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Nymphen mit Klasse 3 werfen
Verfasst: 10.01.2009, 23:37
von mike77
Hallo zusammen!
Ich hab ne Winston WT #3 und frag mich es mal zu riskieren Nymphen mi 2,8mm oder 3,5 Kopf zu fischen . Mit Glaskopf hatt ich bisher keine Probleme , kam mir aber schon vor , als ob eine reine Trockenfliegenrute dafür zu fein ist. Anderseits denke ich bei einem grösseren Fisch an der Spitze (Döbel oder Äsche ) an 4er Leine müsste das gute Stück ja auch halten...
Was meinen die Experten (und andere natürlich auch) dazu?
Thanx für die Tipps schon mal
Verfasst: 11.01.2009, 01:27
von gespliesste
Hallo Mike,
erst mal will ich dir sagen das du da eine feine Rute dein Eigen nennst
Klar kannst du das rsikieren, durch die Wurfbelastung wird sie bestimmt keinen Schaden nehmen und wenn man sich die Nymphe an die Rute haut ist es fast egal welche Klasse da kann man immer Pech haben.
Ist halt die Frage ob es mit der WT3 Spass macht, gehen tut das nach meiner Erfahrung schon. Ich fische meistens eine WT4 und manchmal auch mit beschwerten Nymphen ...
LG,
Olaf
Verfasst: 11.01.2009, 12:15
von Tom127
Servus Mike,
hab die Greys X-Flite 7'6'' #3 und hab damit auch schon 12er Tungsten Nympfen mit 3,2mm Köpfen auf Distanz gebracht. Es ist halt nicht mehr die "feine englische Art" aber wenn es die Situation erfordert... Muss aber ehrlich sagen dass ich es nur einmal versucht habe, denn meine Rute ist neu und das Wetter einfach zu kalt bzw das Eis in den Ringen zu dick
Jedoch was ich gemerkt hab ist dass es möglich ist wenn man ein paar Dinge im Kopf behält.
1. Die Nympfen sollten nicht zu groß sein und/bzw das Material sollte nicht zu viel Wasser aufnehmen, das wäre nur unnötiges Wurfgewicht ("dünnere" Fliegen sinken auch besser).
2. Vergiss den Luftwiderstand nicht!! Unbeschwerte, buschige, evtl vollgesaugte Fliegen lassen sich teilweise schlechter werfen als mit Tungsten beschwerte Muster. Vor allem wenn man mit so feinen Schnurklassen fischt!
3. Der Wurfstiel ist meiner Meinung nach das Wichtigste wenn es darum geht Fliegen die, in Relation zur Schnurklasse, sehr schwer sind vernünftig zu präsentieren. Man sollte noch mehr als sonst "weich und geschmeidig" versuchen zu werfen. Unbeschwerte Muster verzeihen den ein oder anderen Wurffehler eher als stark beschwerte. Versuche die Rute leicht schräg zu führen, das vermindert die Gefahr ein wenig dass die Fliege den Blank trifft und hält sie auch weiter von dir weg. Ich hab schon mal ein mit Blei beschwertes Muster beim Vorschwung mit voller Wucht ins Genick bekommen! Schonhaken sei dank...

Versuch wirklich die Fliege in Gedanken zu verfolgen und mit der Rute in einer Ebene zu führen, dann wirft es sich besser.
Ich möchte trotzdem darauf hinweisen dass eine 3er Rute nicht zum schweren Nympfen-fischen gedacht ist, aber wie gesagt, manchmal erfordert es die Situation und wenn man seinen Traumfisch stehen sieht denn man nur auf diese weise fangen kann, ist es doch nur von Vorteil wenn man sich damit mal auseinandergesetzt hat und damit umgehen kann...
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen,
LG,
Tom
Verfasst: 11.01.2009, 13:08
von Christi
Hallo Mike,
kein Problem,
ich habe mit 3er Ruten schon 4er streamer geworfen...
gruß Christian
Verfasst: 11.01.2009, 15:32
von MichaelN
HI Mike.
Ich hab selbst mal ne 3er beim Nymphenfischen geschrottet...kann daber locker auch bei jeder Rute passieren. Musst nur aufpassen, dass du ne größere Schlaufe wirfst, damit die Nymphe schön weit weg vom Blank ist.
Es hilft schon, wenn du die Rute etwas weiter zur Seite neigst.
Grüße, Michael
Verfasst: 11.01.2009, 15:54
von Christi
Hallo,
das stimmt, man sollte allgemein bei größeren Tungsten oder Jigs größere Schlaufen werfen, das der Goldkopf nicht gegen die Rute schnallt.
man kommt damit vielleicht auch nicht ganz so weit, aber vorallem wenn viele kleine Fische in dem Gewässer sind finde ich eine 3er Fliegenrute echt klasse. Der Drill dauert nicht länger, aber es macht viel mehr spaß
Gruß Christian
Verfasst: 11.01.2009, 18:02
von DryFlyFisher
Hi,
Ich fische mit meiner 2/3er Pico auch Nymphen, teilweise sogar recht schwere, ich achte allerdings drauf, wenn möglich Wasserwürfe zu verwenden, das klappt im Allgemeinen recht gut (testeweise ließ sich damit sogar eine Steinfliegennymphe mit 3,8er Tungstenkopf auf geschätzte 10 bis 12m bringen.)
Grüße
Fabian
PS: Ich hab das mal in den richtigen Teil verschoben
Verfasst: 11.01.2009, 20:29
von Dieter W.
Hallo Mike,
es gibt ein paar grundsätzliche Dinge, die beim Fischen/Werfen von beschwerten Nymphen (oder auch Streamern) generell beherzigt werden sollten:
- bewege die Leine immer weit von der Rute weg
- werfe große Schlaufen
- warte unbedingt, bis sich die Leine beim Rückwurf gestreckt hat, du merkst da am "Tuck", einem kurzen aber deutlich spürbaren "Zupfen" an der Leine. Starte dann einen ruhigen Vorwurf mit großer Schlaufe. So verhinderst du, dass du die Nymphe im Genick oder am Hinterkopf hast. Auch einem "Einschlag" in deine Rutenspitze kannst du so wirksam vorbeugen.
Viel Erfolg
Dieter
Verfasst: 23.01.2009, 09:38
von Heinz
Hallo,
können kann man viel. Ich kann auch an meiner 7er eine 16er Trockenfliege werfen. Aber manches ist halt einfach nicht sinnvoll. An eine
3er oder 4er gehört meiner Meinung nach ein Trockenfliege, eine Nassfliege oder ev. eine Glaskopfnymphe. Anderes kann man zwar, ohne dass die Rute es nicht aushält (immer vorausgesetzt, man klatscht nicht gegen den blank) - ich würde aber es nicht und rate davon auch ab.
Grüsse
Heinz
Verfasst: 23.01.2009, 15:38
von Markus H.
Servus,
ja , "können kann man viel.." aber manchmal muss es halt sein, wenn es die Lage erfordert. Ich kam mal in eine Situation in der ich, mit einer, ich sag mal "weichen" 4er Rute einen Conehead beschwerten Wooly Bugger in der Hakengröße 6 2x lang werfen musste. Mit der Unterstützung von ein paar kräftigen Zügen der Schnurhand brachte ich den Streamer auch ins Ziel. Klar, die Rute war da schon ziemlich an ihrer Grenze aber es brachte mir eine Regenbogen mit 64 cm und 3,8 Kilo.
Also wer nicht wagt der nicht gewinnt und unser Material verträgt mehr als wir denken. Was man natürlich nicht machen sollte, ist eine kleine 16er Goldkopfnymphe gegen den Blank zu schleudern. Das habe ich auch schon mal "versucht" und das ging nicht so gut aus......
Verfasst: 23.01.2009, 17:38
von Christi
Servus,
Ja es ist erstaunlich was eine moderne Fliegenrute alles aushällt,
ich habe in Youtube.com schon mehrere Videos gesehen, bei denen Fliegenruten getestet worden sind, vielleicht weis ja jemand den Suchbegriff für diese Tests...
mir fällt er nicht mehr ein, aber fals... dann werdet ihr staunen.
Achja Markus deine #4er Fliegenrute kann noch mehr
Gruß Christian
Verfasst: 23.01.2009, 18:36
von hechtmichel
Christi hat geschrieben:Servus,
Ja es ist erstaunlich was eine moderne Fliegenrute alles aushällt,
ich habe in Youtube.com schon mehrere Videos gesehen, bei denen Fliegenruten getestet worden sind, vielleicht weis ja jemand den Suchbegriff für diese Tests...
mir fällt er nicht mehr ein, aber fals... dann werdet ihr staunen.
Achja Markus deine #4er Fliegenrute kann noch mehr
Gruß Christian
Hallo,
Christi....bitte!
Kurz Gehirn einschalten

Suchwort ist "Fly Rod Break" kann man sicher aber denken.
Zu dem Werfen von Nymphen mit der 3er wurde eigentlich alles gesagt.
@ Christi: eine 64er Rebo mit 3,8kg ist scho heftig da ist man selbst mit der 4er schon nah an der Grenze, das schafft auch nicht jeder.
Aber selbstverständlich ist das auch bei jeder Rute anderst, ich denke eine Sage TCR oder sonst so en Prügel, ist nicht zu vergleichem mit einer 4er Yellow Line oder sonst einer Rute die nicht das Rückgrad hat, aber viele Ruten würden da sicher an die Grenze kommen.
LG Michi
Verfasst: 23.01.2009, 19:03
von Christi
Servus Michi,
Danke für den Link, ich glaube das die Rute sehr viel kann und noch nicht bei ihrer kränze war,
Ich glaube das die meisten guten Fliegenruten das Rückrad haben
Gruß Christi
Verfasst: 23.01.2009, 19:10
von hechtmichel
Hallo,
definiere mit bitte mal "gut".
Ich hoffe du hast mal das Glück eine 64er Rebo an den Haken zu bringen.
Wenn du im Drill dann der Meinung bist die Rute ist nicht am Anschlag

dann drillst DU wahrscheinlich nicht am Limit.
LG Michi
Verfasst: 23.01.2009, 20:04
von Christi
Hallo Michi,
Sag mir einen, der am Limit drillt...
irgendwann drillt amn einfach nicht fester...
klar ist es Glück eine 64er Forelle auszudrillen und zu landen,
aber neine Fliegenrute hat soooviele Kraftreserven, die sutzt niemand...
Gruß Christian