La France
Verfasst: 09.11.2006, 14:28
Hallo,
im Reiseteil des Fliegenfischerforums, so wie in der Stichwortsuche ist wenig über ein, nach meinem Dafürhalten, schönes Fliegenfischerland zu finden. Das sich Berichte, auch in den Printmedien, fast überwiegen um den Doubs drehen sehe ich als Bestätigung. Zugegeben, meine kleine Campagne hier ist einseitig aber ehrlich. Und meine französische Angetraute war in vielen Fällen sicherlich ein Türöffner. Ich bin aber davon überzeugt, dass die kontaktfreudigen und offenherzigen unter euch ähnliches erleben können.
Das Fischen, insbesondere jenes mit der Fliege (pêche à la mouche) hat in Frankreich eine große Tradition. Klassisch spiegelt sich das in Malerei, Literatur und Liedgut wieder, modern in der, ausgesprochen reichhaltigen, Internetpräsenz (Eine gut gelungenen Seite findet ihr übrigens unter http://www.club-mouche-odet.com/club_pe ... _Odet.html). Auch sind die Fließgewässer relativ leicht zugänglich, bedeutet, es ist leicht Lizenzen zu bekommen. Bei Privatgewässern lohnt eine Anfrage beim Eigner immer. Schon oft wurde meine Frage nach dem Tagespreis mit einem anfänglichen Achselzucken und dann der Bitte um die dritte Forelle begegnet. Doch Vorsicht, die Lizenzvergabe ist nicht unbedingt einheitlich geregelt und von Departement zu Departement verschieden. Grundsätzlich hilft immer eine Anfrage beim Bürgermeisteramt (mairie), welches oftmals auch Ausgabestelle ist. Insgesamt glaube ich, dass es in Frankreich mehr befischbare Gewässer gibt als bei uns.
Ein Grund für das "unbekannte Frankreich" ist, dass die vielen guten Gewässer sich gerne dem touristischen Auge entziehen. Selbst in namhaften Angelmagazinen werden gute Gewässer gerne schlecht geredet um eifrige Angeltouristen abzuschrecken.
Auch was das Englisch angeht hat sich in den letzten Jahren immer noch nicht viel getan. Insofern ist die Sprachbarriere das grosse Hindernis bei der Informationsbeschaffung. Es gilt: wenn die Franzosen schlechtes deutsch sprechen ist das immer besser zu verstehen als ihr gutes englisch. So werdet ihr auch Catch & Release vermissen, was kein Franzose auch nur annähernd verständlich aussprechen kann. Man liest und sagt nur einfach "No Kill", was keine Sprachverrenkungen verursacht.
Ausgezeichnete Regionen sind natürlich Normandie und Bretagne mit seinen Lachsflüssen. Auch Pays de la Loire, Lorraine und Alsac sind nicht zu verachten. Natürlich Franche Comté mit seinem Doubs und die Auvergne sind zu nennen. Prinzipiell bieten sowieso die Flüsse der Alpen Anglerfreuden. Alles was an Fisch gefangen wird kann als Speisefisch verwendet werden. Es gibt keinen schlechten Fisch, nur schlechte Köche. Bedeutet: die Vielzahl der Fischrezepte ist beeindruckend. Wer der französischen Küche nicht so zugetan ist kann auch auf die, mittlerweile unzählige Zahl, von Schnellrestaurants mit dem grossen M zurückgreifen oder bei Aldi, Lidl und Plus (Plü) seine heimatlichen Produkte kaufen; die Produkt-Ediketten wurden im Deutschen belassen. Einen Unterschied zu deutschen Supermärkten gibt es dennoch. Nahezu jeder hat eine kleine Angelzubehörabteilung.
Über Fragen und einen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.
Xaver
im Reiseteil des Fliegenfischerforums, so wie in der Stichwortsuche ist wenig über ein, nach meinem Dafürhalten, schönes Fliegenfischerland zu finden. Das sich Berichte, auch in den Printmedien, fast überwiegen um den Doubs drehen sehe ich als Bestätigung. Zugegeben, meine kleine Campagne hier ist einseitig aber ehrlich. Und meine französische Angetraute war in vielen Fällen sicherlich ein Türöffner. Ich bin aber davon überzeugt, dass die kontaktfreudigen und offenherzigen unter euch ähnliches erleben können.
Das Fischen, insbesondere jenes mit der Fliege (pêche à la mouche) hat in Frankreich eine große Tradition. Klassisch spiegelt sich das in Malerei, Literatur und Liedgut wieder, modern in der, ausgesprochen reichhaltigen, Internetpräsenz (Eine gut gelungenen Seite findet ihr übrigens unter http://www.club-mouche-odet.com/club_pe ... _Odet.html). Auch sind die Fließgewässer relativ leicht zugänglich, bedeutet, es ist leicht Lizenzen zu bekommen. Bei Privatgewässern lohnt eine Anfrage beim Eigner immer. Schon oft wurde meine Frage nach dem Tagespreis mit einem anfänglichen Achselzucken und dann der Bitte um die dritte Forelle begegnet. Doch Vorsicht, die Lizenzvergabe ist nicht unbedingt einheitlich geregelt und von Departement zu Departement verschieden. Grundsätzlich hilft immer eine Anfrage beim Bürgermeisteramt (mairie), welches oftmals auch Ausgabestelle ist. Insgesamt glaube ich, dass es in Frankreich mehr befischbare Gewässer gibt als bei uns.
Ein Grund für das "unbekannte Frankreich" ist, dass die vielen guten Gewässer sich gerne dem touristischen Auge entziehen. Selbst in namhaften Angelmagazinen werden gute Gewässer gerne schlecht geredet um eifrige Angeltouristen abzuschrecken.
Auch was das Englisch angeht hat sich in den letzten Jahren immer noch nicht viel getan. Insofern ist die Sprachbarriere das grosse Hindernis bei der Informationsbeschaffung. Es gilt: wenn die Franzosen schlechtes deutsch sprechen ist das immer besser zu verstehen als ihr gutes englisch. So werdet ihr auch Catch & Release vermissen, was kein Franzose auch nur annähernd verständlich aussprechen kann. Man liest und sagt nur einfach "No Kill", was keine Sprachverrenkungen verursacht.
Ausgezeichnete Regionen sind natürlich Normandie und Bretagne mit seinen Lachsflüssen. Auch Pays de la Loire, Lorraine und Alsac sind nicht zu verachten. Natürlich Franche Comté mit seinem Doubs und die Auvergne sind zu nennen. Prinzipiell bieten sowieso die Flüsse der Alpen Anglerfreuden. Alles was an Fisch gefangen wird kann als Speisefisch verwendet werden. Es gibt keinen schlechten Fisch, nur schlechte Köche. Bedeutet: die Vielzahl der Fischrezepte ist beeindruckend. Wer der französischen Küche nicht so zugetan ist kann auch auf die, mittlerweile unzählige Zahl, von Schnellrestaurants mit dem grossen M zurückgreifen oder bei Aldi, Lidl und Plus (Plü) seine heimatlichen Produkte kaufen; die Produkt-Ediketten wurden im Deutschen belassen. Einen Unterschied zu deutschen Supermärkten gibt es dennoch. Nahezu jeder hat eine kleine Angelzubehörabteilung.
Über Fragen und einen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.
Xaver