Hallo zusammen.
Wie ist eurer Meinung nach der Einfluss des Mondes auf das Beißverhalten der Forellen?
Bei Karpfen hab ich die Erfahrung gemacht, dass an Vollmondnächten wenig ging.
Was ist eure Meinung dazu?
Grüße, Michael
Vollmond
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hallo michael,
ich kann leider auch nur eine andere fischart beisteuern, den aal.
mir ist auch schon aufgefallen das diese bei vollmond um einiges weniger beissen als bei bewölktem himmel oder sehr schwachen mondphasen.
was jetzt vielleicht interessanter wär als das "ob", ist meiner meinung nach das "warum".
beissen die fische weniger weil es heller ist oder beissen die fische weniger weil sie direkt durch den mond beeinflusst werden?
gruss alex
ich kann leider auch nur eine andere fischart beisteuern, den aal.
mir ist auch schon aufgefallen das diese bei vollmond um einiges weniger beissen als bei bewölktem himmel oder sehr schwachen mondphasen.
was jetzt vielleicht interessanter wär als das "ob", ist meiner meinung nach das "warum".
beissen die fische weniger weil es heller ist oder beissen die fische weniger weil sie direkt durch den mond beeinflusst werden?
gruss alex
- Dirk Janßen
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Dirk, dafür gebührt Dir der Transylvanische Vlad-Dracul-Fly-Fishing-Award in Blutrot an der Knoblauch-Kette!Dirk/WHV hat geschrieben:... antonym lykantrophisch veranlagt?
Glückwunsch!
Neidisch - Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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- aber jetzt auch noch mal ernsthaft: So viel ich weiß, gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, daß etwas anderes als die größere Helligkeit un Vollmondnächten dafür verantwortlich ist; auch der (ja von der Stellung des Mondes zur Erde beeinflußte) Gezeitenwechsel kann bei kleineren Gewässern keinerlei Rolle spielen. Zahllose kursierende Mond-Mythen sind als gegenstandslos entkräftet, siehe zum Beispiel:
http://www.zeit.de/2005/27/Stimmts_27
Na gut, hat mit dem Fischen wirklich nichts zu tun - interessant fand ich's dennoch. Beim Mefo-Fischen habe ich übrigens die Erfahrung gemacht, daß helle Vollmondnächte sehr gut sein können - aber das mag auch Zufall sein; die Spezialisten hier im Forum haben sicher mehr dazu beizusteuern.
Herzlichst, Frank
http://www.zeit.de/2005/27/Stimmts_27
Na gut, hat mit dem Fischen wirklich nichts zu tun - interessant fand ich's dennoch. Beim Mefo-Fischen habe ich übrigens die Erfahrung gemacht, daß helle Vollmondnächte sehr gut sein können - aber das mag auch Zufall sein; die Spezialisten hier im Forum haben sicher mehr dazu beizusteuern.
Herzlichst, Frank
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Franz Kafka
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Na ja, der Thread ist schon ein wenig älter. Aber, da ich erst seit kurzer Zeit hier im Board aktiv bin, möge man mir verzeihen, wenn ich verspätet meinen Senf dazu gebe.
In den zurückliegenden Jahren habe ich das Privileg genossen, nahezu jeden Tag der Saison auf Salmoniden fischen zu können. Natürlich kommt dann der Wunsch auf, die Fangergebnisse einigermaßen verlässlich voraussagen zu können. Folgerichtig legte ich umfangreiche Datensammlungen an über Fangergebnisse, Mondphasen, Luftdruck, Windrichtung und –stärke, Luft- und Wassertemperatur über die Jahre an.
Nach drei Jahren fleißigen Datensammelns zeigte sich bei der statistischen Auswertung, dass keine, wirklich keinerlei enge Korrelationen zwischen den meteorologischen Bedingungen und dem Fangerfolg (mit der Fliege) besteht.
Lediglich vage Tendenzen ließen sich ablesen, z.B. dass an in Perioden mit bedecktem Himmel und milden Temperaturen gute Fangtage häufiger anzutreffen waren als bei anderen Bedingungen, aber bei abweichenden Wetterlagen nicht nur schlechte Angeltage vorkamen. Konfusion also auf der ganzen Linie! Das Projekt wurde danach ad acta gelegt! Das System ist einfach zu komplex und zu viele Faktoren beeinflussen das Verhalten der Fische als dass mit der Messung einiger weniger Parameter Voraussagen getroffen werden könnten. Und das ist gut so, denn die prickelnde Unvorhersagbarkeit beim Fischen macht doch seinen Reiz aus, oder?
Eine einzige positive Korrelation zwischen Mondphase und Fangerfolg konnte ich an kleineren irischen Lachsflüssen feststellen: um Voll- oder Neumond wurden die besten Fänge gemacht. Grund: zu diesen Zeiten kommen besonders hohe Fluten zustande (spring tides) und die Lachse nutzen diesen Umstand, um verstärkt in die oft flachen Mündungsbereiche der Flüsse leichter einzudringen und aufzusteigen. Demzufolge waren in diesen Perioden erheblich größere Zahlen an Fischen im Fluss und somit herrschten stark erhöhte Chancen auf Erfolg beim Fliegenfischen.
Beste Grüße
Klaus
In den zurückliegenden Jahren habe ich das Privileg genossen, nahezu jeden Tag der Saison auf Salmoniden fischen zu können. Natürlich kommt dann der Wunsch auf, die Fangergebnisse einigermaßen verlässlich voraussagen zu können. Folgerichtig legte ich umfangreiche Datensammlungen an über Fangergebnisse, Mondphasen, Luftdruck, Windrichtung und –stärke, Luft- und Wassertemperatur über die Jahre an.
Nach drei Jahren fleißigen Datensammelns zeigte sich bei der statistischen Auswertung, dass keine, wirklich keinerlei enge Korrelationen zwischen den meteorologischen Bedingungen und dem Fangerfolg (mit der Fliege) besteht.
Lediglich vage Tendenzen ließen sich ablesen, z.B. dass an in Perioden mit bedecktem Himmel und milden Temperaturen gute Fangtage häufiger anzutreffen waren als bei anderen Bedingungen, aber bei abweichenden Wetterlagen nicht nur schlechte Angeltage vorkamen. Konfusion also auf der ganzen Linie! Das Projekt wurde danach ad acta gelegt! Das System ist einfach zu komplex und zu viele Faktoren beeinflussen das Verhalten der Fische als dass mit der Messung einiger weniger Parameter Voraussagen getroffen werden könnten. Und das ist gut so, denn die prickelnde Unvorhersagbarkeit beim Fischen macht doch seinen Reiz aus, oder?
Eine einzige positive Korrelation zwischen Mondphase und Fangerfolg konnte ich an kleineren irischen Lachsflüssen feststellen: um Voll- oder Neumond wurden die besten Fänge gemacht. Grund: zu diesen Zeiten kommen besonders hohe Fluten zustande (spring tides) und die Lachse nutzen diesen Umstand, um verstärkt in die oft flachen Mündungsbereiche der Flüsse leichter einzudringen und aufzusteigen. Demzufolge waren in diesen Perioden erheblich größere Zahlen an Fischen im Fluss und somit herrschten stark erhöhte Chancen auf Erfolg beim Fliegenfischen.
Beste Grüße
Klaus






