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Underhandcast nur mit Schußkopf möglich?
Verfasst: 29.04.2009, 14:13
von Olli D
Hallo,
in Verbindung mit dem Underhand, hört man meistens das mit Schußköpfen geworfen wird.
Kann mir vorstellen das der Wurf durch einen Schußkopf begünstigt wird.
Was ist denn die optimalste Lösung(für euch)?
Ich will jetzt nicht hören, musste selber ausprobieren, sondern eure Erfahrungen.
Olli
Verfasst: 29.04.2009, 15:36
von hechtmichel
Hallo Olli,
ich gehe mal davon aus das du vom Zweihandwerfen sprichst,
da denke ich das meistens mit Schussköpfen Underhand geworfen wird, da man die Länge und das Gewicht selbst auswählen kann.
Außerdem ist zum Underhand Werfen eine kürzere Keule auch praktischer, was die meisten Speylines ja nicht unbedingt bieten.
Beim Schusskopf kann man sich schön nen Kopf mit dem richtigen Gewicht auf 9...10....... Meter schneiden, wies einem gefällt.
Eigentlich ist dann der Schusskopf auch die optimale Lösung, wobei eine Vollschnur keine Verbinung hat, die vielleicht bei manchen Schusskopf+Runningline Systemen nicht so gelungen ist und dann stören könnte.
Bis man da dann wieder die richtige Vollschnur gefunden hat, da vergeht normal viel Zeit und Geld.
Also dann lieber Kopf+Runningline zusammen Spleißen oder Schmelzen, dann ist es optimal.
LG Michi
Verfasst: 29.04.2009, 19:52
von Harald aus LEV
Hallo Olli,
ich habe meine Rollen mit Speyschnüren bestückt.
Damit klappt der Underhand genau so gut.
Mag sein, dass es mit SK anfangs etwas leichter fällt.
Aber mit etwas Übung ist das auch mit 'ner Speyline kein Ding.
Die Sk-Fischerei kommt m.W. aus Skandinavien.
Auf den westlichen Insel (Großbrittanien/Irland) werden eher komplette Schnüre geworfen.
Gruß
Harald
Verfasst: 09.05.2009, 00:11
von Andy_Krüger
Den Underhand Cast kann man mit kompletten Schnüren oder mit Runningline und Kopf werfen. Es kommt doch schließlich nur drauf an, wie lang die Keule ist. Sie sollte halt für den Underhand Cast nicht zu lang werden.
Es ist halt einfach praktischer, dass man den Kopf wechseln kann und ihn an die Bedingungen schnell anpassen kann.
Außerdem verwischen die Unterschiede zwischen dem Underhandcast und dem Speycast doch zunehmend mehr. Somit werden doch auch die Unterschiede bei der Materialauswahl keiner.
Verfasst: 09.05.2009, 07:52
von chris meyer
morgen
underhand = nur das vorfach berührt das wasser
(langes vorfach fischen)
single spey = flugschnur berührt wasser
ohne gewähr
chris
Verfasst: 09.05.2009, 08:10
von Olli D
Gibt es denn Ruten die besonders für Underhand, oder besonders für Spey oder Überkopfwerfen geeignet sind.Oder kommt es eigentlich nur auf die Technik an.
z.B.
Underhand , schnell
Spey, weich
????????????????????????????????????
Olli
Verfasst: 09.05.2009, 08:28
von chris meyer
generell würde ich sagen, speyruten haben eher eine durchgehende aktion.
ruten für underhandcast sind spritziger zu fischen.
bei sage nannte man das früher european (underhand) und traditional style (spey).
chris
Verfasst: 09.05.2009, 08:43
von chris meyer
was ich vergessen habe, nimm es nicht zu genau. ich z.b. fische eine schnelle sage mit einer snowbee schnur, also spey. meinen wurfstil würde ich zwitter bezeichnen. funktioniert gut.

man gewöhnt sich eh seinen eigenen stil an. hauptsache die grundsätzlichen dinge wie winkel und timing stimmen.
nur meine persönliche meinung!
chris
Verfasst: 09.05.2009, 12:10
von Fly-Only
Moin, Olli,
also ich fische (Zweihand) mit Schußköpfen. Aus unterschiedlichen Gründen. Ich meine auch, wie Chris bereits sagte, daß Speyruten eine durchgehendere, weichere Aktion haben - was ich nicht mag. Des Weiteren mag ich diese ewig langen Speyleinen vom Handling nicht. Ob sie einen beim Werfen platzbedingt einschränken, liegt wohl eher an der fischereilichen Umgebung. Ergo bevorzuge ich knackigere Rutenaktion und kürzere Schußköpfe.
Gruß, Frank
Verfasst: 09.05.2009, 14:29
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 12.05.2009, 08:44
von chris meyer
guten morgen bernd,
dazu noch eine frage:
warum werben firmen wie loop oder sage damit, ich komme gerade darauf weil ich den neuen loop katalog gestern in der Hand hatte, dass underhand und skagit mit der power spey also kraftvolle progressive aktion, und spey mit der classic spey also samtweiche mittelschnelle aktion gefischt werden soll.
werden fliegenfischer da nicht in die irre geführt?
so wie es scheint ist das mit den ruten die jedes jahr neu vermarktet werden, schlicht verarsche des end-verbrauchers.
grüsse in den norden
chris
Verfasst: 12.05.2009, 19:35
von fishingwithfriends
Hi
Spitzenaktion ist wirklich nicht so geeignet für Underhandcasts. Ruten mit einer progressiven Aktion und guten Rückstellvermögen sind idealer. Der Vorteil des Underhandwurfes ist ja gerade dass die Rute sich tiefer lädt. Das klassische Speycasting wurde früher auch mit DT-Schnüren praktiziert und die Ruten waren eher "Nudeln" - kein Vergleich zu den knackigen und schnellen Aktionen moderner Ruten.
Aus meiner bescheidenen Sicht wird zuwenig Achtung auf das Verhältnis Rutenlänge und Schusskopflänge gelegt. Diese muss passen ansonsten stimmt die Bildung des Loops nicht und du kannst deinen Stecken nicht richtig laden. Die empfohlenen 9 bis 10 Meter für den Schusskopf sind nach meinem Geschmack für 12-füssige geeignet, längere Rute = längerer Kopf.
Natürlich ist der Underhandwurf auch für längere Belly's sehr nützlich. Je länger das Belly dest weniger strippen. Zum Beispiel bei einer midbelly-line von 20Meter länge schiesst du noch 5Meter hinterher und das wars. Bei gleicher Wurflänge und einem Schusskopf von 10Meter strippst du dagegen nach jedem Wurf die 15 Meter Runningleine wieder ein. Da stelle ich mich gerne auf das Gewässer ein und wähle die Schnur nach den Bedingungen.
Herzliche Grüsse
Dani
Verfasst: 12.05.2009, 21:56
von Fly-Only
Ich versteh hier die ganze Zeit nur Spitzenaktion. Ein interessantenr Punkt. Wer hat eigentlich was von Spitzenaktion gesagt? Oder war das einfach eine allgemeine Feststellung?
Abgesehen davon kenne kenne ich keine einzige Zweihandrute, die eine reine Spitzenaktion hat. Ich kenne Ruten, mit weicherer oder kräftiger Spitze, Ruten mit weicherem oder kräftigerem Handteil. Aber eine Zweihänderin mit hartem Handteil und weicher Spitze ist mir nicht bekannt (wenn jemand da ein Beispiel hat, ich bin immer neugierig, schließlich ist der Markt ja riesig und man kennt nicht alle Produkte). Aber selbst meine 12,6 Rainshadow, die eine weiche Spitze hat, ist so getapert, daß die restlichen 3/4 der Rute harmonisch zusammenarbeiten.
Aber Spitzenaktion war und auch nicht Gegenstand dessen, was ich knackige Aktion nenne. Bei einer knackigen Aktion meine ich eine dynamische, straffe progressive Aktion gern mit etwas schnellerem Rückstellvermögen und kräftigerem Handteil. Ob die Spitze eine Spur weicher ist oder nicht, ist sicher individuell entscheidend. Wichtig ist mir dabei vor allem die Ausgewogenheit. Um einen greifbaren Vergleich bei 13-Füßern anzuführen: Ein Kompromiß aus Vison 3Zone und Sage TCR.
Übrigens, auch die TCR arbeitet auf voller Länge, auch wenn sie insgesamt recht hart ist und hat keine reine Spitzenaktion - meine ich.
Wenn ich mir eine Guideline LeCie 13,7' oder 14,7' #9/10 anschaue, kommt es mir subjektiv vor als würde gerade mal die oberen Hälften der Ruten arbeiten, die unteren Teile steif bleiben. Da fehlt nicht viel und man könnte von einer Spitzenaktion sprechen. Trotzdem kann man damit gut unterhand werfen, und die halbe Nation ist von der Serie begeistert (wobei die Ruten aus der Serie natürlich unterschiedlich ausfallen). Die LPXe 14' 9/10-4, die ich voriges Jahr in Kiwittsmoor probegeworfen habe, hatte vielleicht am ehesten eine Spitzenaktion - und war eine wahre Wurfmaschine, wie ich finde - unterhand, versteht sich.
Gruß, Frank
Verfasst: 12.05.2009, 22:26
von Andy_Krüger
Fly-Only hat geschrieben:...
Aber Spitzenaktion war und auch nicht Gegenstand dessen, was ich knackige Aktion nenne. Bei einer knackigen Aktion meine ich eine dynamische, straffe progressive Aktion gern mit etwas schnellerem Rückstellvermögen und kräftigerem Handteil. Ob die Spitze eine Spur weicher ist oder nicht, ist sicher individuell entscheidend. Wichtig ist mir dabei vor allem die Ausgewogenheit. Um einen greifbaren Vergleich bei 13-Füßern anzuführen: Ein Kompromiß aus Vison 3Zone und Sage TCR.
Übrigens, auch die TCR arbeitet auf voller Länge, auch wenn sie insgesamt recht hart ist und hat keine reine Spitzenaktion - meine ich....
Ich glaube mit dem schnellen Rückstellvermögen triffst du die Sache sehr gut.
Also die Sache mit der reinen Spitzenaktion habe ich (das ist aber nur meine Meinung) vermeidlich bei einigen älteren Loomis-Ruten feststellen können. Und dich glaube weiterhin, dass es auch ein wenig am persönlichen Wurfstiel liegt, welche Rute einem am besten liegt. Wäre auch schlimm wenn das nicht so wäre. dann könnten ja alle anderen Rutenhersteller ihre Produktion einstellen.
Ich stelle jetzt einmal provokativ die Frage. Sind da nicht auch immer ein paar Modeerscheinungen beteiligt? Spielt das Marketing einiger Hersteller nicht auch eine gehörige Rolle. Wenn alle sagen und schreiben, du musst unbedingt ein Model x oder Y haben. Verlieren da nicht häufig die Ruten, die vielleicht nicht ganz so toll aussehen oder weniger bekannte Repräsentanten haben?
Verfasst: 13.05.2009, 19:16
von Bernd Ziesche
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