Hein S. Schrooten verstorben
Verfasst: 05.04.2008, 07:01
Der letzte Spleiss ist gehobelt.
Hein S. Schrooten ist tot.
Mich hat die Nachricht heute mit Trauer erreicht, aber so ist es nun einmal im Leben.
Einer der letzten älteren europäischen Gespließtenrutenbauer weilt nicht mehr unter uns.
Vielleicht ist Hein S. Schrooten nicht jedem bekannt. Er war ein Rutenbauer der nie im Vordergrund stand oder dies gar gesucht hätte.
Einige hundert Ruten, meist mit speziell entworfenen Tapern hat er gebaut, für sich, für Freunde, manchmal auch im Auftrag - ein Glück dem, der seine Ruten fischen darf. Aber nicht jeder hat eine bekommen, das war Hein.
Mal eben eine Rute zu bauen, für jemanden der es vielleicht nicht zu schätzen weiß, das war nicht seins.
Seit vielen Jahrzehnten war Hein Schrooten ein begnadeter Gespliesstenrutenbauer, der sich recht wenig um Konventionen des "richtig "
oder "falsch" gekümmert hat. Kritiken an seiner unkonventionellen Bauweise oder gar eigens "erfundenen" Werkzeugen und Hilfsmitteln, ließen ihn relativ gelassen erscheinen, haben doch seine Ruten und die Herstellungsweise immer wieder gezeigt, das es auch ganz anders geht und man einfach und effektiv Bambusruten erschaffen kann, die den "bekannteren" wohl in nichts nachstanden. Ich denke hierbei gerade an seine Ruten mit Knoten. Eine eigene Hobelform musste dafür geschaffen werden, seine "Ringwickelmaschinen" und vieles mehr.
Hein Schrooten hat mich damals erlöst, aus der theoretischen Bibelleserei und mich nach einer Einladung in seine Werkstatt im Garten seines Hauses in den NL, nach vielen Stunden Erzählens entgültig dazu gebracht, selbst mit dem Rutenbau zu starten.
Danke dafür Hein!
Deine Werkzeuge sind noch bei mir, aus dem geschenkten Stück Nussbaumwurzel sind schon einige Rollenhalter entstanden und deine Fliegenklatsche liegt auch bereit.
Leider haben wir es nicht mehr an Kyll und Rur zum Fliegenfischen geschafft.
Nun bist du nicht mehr unter uns, mach’s gut!
Das Wasser wird uns immer verbinden.
Rolf Renell
Hein S. Schrooten ist tot.
Mich hat die Nachricht heute mit Trauer erreicht, aber so ist es nun einmal im Leben.
Einer der letzten älteren europäischen Gespließtenrutenbauer weilt nicht mehr unter uns.
Vielleicht ist Hein S. Schrooten nicht jedem bekannt. Er war ein Rutenbauer der nie im Vordergrund stand oder dies gar gesucht hätte.
Einige hundert Ruten, meist mit speziell entworfenen Tapern hat er gebaut, für sich, für Freunde, manchmal auch im Auftrag - ein Glück dem, der seine Ruten fischen darf. Aber nicht jeder hat eine bekommen, das war Hein.
Mal eben eine Rute zu bauen, für jemanden der es vielleicht nicht zu schätzen weiß, das war nicht seins.
Seit vielen Jahrzehnten war Hein Schrooten ein begnadeter Gespliesstenrutenbauer, der sich recht wenig um Konventionen des "richtig "
oder "falsch" gekümmert hat. Kritiken an seiner unkonventionellen Bauweise oder gar eigens "erfundenen" Werkzeugen und Hilfsmitteln, ließen ihn relativ gelassen erscheinen, haben doch seine Ruten und die Herstellungsweise immer wieder gezeigt, das es auch ganz anders geht und man einfach und effektiv Bambusruten erschaffen kann, die den "bekannteren" wohl in nichts nachstanden. Ich denke hierbei gerade an seine Ruten mit Knoten. Eine eigene Hobelform musste dafür geschaffen werden, seine "Ringwickelmaschinen" und vieles mehr.
Hein Schrooten hat mich damals erlöst, aus der theoretischen Bibelleserei und mich nach einer Einladung in seine Werkstatt im Garten seines Hauses in den NL, nach vielen Stunden Erzählens entgültig dazu gebracht, selbst mit dem Rutenbau zu starten.
Danke dafür Hein!
Deine Werkzeuge sind noch bei mir, aus dem geschenkten Stück Nussbaumwurzel sind schon einige Rollenhalter entstanden und deine Fliegenklatsche liegt auch bereit.
Leider haben wir es nicht mehr an Kyll und Rur zum Fliegenfischen geschafft.
Nun bist du nicht mehr unter uns, mach’s gut!
Das Wasser wird uns immer verbinden.
Rolf Renell