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Der Hecht und die Fliege

Verfasst: 22.07.2007, 11:14
von Marco Reisen
Guten Morgen,

Ich fange mal an zu erzählen wie der Heutige Sonntag so begann.

Um 5.00 Uhr klingelte mein Wecker, den ich vergessen habe an meinem Handy aus zu schalten. Mist...grrr.. Warum klingelt der menschliches Verdauungsprodukt Wecker den ???
Na gut aufgestanden und das piepsende ding gesucht. Schon etwas verärgert weil ich mein Händy nicht direkt fand. Letztendlich habe ich es nun im meiner Hose gefunden.
Gut wenn ich schon mal auf bin kann ich auch ein Kaffee trinken. So mittlerweile sind es 5.30 ich bin top Fit, also ab in die Klamotten Fliegenrute unterm Arm auf Moped und zum Fischen an meine Kyll.
Ich hatte meine #6er Sage mit einer Schwimmschnur bestückt, die ich am Vortag noch zum Nymphenfischen benutzt hatte.
Nach ein paar Würfen zum warm werden mit dieser, habe ich erstmal die Nymphe samt halbem Vorfach in die Bäume gehängt. Grr fängt ja gut an dachte ich mir.
Na gut da ich eh neu Montieren muß machte ich ein Roman Moser Sink No 2 drauf mit einem 0,18er Tippet.
Ich suchte in meinem Streamer Etui nach was geeignetem für Forellen, meine Wahl viel auf ein #4er Orange&Chartreuse mit etwas Glizzerkram als Schwänzchen.


Diesen Montierte ich fix, nur noch etwas das Vorfach gestreckt, und ab geht’s.
Ich befischte eine meiner Lieblingsstellen an der Kyll, ein etwas breiteres Stück, wobei die Kyll in einem ca. 20x30 Meter großen Stück rund treibt und einen Gumpen ausgespült hat. An dieser Stelle ist die Kyll ca 1-2 Meter tief, und es stehen oftmals allerhand Fische in diesem Teilstück.
Von dicken Döbeln bis hin zu kampfstarken Karpfen, konnte ich schon einige Fische überlisten. Auch habe ich dort meinen bisher Schwersten Fliegenkarpfen von 16 Pfund fangen können.

Ich peitsche also gegen 6.30 Uhr noch im Morgennebel gehüllt meinen Streamer zum einfauf des Gumpen , zupellte 1-2 mal und zog den Streamer schön tief rein.
Ich swippte ein Paar mal mit der Rutenspitze um dem Streamer leben ein zu hauchen, aber nix passierte.
Ich habe dann nochmals die selbe Drift abgefischt ohne Ergebnis.
Ich watete ein paar schritte weiter, und präsentierte nun in die Mitte des Gumpes meinen Streamer.
Ich habe den Streamer etwas absinken gelassen, streckte die Schnur und swippte wieder mit der Rutenspitze……zack und Biss, jawohl.
Auf eine erste Flucht eingestellt hielt ich meine Guidline Presentation locken in den Händen. Aber was macht der Fisch? Keine Flucht wie ich es von den Kyllforellen gewohnt bin. Mein Gegner blieb erstmal stehen.. Hmmmmmm WAS habe ich da den jetzt dran ?

Die Schnur zum zerbersten gespannt, und dann von 0 auf 100 ging die Flucht los.
Die derweilen aufgespulte Schnur schnurrte nur so von der Rolle bssssssssssssssssssss und der Fisch blieb gar nicht mehr stehen.
Jawohl da ist was dickes dran, einige Sekunden später ging es dann ins eingemachte, mein Bäcking mußte raus. Oje wieder einmal das Bäcking, meine gedanken gingen sofort wieder an meinen Karpfen, jedoch war der Biss anders, und so schnell ist der damals auch nicht abgegangen. Na gut das Bäcking ist mitlerweile draußen, ca 10 Meter und dann bekomm ich meinen Gegner das erste mal gehalten.PUMPEN und den Fisch langsam ranziehen, gut gesagt aber meine #6er kreischte schon wieder... Da muß die Sage nun durch, die hat es 1mal geschafft schafft diese es auch das 2te mal.
Nach und nach kommt der Fisch ran etwa 10 Meter vor mir ich habe schon die Loop to Loop Verbindung gesehen, schoß plötzlich der Fisch gut 1 Meter aus dem Wasser, sofortiger Atemstillstand bei mir, was ist den das ?? ne iss nichtt war...
Tja ich hatte ein Hecht dran, am #4er Streamer und OHNE Stahlvorfach Hardmono etc. Auweija wenn das mal gut geht ?
Ich schätze den Hecht beim ersten Sprung auf gut 100cm , schließlich nach gut 15-20 Minuten konnte ich die Hechtdame per Handlandung sicher landen.
Ab ans Ufer, und erstmal Luftgeschnappt. Dann mußte ich doch leider mein Vater aus den Bett schmeißen, das er zum Fotografieren kommen sollte, ok nach 30 min war er dann endlich da. Mit meiner ersten Einschätzung lag ich fast richtig.

Der Hecht wog genau 12 Pfund, und war nur 90cm groß.
Die Dame hat gekämpft wie es einem Hecht würdig ist.

Gruß Marco

Verfasst: 22.07.2007, 11:40
von Marco Reisen
Hi

Bis ich das Album Fertig habe sind hier schon mal Aktuelle Bilder
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Gruß Marco

Verfasst: 22.07.2007, 11:49
von Friedemann
Glückwunsch Marco,
schöner kann ein Sonntag nicht anfangen.
Gruß aus Hessen
Friedemann

Verfasst: 22.07.2007, 12:01
von Peter Pan
Prospekt, prospekt,

da hat sich das Aufstehen ja gelohnt!!

Kann man den Streamer kaufen :wink:

Gruß,

Peter

Verfasst: 22.07.2007, 12:51
von Döbelhunter
Hey schöner Fisch!!!

Sachmal du lässt dir ja den Kopf präparieren dann könntest du das Fleisch doch an arme Leute abgeben........ :P

Verfasst: 23.07.2007, 15:54
von archi69
Hey Marco!

Genial!! Gut, dass der Hecht so einen wirklich weit vorstehenden Unterkiefer hat, sonst wäre er unter 90 ... :)

Ich (Achtung Anfänger!) habe am Wochenende auch mal probeweise mit einem Streamer gefischt, vorher nur mit Trockenfliegen, was auch gut klappte.
Aber einen Streamer zu werfen, ist schon was anderes...das sah nicht so gut aus.. :cry:

Gruß
Archi