsverhältnisse am Ufer an, im Gras, auf einem eingestauten Gleitufer - die ist teils sogar geringer als bei Niederwasser bei geringer Rauhigkeit am Schotter & auf Steinsicherungen.

Thema ist das nur für Besatzfische, welche sowieso abhauen wollten, und die Gelegenheit bei HW nutzen.

Meine Haupterklärungen für schlechte Fänge sind:

- die Fische haben extrem viel Futter, das durchs Hochwasser mobilisiert wird.
(Würmer, Mäuse!!, aber natürlich auch die üblichen Fischnährtiere)
- sie sind schwer zu finden und verteilen sich u.U. auf eine viel größere Fläche, Trübe
- bei einem Sturz der Wassertemperatur kann sich dies auf den Appetit schlagen.

Clemens

Verfasst: 11.08.2006, 10:44
von stalling-frank
Hallo Flo,

also nach meiner Erfahrung greife ich bei Hochwasser immer zur schnell sinkenden Leine mit Nassfliege. Bei Bedarf knüpfe ich dann noch ein Vorfach mit Bleieinlage an (Roman Moser Nymph 4). Man soll sich bei Hochwasser nicht täuschen lassen, Die Strömung ist oft so stark, dass alles hochtreibt und man einfach nicht grundnah fischt.

Viel Erfolg und TL

Frank

Verfasst: 12.08.2006, 11:13
von el-forello
Hallo Flo,
die Fischerei bei Hochwasser steht unter einem anderen Gesetz.
Wie Clemens schon schrieb,die Fische sind da, aber eben an anderen Stellen.
Der Fisch weicht der Hauptstömung meistens aus, und kommt in die flachen und beruhigten Uferzonen. Dort kannst du mit dunklen Mustern,die auch nicht zu klein sein sollten, auch unter diesen Umständen den ein oder anderen Fisch fangen.

Gruß
Peter

Trübes Wasser

Verfasst: 13.08.2006, 10:41
von Michael Hempel
Hallo,

kann el-forello nur recht geben.
Größere Muster (Streamer), entweder knallig bunt oder schwarz, tief geführt an nicht so strömungsreichen Stellen, könnten den einen oder anderen Fisch an die Fliege bringen.
Probiers mal.
TL
Michael