Verschmutzung unseres Stadbaches
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Verschmutzung unseres Stadbaches
Hi FliFi's,
ich lebe in einen geruhsamen Örtchen im Ländle, und durch dieses Örtchen fließt auch ein fischereilich eher unbedeutendes Bächlein.
Doch jedes mal wenn ich genau an diesem Bächlein spazieren gehe regt mich eins auf: Von den Anwohnern wird regelmäßig der Rasenschnitt, der Laub aus dem Garten und Kompost abfälle in diesen Bach gekippt.
Ich verstehe nicht allzu viel von Laicherverhalten von fischen, weist dieses Bächlein jedoch (noch) einige kiesige Stellen auf, die sicher auch für die Eiablage von Relevanz sein können.
Beobachtungen von mir haben ergeben, daß sich in diesem Bächlein Rotfedern bzw. Rotaugen (ist aus der Entfernung schlecht zu erkennen), Nasen und Forellen aufhalten... Also noch nicht kaputt.
Nun meine Frage:
Ist es überhaupt erlaubt, Gartenabfälle in den Fluss zu kippen (ich würde ja da mal sagen nein...)? Auf welche gesetzlichen Grundlage würde dies dann basieren? Und vor allem wie bringe ich die Leute dazu, es endlich bleiben zu lassen?
Ich habe schon versucht mich mit den Leuten zu unterhalten.... Es kam jedesmal zur Konfrontation... Was mich das überhaupt angeht, Ob das mein Fluss sei, und das hätte man schon immer so gemacht waren dann die entsprechenden Kommentare...
Also was tun?
ich lebe in einen geruhsamen Örtchen im Ländle, und durch dieses Örtchen fließt auch ein fischereilich eher unbedeutendes Bächlein.
Doch jedes mal wenn ich genau an diesem Bächlein spazieren gehe regt mich eins auf: Von den Anwohnern wird regelmäßig der Rasenschnitt, der Laub aus dem Garten und Kompost abfälle in diesen Bach gekippt.
Ich verstehe nicht allzu viel von Laicherverhalten von fischen, weist dieses Bächlein jedoch (noch) einige kiesige Stellen auf, die sicher auch für die Eiablage von Relevanz sein können.
Beobachtungen von mir haben ergeben, daß sich in diesem Bächlein Rotfedern bzw. Rotaugen (ist aus der Entfernung schlecht zu erkennen), Nasen und Forellen aufhalten... Also noch nicht kaputt.
Nun meine Frage:
Ist es überhaupt erlaubt, Gartenabfälle in den Fluss zu kippen (ich würde ja da mal sagen nein...)? Auf welche gesetzlichen Grundlage würde dies dann basieren? Und vor allem wie bringe ich die Leute dazu, es endlich bleiben zu lassen?
Ich habe schon versucht mich mit den Leuten zu unterhalten.... Es kam jedesmal zur Konfrontation... Was mich das überhaupt angeht, Ob das mein Fluss sei, und das hätte man schon immer so gemacht waren dann die entsprechenden Kommentare...
Also was tun?
Gruss und Tight Lines
Marco
Marco
- Dirk Janßen
- Beiträge: 1529
- Registriert: 28.09.2006, 16:21
- Wohnort: Dangast
- Hat sich bedankt: 43 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
- Kontaktdaten:
Jedes Bundesland hat ein Wassergesetz. In Nds. ist es dieses hier http://www.nlwk.de/gewaesserdaten/rechtl_grundl/nwg.htm
In den Wassergesetzen ist u.a. die Verschmutzung von Gewässern untersagt. Ansprechpartner ist die Wasserschutzpolizei (Nomen est omen), die sich Deines Problems bestimmt annimmt.
Gruß
Dirk
In den Wassergesetzen ist u.a. die Verschmutzung von Gewässern untersagt. Ansprechpartner ist die Wasserschutzpolizei (Nomen est omen), die sich Deines Problems bestimmt annimmt.
Gruß
Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
-
anonymus
Gewässerverschmutzung
Bei kleinen bächen gibt es keine zuständige Wasserschutzpolizei (da sind uns die Küstenbewohner voraus). In BW ist das eine Ordnungswidrigkeit (~ verbotenes einbringen fester Stoffe in ein Gewässer, unerlaubte Abfrallbeseitigung) für deren Ahndung - bei Anzeige - die Kreisverwaltungsbehörde (= Landratsamt) oder bei kreisfreier Stadt - das Ordnungsamt zuständig ist. Die Kontrollzuständigkeit läge bei der sog. techn. Gewässseraufsicht des Wasserwirtschaftamts, Ansprechpartner wäre die Flussmeisterstelle. Erfolgreicher ist i. d. R. die direkte Anzeige beim LRA.
Hallo Lord_BIX,
verständige den WKD und zeige den Beamten die verbotenen Ablagerungen.
Schlaue Frieizeitgärtner lagern ihre Abfälle etwas entfernt vom Gewässerbett und lassen das nächste Hochwasser ihre Grünabfälle entsorgen. Auch diese, etwas weiter vom Gewässerbett entfernten Ablagerungen sind verboten.
In den meisten Fällen funktioniert diese Methode straffrei, denn wo kein Kläger.....
verständige den WKD und zeige den Beamten die verbotenen Ablagerungen.
Schlaue Frieizeitgärtner lagern ihre Abfälle etwas entfernt vom Gewässerbett und lassen das nächste Hochwasser ihre Grünabfälle entsorgen. Auch diese, etwas weiter vom Gewässerbett entfernten Ablagerungen sind verboten.
In den meisten Fällen funktioniert diese Methode straffrei, denn wo kein Kläger.....
- Volker Furrer
- Beiträge: 515
- Registriert: 28.09.2006, 11:08
- Wohnort: Gießen
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 7 Mal
Hallo Marco,
dass selbe Problem haben wir, als Pächter eines Baches der durch mehrerer Städte fließt, leider auch schon seit Jahren.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, der erhobene Zeigefinger nützt recht wenig, ganz im Gegenteil, dann schaltet dein Gegenüber auf stur.
Wir haben daher ein Schreiben verfasst welches wir den Leuten direkt in die Hand drücken und mit ihnen besprechen, bzw. wir bei den entsprechenden Gärten (sollten wir niemanden antreffen) an den Zaun hängen.
Ob es etwas nützt? Nun, dass wird die Zeit zeigen!!!!
Hier unser Schreiben:
dass selbe Problem haben wir, als Pächter eines Baches der durch mehrerer Städte fließt, leider auch schon seit Jahren.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, der erhobene Zeigefinger nützt recht wenig, ganz im Gegenteil, dann schaltet dein Gegenüber auf stur.
Wir haben daher ein Schreiben verfasst welches wir den Leuten direkt in die Hand drücken und mit ihnen besprechen, bzw. wir bei den entsprechenden Gärten (sollten wir niemanden antreffen) an den Zaun hängen.
Ob es etwas nützt? Nun, dass wird die Zeit zeigen!!!!
Hier unser Schreiben:
Sehr geehrte Anlieger, Gartenfreunde und Naturliebhaber,
mit Beginn der "warmen Jahreszeit" beginnt für viele Menschen wieder die Zeit in der freien Natur. Die Gärten erwachen aus ihrem Winterschlaf, es wird gewerkelt und gepflanzt, vieles muss für die kommende Saison noch erledigt werden. Der Schwarzbach führt mit seinem alljährlichen Hochwasser wieder sehr viel Treibgut mit sich.
Wir als Pächter des Schwarzbaches und seiner Quellbäche stehen in den Vorbereitungen für die diesjährigen Reinigungsaktionen am Bach. Wie jedes Jahr werden diese in Absprache mit dem Schwarzbachverband organisiert. Hierfür werden Container zur Entsorgung der Abfälle zu Verfügung gestellt.
Im Gewässerverlauf kommt es besonders in den Städten und den Bereichen der Gartenanlagen, zusätzlich zum Zivilisationsmüll, auch zu Ablagerungen von Rasenschnitt und Gartenabfällen.
Die Annahme das dies der Landschaft nicht schadet, es sich ja nur um organisches bzw. biologisches Material handelt, ist leider falsch. Bei Hochwasserereignissen wird der Grünschnitt ins Wasser gespült, sinkt zu Boden und belastet die Gewässer, oder verstopft Bach abwärts Durchlässe wie Brücken, Wehre und Stauhaltungen, was zusätzlich die Hochwassersituation verschlimmern kann.
Aus diesem Grund bitten wir die Anwohner und die angrenzenden Kleingärtner, ihre Gartenabfälle nicht im, oder am Schwarzbach zu entsorgen. Die Gartenabfälle können unentgeltlich auf Bauhöfen oder Kompostierungsanlagen der angrenzenden Städte und Gemeinden abgegeben werden.
Helfen Sie mit, auch Ihrer Umwelt zuliebe.
Petri Heil
Volker
Volker
-
Olaf Kurth
- Moderator
- Beiträge: 3632
- Registriert: 28.09.2006, 12:32
- Wohnort: Klein-Montana
- Hat sich bedankt: 362 Mal
- Danksagung erhalten: 341 Mal
Hallo Marco!
Ich bin Gewässerobmann für einen Teil eines Fließgewässers in Norddeutschland. Da bei uns Lachs und MeFo aufsteigen und wir eine kleine Brutanlage betreiben sind für uns ganz besonders wichtig die sogenannten kleinen Entwässerungsgräben. Für uns die Kinderstube von Lachs und MeFo. Aber nicht nur!!!!
Ich denke es ist nicht immer sinnvoll gleich die Behörden einzuschalten, probiere es doch nochmal mit der örtlichen Presse. Und ich glaube gewonnen hast Du wenn man z.B. mit einer Jugendgruppe (z.B. Feuerwerhr Schützenverein o.ä.) zusätzlich eine kleine Reinigungsaktion durchführt, bei der die Anwohner sebstverständlich auch geladen werden, bei der dann auch der Lebensraum Wasser näher gebracht wird.
Doch schon eines vorweg, Du wirst nicht alle überzeugen können aber, andere Ortsbewohner werden dadurch auf solche Schweinerein aufmerksam gemacht und schauen beim nächsten mal genauer hin und melden sich zu Wort.
Viel Erfolg :smt023
Torsten
Ich bin Gewässerobmann für einen Teil eines Fließgewässers in Norddeutschland. Da bei uns Lachs und MeFo aufsteigen und wir eine kleine Brutanlage betreiben sind für uns ganz besonders wichtig die sogenannten kleinen Entwässerungsgräben. Für uns die Kinderstube von Lachs und MeFo. Aber nicht nur!!!!
Ich denke es ist nicht immer sinnvoll gleich die Behörden einzuschalten, probiere es doch nochmal mit der örtlichen Presse. Und ich glaube gewonnen hast Du wenn man z.B. mit einer Jugendgruppe (z.B. Feuerwerhr Schützenverein o.ä.) zusätzlich eine kleine Reinigungsaktion durchführt, bei der die Anwohner sebstverständlich auch geladen werden, bei der dann auch der Lebensraum Wasser näher gebracht wird.
Doch schon eines vorweg, Du wirst nicht alle überzeugen können aber, andere Ortsbewohner werden dadurch auf solche Schweinerein aufmerksam gemacht und schauen beim nächsten mal genauer hin und melden sich zu Wort.
Viel Erfolg :smt023
Torsten






