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Bitte um Unterstützung: www.eifelbaeche-in-not.de

Verfasst: 07.10.2009, 11:28
von aysra
Was bisher geschah:
Vor erst wenigen Tagen bat ich hier diejenigen, die gleicher Ansicht sind, eine Aktion zu unterstützen, die nur ein Ziel Ziel hatte: Dass sich eine zuständige Behörde einmal vor Ort einige Eifelbäche anschaut, um sich ein Urteil zu bilden, anstatt dieses vom Schreibtisch aus zu tun.

Warum als Internetseite?
Weil ich bei einem Ausflug in der Eifle mit einem Pächter sprach, der mit die Situation aus seiner Sicht schilderte und auch davon berichtete, wie er bei Ämtern und Behörden gegen Windmühlen kämpft und es nicht erreicht, dass man jemanden an den Bach schickt, um sich das ganze einmal objektiv anzuschauen.

Vergewisserung
Ich beging mit dem Pächter dessen Bach. Ich rief weitere Pächter an, ob diese die Sache ähnlich sehen und ausnahmslos jeder dieser Pächter verschiedener Bäche schilderten die Reiherpopulation in den letzten Jahres als nicht einziges, aber akutes Problem.
Ich wollte diesen Leuten eben nicht mit Aussagen aus Büchern sagen, dass sie sich irren, sondern war an jedem Bach. Ich habe an einigen Strecken alle 100 Meter einen Reiher gesehen, ich habe unverhältnismäßig viele Spuren von Reihern gesehen und vor allem habe ich festgestellt, dass es teilweise gar keinen Forellenbestand mehr gibt, teilweise sehr geringen. Ich habe auffällig viele tote Fische an den Ufern gesehen, die eindeutige "Schnitte" von Reihern aufweisen. Ich habe genug Bäche gesehen und genug Zeit in der Natur verbracht, um beurteilen zu können, dass an diesen Bächen, bzw. Strecken etwas anders ist, als an anderen, die ich als "gesund" bezeichnen würde. Da ich aber eben auch die Pächter kennen lernte, mir ein Bild von ihnen machen konnte und sicher bin, dass es ihnen eben nicht um den "Fischertrag" geht, sondern um das, was gerade bei ihnen in der Natur schief läuft, habe ich den Entschluss gefasst zu versuchen, ihnen zu helfen - mit dem besagten Ziel, dass eine verantwortliche Stelle diesen Pächtern den Respekt erweist, sich zumindest mit ihren Aussagen einmal zu beschäftigen, die bislang nur "Einzelschicksal" zu hören bekamen.

Ornitologen
Würden man den Anspruch erheben, nur dann aktiv zu werden, wenn man allwissend ist, würde nie irgendwo irgendetwas passieren. Ich habe mit der Internetseite nicht die Absicht gehabt, einen Wikipädia-Eintrag zu schreiben - aber ich habe mich durchaus mit dem Thema beschäftigt, dem Verhalten des Reihers, mit ehemaligen Studienfreunden gesprochen, die im Gegensatz zu mir das Biologiestudium bis zum Ende durchgezogen haben und gleich, was auch in welchem Buch steht (dennoch danke für den Buchtip), gibt es den Auftrag, nicht blind jedem Wort zu vertrauen, sondern auch die Menschen anzuhören, die das, was man liest, real erleben und es mit eigenen Augen anzuschauen.

Was erlebte ich in den Foren
Ich sah kein "Verbrechen" darin etwas zu unternehmen, damit sich Behörden die Situation vor Ort anschauen. Und auch wäre das Ergebnis einer Untersuchung, dass der Reiherbestand optimal ist und der zurück gehende Fischbestand nur andere Gründe hat, dass wären vielleicht auch diese Gründe mehr in den Fokus dieser Verantwortlichen gerückt und auch so hätte diese Aktion sicher etwas ohne Frage positives bewegen können. Vielleicht wäre tatsächlich heraus gekommen, dass ein Streckenabschnitt tot ist, weil z.B. an einer Stelle giftige Schadstoffe über einen nicht sichtbaren Einlauf in den Bach gelangen, wer weiß.
Also stellte ich meinen Aufruf in diesem Forum ein, ebenso in anderen.
Die erste private Nachricht, die ich bekam, wünschte mir viel Erfolg, aber sagte zugleich "Du wirst erleben, dass jede gute Absicht hier von einigen Leuten zerredet und zerfetzt wird, weil es ihnen Spaß macht - die machen selbst nichts, außer hier zu kritisieren, anstatt das positive Engagement und die Möglichkeiten zu sehen". Und die zweite Nachricht, die ich erhielt, hatte den gleichen Inhalt. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich das gar nicht glauben, aber das änderte sich sehr, sehr schnell.
Von Menschen, die bestenfalls wirklich gut ihre eigene Pachtstrecke kennen, von Menschen, die mir in privaten Nachrichten zudem ihr wirtschaftliches Interesse bekundeten, welches über denen für die Natur steht, von Menschen, Menschen, die ihr Wissen aus Büchern haben, höre ich zu dem, was ich gesehen und erlebt habe, zu dem, was viele Pächter, die ihr Gewässer teilweise seit über 40 und 50 Jahren kennen, besorgt in den letzten Jahren beobachten es sei Stuss, Müll und und und. Wie kann man sich das anmaßen? Und wie kann man so einer Aktion, die nicht schaden kann, von vornerein ersticken? Sie soll den Ruf der Angler als Vogelhasser verstärken? Steht irgendwo "der Reiher ist böse"? Auch jeder verantwortungsbewusste Vogelschützer würde sich, hört er die Schilderungen, die Situation objektiv anschauen und sicher nicht ein pauschales "unhaltbarer Müll" von sich geben. Und wäre nachzuweisen, dass Populationen durch eine Überpopulation einer Spezies bedroht werden, während natürlich nicht diese Spezies böse ist, sondern letztendlich Fehler des Menschen irgendwo am Anfang stehen, wird auch der Vogelschützer sich Gedanken machen, was zu tun ist oder was nicht.

Verschlimmbessern
Da dies meine erste Erfahrung in diesem Forum war, war es tatsächlich so, dass ich anfing, die Beiträge als konstruktiv zu sehen, da mir ein Erfolg der Aktion wirklich am Herzen lag. Es schrieb also einer, ich glaube es war im Anlerboard, es gäbe ja viele Gründe, wie der Ausbau von Kläranlagen. Was mache denkeich also: "Natürlichgibt es viele Gründe, aber ich kann nichts bewegen, wenn ich versuche alle Ursachen anzugehen, ich will mich erst einmal auf das konzentrieren, was ich so deutlich selbst gesehen habe, aber ich will natürlich nicht den Eindruck erwecken, es sei der einzige Grund. Wenn es tatsächlich nötig ist, das zu erwähnen, tue ich das"....und ändere den Text der Seite und nehme einen Satz auf, der deutlich machen soll, dass es natürlich vieles gibt, was der Natur schadet, im speziellen den Bächen. Ich könnte auch den C02-Ausstoß und die Autoindustrie aufnehmen. Ja, natürlich hat all das auch auf den kleinen Bach in der Eifel seine Auswirkung, aber gut, ich wollte die Diskussionsteilnehmer "besänftigen". Um alles noch deutlicher zu machen, versuchte ich auf der Seite zu vermitteln, dass die Ursache für einen niedrigeren Bestand auch einfach daran liegt, dass das Wasser sauberer ist als vor 20 Jahren, da es durch weniger Schadstoffe auch weniger Bakterien, Algen etc. gibt, damit weniger Nährstoffe und weniger Fische...dass das normal und gut ist und man eben nicht sagen kann, an allem ist der Reiher Schuld, sondern generell ein niedrigerer Bestand als vor 20 Jahren normal und gut und richtig ist (aber eben nicht die toten Abschnitte, die es teilweise gibt). Was dann hier daraus gemacht wurde, auf der Suche bloß etwas negatives zu finden ist die Unterstellung, ich würde mir wohl wünschen, dass Gülle in die Bäche gekippt wird, damit es wieder mehr Fische gibt. Und ich lese so etwas und denke einfach: Was soll das? Was wollen diese Leute damit bezwecken? Wem auf dieser Welt bringt es etwas, alles in den Schmutz zu ziehen? Da ist jemand, der doch sehr deutlich keine Schlechten Absichten hat, aber niemand sagt "he, schreib doch auf Deine Seite aaaa, ccccc, dann ist es rund", nein, "Müll" "Stuss"...und sorry, es ist weder Müll, noch Stuss. Es ist wahrscheinlich Zeitvertrieb, keine Ahnung. Wahrscheinlich hätte ich mitmachen müssen und antworten "Nichts ist Stuss, was Du sagst ist alles menschliches Verdauungsprodukt" - aber um Gottes Willen, für was????? Und dann denkt man "ok, ich habe jetzt mit 20 Pächtern gesprochen, habe mir 20 Bäche angeschaut und beobachtet und es schreiben mir hier Typen, die all das ganz sicher nicht getan haben, vielleicht ein ppar Sätze in einem schlauen Buch gelesen haben, es sei alles Müll"...und man verliert die Lust. Was, außer andere Sachen in den Dreck zu ziehen machen diese Leute? Organisiert der eine Demos gegen den Ausbau von Kläranlagen? Machen die irgendetwas, außer im Büro am Schreibtisch zu sitzen und in Foren andere Leute als Lügner zu bezeichenen und gute Absichten zu bremsen oder zu vernichten? Und auch auf dieses Posting hin wird wahrscheinlich etwas zu lesen sein "aha, gibt auf, hat wohl eingesehen, dass er nur Müll schreibt"...und werden sich darüber freuen und weiterhin glauben, dass sie das ganze besser wissen. Und vielleicht wäre etwas gutes daraus entstanden...geschadet hätte es ganz sicher nicht...aber zumindest auf diesem Weg ist alles positive daran, auch wenn man hier da Dinge an der Aktion sachlich gerne kritisieren kann, vernichtet. Aber auch darüber wird es keine Reflexion geben.

Nachrichten
Auf der einen Seite irgendwie "unheimlich", auf der anderen aber ein kleiner Trost, sind die provaten Nachrichten, die ich erhalten habe. Erschreckend, weil ich auf die Frage "warum schreibst Du das nicht im Forum?" höre, "das gibt nur Ärger mit den anderen", erschreckend, weil hier offensichtlich Leute Angst haben, zu schreiben, was sie denken, weil sie von einer Hand voll Leute hier nicht beschimpft werden wollen oder davon so genervt sind, dass sie "aufgegeben" haben, erschreckend, dass wir hier, sorry, von einem kleinen Fliegenfischer-Forum reden...und schon hier auf Teilnehmer an Forum durch eine kleine Gruppe so ein negativer Druck aufgebaut wird. Ein Trost, weil diese Nachrichten - auch wenn ich hierzu wahrscheinlich lesen werde "Fake, das kann jeder schreiben, bestimmt alles erfunden" - zahlreicher sind als die eigentlichen negativen Forenbeiträge, die Aktion unterstützen und sich teilweise auf der Internetseite eintragen. Da lese ich in den Forum das hier typische, besserwisserische und pauschale "an der Kyll, Prüm, Nims....etc. ist alles super, kein Reiher, Eisvögel ohne Ende"....und bekomme 3 Nachrichten, die auf den kritischen Zustand der Kyll hinweisen, Pächter, aber auch Fischer, die sagen, sie gingen nun an die Ahr, eine Nachricht über eine Strecke der Nims, die inzwischen „absolut tot“ sein, Leute, die Glück wünschen, bei der Aktion, Leute, die sich auf der Liste eintragen, Leute, die sagen, dass sie das nicht tun, weil sie Angst hätten als Pächter ihre Strecke irgendwann zu verlieren, Leute, die durchaus auch gute Kritik üben, aber dennoch sagen, die Aktion sei gut, denn jede Aufmerksam, die für die Natur geschaffen werde, sei gut etc.. Gut, aber eben auch Nachrichten mit Klagedrohungen, Beleidigungen etc..

Ich denke nun, das hier ist wohl nicht der richtige Ort mit meiner Bitte um Unterstützung gewesen, lasse nun den Raum, sich hier auch über diese Mitteilung auszulassen, und werde mich mit einem Dank an alle verabschieden, die die Sache unterstützen, aber auch an alle anderen, denn ich bin sicher, dass es im Grunde niemand böse meint.

Um Missverständnissen vorzubeugen

Verfasst: 07.10.2009, 14:18
von aysra
geloescht

Verfasst: 07.10.2009, 14:43
von Philzlaus
Naja war irgendwie klar das so eine Reaktion kommt. Schliesslich pachtet ein Pächter einen Bach um ihn selber zu befischen und wichtig vom Kartenverkauf die Pacht zu bezahlen. Wirklich Gewinn glaub ich macht man dabei nicht. Egal wenn man jetzt offentlich ankreidet das der Bach tot ist, auch wenn so sein mag, haben manche Angst um ihr Geschäft. Und auch wenn ich mein erstes Post sehr radikal verfasst habe find ich bringt es nichts den Kormoran zu schützen wenn er dafür die Bäche leer räumt. Abknallen und gut ist. Und wäre ich Pächter und meine Existenz wäre daruch eventuell gefährdet würde ichs auch tun.

Verfasst: 07.10.2009, 15:43
von Michael.
Hallo,
aysra hat geschrieben: ... dass es bei einem solchen Thema auch um Angst vor weniger Tageskartenverkäufen .... geht.
Doch - genau darum geht es, leider. Das man sich jedoch mit öffentlichen Äußerungen wie "alles bestens" etc. langfristig gesehen ins eigene Knie schießt, soweit reicht der Grips dann wieder nicht...
Philzlaus hat geschrieben:Schliesslich pachtet ein Pächter einen Bach um ihn selber zu befischen und wichtig vom Kartenverkauf die Pacht zu bezahlen. Wirklich Gewinn glaub ich macht man dabei nicht...
... so naiv bist Du nicht wirklich, oder?

Gruß
Michael

Verfasst: 07.10.2009, 15:50
von Philzlaus
Doch so naiv bin ich. Bin zwar der Meinung das niemand etwas umsonst tut aber bei manchen Gewässern sehe ich keinen grossen Gewinn. zb. Die Traisen wo ich am WE war. Keine Tageskarten sondern nur 10 Jahreskarte a 1300 Euro. Das macht 13000 Euro pro Jahr aus und davon muss die Pacht und auch der Besatz sowie Pflege bezahlt werden. Reich wird man da nicht. Oder anderes Beispiel, Weissenbach (Hotelgewässer) am Attersee. Da war im im Sommer. Laut einer Angestellten werden nur Tageskarten verkauft und da auch nur eine Handvoll pro Jahr. Ich weiss ja nicht was so eine Pacht kostet aber ich kanns mir nicht vorstellen das es so billig ist. Kann auch sein das manche Subventioniert werden, ka ahnung. Aber klärts mich auf

Verfasst: 07.10.2009, 16:22
von Seymore Trout
Hi,

wenn ich nichts übersehen habe, steht da bisher nur etwas von enttäuschten Pächtern (mit möglicherweise reduzierten Fangergebnissen) und einer vermutlich gestiegenen Reiherpopulation.

Hier pauschal ohne weitere Untersuchungen einen grundlegenden Zusammenhang abzuleiten ist gewagt.

Aufgrund eines Gesprächs ein Bestandsmanagement inkl. Abschuss zu fordern, finde ich absurd.

Wird da noch was nachgelegt? Ich würde immer zuerst den Hegeplan, sofern vorhanden :wink: , durchleuchten..bei der Bewirtschaftung werden meist grundlegende Fehler gemacht..

Gruß
Jens

Verfasst: 07.10.2009, 18:24
von AndreasKR
Hallo Mathias,

veröffentlich doch mal diese Mail, kann ja ohne Namen sein. Dann können wir uns ein besseres Bild machen.

Re: Um Missverständnissen vorzubeugen

Verfasst: 07.10.2009, 18:54
von Gammarus roeseli
@Mathias,
meiner Meinung nach must du das irgendwie anders schreiben!
aysra hat geschrieben:Gerade habe ich eine private Nachricht wohl von einem Pächter eines Kyll-Abschnittes bekommen.
Das geht gar nicht, so geschrieben klingt das Ganze immer noch alles viel zu sehr nach „Fake“ und daher unglaubwürdig!



Genau so wie
die seit teilweise 50 Jahren ein Gewässer mit Liebe zur Natur hegen,
….. Zitat: „Mit Liebe zur Natur hegen…“ :mrgreen:
Das ist glaube ich auch zu dick aufgetragen und könnte zu leicht durchschaubar sein!

Hmmm, wenn man sich nur nicht soviel Mühe geben müsste und einfach sagen könnte das wir fischfressende Kongruenten bei uns nicht haben wollen!

Wie kann man das nur schreiben? :smt017
Ich finde, am besten klingt immer noch ,wenn gleich am Anfang gesagt bzw. geschrieben wird! :arrow: ---- WIR HABEBN EINFACH NICHT MEHR DIE BEDINGUNGEN WIE VOR HUNDERT ODER ZWEIHUNDERT JAHREN-----…….

Viele Grüße
Christian

P.S. Sogar Fische sind für uns fischfressende Kongruenten!
Da hilft nur eins, raus mit jeder Raubforelle und sofort abschlagen!!! :daumen

Verfasst: 07.10.2009, 19:31
von Sunray
Das war doch hier schon ein Reizthema:

http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=166689

Dies und das

Verfasst: 07.10.2009, 21:49
von aysra
geloescht

Verfasst: 08.10.2009, 01:30
von Rolf Renell
Ich denke man sollte nicht zu sehr pauschalisieren,grundsätzlich finde ich das Anliegen in Ordnung ,vielleicht z.Teil etwas unglücklich recherchiert bzw. aufbereitet.Es gibt sicherlich Abschnitte der Kyll und Zuläufe welche in den letzten Jahrzehnten und Jahren gelitten haben,ob mehr oder weniger als andere Mittelgebirgsbäche wage ich zu bezweifeln ,speziell in der Eifel und Kyll gibt es seit den 70er Jahren einige Anstrengungen unterschiedlicher Vereinigungen diese Grundproblematik aufzuweisen.
Ich kenne die Kyll seit den 60er Jahren ,natürlich zollt auch hier alles dem Zahn der Zeit,dramatisch ist es aber nicht wie ich denke ,aber es soll im Auge bleiben ,das ist der Punkt den ich hier herausziehe.Wir haben Abschnitte mit vermehrter Reiherpopulation im direkten Gegenzug mit Komoranen,ebenso umgekehrt.Neben der Gewässerstrukturierung und Vogelproblematik möchte ich an die geschehenen sicherlich unglücklichen Einleitungen erinnern in einigen Bächen in der Eifel,dies ist aber zumindest was die Kyll angeht mittlerweile gut durchgestanden und bestens zurücknaturiert.ADch mag sein das Tageskartenausgaben recht undiszipliniert im Verhältnis zur Strecke gehandhabt werden ,bzw. man könnte wenn man wollte hier etwas tun.Die Krux besteht in den wenigen öffentlichen Strecken welche nicht unbedingt die "Manpower" haben diese entsprechend zu pflegen,weiterhin regionale Vereinsstrecken mit allen Entnahme/Ködermöglichkeiten an gleicher Strecke aber für Tagesscheinfischer nur Fliege erlaubt wird,hier entsteht unschönes Gleichgewicht ,am Wasser und im Kopf.Ebenso gibt es Strecken wo es keinen Unterschied macht ob 200 Scheine rausgehen oder 400 pro Jahr,es funktioniert.Also da wird man so schnell keinen gemeinsamen Nenner finden,irgendwo dazwischen liegt es,dazu kommen aber auch noch die persönlichen Einstellungen und das Vermögen einen Fisch an die Fliege zu bekommen,und das mein ich nicht böse - aber eine Überlegung wert,
beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 08.10.2009, 21:17
von Gammarus roeseli
Zitat aus: „Die Eifelbäche sind in Not!“
Das Gleichgewicht der Natur ist gestört!
Das ist leider fast immer so, wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat!

Zitat aus: „Die Eifelbäche sind in Not!“
Der Fischbestand an einigen Bächen der Eifel ist teilweise auf ein erschreckendes Maß dezimiert. Dafür gibt es mehr als einen Grund und zu diesem Thema mehr als eine Meinung. Tatsache aber ist, dass die Population des Graureihers in den letzten Jahren enorm angestiegen ist und sein Fraßdruck nun vielerorts zum erheblichen Problem geworden ist.
Das eine angestiegene Graureiherpopulation eine zusätzliche Gefahr für einen ohnehin stark dezimierten Fischbestand darstellen könnte, kann ich mir vorstellen!
Die Frage stellt sich, wo liegt der Schwerpunkt, wo sind die eigentlichen Ursachen, dass der Fischbestand auf ein erschreckendes Maß geschrumpft ist?
(Könnte sein das die natürliche Reproduktion der Bachforelle bei euch stark eingeschränkt ist, möglicherweise werden durch äußere Einflüsse die Forelleneier im Kieslückensystem zum absterben gebracht, die Brut findet keine geeignete Nahrung…..)


Zitat aus: „Die Eifelbäche sind in Not!“
Ja, der Reiher ist nicht alleine Grund für den Rückgang der Population von z.B. Bachforellen und Eisvögeln. Manche Gründe sind natürlich, wie z.B. eine Erhöhung der Gewässerqualität auch dazu führt, dass es weniger Nährstoffe im Wasser gibt oder der Ausbau von Kläranlagen der Erholung der Gewässer immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht – und alle Ursachen müssen betrachtet werden. Aber er ist einer der Gründe, die eben bislang nicht gesehen werden oder gesehen werden wollen.
Eine gute Wasserqualität und der Ausbau von Kläranlagen macht der Erholung der Gewässer immer wieder einen Strich durch die Rechnung? :shock:


Die Argumente in dem Aufruf sind aus meiner Sicht nur an den Haaren herbeigezogen und voller Widersprüche.
Ich habe echt Angst, dass wir durch genau solche Aktionen immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren und nur noch als Vogelfeinde in der Öffentlichkeit hingestellt werden!

Unsere Salmonidengewässern wurden in der Vergangenheit nahezu überall so stark verbaut, verändert …., dass es sehr schwer geworden ist überhaupt noch Bachforellen und vor allem Äschen zu erhalten.
Die verbliebenen stark zusammengeschrumpften Äschenbestände überhaupt noch zu erhalten, ist mittlerweile unwahrscheinlich zeitaufwendig und teuer geworden!
Jetzt besteht die Gefahr, dass das wenige was wir überhaupt an Äschen erhalten konnten, dem Kormoran verstärkt zum Opfer fällt.
Nichts gegen den Kormoran, ich meine in der Weißfischregion ist auch noch genügend Platz für diesen Vogel, aber wir müssen schauen das wir es schaffen den Kormoran von den letzten Äschengewässern fern zu halten!

Wir brauchen Unterstützung und Verständnis, um an unser Ziel zu kommen! Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mit den falschen Argumenten und „Aktionen“ unglaubwürdig erscheinen und wir uns von unserem eigentlichen Ziel den Kormoran von den Salmonidengewässern fern zu halten nur weiter entfernen!

Grüße
Christian

Verfasst: 08.10.2009, 22:30
von FoolishFarmer
Wie auch schon im AB angemerkt:

Inhaltlich leider völlig substanzlos und schlichtweg auch falsch. Aus dem Versuch auf einen fraglichen Mißstand hinzuweisen hat sich inzwischen scheinbar ein heilloses Durcheinander von Fakten, Thesen und Vermutungen entwickelt. Schade eigentlich...

Verfasst: 11.10.2009, 22:30
von Gammarus roeseli
@ Mathias (aysra)

Was hast du erwartet?
Wir alle haben irgendwo unsere Erfahrungen im Leben machen müssen und gelernt, dass viele (auch gesehene) Dinge unter Umständen völlig falsch interpretiert werden!
Wir alle wissen die Welt ist voll von Ammenmärchen, wer gibt in der heutigen Zeit schon noch was aufs „HÖRENSAGEN“ selbst wenn's fleißig nachgeplappert wird?

Wenn du bei einem Aufruf um Unterstützung bittest, dann gib uns bitte verlässliche Zahlen, verlässliche Daten und Fakten!

Das du zu deinem oben geschriebenen Text nicht stehst und ihn Tage später veränderst, ändert glaube ich nichts, an den Tatsachen.

Grüße Christian

P.S.: Häufig ist eine Verkettung mehrerer Umstände schuld am Rückgang von z.B. Fischbeständen. Einer Tierart die Schuld zuzuschieben und ihr Unrecht anzutun ist natürlich sehr einfach und bequem!