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Schnur fest halten
Verfasst: 02.10.2006, 16:04
von brutzelcom
Hallo,
vielleicht habt Ihr einen Tip bevor ich mir selbst etwas im Selbsterfahrung überlege.
Ich lege in den meisten Fällen die Schnur beim werfen auf dem Boden oder im Wasser ab. Einen Schnurkorb nutze ich ungern, da mich dieser meistens stört. Dadurch trete ich dann hin und wieder auf die Schnur oder diese vertüdelt sich im Gras oder den Steinen.
Habt Ihr einen Tip in welcher Form man die Schnur am besten in der Schnurhand aufwickelt, festhält, ... so das Sie gut frei schiessen kann und sich auch gut wieder beim einholen aufwickeln läßt?
Tschüss
Michael
Verfasst: 02.10.2006, 16:23
von Olaf Kurth
Hallo Michael,
zumindest wissen alle ehemaligen Moser-Wurfschüler, wie effektiv man die üblichen Längen (9-15 Meter) in unterschiedlich langen Schnurklängen in der linken Hand (für Rechtshänder) aufbewahren kann und je nach Bedarf aus der Hand wieder freigibt. Das genaue procedere könnte ich dir am Wasser bzw. an der fertig montierten Fliegenrute zeigen. Gerade die von dir beschriebenen Probleme (hängenbleiben, vertüddeln) werden durch Romans Methode minimiert.
Obwohl der Schnurkorb an der Küste ein absolutes "Muss" ist, habe ich ihn auch schon in unseren Breiten benutzt. Beispielsweise bei der Seeforellen- oder Karpfenpirsch oder beim Ausflug mit anderen Fliegenfischern an ein Bezahlgewässer (duckundwech).
Gruß, Olaf
Verfasst: 02.10.2006, 16:46
von t.z.
..
Verfasst: 02.10.2006, 16:55
von Glen
Hallo Michael,
das ist eine gute Frage. Ich habe mir schon vor langer Zeit angewöhnt beim Einstrippen oder bei der Aufnahme der Schnurr diese in die Schnurrhand aufzunehmen und verlängere diese beim Werfen ebenfalls aus der Hand.
Das ist aber nicht ganz einfach und erfordert etwas Übung. Nicht weil es so schwer ist, sondern weil man dieses irgendwie in das unterbewusste Handeln bekommen muss. Man will ja konzentriert fischen und sich nicht über die Aufnahme der Schnurr gedanken machen.
Beim Einstrippen: Ich strippe ca. 4-5 Mal ein. Habe ich ca. 50 cm Schnurr eingestrippt nehme ich diese in einer Schlaufe in die Wurfhand auf. Nun wieder gestippt und aufgenommen. Hierbei ist es wichtig genau so viel aufzunehmen, dass sich die Schlaufen nicht verkringeln. Dann gibt es beim Wurf und dem Schiessen lassen getüddel. Hängt immer auch von der Schnurr ab. Musst Du mal probieren.
Beim Aufnehmen: Will ich Lose aufnehmen, kann man die Stripps gleich größer/länger gestalten. Ansonsten gilt das Gleiche wie schon geschrieben.
Beim Werfen verlängert man aus der Hand, was sehr gut klappt. Das einzige Problem ist wirklich die Rutine in das Ganze zu bekommen.
Was ich nicht verheimlichen will ist, dass dieses am besten beim Watfischen klappt. Beim Bachfischen wo man nur durch Unterholz kriecht sind die Hänger kaum zu vermeiden. Irgendwo hängt man immer.
Grüße
Glen
Verfasst: 02.10.2006, 16:56
von Glen
Danke Thomas, warst schneller!
Grüße
Glen
Verfasst: 02.10.2006, 18:15
von Dirk Janßen
Eine 6er Schnur lässt sich komplett bündeln, eine 8er zum größten Teil.
In der Bilderfolge habe ich mal versucht, den genauen Bewegungsablauf der Finger zu dokumentieren.
TL
Dirk
Verfasst: 02.10.2006, 19:39
von Glen
Hi Dirk,
ich dachte, Michael meint es ein wenig anders?!?
Grüße
Glen
Verfasst: 02.10.2006, 20:42
von t.z.
Dirk/WHV hat geschrieben:Eine 6er Schnur lässt sich komplett bündeln, eine 8er zum größten Teil.
In der Bilderfolge habe ich mal versucht, den genauen Bewegungsablauf der Finger zu dokumentieren.
TL
Dirk
Super Bilder. Da kann man es wohl ganz gut verstehen. Man kann auch den Zeigefinger in der Schlaufe lassen.
Verfasst: 02.10.2006, 20:51
von Glen
Und noch einmal. Ich dachte hier wird etwas anderes gemeint. Man kann die Schnurr auch in großen/größeren Schlaufen aufnehmen. So mache ich es.
Versteht jemand was ich meine?!?
Grüße
Glen
Verfasst: 03.10.2006, 08:00
von Paulsen
Hallo an alle
Also wenn ich so versuch die Schnur zu Bündeln, dann muss ich erst mal ne halbe Stunde das Angeln einstellen und meine Schnurr entwirren. Da ich eh 99% im Jahr nur vom Ufer aus Angeln kann/darf trete ich mir sowei möglich, das Grass oder den Bewuchs ein wenig platt und lege dann darauf meine Schnur ab. Funktioniert eigentlich recht gut, aber man muss dann auch schon gut aufpassen wo man hintritt, da man auch mal schnell auf der Schnur steht.
Das mit den grösseren Schlaufen mache ich dann auch lieber, da gehts dann einigermassen. Die benutze ich aber meistens nur wenn ich mal ein paar Meter weiterlaufe und zu faul bin die Schnur auf zu rollen oder beim Streamern, wenn ich eh in grösseren Zügen einhole.
grüsse Thorsten
Verfasst: 03.10.2006, 08:09
von Glen
Danke Thorsten! Endlich einer, der mich versteht!
Grüße
Glen
Verfasst: 03.10.2006, 10:24
von Dirk Janßen
Der Nachteil des Bündelns in einer Hand ist:
-man muss es lernen und
-die Schnur wird beansprucht.
Der Vorteil:
-es liegt nichts rum
-es gibt kein Getüder mit der Schnur, da 8er-Schlinge über 8-Schlinge liegt
-man kann wunderbar weit werfen, da die 8er-Schlingen bei geöffneter Hand wie eine Sprungfeder aufspringen und auf kürzestem Wege im ersten Leitring entschwinden
Vorschlag: Ausprobieren
Vorschlag für Schüler: 2 m Paketband mit in die Schule nehmen und unter dem Tisch üben
TL
Dirk
Verfasst: 03.10.2006, 15:47
von brutzelcom
Hallo Leute,
auf die Idee mit dem komplett bündeln bin ich bisher auch noch nicht gekommen. Ich werde die verschiedenen Varianten mal ausprobieren. Vielen Dank für die tollen Beiträge.
Michael
Verfasst: 03.10.2006, 18:28
von Dirk Janßen
Ich überlege mir mal, wie ich davon ein Filmchen machen kann (kleines Problem) und wo ich das abspeichern kann (großes Problem)
TL
Dirk
Verfasst: 04.10.2006, 07:29
von Glen
Hi Dirk,
Speicher habe ich - nur kein Filmchen! Also, falls Du Speicher brauchst schick ne Mail. Vielleicht kannst Du ja auch meine Variante - mit größeren Klängen die Schnur aufnehmen - verfilmen.
Grüße
Glen