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Oostvoornse Meer

Verfasst: 10.11.2007, 18:33
von Volker Krause
Hallo,

gestern war ich am Oostvoornse Meer. Eigentlich wollte ich mir nur die tobende Nordsee ansehen, wenn man eingige Kilometer weiter in Richtung Strand fährt. Das Schauspiel war schon beeindruckend!
Aber zurück zum Oostvoornse Meer. Schon im Angelgeschäft in Oostvorne sagte man mir, das Wasser im Meer sei nun viel salzhaltiger, darum gäbe es jetzt auch andere Fischarten. Am Wasser selbst weisen Schilder - stilisierte Salzstreuer - auf den gesteigerten Salzgehalt hin.
Weiß jemand, was die Steigerung des Salzgehalts zu bedeuten hat? Schon im Veerse Meer hat man die Schleusen aufgemacht, um das Wasser salziger zu machen. Wie ein Freund mir sagte mit dem Ergebnis, dass nun kaum noch die ehedem so stolz abgewachsenen Forellen zu fangen sind.
Wie sahen die Fangerfolge in Oostvoorne in der letzten Saison aus?

Mit den besten Grüßen von der nun etwas ruhigeren holländischen Küste


Volker

Verfasst: 12.11.2007, 14:18
von Volker Krause
Hallo,

viele haben meinen Beitrag gelesen, aber keiner hat geantwortet!
Weiß denn niemand Näheres über das Oostvoornse Meer? An einer Antwort auf meine Anfrage wäre mir doch sehr gelegen!

Gruß Volker

Verfasst: 12.11.2007, 14:38
von Tobsn
Mahlzeit,

das die Trutten das Salzwasser nicht abkönnen ist IMHO nicht unbedingt richtig. In der Ostsee schwimmen ja sowohl Meerforellen (Bachforellen) als auch Regenbogenforellen. Die erhöhung des Salzgehaltes bedeutet also nicht zwingen, das die Gräten das nicht vertragen....

T

Verfasst: 14.11.2007, 18:17
von Bernd Köln
Der Salzgehalt mußte erhöht werden, da die ursprünglichen Nährtiere (Garnelen, Hering etc.) mit dem höher werdenden Süßwasseranteil nicht mehr zurecht kamen und sich nicht in ausreichender Zahl reproduziert (Sex) haben .......

Salzwasser

Verfasst: 14.11.2007, 20:04
von kaalsche
Hallo,

also ich habe das Mal so gelernt:

Die Fische gleichen den unterschiedlichen Salzgehalt zwischen ihrem Körper und dem Wasser durch die so genannte Osmoregulation aus. Je höher der Unterschied im Salzgehalt ist, desto mehr Energie kostet das die Fische - bis dahin, dass sie es nicht ausgleichen können und eingehen.

Je kleiner die Unterschiede im Salzgehalt zwischen Fischkörper und Lebensraum (Wasser) sind, umso weniger werden die Fische mit der Osmoregulation belastet. Diese Energie kommt dann dem Wachstum zu gute. Es muss also nicht automatisch heißen, dass ein höherer Salzgehalt schlechter für das Wachstum der Fische ist. Der Salzgehalt der Ostsee ist da zum Beispiel für Forellen anscheinend ideal. Ich war noch nicht am Ostvoornse Meer, habe aber irgendwo gelesen, dass früher bei einem höheren Salzgehalt noch mehr - als höhere Salzwassergehalte gebundene - Nährtiere vorhanden waren.

Weniger Osmoregulation und mehr Nährtiere dürften sich also insgesamt positiv auswirken!

Gruß Martin

Verfasst: 16.11.2007, 08:32
von Fyggi
@Martin
dass früher bei einem höheren Salzgehalt noch mehr - als höhere Salzwassergehalte gebundene - Nährtiere vorhanden waren.
Habe ich so auch gehört. Erinnert mich irgendwie an die Weser, bzw. Werra...


Mark