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Hilfe!!!
Verfasst: 09.03.2008, 19:58
von Christi
Hi Leuz
habe ein Problem, wenn ich werfe dann bekomme ich immer Wellen rein.
( Vor und Rückschwung) man hat mir mal gesagt das ich zu viel drücke aber das versteh ich nicht xD.
würde mich über Antworten freuen,...
mfg Christian locher
Verfasst: 09.03.2008, 22:07
von Hans.
Hallo Christian,
eine Rute mit einer eher weichen Spitze schwingt nach dem Stop nach, es reicht eine Nickbewegung, und schon hast Du leichte Wellen in der sich ausrollenden Schur.
Ich konnte vor einigen Wochen diverse Fliegenruten werfen, da war es die Winston Boron IIx, die beim Stop nachschwang und diese Wellen erzeugte. Hat mich aber nicht im geringsten gestört, die Rute warf sich sonst einfach klasse.
Vielleicht kann man Ruten mit weicherer Spitze etwas anders werfen??
Sicherlich werden einige sich hier noch äußern, ich bin gespannt auf einen anregenden Austausch.
Grüße
Hans
Verfasst: 09.03.2008, 23:18
von gespliesste
Hallo Christian,
vom Prinzip denke ich Hans hat recht, das manche Ruten aus besagten Argumenten dazu neigen, wobei man aus meiner Erfahrung auch oft noch bei solchen Ruten mit geeignetem Wurfstil die Wellen mindern kann, wenn man die gesamte Rute mehr aus der Schulter und dem Arm langsam führt, im Gegensatz zu spitzenbetonten, schnellen und kraftvollen Schwips aus dem Handgelenk (mal ganz extrem beschrieben).
Ich würde ausserdem mal eine höhere Schnurklasse (ein oder sogar zwei Klassen höher) versuchen. Habe letztens eine meiner Ruten mit zwei Schnurklassen unter der optimalen geworfen und hatte auch Wellen drin.
LG, Olaf
Verfasst: 10.03.2008, 00:53
von Tristan
Hallo,
Hab mal hier (
http://www.sexyloops.com/flycasting/stop.shtml) was darüber gelesen. Wenn ich's richtig verstanden habe soll man am Ende des Vorschwungs versuchen die Hand zu entspannen, was wie eine Art Dämpfungswirkung haben soll. Offenbar gab's von Orvis gar mal ein in die Rute integriertes Dämpfungssystem. Ob's aber tatsächlich den Unterschied macht oder einfach nur besser aussieht ( das wäre dann Geschmackssache

) kann ich aber nicht beurteilen.
Gruss
TRistan
Verfasst: 10.03.2008, 10:10
von Rolf Renell
Wellen in der Schnur ,ob im Vor - oder Rückwurf können bedeuten das die Schnurkontrolle bzw. die Schnurspannung sich verliert und das ist tödlich für einen guten Wurf.Es ist nicht immer vermeidbar aufgrund versch. Ursachen,aber sollte unbedingt beobachtet und "austrainiert" werden.
Ruten sind unterschiedlich "gedämpft" (Damping of rods)d.h. inwieweit Rutenspitzen nach ihrer belasteten Auslenkung sich nicht nur schnell oder minder schnell zurückstellen ,sondern eben auch "nachschwingen",ähnl. früherer Glasruten.Besser gedämpfte Ruten "stehen" besser nach der Rückstellung.Das gibt es bei preiswerten und eben auch sehr teuren Ruten!Ob ein "Dampingsystem" da hilft bleibt fraglich ,der gute Wille sei zu erkennen.Wenn eine Rute einen Werfer überzeugt und er sie als "gute" Rute einschätzt für seine Fischerei ,bleiben Möglichkeiten die schlechten Dämpfungseingenschaften zu mildern oder aufzuheben.Dazu gehört wie angedeutet im vorigen posting eine "Nachführung" der Wurfhand ähnl. einer kleinen Drift,Betonung liegt auf "sehr klein",die geschilderte Entspannung in der Wurfhand gehört auch dazu.Natürlich kann mit anderen Schnurgewichten gespielt werden oder besser andere Taper.Ebenso kann versucht werden neben dem trainieren des "kraftlosen" Werfens ,das Erkennen eines sauberen Stoppunktes in Position und Timing zu üben ,den Wurf nicht zu "reissen" oder auf die Punkte zu apruppt zu "schlagen" etc.,alle diese Dinge führen zu unruhigem Leinenlauf und Verlust von Spannung,
beste Grüsse ,
Rolf
Verfasst: 10.03.2008, 11:34
von jpj
Um das "Nachwippen" der Rutenspitze zu dämpfen und damit unerwünschte Wellen in der Schnur zu unterdrücken, sollte man die Rute nach dem Stop mit entspannter Hand in die Wurfrichtung weiterführen. Dies macht man bei Vor- und Rückschwung und nennt es
Drift.
Driften hat überdies die Vorteile, dass der effektive Weg für den nächsten Schwung vergrößert wird und dass man die Wurfschlaufe dadurch verengt.
HTH
Verfasst: 10.03.2008, 11:51
von Jan/OS
Hallo Christi,
Beschreibungen von Wurfproblemen und Wurftipps sind ja oft schwierig wenn man das ganze nicht selber sieht.
Daher von mir mal einen Tipp einfach mal auszuprobieren, wenn du das nicht schon hast:
Wirf deine Rute einige Male aus der Spitze heraus, später aus dem unteren Bereich, der Butt-Sektion/Handteil. Und wieder von vorn. Fühlen und Sehen was sich tut.
Als kleine Beschreibung was ich meine; beim Werfen aus dem Handteil; versuche die eingesetzte Kraft auf diesen Teil zu konzentrieren (entsprechend bei der Spitzenbetonung). Und variiere die Spannung deines Handgelenks alle paar Würfe, maches Gerät verlangt (bei mir) eher nach Spannung, anderes lässt sich butterweich führen. Beides hat seinen Nutzen.
Mischformen gibts natürlich, aber bei Betonung der Extreme findet man die Eignung doch oft schneller heraus.
Viel Spaß beim Tüfteln, Jan
Ach, und achte mal auf die Art deiner Beschleunigung in den Schwüngen, gleichmässig oder eher deutlich progressiv, abrupt oder eher fließend..
Verfasst: 10.03.2008, 19:46
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 10.03.2008, 20:03
von Christi
Hallo zusammen
Vielen Dank für die Antworten.
Ich sage mal so, umso mehr schnur ich drausen hab ( bis zu 22m) um so schlimmer wird es.
Uwe Rieder hat zu mir gesagt ich würde die rute drücken aber das kapier ich nicht so richtig,
iwie solle ich mit dem Ellenbogen erst nach vorne gehen und mit der Rute nachkommen.
Ich habe bemerkt dass ich ein "wenig" zu viel Kraft einsätze.
Aber nochmal, wie meinte Uwe was mit dem, dass ich drücke?
Thx
Mfg Christian Locher
Verfasst: 10.03.2008, 22:57
von Rolf Renell
hi Christian,
meist kommt es zum "Drücken" im letzten finalen "Wurf/Schuss" ,hierbei wird meistens wie du schon angedeutet hast unmerklich "Kraft" im Sinne von unkontrolliert geführt ,eingesetzt.
Das führt zu einer rotierenden Abwärtsbewegung deines/er Rutenhand/Unterarm ,die optimale Linie wird verlassen,bitte Begriffe "pulling" und "pushing" einmal in versch. Boards nachlesen
z.B. Sexyloops etc.
beste Grüsse,Rolf
Verfasst: 10.03.2008, 23:33
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 10.03.2008, 23:37
von gespliesste
Hallo,
@Berndt: Auch wenn ich vielleicht nicht der Vollprofi unter den Werfern bin, so treten bei einer guten Schnur / Rutenkombination Wellen bei mir nicht auf. Oder ich sehe sie nicht

, oder es sind Mikrowellen (tolles Wortspiel).
Ich würde aber nicht soweit gehen, zu sagen das das normal ist.
LG, Olaf
Verfasst: 11.03.2008, 00:47
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 11.03.2008, 20:41
von hechtmichel
Hallo,
bin ein Kumpel vom Christian,
habe mit der gleichen Rute geworfen wie Chritian...keine Wellen, kann also nicht an einer falschen Abstimmung vom Gerät liegen.
Ich finde das mit dem Handgelenk locker lassen hört sich gut an,
@ Christ:
Gehen wir mal am Donnerstag an Weiher oder Sportplatz zum Werfen, dann zeig ich dir wie das der Uwe gemeint hat.
LG Michi
Verfasst: 13.03.2008, 22:21
von helmut herrmann
Hallo Christian,
ich denke, Rolf hat es auf den Punkt gebracht. Entweder Du gibst beim Abschuß der Schnur so viel "Dampf", daß die Rutenspitze vibriert und diese Vibrationen an die Schnur weitergibt oder, was auch sein kann, der Overlap Deiner Rutenspitze stimmt nicht.
Vorschlag: Werfe Deine Schnur kraftloser. (Nicht lustlos...!)
Gruß Helmut