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Jig-Haken Pro und Contra

Verfasst: 09.10.2009, 19:39
von posti
Hallo Leute,
von den Jig-Haken hört man immer wieder, sie würden den Fischen größere Verletzungen zufügen, als Nymphen- und normale Fliegenhaken.
Kann mir das vielleicht einmal wer erklären, warum das so sein soll. Ich spreche hier natürlich nicht von Jig-Haken in Übergröße, sondern so in der Größe von 10, 12 - 14.
Gleich vorweg: bitte keine Diskussionen bezüglich ist das noch Fliegenfischen oder nicht. Es handelt sich hier um eine rein technische Verständnisfrage, weil ich mir das mit den Verletzungen nicht vorstellen kann.
@Mods: wenn dies der falsche Bereich ist, dann bitte verschieben.

Verfasst: 09.10.2009, 21:12
von MoritzzZZZzzz
Abend!

Ein Jighaken kann theoretisch beim Kopfschütteln (ohne Zug auf der Leine) durch das Gewicht am Hakenöhr "mächtig" hin und her schlagen...zumindest mit mehr Hebelwirkung als ein Haken gleicher Größe ohne extra Gewicht.
Ob es bei der Hakengröße 14 wirklich einen Unterschied macht :?:
...bei einem 20gr Jig geht aus eigener Erfahrung mehr Kaputt als bei einem "Jigstreamer" mit ein paar Wicklingen Bleidraht.

mfg
Moritz

Verfasst: 10.10.2009, 08:35
von Fear No Fish
Das würde aber bedeuten das ein normal Rundnymphenhaken mit einer Tungstenperle beim Kopfschlagen des Fischen nicht umherschlagen würde.
Und das nächste ist das unter Wasser ja immerhin noch ein anderer Widerstand ist als wenn das ganze ausserhalb des Wassers passiert.

Ich pers. kann mir nicht vorstellen das es so einen grossen Unterschied macht ob ich einen grossen Rundnymphen haken Grösse 10 verwende oder einen Jighaken grösse 10.

Wie gesagt die reine Hakenform wird nicht den Unterschied machen, aber das Gewicht der Beschwerung ganz sicher.

Verfasst: 11.10.2009, 10:55
von Tom Doll
Hi,

Ich fische shon einige Jahre immer wieder mit Jighaken in Größe 12-16 ohne Widerhaken zum Äschefischen. Ich habe bisher keine Verletzungen wegen des Hakens feststellen können, d.h. keinen Unterschied zu normalen Haken. Die Haken halten auch einwandfrei im Fischmaul

Gruß

Tom

Verfasst: 11.10.2009, 15:22
von The Sharpshooter
Hallo ,

ich mach mir die Jig-Nymphen immer selber, indem ich mit Draht eine Messing- oder Tungstenperle oben auf dem Haken befestige - und ich habe bislang auch keinerlei Verletzungen feststellen können. Auch das Abhaken der widerhakenlosen Fliege, selbst mit der Gertenspitze, war kein Problem.

Petri!
Christian

Verfasst: 11.10.2009, 18:28
von Tom
Hallo,
ich kenne die Begründung, dass der Haken nicht im Unterkiefer sitzt sondern durch die Jig-Konstruktion im Oberkiefer fasst. Dadurch bestehe die Gefahr, dass es von innen zu Augenverletzungen beim Fisch kommen könne. Das nur zur Theorie, ob es tatsächlich der Fall ist, konnte ich bis dato nicht beurteilen, weil ich kaum mit Jigs fische.
Petri Heil
Tom

Verfasst: 12.10.2009, 09:59
von Maggov
Hallo Tom,
Hallo Posti,

ein Jig ist so konzipiert dass er up-side-down schwimmt. Die Mehrzahl der Haken sitzt somit im oberen Maulbereich.

Bei der Hakengrösse 14 musst Du allerdings schon einen sehr kleinen Fisch fangen um diesen im Auge zu haken. Neben Augenverletzungen muss man allerdings auch die Gefahr des Verblutens beachten und diese ist nach meiner Erfahrung im oberen Maulbereich auch höher da dort anscheinend mehr blutführendes Gewebe zu sein scheint.

Ob Du jetzt einen 14-er Jig benutz oder eine Goldkopf-/Tungstenkopfnympge die entsprechend gebunden ist (also tendenzielles USD-Schwimmen) ist eigentlich egal. Bei den Jig-Kopf-Streamern ist das allerdings sicherlich ein Unterschied - dann lieber beschwert und mit Krautschutz.

LG

Markus

Verfasst: 13.10.2009, 12:47
von posti
@All:
Erstmal herzlichen Dank für die Antworten.
Indem es kaum Echo bzw. Meinungen zu Jighaken gibt, wird es wohl egal sein, ob man sie (in kleineren Ausgaben) verwendet oder nicht. Also alles reine Geschmacksfrage, und ich kann das darüber Rätseln beenden ;-)