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Premiere Fliege
Verfasst: 11.08.2006, 08:10
von guido66de
Hallo zusammen,
gestern Abend habe ich meine erste Fliege (Wespe) gebunden ... das Ergebnis ist nach langen Kämpfen mit Material und Werkzeug einigermaßen geworden .. na ja :rolleyes:
Beim Binden kommen natürlich neue Fragen auf:
Wie befestigt Ihr das Tinsel, wenn es nach dem Dubbing eingebunden wird ? Am Anfang kann man es ja noch einbinden aber am Ende ? Oder führt ihr den Faden mit und bindet am Ende wieder ein ?
Wird der Faden aus dem Bobin "vorgezogen" oder beim Binden ausgezogen, hat bei mir den Haken immer schief gezogen, kann natürlich daran liegen, das das Werkzueg noch nagelneu ist.... ?
Bindet ihr mit oder ohne Lupe und wenn mit, habt ihr einen Tip ?
Danke und Gruß Guido

Verfasst: 11.08.2006, 08:49
von pehers
Servus Guido!
Gratuliere, für das Erstlingswerk nicht schlecht, zum Glück habe ich meine erste Fliege nicht fotographiert!
1. Acht darauf, dass Du immer, das Material, das als Letztes kommt, als erstes einbindest!!! Also wenn Tinsel über alles als Rippung drüber kommt, wird es z.B. gleich als erstes nach einem Schwänzchen eingebunden und einfach vorne mit dem Bindefagden festgelegt.
2. Wie Du den Faden verlängerst ist egal, Du wirst schon einen Weg finden, wie es Dir amangenehmsten ist, aber halt nicht bei der ersten Fliege!
3. Lupe - wofür, oder bindest Du nur Fliegen Größe 28?
Beste Grüße,
Hans
Verfasst: 11.08.2006, 09:01
von guido66de
Hallo Hans,
Tip 1 hätte mir gestern schon geholfen - DANKE !!
Ich hatte gestern allerdings auch nicht die besten Lichtverhältnisse und keinen Kontrasthintergrund - villeicht erübrigt sich das mit der Lupe ja noch.
Gruß Guido
Verfasst: 11.08.2006, 09:25
von Marco Reisen
Gute Morgen zusammen
Schau Dir doch mal am Anfang ein Paar Bindevideos an, die gibt es im Netz zahlreich, da kann man sich die Grundtechniken bequem aneignen.
Auch ein paar Bücher zum Thema sind nicht verkehrt. Ich habe damals mit der Fliegenbindebibel ( Das goße Buch vom Fliegenbinden Klaus v. Bredow) angefangen, das ist eine Art Bindegrundkurs mit vielen Bildern, und hintegrundinformationen wie zb. Körpermaterial, Haken,Federn..etc drin.
Darüber hinaus lernt man diverse Bindetechniken die als Grundtechniken zu betrachten sind.
Das optimale wäre Natürlich wenn Du am Anfang zusammen mit jemanden Binden würdest, da am Anfang recht viele fragen aufkommen.
Ein kleiner Beginnerkurs ist durch nichts zu ersetzen.. im 4-6 Stunden kann man einen mit Inofos so zuknallen, das man anschießend nicht mehr schlafen kann :----)))))
Jetzt kommt das was ich vielen Anfängern rate.
Binden,Binden,Binden
Denn nur Übung macht den Meister
Und wenn die ersten 1000 Fliegen Fertig sind, schmunzelst Du über die ersten.
Kleiner Tipp:
Hebe Dir die erste Fliege gut auf, kannst ja in einen kleinen Rahmen machen, und über den Bindetisch hängen, so wirst Du immer dran erinnert wie Du mal angefangen hast..
Ich habe leider meine ersten Fliegen nicht mehr..
Gruß Kyllfischer
Verfasst: 11.08.2006, 11:07
von pehers
Servus Guido!
Kann meinem Vorposter nur recht geben, ein Buch oder sonst ein Leitfaden hilft ungemein!
Das mit dem Kontrast ist glaube ich auch nicht das Problem, ich bin draufgekommen, dass man sich das Ganze oft falsch beleuchtet. Du must quasi über die Schulter, von oben beleuchten, sonst nutzt das gar nix!
Vielleicht liegt's ja daran!
L.G.
Hans
Verfasst: 11.08.2006, 11:10
von guido66de
Hallo Hans,
danke, über die Schulter von hinten werde ich wohl nicht hinkriegen (Binde am Esszimmertisch) aber ich werde mir heute eine Halogen Schreibtisch Leuchte besorgen.
Gruß Guido
Verfasst: 11.08.2006, 11:21
von pehers
Über die Schulter ist eh nicht unbedingt notwendig, aber halt immer eher aus der Richtung in der man sitzt und von oben, dann hat man den Arbeitsbereich schön hell!
Ich hatte die Lampe anfangs immer vor mir stehen, dann beleuchtet man eigentlich nur die Rückseite der Fliege, an der man eigentlich nicht arbeitet!
Gutes Gelingen,
Hans
Verfasst: 31.08.2006, 20:49
von Daniel/Bonn
Deine Zug Bugs waren doch schon deutlich besser! Du siehst, Übung macht den Meister. Am 14. wird trainiert!
Bis denn,
daniel
Verfasst: 01.09.2006, 09:15
von Maggov
Servus Guido,
sollte sich der Haken unter Fadenzug "verziehen", dann ist er entweder schlecht eingespannt, der Bindestock taugt nix oder Dein Bobbin gibt die Schnur zu schlecht frei. Vielleicht drückst Du auch die Backen, die den Faden halten aus Versehen zusammen?
Den Rest haben die Vorposter ja schon geschrieben.
Viele Grüsse und viel Spaß beim Düddeln
Markus
P.S.: Ich würde mit der Wespe fischen gehen! Ich habe auf meine erste Nymphe (so schlecht kann ich die gar nicht mehr binden!) sensationell gefangen!
Verfasst: 01.09.2006, 13:16
von Daniel/Bonn
Ich hatte auch so ein Erlebnis mit meiner ersten Fliege: Zuerst habe ich soviel Baumwollgarn (!) um den Haken gewickelt, dass der Bogen nur noch mit Mühe zu erkennen war und dann schwamm die Nymphe! Unverschämtheit!!! Als sich das Biest voll Wasser gesogen hatte, ging es endlich auf Tauchfahrt und es hängte sich prompt ein Barsch ein. Da hat der Rest der Jugendgruppe nicht schlecht gestaunt!
d.