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Keramikbobbin vs. Stahlbobbin
Verfasst: 02.12.2007, 14:24
von Tristan
Hallo,
Bei unserem letzten Fliegenfischerstammtisch kam die Diskussion auf was besser ist: Keramikbobbin oder Stahlbobbin? Vielleicht sollte ich das nochmal anders formulieren. An diejenigen die Keramikbobbins verwenden - seid ihr davon so überzeugt, dass ihr sagen würdet dass sie Stahlbobbins deutlich überlegen sind?
Ich selbst habe bisher ausschließlich Erfahrung mit Stahlbobbins, habe jedoch noch nie Probleme damit gehabt. Klar reißt einmal ein Faden aber dann lag's eigentlich immer daran, dass ich entweder zu kräftig gezogen habe oder der Faden marode war (leider auch schon vorgekommen...). Bin gespannt was Ihr zu berichten habt!
Gruss
TRistan
Verfasst: 03.12.2007, 19:00
von Zonker
Keramikbobbins sind auf jeden Fall die besseren Bobbins. Ich rede allerdings von Keramikbobbins, bei welchen das gesamte Führungsröhrchen aus Keramik besteht.
Was anderes benutze ich mittlerweile nicht mehr. Die Metallbobbins benutze ich nur noch für sehr dicke Garne oder Drähte, Blei, etc.
Klar gibt es verschiedene Gründe, warum ein Faden reißt, aber bei Keramikbobbins kann man schon mal sicher sein, dass es nicht am Bobbin selbst liegt und so hat man diese Gefahr schon mal eleminiert.
Keramikbobbins gibt es mittlerweile schon günstig für ca. 7€ das Stück.
Mein persönlicher Favorit ist der Tiemco-Keramikbobbin. Ist zwar mit 15-17€ nicht ganz billig, aber auf jeden Fall sein Geld wert.
Das einzige, was ich noch suche ist ein Bobbin mit einem sehr langen Führungsröhrchen aus Keramik für Streamer, Lachsfliegen und Spezialmuster.... Wenn jemand so einen Bobbin kennt, würde ich mich über einen Hinweis sehr freuen.
Verfasst: 04.12.2007, 09:44
von Mario Mende / Sachsen
Hallo Tristan,
ich benutze beide.
Keramikbobbins sind mir natürlich auch lieber, weil der Faden geschont wird. Bei den herkörmlichen sind am obersten Ende immer mal ein paar Unebenheiten, wi das Garn aufgerauht wird.
Allerdings habe ich auch schon einen Keramikbobbin gehabt, der einen feinen Haarriss hatte. (sicher mal runtergefallen) und mir den Faden immer wieder aufdrieselte. Den hat mir mein Händler ganz kulant nach Jahren noch getauscht. (fair)
Wer viel bindet wird sich früher oder später auf Keramikbobbins festlegen. Den Bobbin braucht man nun einmal am meisten beim Binden.
Frohe Bindeabende!
Verfasst: 04.12.2007, 10:04
von tubefly77
Moin moin.
Also ich hatte mit Ceramik bobbins schon viel ärger,auch von Stahl halte ich nicht viel.Ich binde seit ein paar Jhren mit den c&f bobbins.Bei denen besteht der hesamte "Hals"aus Plastik.Es gibt den in zwei stärken für z.b. dünne Dyneema fäden oder für relativ dickes Material wie Floss.Die bobbins sind zwar mit 27 Euro nicht billig halten aber Jahre.Ich habe bisher noch keine verschleis erscheinungen feststellen können.Warum also nich mal eine alternative zu den anderen beiden möglichkeiten ausprobieren?
Grüße aus HH
Verfasst: 04.12.2007, 20:07
von Tristan
Hallo,
Danke für die Antworten. Wie gesagt bin ich bisher mit meinen Stahlbobbins eigentlich immer sehr zufrieden gewesen und hatte eigentlich auch nicht so sonderlich häufig Abrisse. Außerdem scheint die Innenfläche auch bei sehr naher Betrachtung eigentlich völlig glatt. Das Röhrenende ist nach außen umgeschlagen, so dass eigentlich kein Grat entstehen kann. Es sei denn Der Faden schneidet duch's viele Binden mit der Zeit in den Stahl ein...
Ist es eher beim abziehen, dass der Faden abreißt oder beim wickeln? Zugegebenermaßen macht man ja sehr häufig beides gleichzeitig... Wenn ich das mir richtig überlege, müsste ja bei jeder Wicklung der Faden im Bobbin ein Mal die gesamte Innenfläche entlang reiben. Sollte da eine kleine Ecke irgendwo drin sein, würd' das natürlich schnell dazu führen, dass der Faden reißt. Ein perfekt gemachter Stahlbobin dürft ja aber in diesem Fall einem Keramikbobbin in nichts nachstehen. Ich hatte gedacht, dass Keramik vielleicht irgendwelche anderen Eigenschaften haben könnte außer keine augeprägten Materialunebenheiten aufzuweisen.
Zugegebenermaßen eine eher theoretische Ausführung. Bei Gelegenheit werde ich mal versuchen einen guten Keramikbobbin in die Finger zu bekommen und mal sehen ob sich's anders anfühlt. Entscheidend ist ja sicher auch die verbundene Fadenstärke.
In diesem Sinne "tight lines", Euer
TRistan
Verfasst: 04.12.2007, 21:46
von Friedemann
Hallo,
mein ältester Bobbin ( Metall ) ist schon über 20 Jahre alt
und hat noch keinen Faden kaputtgemacht.
Wenn ein Bobbin den Faden kaputtmacht merkt man das
bei der ersten Fliege und er wird dann sofort entsorgt.
Die weitaus meisten Fäden reissen wenn sie über die
Hakenspitze gezogen werden oder wenn es sich um
schlechtes Material handelt.
Gruß aus Hessen
Friedemann