Seite 1 von 1

Der junge Inn bei Prutz,Ried, Tössens /Das obere Gericht

Verfasst: 01.09.2009, 16:18
von Dr.Do
Hallo liebe Forummitglieder,

Ende September wollen wir noch ein paar Tage ins obere Inntal :lol: :lol: . Wir kennen bisher nur das Revier "Ried". Da gibts aber noch ein paar andere Innreviere.
Kennt sich jemand aus, vor allem was sich lohnt und wo es die Karten gibt.
Ach ja und wo man zentral und gut nächtigen kann. Gern Appartement oder ähnliches.

Vielen Dank im vorraus für jeden Tipp.

Grüße vom Bodensee

Kläuschen

Inn - OsttiroL?

Verfasst: 01.09.2009, 19:57
von Royal Coachman
Hallo !

Der Inn fließt nicht in Osttirol, da fließt die Drau!

mfg
RC

Verfasst: 02.09.2009, 08:38
von Dr.Do
du hast natürlich recht, das Inntal in dieser Region ist wohl eher "tiroler Oberland" .

Fast

Verfasst: 02.09.2009, 17:34
von Royal Coachman
Halo Kläuschen !

Da ist auch nur beinahe richtig, das Oberland geht von Innsbruck (Zirl Martinswand) bis Landeck, von da an heißt es das "Obere Gericht".

Leider kann ich Dir keine Tips geben, da ich schon lange nicht mehr in Tirol ansässig bin. Aber Tirol ist fremdenverkehrmäßig sehr gut erschlossen, da findet sich sicher einiges über den Tiroler Fischereiverband, bzw über die jeweiligen Fremdenverkehrsverbände.

freundlichst
RC

Verfasst: 17.09.2009, 17:41
von leo.
hallo klaus

hier die website des innreviers bei prutz.
www.fischereiverein-prutz.at
hoffe ich konnte helfen.

lg leo

Verfasst: 21.09.2009, 12:07
von Dr.Do
danke für die tipps und auch den Nachhilfeuntericht in Geographie. Fahre nach pfunds. Das Revier ist 12 km mit nem fly only/C+R Abschnitt. Wenns was berichtenswertes gibt( zB "Die Auswirkungen von Schwall und Schwund...), lass ich es hernach verlauten. Oder genieße lieber und schweige.

LG
kläuschen

Verfasst: 29.09.2009, 08:43
von Dr.Do
Zur Ergänzung mein kurzer Bericht über die Strecke in Pfunds, wo ich vom 24.09. bis 27. 09 4 sonnige Urlaubstage verbrachte.

Der Inn in diesem Abschnitt ist unter der Woche von einem gnadenlosen Schwall/Schwundbetrieb geprägt. Das milchig-trübe Wasser rauschte mit annähernd 100 qm/sec. an uns vorbei. Schweres Nymphenfischen nur vom sicheren Stand am Ufer möglich. Bewaten wäre purer Selbstmord. Der einst wegen seiner Schönheit besungene Inn ist allenfalls nachts im Mondschein noch grün, wenn er auf die garantierte Restwassermenge von 4 ! qm gedrosselt wird. Dieser Wert wird allerdings nach Angaben des Revierpächters regelmäßig unterschritten, sodaß der Fluss, wenn alle Äuglein zu sind nicht selten annähernd trocken fällt. Befinden sich oberhalb des in der Schweiz gelegenen Kraftwerks einer der bedeutendsten Äschenbestände der Schweiz mit Bestandsdichten von mehr als 500 kg pro Hektar, so gedeiht in diesem Abschnitt nichts aber auch gar nichts mehr. Und dies trotz intensivster Bemühungen des Revierpächters und seiner Helfer.
An Wochenenden, wenn der Schwall eine Pause macht und der Inn sich erholt kann man mit der Fliegenrute eine durchaus kurzweilige Fischerei erleben. Die Strecke ist gut besetzt mit Regen-und Bachforellen in allen Altersklassen, die nicht allzu wählerisch sind und vorzugsweise mit beschwerten Köcherfliegennymphen zu überlisten sind. Im mittelalterlichen Pfunds selbst befindet sich eine etwa 800 Meter lange CR FF-Strecke in der man auch mal eine Große an die Fliege bekommen kann.
Trotzdem jährlich 7000 Äschen besetzt werden, konnten wir zu viert in vier Tagen lediglich ein Exemplar an den Schonhaken bekommen.
In ein paar Jahren soll ein weitere Kraftwerk fertiggestellt werden. Die Betreiber werben mit deutlich verbessertem Abflussregime und ein wesentlich moderaterem Schwall/Schwund Betrieb. Die Revierinhaber sind aber eher skeptisch ob die Versprechungen eingehalten werden.

Fazit: Nur bedingt empfehlenswert und nur am Wochenende. Befischungsdruck mit 14 Jahreskarten und 5 Gästekarten auf 12 km vorbildlich gering. Gegend äußerst reizvoll. Preisgünstig. Beste Jahreszeit: März bis Ende April; Oktober.
Nähere Informationen beim Verfasser.
Kläuschen