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Mehr Erfolg durch Lockstoffe?!
Verfasst: 01.04.2008, 10:31
von Mario Mende / Sachsen
Mehr Fangerfolge durch Lockstoffe?
Die Futtermittelindustrie hat neueste wissenschaftliche Untersuchungen schon in die Praxis umgesetzt. Sowohl für Nutz- als auch für Zier- und Aquarienfische bietet sie inzwischen mit Lockstoffen versetztes Futter an. In verschiedenen Ausführungen gibt es ähnliches auch schon als Zusatz für Angelköder. Man geht dabei von der Erkenntnis aus, dass Fischer einen sehr ausgeprägten Geruchssinn haben und deren Futteraufnahmebereitschaft dadurch mehr, oder mindestens genauso stark, beeinflusst wird wie durch optische oder Bewegungsreize. Waren die Lockstoffe früher Blut, Lebertran, Anis oder ähnliches, setzt man jetzt voll auf die Wissenschaft und verwendet Pheromone wie sie bei der natürlichen Beute der Fische vorkommen.
Wie immer haben die Amerikaner als erste die Marktlücke erkannt, die hier noch für die Fliegenfischerei besteht. Sie bieten kleine Pumpspraydosen an, mit der Emulsion die sich darin befindet kann man die Fliegen besprühen, das macht sie schwimmfähig für „dry only“ und durch das beigegebenen Pheromon extrem fängig! In alkoholischer Lösung gibt es das „phänomenale Zeugs“ auch für Nassfliegen, Nymphen, Muddler, Popper und Streamer. Wahre Rekordfänge soll man damit auf ‚Gimpel’ (~ konnte nicht übersetzt werden) erzielt haben.
Der Fliegenfischer konnte sich schon eine Probecharge sichern, die wegen der EU-Einfuhrregeln für Präparate mit pharmakologischer Wirkung noch beim Zoll festhängt. Das noch ausstehende behördliche Unbedenklichkeitsgutachten ist für Anfang 2008 in Aussicht gestellt. Mit der Auslieferung könnte also im 2. Quartal 2008 begonnen werden. Bestellungen werden ab dem 01. April 2008 angenommen unter
derfliegenfischer@yahoo.com . Unter den ersten 100 Bestellern werden 10 Gratisflacons ausgelost. Danach kostet jedes Pumpsprayfläschchen (für ca. 100 Anwendungen) versandkostenfrei 15,- €.
Verfasst: 01.04.2008, 10:38
von HarryR
Hi Mario.
Ich sag nur A.... A....

)
Aber gut !
Verfasst: 01.04.2008, 11:37
von Kanne
Moin, Mario,
da können wir ja endlich auch völlig blinde Trutten mit der Trockenen
fangen, muss mir das Zeugs gleich bestellen. Wenn die Fische so reagieren wie mein Hund auf Leberwurst...
Gruß, Lutz
Verfasst: 01.04.2008, 12:05
von Frank.
Liebe Leute,
der Lockstoff wurde unserem Fliefi-Stammtisch schon im letzten Jahr zum Testen vorgestellt, ungefähr zur selben Jahreszeit. Im Verlauf der gesamten vergangenen Saison stellte sich heraus, dass die Fänge damit tatsächlich erheblich gesteigert werden konnten.
Freilich konnten nach Benutzen des Duftstoffes fast ausschließlich Milchner gelandet werden; chemische Untersuchungen in unserem Göttinger Max-Planck-Institut ergaben, dass "Oktolysat No. 5" (so heißt das Zeug nämlich) einen extrem hohen Anteil salmonidischer Östrogene aufweist und deshalb vor allem männliche Fische anzulocken vermag.
Ein speziell für Rogner geeignetes Mittel wird meines Wissens von den Kooperationspartnern des Unternehmens in Frankreich entwickelt; als "Oktolysat fvf" (= for virile flavour) noch in diesem Jahr marktreif werden.
Beim Forumstreffen in Hamm wurden übrigens unter der Hand eine ganze Menge der Ampullen gehandelt; der Schwarzmarktpreis war enorm. Trotz der (zur Zeit noch) hohen Anschaffungskosten: Das Zeug ist durchaus zu empfehlen und sein Geld wert. Mit ordentlich "Oktolysat" auf der Fliege kann manch einer, der sonst nur Kleinfische fängt, endlich auch mal einen Laichhaken sehen!
Petri Heil!
Euer Frank
Verfasst: 01.04.2008, 12:23
von Frank.
HarryR hat geschrieben:Ich sag nur A.... A....

)
Aber gut !
Lieber Harry,
nein, das Zeug ist keineswegs "Am Ar***"! Riecht gut und wirkt.
Frank
Verfasst: 01.04.2008, 19:45
von Olaf Kurth
Moin zusammen,
"Oktolysat fvf only" kommt nicht nur aus Frankreich, die Wissenschaftler haben sogar eine spezielle Mischung gefunden, die von Menschen aufgenommen, kontinuierlich über die Fingerspitzen wieder abgeben wird.
Dieses Präparat wurde speziell für Fliegenbinder entwickelt, die auf diese Art den gebundenen Fliegen einen sehr eigenen Geruch geben sollte. Ich hatte das beim letzten Treffen in Hamm übrigens ein bisschen ins Essen gemischt und mit einem Codewort versehen: "S.C.,H.A.M.,P.E." was soviel heißt wie, „sehr cool, hängt am Maul, (p)fängt einmalig“ - einmal von diesem präparierten Leckerchen gegessen und die Fingerspitzen verströmen in den folgenden Tagen beim Fliegenbinden einen für Bachforellen-Rogner unwiderstehlichen Geruch aus.
Das Thema Lockstoffe ist gerade unter Fliegenbindern nicht wirklich neu. Stichwort "Salmonidische Östrogene" - ihr würdet euch wundern, aus welchen Materialien so manch geheime Wunderfliege gebunden werden.
Gruß, Olaf
Salmonidische Östrogene lange bekannt
Verfasst: 01.04.2008, 21:26
von jpj
Olaf Kurth hat geschrieben:Moin zusammen,
(...)
Das Thema Lockstoffe ist gerade unter Fliegenbindern nicht wirklich neu. Stichwort "Salmonidische Östrogene" - ihr würdet euch wundern, aus welchen Materialien so manch geheime Wunderfliege gebunden werden.
Gruß, Olaf
Das Thema ist entgegen der Unkenrufe zahlreicher Skeptiker in der Tat nicht neu. Wer will kann auch Pheromone salmonidischer Rogner nach Rezepten selbst zusammenstellen, die bereits James Chetham in seinem 1681(!) erschienen Werk "Angler's Vade Mecum" im Kapitel "Ointments To Allure Fish To the Bait" beschrieb: "...Take Man's Fat and Cat's Fat, of each half an Ounce, Mummy finely powdered three drams, Cummin-seed finely powdered one Dram, distill'd Oyl of Annise and Camphour four Grains..." (Zitiert aus
Philip Gosse, Traveller's Rest)
Verfasst: 02.04.2008, 08:45
von HarryR
Huiui, ich glaub ich leih mir nochmal "Das Parfum" aus, oder besser ich lese nochmal das Buch
Jedenfalls bleib ich doch gern bei der "klassischen" Fliegenfischerei, wo´s auf die Präsentation der Fliege ankommt.

Verfasst: 02.04.2008, 18:49
von webwood
Liebe Pheromenfreunde,
warum denn immer gleich nach der chemischen Keule greifen?
Ihr müsst nur den Kopfknoten mit Erbrochenem von der Kröte lackieren.
Nicht leicht zu beschaffen - aber extrem fängig
TL
Thomas
Verfasst: 02.04.2008, 19:01
von Frank.
webwood hat geschrieben:
Ihr müsst nur den Kopfknoten mit Erbrochenem von der Kröte lackieren ...
... das in einem Beutel aus Laubfroschmösenleder aufbewahrt wurde. Sonst wirkt es nicht.
Frank
Verfasst: 02.04.2008, 19:13
von jpj
Frank. hat geschrieben:webwood hat geschrieben:
Ihr müsst nur den Kopfknoten mit Erbrochenem von der Kröte lackieren ...
... das in einem Beutel aus Laubfroschmösenleder aufbewahrt wurde. Sonst wirkt es nicht.
Frank
Ich dachte das müßte mit Torfmumie gegerbtes Springfroschvorhautleder sein... oder war das für die Rogner? Jetzt bin ich durcheinander...

Verfasst: 03.04.2008, 19:19
von webwood
Hallo Frank,
hallo Jpj (Juppy?),
Ihr liegt völlig falsch. "Laubfroschmösenleder, Springfroschvorhautleder - Unsinn!"
Das kommt davon, wenn man sich im Winter immer in Flyfigeschäften vor der Wand mit den Bindematerialien rumdrückt. Das engt natürlich den Horizont ein!
Weil ich aber ein so herzensguter Mensch bin, der andere auch an meinem sensationellen Fangerfolgen teilhaben lassen will (Ihr angelt ja schließlich nicht in meinem Revier) geb ich Euch unter dem Siegel der Verschwiegenheit mein Geheimnis preis: Erbrochenes von der Kröte natürlich wird nur in getrocknetem Zustand gehandelt.
Das Pulver muß für den Gebrauch erst in einer gehörigen Portin Cognac gelöst werden.
Erhältlich ist das Pulver in jedem gut sortierten Fachgeschäft für Schamanismus. Auch Okult-Shops könnern es i.d.R. meist kurzfristig bestellen.
Der Cognag muss allerdings sehr alt sein.
Da ich, ich glaube es schon beiläufig erwähnt zu haben, ein herzensguter Mensch bin dürft Ihr mir je ein-(besser zwei) Flaschen Cognac zusenden. Ich erkläre mich bereit, selbigen für Euch uneigennützig zu testen.
Altruistische Grüße
Euer Thomas