Effektive Mückenmittel
Verfasst: 02.03.2009, 13:41
Hallo Ihr da "draußen",
auf die Frage nach Mückenmitteln in Schweden habe ich unter "Fliegenfischen in Schweden/Dalarna" mal zwei sehr gute Mückenmittel vorgestellt. Damit das für alle anderen dort nicht "versackt", hier noch mal extra eingestellt.
Grüße, Ralf
Vorweg für die, die den Beitrag schon gelesen haben: Das später erwähnte Zeug heißt "Stermino" nicht "Sterminio". Ist aber fast egal, die blaue Packung erkennt man sofort.
Moin an alle "Mückenliebhaber",
zu den Mückenmitteln wollte ich erst im Teil Tipps und Kniffe kommen, aber vorweg dann mal aus meiner Erfahrung: Als Mückenmittel beim Angeln und Wandern verwende ich in Schweden (und auch hier) zwei Mittel. Das eine ist "Off" als Spray, Creme und Roll-on. Ich habe eigentlich fast allle Mittel dort oben schon durch, doch unterm Strich ist "Off" die meiner Meininung nach beste Kombination aus relativ langem Schutz und angenehmen Geruch, es riecht fast wie ein Deo. Das Spray ist ideal für "Notfälle" wie dem Verrichten großer Geschäfte, gut eingesprüht hat man Zeit und "Muße", diesem nachzugehen. Nur nicht auf die Schleimhäute sprühen, das brennt dann entsprechend. "Off" erhält man ab Mittelschweden nordwärts an fast jeder Tanke oder in Supermärkten wie "ICA" oder "Konsum".
Da fast alle chemischen Mückenmittel Kunststoffe angreifen (damit auch die Goretex-Jacke und besonders die Fliegenschnur!!!) nutze ich oft das Spray, um nicht die Hände voll zu schmieren.
Am Lagerfeuer hat sich ein zweites Mittel bewährt, das ich bei meinen Freunden vor gut 13 Jahren an deren Sommerhäuschen dort oben sah. Es nennt sich "Stermino". Das sind kleine blaue mit Duftmittel getränkte Pappen. Stermino ist eigentlich für die Nutzung in Räumen bis ca. 60 Kubikmeter gedacht. Es wird über ein Gerät in der Steckdose erwärmt und gibt den Duft dann über Stunden ab. Im Freien nimmt man z.B. eine 0,5L-Dose Bier, schneidet in die Seite 1cm über dem Dosenboden eine ca. 5-6cm breite und 4-5cm hohe Öffnung (parallel zum Dosenboden und in einem Halbkreis- Bogen). Die Dose wird (zur besseren Standfestigkeit) bis zum 1cm-Rand mit Sand gefüllt, dann stellt man ein Teelicht unten rein, legt ein Duftplätchen oben auf die Trinköffnung und nach dem Anzünden des Teelichtes entfaltet sich ein etwas süßlicher, aber nicht ungenehmer Duft.
Bei Windstille wirkt es natürlich am besten, wir (meine Freunde und ich) deponieren diese Dose meist am Feuer, bei Extrem-Mückenbefall auch unter unserem Klappstuhl. Sensationell wirkt das Zeug aber im typischen Windschutz, wenn man diese Dose unterm Tisch abstellt. Dann hat man für etliche Stunden absolute Ruhe vor allen Stechviechern (man kann dann ganz ohne andere Mittel auf der Haut dort sitzen). Man bekommt einen Windschutz (aber auch jeden Wohnwagen oder Caravan) komplett Mückenfrei. Das Zeug verscheucht die Mücken in wenigen Minuten, wenn sie es nicht schnell genug raus schaffen, werden sie betäubt und fallen zu Boden oder auch auf den Tisch, also ganz harmlos ist das Zeug nicht. Nach erlöschen des Teelichtes berappeln sich die Mücken aber wieder und fliegen weiter. Wenn ich jedoch die Wahl zwischen zerstochen werden und Stermino habe, dann werd ich immer die richtige treffen....
Das Freimachen eines Caravans sollte möglichst bei für Mücken angenehmer "Flugtemperatur" geschehen, d.h. bei mindestens 6-7 Grad. Wenn man das erst spät in der Nacht bei 0 Grad versucht, sind die Mücken schon zu klamm, sie fallen nur betäubt zu Boden und fliegen nicht mehr raus. Und wenn es morgens wieder warm wird im Caravan, erwachen sie und dann geht es rund mit der Stecherei im Schlaf! (Selbst erlebt)
Stermino gibt es in Einheiten von 30 Pappen zu ca. 70,- SEK auch ab Mittelschweden in vielen Supermärkten und an vielen Tankstellen. Um Reserven zu haben kalkulier ich 2-3 Pappen pro Tag, denn manchmal stellen wir auch bis zu drei Dosen um das Lagerfeuer auf.
Selbst auf meinen Raftingtouren hab ich ne Bierdose, insgesamt 30-40 Teelichter und 3 Stermino-Plättchen pro Tag dabei gehabt. Damit kann man einen windstillen Abend in der Wildnis wirklich genießen. Und man kann bei Regen bei geöffneter Apside mückenfrei kochen ohne sich mit "Off" einzuschmieren.
Nehmt auf keinen Fall eine kleinere Dose, dann wird der Duft zu rasant abgegeben, das Plättchen wird durch zuviel Wärme zu schnell weiss, d.h. die Wirkung ist in wenigen Minuten vorbei. Lieber aus zwei 0,3L-Dosen eine etwas höhere bauen. Zur besseren Standfestigkeit hab ich für den Windschutz oder auf Kanu-Touren die Dose auf ein kleines Brettchen mit 10x10cm festgeschraubt. Den Ring der Dosenöffnung kann man zum Festklemmen des Plättchen nutzen.
Mückenspiralen, glimmende Birkenpilze usw. sind in meinen Augen nur Spielereien, die nur schlecht wirken. Ich hab bisher kein Mittel gesehen, das Stermino toppen konnte. Durch die erwärmte Luft wird das Mittel in großem Volumen an die Luft abgegeben, daher die enorm gute Wirkung.
Ein sehr guter Mückenschutz kann übrigens auch das Kanu sein. Hä, wie das denn, werdet Ihr fragen. Ganz einfach: auf den großen Flüssen hat man nach ein paar kräftigen Schlägen genug Fahrt drauf, dass man die Mücken nach 100-200m hinter sich läßt, nach und nach verschwinden sie. Wenn man jetzt nur noch auf Sand- und Schotterbänken Rast macht und von dort aus fischt, den Rest des Tages also nicht mehr durch das Gras oder den Wald am Ufer schleicht, scheucht man keine Mücken mehr auf. So hab ich schon viele Tage, ganz ohne Mückenmittel zu gebrauchen, geangelt.
Wenn eine Mücke sticht:
Es braucht etwas Übung und Selbstbeherrschung, aber wenn eine Mücke bereits ihren Rüssel in der Haut versenkt hat, sollte man sie ganz zu Ende saugen lassen! Macht man sie mitten im Stechvorgang platt, bleibt das Blut verdünnende Sekret im Blutgefäß, und gerade dieses Sekret verursacht den Juckreiz. Läßt man sie bis zum Schluss gewähren, saugt sie den Großteil des Sekrets wieder auf, der Juckreiz ist dann wesentlich schwächer. Nach einem "Komlett-Stich" muss man sich nur 1-2 Minuten beherrschen, schon juckt es nicht mehr. Ich hab es mittlerweile ganz gut im Griff, den "Totschlag-Reflex" zu unterdrücken. Probiert es im nächsten Sommer aus, es funktioniert. Dieser Rat gilt nur für Mücken. Knots möglichst immer sofort "abschlachten", da sie ein Loch in die Haut beißen und die unangenehmen Folgen umso stärker sind, je mehr Zeit sie haben!
Ein letzter Tipp für heute:
Bei meiner 2007er Tour nördlich von Kiruna gab es Tage, an denen hatte ich ständig eine Wolke von 2-300 Mücken um meinen Kopf herum. Zudem sind Landen und sofort stechen bei den Viechern dort oben eine Einheit. Beim Fischen musste ich teilweise alle 5 Minuten einen Fisch greifen und abhaken. Dadurch hatte ich ständig eine nasse Hand und das Mückenmittel wurde sofort abgewaschen. In solchen Fällen hab ich mit Latex-Handschuhen gefischt, ohne diese hab ich wegen des Abwaschens des Mittels bis zu 20 Mückenstiche pro Stunde in die Greif-Hand bekommen. Zum Problem wird dann: Irgendwann wird sie dadurch evt. so dick, dass man nicht mehr Fischen kann.
Für den Notfall, dass ich mein Mückenmittel (auch das in Reserve) verliere, hab ich immer ein feinmaschiges Mückennetz und zwei Paar Latex-Handschuhe dabei.
Sorry, das ich in Sachen Knots nicht so viele Ratschläge geben kann, gegen sie hilft "Off" zwar auch gut, aber die Mini-Knotts von 2mm Größe sind wirklich die Geißel des Nordens. Wirklich wirksam gegen die Minis ist nur Stermino, aber beim Fischen hilft nur Wind, Sonne und Kälte, all das verscheucht sie. Gegen die großen Knott wirkt wie gesagt Off oder ein Mückennetz. Aber das mag ich ehrlich gesagt nicht, da sieht man nur wie durch Nebel. Es gibt in Schweden über 100 verschiedene Arten der Kriebel-Mücke, die 2mm-Version sowie die 4mm-Version sind die häufigsten, wobei die 4mm-Version die wichtigste Nahrung der Fische in Lappland ist, weit vor Sedges und Maifliegen. (Hab mal aus Spass den Mageninhalt einer 45er Forelle ausgezählt, die ca. 3 Kubikzentimeter bestanden aus über 1.200 Stück der 4-mm-Knotts.)
Der Tipp mit der Reisezeit stimmt, wenn man vor der ersten richtigen Plage fischt, geht es meist. Doch das ist von Jahr zu Jahr eben verschieden. Sehr ruhig wird es ab Mitte August, das ist im Norden eine sehr schöne Zeit, umso mückenfreier, je später man dort ist.
Also, falls es noch Fragen gibt, nur zu!
Bis dann
Ralf
auf die Frage nach Mückenmitteln in Schweden habe ich unter "Fliegenfischen in Schweden/Dalarna" mal zwei sehr gute Mückenmittel vorgestellt. Damit das für alle anderen dort nicht "versackt", hier noch mal extra eingestellt.
Grüße, Ralf
Vorweg für die, die den Beitrag schon gelesen haben: Das später erwähnte Zeug heißt "Stermino" nicht "Sterminio". Ist aber fast egal, die blaue Packung erkennt man sofort.
Moin an alle "Mückenliebhaber",
zu den Mückenmitteln wollte ich erst im Teil Tipps und Kniffe kommen, aber vorweg dann mal aus meiner Erfahrung: Als Mückenmittel beim Angeln und Wandern verwende ich in Schweden (und auch hier) zwei Mittel. Das eine ist "Off" als Spray, Creme und Roll-on. Ich habe eigentlich fast allle Mittel dort oben schon durch, doch unterm Strich ist "Off" die meiner Meininung nach beste Kombination aus relativ langem Schutz und angenehmen Geruch, es riecht fast wie ein Deo. Das Spray ist ideal für "Notfälle" wie dem Verrichten großer Geschäfte, gut eingesprüht hat man Zeit und "Muße", diesem nachzugehen. Nur nicht auf die Schleimhäute sprühen, das brennt dann entsprechend. "Off" erhält man ab Mittelschweden nordwärts an fast jeder Tanke oder in Supermärkten wie "ICA" oder "Konsum".
Da fast alle chemischen Mückenmittel Kunststoffe angreifen (damit auch die Goretex-Jacke und besonders die Fliegenschnur!!!) nutze ich oft das Spray, um nicht die Hände voll zu schmieren.
Am Lagerfeuer hat sich ein zweites Mittel bewährt, das ich bei meinen Freunden vor gut 13 Jahren an deren Sommerhäuschen dort oben sah. Es nennt sich "Stermino". Das sind kleine blaue mit Duftmittel getränkte Pappen. Stermino ist eigentlich für die Nutzung in Räumen bis ca. 60 Kubikmeter gedacht. Es wird über ein Gerät in der Steckdose erwärmt und gibt den Duft dann über Stunden ab. Im Freien nimmt man z.B. eine 0,5L-Dose Bier, schneidet in die Seite 1cm über dem Dosenboden eine ca. 5-6cm breite und 4-5cm hohe Öffnung (parallel zum Dosenboden und in einem Halbkreis- Bogen). Die Dose wird (zur besseren Standfestigkeit) bis zum 1cm-Rand mit Sand gefüllt, dann stellt man ein Teelicht unten rein, legt ein Duftplätchen oben auf die Trinköffnung und nach dem Anzünden des Teelichtes entfaltet sich ein etwas süßlicher, aber nicht ungenehmer Duft.
Bei Windstille wirkt es natürlich am besten, wir (meine Freunde und ich) deponieren diese Dose meist am Feuer, bei Extrem-Mückenbefall auch unter unserem Klappstuhl. Sensationell wirkt das Zeug aber im typischen Windschutz, wenn man diese Dose unterm Tisch abstellt. Dann hat man für etliche Stunden absolute Ruhe vor allen Stechviechern (man kann dann ganz ohne andere Mittel auf der Haut dort sitzen). Man bekommt einen Windschutz (aber auch jeden Wohnwagen oder Caravan) komplett Mückenfrei. Das Zeug verscheucht die Mücken in wenigen Minuten, wenn sie es nicht schnell genug raus schaffen, werden sie betäubt und fallen zu Boden oder auch auf den Tisch, also ganz harmlos ist das Zeug nicht. Nach erlöschen des Teelichtes berappeln sich die Mücken aber wieder und fliegen weiter. Wenn ich jedoch die Wahl zwischen zerstochen werden und Stermino habe, dann werd ich immer die richtige treffen....
Das Freimachen eines Caravans sollte möglichst bei für Mücken angenehmer "Flugtemperatur" geschehen, d.h. bei mindestens 6-7 Grad. Wenn man das erst spät in der Nacht bei 0 Grad versucht, sind die Mücken schon zu klamm, sie fallen nur betäubt zu Boden und fliegen nicht mehr raus. Und wenn es morgens wieder warm wird im Caravan, erwachen sie und dann geht es rund mit der Stecherei im Schlaf! (Selbst erlebt)
Stermino gibt es in Einheiten von 30 Pappen zu ca. 70,- SEK auch ab Mittelschweden in vielen Supermärkten und an vielen Tankstellen. Um Reserven zu haben kalkulier ich 2-3 Pappen pro Tag, denn manchmal stellen wir auch bis zu drei Dosen um das Lagerfeuer auf.
Selbst auf meinen Raftingtouren hab ich ne Bierdose, insgesamt 30-40 Teelichter und 3 Stermino-Plättchen pro Tag dabei gehabt. Damit kann man einen windstillen Abend in der Wildnis wirklich genießen. Und man kann bei Regen bei geöffneter Apside mückenfrei kochen ohne sich mit "Off" einzuschmieren.
Nehmt auf keinen Fall eine kleinere Dose, dann wird der Duft zu rasant abgegeben, das Plättchen wird durch zuviel Wärme zu schnell weiss, d.h. die Wirkung ist in wenigen Minuten vorbei. Lieber aus zwei 0,3L-Dosen eine etwas höhere bauen. Zur besseren Standfestigkeit hab ich für den Windschutz oder auf Kanu-Touren die Dose auf ein kleines Brettchen mit 10x10cm festgeschraubt. Den Ring der Dosenöffnung kann man zum Festklemmen des Plättchen nutzen.
Mückenspiralen, glimmende Birkenpilze usw. sind in meinen Augen nur Spielereien, die nur schlecht wirken. Ich hab bisher kein Mittel gesehen, das Stermino toppen konnte. Durch die erwärmte Luft wird das Mittel in großem Volumen an die Luft abgegeben, daher die enorm gute Wirkung.
Ein sehr guter Mückenschutz kann übrigens auch das Kanu sein. Hä, wie das denn, werdet Ihr fragen. Ganz einfach: auf den großen Flüssen hat man nach ein paar kräftigen Schlägen genug Fahrt drauf, dass man die Mücken nach 100-200m hinter sich läßt, nach und nach verschwinden sie. Wenn man jetzt nur noch auf Sand- und Schotterbänken Rast macht und von dort aus fischt, den Rest des Tages also nicht mehr durch das Gras oder den Wald am Ufer schleicht, scheucht man keine Mücken mehr auf. So hab ich schon viele Tage, ganz ohne Mückenmittel zu gebrauchen, geangelt.
Wenn eine Mücke sticht:
Es braucht etwas Übung und Selbstbeherrschung, aber wenn eine Mücke bereits ihren Rüssel in der Haut versenkt hat, sollte man sie ganz zu Ende saugen lassen! Macht man sie mitten im Stechvorgang platt, bleibt das Blut verdünnende Sekret im Blutgefäß, und gerade dieses Sekret verursacht den Juckreiz. Läßt man sie bis zum Schluss gewähren, saugt sie den Großteil des Sekrets wieder auf, der Juckreiz ist dann wesentlich schwächer. Nach einem "Komlett-Stich" muss man sich nur 1-2 Minuten beherrschen, schon juckt es nicht mehr. Ich hab es mittlerweile ganz gut im Griff, den "Totschlag-Reflex" zu unterdrücken. Probiert es im nächsten Sommer aus, es funktioniert. Dieser Rat gilt nur für Mücken. Knots möglichst immer sofort "abschlachten", da sie ein Loch in die Haut beißen und die unangenehmen Folgen umso stärker sind, je mehr Zeit sie haben!
Ein letzter Tipp für heute:
Bei meiner 2007er Tour nördlich von Kiruna gab es Tage, an denen hatte ich ständig eine Wolke von 2-300 Mücken um meinen Kopf herum. Zudem sind Landen und sofort stechen bei den Viechern dort oben eine Einheit. Beim Fischen musste ich teilweise alle 5 Minuten einen Fisch greifen und abhaken. Dadurch hatte ich ständig eine nasse Hand und das Mückenmittel wurde sofort abgewaschen. In solchen Fällen hab ich mit Latex-Handschuhen gefischt, ohne diese hab ich wegen des Abwaschens des Mittels bis zu 20 Mückenstiche pro Stunde in die Greif-Hand bekommen. Zum Problem wird dann: Irgendwann wird sie dadurch evt. so dick, dass man nicht mehr Fischen kann.
Für den Notfall, dass ich mein Mückenmittel (auch das in Reserve) verliere, hab ich immer ein feinmaschiges Mückennetz und zwei Paar Latex-Handschuhe dabei.
Sorry, das ich in Sachen Knots nicht so viele Ratschläge geben kann, gegen sie hilft "Off" zwar auch gut, aber die Mini-Knotts von 2mm Größe sind wirklich die Geißel des Nordens. Wirklich wirksam gegen die Minis ist nur Stermino, aber beim Fischen hilft nur Wind, Sonne und Kälte, all das verscheucht sie. Gegen die großen Knott wirkt wie gesagt Off oder ein Mückennetz. Aber das mag ich ehrlich gesagt nicht, da sieht man nur wie durch Nebel. Es gibt in Schweden über 100 verschiedene Arten der Kriebel-Mücke, die 2mm-Version sowie die 4mm-Version sind die häufigsten, wobei die 4mm-Version die wichtigste Nahrung der Fische in Lappland ist, weit vor Sedges und Maifliegen. (Hab mal aus Spass den Mageninhalt einer 45er Forelle ausgezählt, die ca. 3 Kubikzentimeter bestanden aus über 1.200 Stück der 4-mm-Knotts.)
Der Tipp mit der Reisezeit stimmt, wenn man vor der ersten richtigen Plage fischt, geht es meist. Doch das ist von Jahr zu Jahr eben verschieden. Sehr ruhig wird es ab Mitte August, das ist im Norden eine sehr schöne Zeit, umso mückenfreier, je später man dort ist.
Also, falls es noch Fragen gibt, nur zu!
Bis dann
Ralf