Hecht mit der Fliege
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Hecht mit der Fliege
Hi,
Ich habe die letzten beiden Tage auf Hecht gefischt, hatte insgesamt 4 Bisse, konnte aber nur einen richtig verwerten, zwei spürte ich kurz (einen davon schätze ich auf ca. 65cm) und den vierten habe ich nur kurz gesehen, ein kleiner, eher Bockwurstformat...
Geht es euch auch so, dass ihr so viele Fehlbisse habt bzw die Fische nicht richtig haken könnt? Habt ihr mir Tipps?
Nun die zweite Frage, der geschätzte 65er hat vorhin gebissen, ich denke er wird dort seinen festen Standplatz haben, das einzige größere Kehrwasser das sich auf der Strecke befindet, die Tiefe beträgt etwa 1,5 bis 2m.
Den Biss bekam ich auf einen braunen Streamer mit rosa Köpfchen bei mittelschnellem Einstrippen knapp unter der Oberfläche.
Was meint ihr, wann soll ich den Hecht wieder befischen? Mit dem gleichen Streamer?
Vielen Dank für eure Hilfe.
Grüße
Fabian
Ich habe die letzten beiden Tage auf Hecht gefischt, hatte insgesamt 4 Bisse, konnte aber nur einen richtig verwerten, zwei spürte ich kurz (einen davon schätze ich auf ca. 65cm) und den vierten habe ich nur kurz gesehen, ein kleiner, eher Bockwurstformat...
Geht es euch auch so, dass ihr so viele Fehlbisse habt bzw die Fische nicht richtig haken könnt? Habt ihr mir Tipps?
Nun die zweite Frage, der geschätzte 65er hat vorhin gebissen, ich denke er wird dort seinen festen Standplatz haben, das einzige größere Kehrwasser das sich auf der Strecke befindet, die Tiefe beträgt etwa 1,5 bis 2m.
Den Biss bekam ich auf einen braunen Streamer mit rosa Köpfchen bei mittelschnellem Einstrippen knapp unter der Oberfläche.
Was meint ihr, wann soll ich den Hecht wieder befischen? Mit dem gleichen Streamer?
Vielen Dank für eure Hilfe.
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Fabian
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Wie haust du denn an?
Es kann ja sein, dass du es schon weißt, aber dem Hecht kann man nicht gut wie beim Forellenfischen über die Rute anhauen.
Du solltest die Rute in ihrer Position belassen und beim Biss die Schnur mit der Schnurhand nach hintenreißen, also über die Schnur anschlagen, es sei denn, du verwendest eine Rute ab Klasse 12 aufwärts.
Es kann ja sein, dass du es schon weißt, aber dem Hecht kann man nicht gut wie beim Forellenfischen über die Rute anhauen.
Du solltest die Rute in ihrer Position belassen und beim Biss die Schnur mit der Schnurhand nach hintenreißen, also über die Schnur anschlagen, es sei denn, du verwendest eine Rute ab Klasse 12 aufwärts.
Hi!
Die relativ häufigen Fehlbisse beim Hechtfischen empfinde ich als normal - damit muss man leben. Man kann evtl., wenn erlaubt (Definition Fligenrute -> Einzelhaken?), mit Angstdrillingen (-einzelhaken) arbeiten, um die "Schwanzbeißer" zu haken. Ich habe bei besonders langen Hechtsteamern als erstes Ösen (z.B. aus starkem Draht) auf den Hakesnchenkel gebunden. Hier kann ich bei Bedarf noch ein Häkchen einhängen. Geschränkte Haken veringern m.E. auch die Fehlbissrate.
Zum neuen Anfischen: Spätestens nach 2-3 Attacken (meist schon nach einer) auf die Fliege ist der Hecht dermaßen ausgepowert, dass ein erneuter Biss frühstens nach 1 Stunde kommt. Am besten die Stelle (Standplatz) merken und am nächsten Tag versuchen.
Der Streamer ist eher zweitrangig, wenn Attacken auf einen Streamer da waren, diesen ruhig beim nächsten mal verwenden. Anders sieht es aus, wenn der Hecht nicht zupackt und abdreht, dann würde ich einen anderen Streamer nehmen.
Bin auch noch relativer Hechtanfänger - denke aber ich liege richtig.
Gruß Rob
Die relativ häufigen Fehlbisse beim Hechtfischen empfinde ich als normal - damit muss man leben. Man kann evtl., wenn erlaubt (Definition Fligenrute -> Einzelhaken?), mit Angstdrillingen (-einzelhaken) arbeiten, um die "Schwanzbeißer" zu haken. Ich habe bei besonders langen Hechtsteamern als erstes Ösen (z.B. aus starkem Draht) auf den Hakesnchenkel gebunden. Hier kann ich bei Bedarf noch ein Häkchen einhängen. Geschränkte Haken veringern m.E. auch die Fehlbissrate.
Zum neuen Anfischen: Spätestens nach 2-3 Attacken (meist schon nach einer) auf die Fliege ist der Hecht dermaßen ausgepowert, dass ein erneuter Biss frühstens nach 1 Stunde kommt. Am besten die Stelle (Standplatz) merken und am nächsten Tag versuchen.
Der Streamer ist eher zweitrangig, wenn Attacken auf einen Streamer da waren, diesen ruhig beim nächsten mal verwenden. Anders sieht es aus, wenn der Hecht nicht zupackt und abdreht, dann würde ich einen anderen Streamer nehmen.
Bin auch noch relativer Hechtanfänger - denke aber ich liege richtig.
Gruß Rob
"In der Kürze liegt die Würze"
- DryFlyFisher
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Hi,
Jungs, Danke erstmal, hier wird einem einfach immer geholfen!
Ich habe bisher aus Reflex über die Rute angeschlagen, ich schätze ich werde jetzt den Strip Strike üben müssen.
Das mit dem Angstdrilling muss ich mir mal überlegen wenn das nicht besser wird...
Grüße
Fabian, der gerade einen Killerstreamer entwirft
Jungs, Danke erstmal, hier wird einem einfach immer geholfen!
Ich habe bisher aus Reflex über die Rute angeschlagen, ich schätze ich werde jetzt den Strip Strike üben müssen.
Das mit dem Angstdrilling muss ich mir mal überlegen wenn das nicht besser wird...
Grüße
Fabian, der gerade einen Killerstreamer entwirft
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Hallo!
Noch ein kleiner Nachtrag: Ich fische mit angedrücktem Widerhaken; (neben dem Vorteil des leichten und schonenden Zurücksetzens) - der Haken dringt leichter ein, da der fehlende Widerhaken auch keinen Widerstand bietet.
Hohe Schnurklasse bzw. steife Rute und Schnurzug beim Anhieb bringen diesen natürlich auch besser durch.
Mich würde jetzt auch interessieren, ob es andere Auffassungen zur Problematik "Häufigkeit von Bissen / Erholungsphase" gibt.
Gruß Rob
Noch ein kleiner Nachtrag: Ich fische mit angedrücktem Widerhaken; (neben dem Vorteil des leichten und schonenden Zurücksetzens) - der Haken dringt leichter ein, da der fehlende Widerhaken auch keinen Widerstand bietet.
Hohe Schnurklasse bzw. steife Rute und Schnurzug beim Anhieb bringen diesen natürlich auch besser durch.
Mich würde jetzt auch interessieren, ob es andere Auffassungen zur Problematik "Häufigkeit von Bissen / Erholungsphase" gibt.
Gruß Rob
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- Reto
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Hechte...
Freunde!
Wir verwendeten in Schweden Circle Hooks und hakten jeden Hecht... Beinahe...
Zu erwähnen ist, dass ich ein und denselben Hecht auf Sicht anwerfen konnte und er, total fressgeil, siebenmal auf den Streamer losging und erst im letzten Angriff herzhaft zubiss. Mit den Hechten erlebt man alles. Sternstunden und Schneidertage.
Streamermuster: Mein Kollege hat in Schweden eine Woche mit dem gleichen Muster gefischt Sein Fangerfolg war dem meinen weit überlegen. Wird er wohl der bessere Fischer sein? Hat er den schöneren Streamer? Oder hatte er einfach den Hechtkiller am Vorfach?
Gruss und viel Spass mit Meister Esox, Reto
Wir verwendeten in Schweden Circle Hooks und hakten jeden Hecht... Beinahe...
Zu erwähnen ist, dass ich ein und denselben Hecht auf Sicht anwerfen konnte und er, total fressgeil, siebenmal auf den Streamer losging und erst im letzten Angriff herzhaft zubiss. Mit den Hechten erlebt man alles. Sternstunden und Schneidertage.
Streamermuster: Mein Kollege hat in Schweden eine Woche mit dem gleichen Muster gefischt Sein Fangerfolg war dem meinen weit überlegen. Wird er wohl der bessere Fischer sein? Hat er den schöneren Streamer? Oder hatte er einfach den Hechtkiller am Vorfach?
Gruss und viel Spass mit Meister Esox, Reto
- sundeule
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Ich habe in dieser Saison mit dem Hechtfischen mit der Fliegenrute begonnen und bisher völlig andere Erlebnisse mit den Fehlbissen. Von 16 Bissen konnte ich 15 verwandeln. Das ist mir an der Spinnrute noch nie passiert. Die meisten Hechte hatten den Streamer in den Kiemenbögen; nur wenige waren knapp gehakt.
Ich verwende 15 cm lange Streamern aus Polarfibre.
Vielleicht sind ja die Boddenhechte einfach nur gemeiner
André
Ich verwende 15 cm lange Streamern aus Polarfibre.
Vielleicht sind ja die Boddenhechte einfach nur gemeiner
André
- DryFlyFisher
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Ich war vorhin wieder los, habe auch mit einem etwa 15cm langen Streamer gefischt, habe auch einen erwischt, hatte den Streamer in den Kiemen hängen, hat schon beim Drill geblutet. Als ich ihn dann gelöst hatte hat sich der Kleine schnurstracks auf den Weg zurück ins Kehrwasser gemacht.
Leider ist er nach ein paar Minuten wieder aufgetaucht, mit dem Bauch nach oben...
Schade, er war erst 30cm groß... hatte dann ein richtig schlechtes Gewissen und habe das Angeln für heute eingestellt.
Grüße
Fabian
Leider ist er nach ein paar Minuten wieder aufgetaucht, mit dem Bauch nach oben...
Schade, er war erst 30cm groß... hatte dann ein richtig schlechtes Gewissen und habe das Angeln für heute eingestellt.
Grüße
Fabian
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Forstie
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Sorry Fabian,
aber das kann ich mir nicht verkneifen.
Wenn er im Drill schon geblutet hat, hättest Du ihn sofort abschlagen müssen. Das lernt man doch schon (wenn nicht lange vorher) in der Fischerprüfung, daß ein blutender Fisch so gut wie keine Überlebenschance hat. Da hilft es nichts, zu hoffen, daß er es ja noch packen könnte. Alles andere ausser abschlagen ist nur eine unnötige Verlängerung des Leids.
(Ok, wenn mancher Fisch an der Lippe hängt und deswegen einen winzigen Tropfen Blut verliert, setze ich ihn auch zurück... Aber an den Kiemen blutend?)
Grüße,
Martin
aber das kann ich mir nicht verkneifen.
Wenn er im Drill schon geblutet hat, hättest Du ihn sofort abschlagen müssen. Das lernt man doch schon (wenn nicht lange vorher) in der Fischerprüfung, daß ein blutender Fisch so gut wie keine Überlebenschance hat. Da hilft es nichts, zu hoffen, daß er es ja noch packen könnte. Alles andere ausser abschlagen ist nur eine unnötige Verlängerung des Leids.
(Ok, wenn mancher Fisch an der Lippe hängt und deswegen einen winzigen Tropfen Blut verliert, setze ich ihn auch zurück... Aber an den Kiemen blutend?)
Grüße,
Martin
catch'em like you see'em
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Maggov
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Hallo Martin,
der gleiche Kommentar lag mir ebenfalls auf der Zunge - aber ich denke einige von uns haben schon einen Minifisch gefangen und "gehofft" dass es dieser doch packt. Deshalb denke ich, dass Fabian seine Lektion - hier eben auf die harte Tour - gelernt hat und beim nächsten blutenden Fisch dessen Überlebenschancen besser einschätzt.
@Fabian:
Sicher schade um den Kleinen, aber da werden sicher einige nachkommen. Ich fische seit letztem Herbst und eigentlich auch nur im Herbst auf Hechte. Eure Bissquoten finde ich Wahnsinn - ich hatte bei ca. 10 Angeltagen auf Hecht im letzten Herbst/Winter vielleicht 2-3 Bisse .... irgendwas mache ich da falsch. Was ich beim Streamerfischen jedoch schon häufiger erlebt habe sind die Schwanzbisse. Ich persönlich lehne die Stingerhooks ab, da hier die Gefahr eines tiefen Hakens (z.B. in der Kieme) höher liegen sollte. Wenn ich jedoch einen Hecht in einem Forellengewässer sehe, dann gilt bei mir "jedes Mittel" und ich würde auch einen Drilling nehmen um den Fisch aus dem Wasser zu kriegen (sorry an alle Hechtfans, aber ich liebe meine Trutten und Äschen zu sehr)...
Diesen Herbst ist es wieder so weit - ich hoffe ich kann dann endlich einen Erfolg über 40 cm vermelden...
Liebe Grüsse und weiterhin Petri bei der Hechtpirsch!
Markus
der gleiche Kommentar lag mir ebenfalls auf der Zunge - aber ich denke einige von uns haben schon einen Minifisch gefangen und "gehofft" dass es dieser doch packt. Deshalb denke ich, dass Fabian seine Lektion - hier eben auf die harte Tour - gelernt hat und beim nächsten blutenden Fisch dessen Überlebenschancen besser einschätzt.
@Fabian:
Sicher schade um den Kleinen, aber da werden sicher einige nachkommen. Ich fische seit letztem Herbst und eigentlich auch nur im Herbst auf Hechte. Eure Bissquoten finde ich Wahnsinn - ich hatte bei ca. 10 Angeltagen auf Hecht im letzten Herbst/Winter vielleicht 2-3 Bisse .... irgendwas mache ich da falsch. Was ich beim Streamerfischen jedoch schon häufiger erlebt habe sind die Schwanzbisse. Ich persönlich lehne die Stingerhooks ab, da hier die Gefahr eines tiefen Hakens (z.B. in der Kieme) höher liegen sollte. Wenn ich jedoch einen Hecht in einem Forellengewässer sehe, dann gilt bei mir "jedes Mittel" und ich würde auch einen Drilling nehmen um den Fisch aus dem Wasser zu kriegen (sorry an alle Hechtfans, aber ich liebe meine Trutten und Äschen zu sehr)...
Diesen Herbst ist es wieder so weit - ich hoffe ich kann dann endlich einen Erfolg über 40 cm vermelden...
Liebe Grüsse und weiterhin Petri bei der Hechtpirsch!
Markus
- ChrystalShrimp
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DryFlyFisher hat geschrieben: Schade, er war erst 30cm groß...
Hallo Kollegen,Forstochs hat geschrieben: Wenn er im Drill schon geblutet hat, hättest Du ihn sofort abschlagen müssen. Das lernt man doch schon (wenn nicht lange vorher) in der Fischerprüfung, daß ein blutender Fisch so gut wie keine Überlebenschance hat. Da hilft es nichts, zu hoffen, daß er es ja noch packen könnte. Alles andere ausser abschlagen ist nur eine unnötige Verlängerung des Leids.
ist es aber nicht so, dass untermaßige Fische, was ein Hecht mit 30cm eindeutig ist, ungeachtet der Verletzungen zurück gesetzt werden muss?
So habe ich es gelernt und so steht es auch auf vielen Erlaubnisscheinen.
Ich weiß allerdings nicht, wie es in jenem Gewässer vorgegeben ist.
Auf jeden Fall ist es so oder so immer traurig, einen Fisch zu verangeln. Passieren kann dies jedoch jedem und dieses Posting soll in keinster Weise dazu dienen, hier den Moralapostel zu mimen.
So ist der Kleine wieder in den Kreislauf des Lebens eingeflossen.
Wünsche euch einen schönen Mittwoch,
Eric
-
Maggov
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Hallo Eric,
ich habe keine Ahnung was auf welcher Tageskarte steht, aber einen letal verletzten Fisch zurückzusetzen widerspricht nach meinem Empfinden dem Grundsatz des Tierschutzes und war sicher nicht im Sinne des Erfinders. Soll auch nicht als Moralpredigt rüberkommen, sondern einfach denjenigen, der mit sich ringt wenn ihm das passiert, bestärken die für den Fisch sicherlich schmerzlosere Variante zu wählen.
Meine Angelscheinprüfung ist ebenfalls einige Jahre her, so dass ich nicht sagen kann was dort doziert wird. Aber ich habe noch keinen Gewässerpächter/Fischrechtsinhaber getroffen der wirklich explizit gefordert hat, dass ein untermassiger Fisch, der offensichtlich zu stark verletzt ist in jedem Fall zurückzusetzen ist.
Ich gehe davon aus, dass dieser Satz auf den Angelkarten platziert wurde um dem Argument "der Fisch war verangelt, deshalb habe ich ihn mitgenommen" bei Leuten die am liebsten alles abschädeln würden vorzubeugen.
Wenn mir derartiges passiert kappe ich das Vorfach und lasse die Fliege im Maul des Fisches bis ich zu Hause bin. So kann ich jedem Kontrolleur belegen wo der Köder saß und warum ich ihn entnommen habe. Gerade wenn die Fliege in der Kieme saß wird hier niemand etwas sagen...
Beste Grüsse
Markus
ich habe keine Ahnung was auf welcher Tageskarte steht, aber einen letal verletzten Fisch zurückzusetzen widerspricht nach meinem Empfinden dem Grundsatz des Tierschutzes und war sicher nicht im Sinne des Erfinders. Soll auch nicht als Moralpredigt rüberkommen, sondern einfach denjenigen, der mit sich ringt wenn ihm das passiert, bestärken die für den Fisch sicherlich schmerzlosere Variante zu wählen.
Meine Angelscheinprüfung ist ebenfalls einige Jahre her, so dass ich nicht sagen kann was dort doziert wird. Aber ich habe noch keinen Gewässerpächter/Fischrechtsinhaber getroffen der wirklich explizit gefordert hat, dass ein untermassiger Fisch, der offensichtlich zu stark verletzt ist in jedem Fall zurückzusetzen ist.
Ich gehe davon aus, dass dieser Satz auf den Angelkarten platziert wurde um dem Argument "der Fisch war verangelt, deshalb habe ich ihn mitgenommen" bei Leuten die am liebsten alles abschädeln würden vorzubeugen.
Wenn mir derartiges passiert kappe ich das Vorfach und lasse die Fliege im Maul des Fisches bis ich zu Hause bin. So kann ich jedem Kontrolleur belegen wo der Köder saß und warum ich ihn entnommen habe. Gerade wenn die Fliege in der Kieme saß wird hier niemand etwas sagen...
Beste Grüsse
Markus
- ChrystalShrimp
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Hallo Markus,
Du hast Recht. Habe gerade noch mal in den verschiedenen (da Ländersache) Fischereiordnungen nach gelesen.
Dort steht:
§5 FischO:
Fische, die während der Schonzeit gefangen werden, und untermassige Fische sind
unverzüglich schonend in das Gewässer zurücksetzen. Werden sie beim Fang
nachhaltig verletzt, sind sie unverzüglich zu töten. Beim Fang oder nach Satz 2 getötete
Fische sowie entsprechende tot angelandete Fische dürfen nicht verwertet
werden, eine Aneignung ist verboten.
Aber mit nach Hause nehmen darf man sie nicht.
Nun stellt sich die Frage: Was tun?
Ins Gebüsch werfen? Vergraben? In die Mülltonne?
Eventuell gibt es dann wieder einen Verstoß gegen die rechtmäßige Entsorgung eines "Tierkadavers"?!
Kann hier jemand genaueres sagen, bzw. auf eine rechtliche Vorschrift verweisen?
Ein, wie ich finde, recht heikles aber interessantes Thema, denn jeder von uns kann in solch eine Situation kommen.
Nachdenkliche Grüße,
Eric
Du hast Recht. Habe gerade noch mal in den verschiedenen (da Ländersache) Fischereiordnungen nach gelesen.
Dort steht:
§5 FischO:
Fische, die während der Schonzeit gefangen werden, und untermassige Fische sind
unverzüglich schonend in das Gewässer zurücksetzen. Werden sie beim Fang
nachhaltig verletzt, sind sie unverzüglich zu töten. Beim Fang oder nach Satz 2 getötete
Fische sowie entsprechende tot angelandete Fische dürfen nicht verwertet
werden, eine Aneignung ist verboten.
Aber mit nach Hause nehmen darf man sie nicht.
Nun stellt sich die Frage: Was tun?
Ins Gebüsch werfen? Vergraben? In die Mülltonne?
Eventuell gibt es dann wieder einen Verstoß gegen die rechtmäßige Entsorgung eines "Tierkadavers"?!
Kann hier jemand genaueres sagen, bzw. auf eine rechtliche Vorschrift verweisen?
Ein, wie ich finde, recht heikles aber interessantes Thema, denn jeder von uns kann in solch eine Situation kommen.
Nachdenkliche Grüße,
Eric
- Mario Malarczuk
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Hallo
Mir ist es aber lieber, man setzt einen verletzten untermaßigen Fisch zurück und er hat vielleicht noch eine kleine Chance als wenn ich ihm diese durch abstechen auch noch nehme...
Ist schade wenn so etwas passiert, kommt aber immer wieder mal vor. Wenn eine untermaßige Forelle oder Äsche die Fliege quasi gefressen hat und ich an den Haken nicht rankomme, schneide ich auf jeden Fall immer das Vorfach direkt am Maul ab und setze den Fisch mit Fliege zurück.
Zu den Hechten kann sagen, dass es keinerlei 2. Haken oder einen Drilling braucht um die Fische zu haken. Klar bei Minihechten gibt es einige Fehlbisse, aber die will man ohnehin nicht fangen. Ein 60er Hecht macht kurzen Prozess mit einer 15cm Fliege, gerade wenn diese auf nicht zu große Haken und mit weichen Materialien gebunden ist. Den Anhieb setze ich durch einen gleichzeitigen Zug mit der Schnurhand und einem seitzlichn sehr kräfitgen Zug mit der Rute. Auf keinen Fall den Zug nach oben machen mit der Rute. Der Weg zum Schnurstrecken ist so zu lang. Außerdem finde ich sehr wichtig, dass man den Anhieb nicht zu früh setzt. Den Hecht abdrehen lassen und dann erst anschlagen. So sitzt der Haken faßt immer.
Gruß
Mario

Mir ist es aber lieber, man setzt einen verletzten untermaßigen Fisch zurück und er hat vielleicht noch eine kleine Chance als wenn ich ihm diese durch abstechen auch noch nehme...
Ist schade wenn so etwas passiert, kommt aber immer wieder mal vor. Wenn eine untermaßige Forelle oder Äsche die Fliege quasi gefressen hat und ich an den Haken nicht rankomme, schneide ich auf jeden Fall immer das Vorfach direkt am Maul ab und setze den Fisch mit Fliege zurück.
Zu den Hechten kann sagen, dass es keinerlei 2. Haken oder einen Drilling braucht um die Fische zu haken. Klar bei Minihechten gibt es einige Fehlbisse, aber die will man ohnehin nicht fangen. Ein 60er Hecht macht kurzen Prozess mit einer 15cm Fliege, gerade wenn diese auf nicht zu große Haken und mit weichen Materialien gebunden ist. Den Anhieb setze ich durch einen gleichzeitigen Zug mit der Schnurhand und einem seitzlichn sehr kräfitgen Zug mit der Rute. Auf keinen Fall den Zug nach oben machen mit der Rute. Der Weg zum Schnurstrecken ist so zu lang. Außerdem finde ich sehr wichtig, dass man den Anhieb nicht zu früh setzt. Den Hecht abdrehen lassen und dann erst anschlagen. So sitzt der Haken faßt immer.
Gruß
Mario

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Forstie
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Hallo Leute,
irgendwie tut mir mein Posting im Nachhinein schon Leid...
Ich will, was meine Meinung betrifft, keinesfalls einen Rückzieher machen. Andererseits wollte ich auch nicht gern den Klugscheisser spielen, da soetwas wohl schon jedem von uns einmal passiert ist, auch mir. Ich hatte halt heute in der Früh etwas heißes Blut...
Die Methode, wie Markus sie beschrieben hat, wird auch in unserem Verein so praktiziert (oder soll es zumindest). Ich bin mir auf jeden Fall ziemlich sicher, auch ohne jetzt alte Bücher zur Recherche zu wälzen, dass laut Gesetz ein verletzter, also blutender Fisch, sofort zu erlösen ist. Allerdings wurden in unserem Verein auch schon schwarze Schafe lokalisiert, die diese Regelung als Abschädel-Rechtfertigung missbrauchten, um mehr Fische entnehmen zu können.
Deshalb ist die Sache mit dem Belassen des Hakens an der Verletzungsstelle auch eine gute Lösung.
Also Fabian, Kopf hoch, man lernt ja bekanntlich nie aus...
Grüße,
Martin
EDIT: Überschneidungen...
irgendwie tut mir mein Posting im Nachhinein schon Leid...
Ich will, was meine Meinung betrifft, keinesfalls einen Rückzieher machen. Andererseits wollte ich auch nicht gern den Klugscheisser spielen, da soetwas wohl schon jedem von uns einmal passiert ist, auch mir. Ich hatte halt heute in der Früh etwas heißes Blut...
Die Methode, wie Markus sie beschrieben hat, wird auch in unserem Verein so praktiziert (oder soll es zumindest). Ich bin mir auf jeden Fall ziemlich sicher, auch ohne jetzt alte Bücher zur Recherche zu wälzen, dass laut Gesetz ein verletzter, also blutender Fisch, sofort zu erlösen ist. Allerdings wurden in unserem Verein auch schon schwarze Schafe lokalisiert, die diese Regelung als Abschädel-Rechtfertigung missbrauchten, um mehr Fische entnehmen zu können.
Deshalb ist die Sache mit dem Belassen des Hakens an der Verletzungsstelle auch eine gute Lösung.
Also Fabian, Kopf hoch, man lernt ja bekanntlich nie aus...
Grüße,
Martin
EDIT: Überschneidungen...
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