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Schußkopf oder WF-Schnur für Ostsee?

Verfasst: 06.03.2009, 13:09
von micknives
Hallo zusammen,

nun als Neuling habe ich gleich eine Frage zum Aufbau der Schnur für das
Fischen auf Meerforelle. Für mich als Anfänger sind die Komentare sehr
"vielseitig", für den Neuling ist es schwer sich zu entscheiden.
Meine Frage dazu; Was ist der Vorteil mit einen Schußkopf zu fischen o.
mit einer WF-Schnur.
Verstehe ich den Aufbau der Schnur so:
Running line + Schußkopf + 10"o.12" Vorfach +1mtr Tippet 0,26-0,28mm+Fliege o. Streamer

In der Regel beträgt damit die durchschnittliche Vorfachlänge mit Tippet
~15 Fuß (4,5m). Muss das Vorfach so lang sein damit es sich besser beim
werfen besser streckt und die Fliege o. Streamer besser läuft ?

Gruß

Michael

I

Verfasst: 06.03.2009, 15:13
von Ralf
Hallo Michael,

als Anfänger solltest Du erst mal mit einer WF-Schnur beginnen, damit entwickelst Du besser ein Gefühl für das Werfen selbst. Zudem ist eine WF universeller einsetzbar, auch auf andere Fischarten. Und (das ist aber nur meine Meinung): Schußköpfe sind meist zum Distanz, Tief- und Starkwind-Fischen gedacht. Auf Meerforelle ist weder das Tief- noch das Distanzfischen notwendig (Distanz manchmal ja, in der Regel nicht). Und bei Starkwind solltest Du erst losziehen, wenn Du den Doppelzug beherrschst, sonst verlierst Du zu schnell die Freude am Werfen.

Ich fische seit Jahren mit der Fliege auf Meerforelle mit einer hohen zweistelligen Anzahl von Fischen pro Jahr und selbst in den alten Spinnfischertagen habe ich 4 von 5 Fischen aller Größen innerhalb der ersten 15m vom Strand aus gefangen. (Sorry: zur Ergänzung: Ich fische zu 90% in Dänemark, hier sind die Verhältnisse doch anders als an den offenen Küsten von Schleswig Holstein oder Mecklenburg, da kann eher mal Distanz gefragt sein.)

Verfalle also bitte nicht dem Weitenwahn, fische lieber leise und schleichend die ersten 0-30m ab. Das reicht und ist viel wichtiger (und auch interessanter). Mit einer Vorfachlänge von 4-5m bist Du als Anfänger je nach Windverhältnissen gut gerüstet. Und verwende zu Beginn nicht zu große Fliegen, Größe 6-8 schlank gebunden eignen sich besser zum Üben.

Man könnte Romane über das Thma schreiben, aber sieh Dich doch doch mal intensiv im Forum um, da gibt es enorm viele Beiträge dazu.

Das beste ist es immer noch, sich die Vor- und Nachteile der Schnüre, Vorfachlängen und Fliegengrößen von einem versierten und geduldigen Fliegenfischer live zeigen zu lassen. Knüpfe also Kontakte und denk dran: Alles ist ein Geben und Nehmen, revanchier Dich bitte nach einer solchen Einführung.

Viel Erfolg und Grüße,

Ralf

Verfasst: 09.03.2009, 08:29
von micknives
Hallo Ralf,

vielen Dank für deine Tips. Bei der dieser anfänglichen Überinformation was man alles über das Fliegenfischen auf Meerforelle lesen kann oder sich aufzwingt ;-) ist schnell eder Überblick verloren.

Gruß

Michael

Verfasst: 09.03.2009, 10:35
von Nico
Hi, Michael!

Das ist alles Geschmackache, wie fast alles im Leben ;).
WF:
Pro:legt sich ein bisschen dezenter ab
-glatter Übergang von Runnlingline zum Kopf
-ein bisschen einfacher zu werfen (je nach Taper)

Contra: -man ist auf eine Sinkrate festgelegt und muss u.U eine Ersatzspule mitführen
- der Übergang der Keule zur RL wird am meisten strapaziert und kann nicht erneuert werden
-weniger Reichweite

An der Küste werden sich WF Schnüre wie Schussköpfe wohl die Waage halten. Es gibt auch eine Art Hybriden wie die RIO Outbound, die quasi ein Schusskopf mit fester Runningline ist.

Können wir alles testen!

Ich habe Schussköpfe, WF Schnüre und auch die Outbound zum Probieren da. Und natürlich auch ein "Katzenklo".


Besten Gruß


Nico

Verfasst: 09.03.2009, 11:14
von fjorden
Hallo Michael,
dem Beitrag von Ralf ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Versuche am Anfang sauber deine 10 - 20 m zu präsentieren, wenn du das auch bei allen möglichen Windverhältnissen schaffst, um so besser. Ich würde dir für den Anfang auch zu einer WF Schnur raten mit 9 - 11 m Keule.
Gruß
Fjorden