Lachse und Meerforellen in Niederungsbächen
Verfasst: 27.11.2009, 13:52
Hallo Fliegenfischer,
habe neulich erfahren, daß ein von mir seit über 25 Jahren befischter Niederungsbach mit Lachsen und Meerforellen besetzt wurde. Eigentlich super wird jetzt wohl fast jeder sagen. Ich bin sicher auch für eine Rückkehr unserer beiden Wandersalmonidenarten, aber wer prüft eigentlich die Eignung der Gewässer für eine Wiederansiedelung?
Bis vor einigen Jahren hatte dieser Bach einen sehr guten Bestand an Bachforellen und Äschen. Dann kam der schwarze Vogel und der Äschenbestand war dahin. Was der Kormoran übrigließ, wurde 2008 durch eine Gülleeinleitung zunichte gemacht. Ich war in diesem Frühjahr mehrmals dort um mir einen Eindruck über das Ausmaß der Katastrophe zu machen. Vom ortsansässigen Fischereiverein wurden Solschwellen und Strömungslenker eingebaut um wenigstens an einigen Stellen die Strömung zu erhöhen. Somit wird an diesen Stellen das Bodensubstrat von der Gülle befreit und die Oberflächenbewegung sorgt für den nötigen Sauerstoffeintrag. Das größte Problem stellen jedoch 2 Wehre dar. Durch die Gülleanschwemmung vor den Wehren ist der Bach auf längerer Strecke praktisch tot. Einige Laichplätze im Oberlauf waren auch vom schwarzen Güllesubstrat überdeckt.
Die Lachse und Meerforellen wurden sicher im einfließenden Nebenbach ausgesetzt, der von der Gülleeinleitung verschont blieb. Dennoch frage ich mich ob der Zeitpunkt des Besatzes nicht etwas zu früh nach der Katastrophe gewählt wurde.
Warum dieser Bach überhaupt mit Lachsen und Meerforellen besetzt wurde ist mir bis heute ein Rätsel, da mehrere unüberwindbare Wehre die Wanderung stromauf überhaupt nicht ermöglichen.
Die Wiederansiedelung der Äsche hätte sicher geringere Kosten verursacht, zumal sich vor dem Kormoraneinfall, dort ein selbst reproduzierender Äschenstamm gebildet hatte.
Vielleicht kennt jemand ein ähnliches Problem.
Gruß Frank
habe neulich erfahren, daß ein von mir seit über 25 Jahren befischter Niederungsbach mit Lachsen und Meerforellen besetzt wurde. Eigentlich super wird jetzt wohl fast jeder sagen. Ich bin sicher auch für eine Rückkehr unserer beiden Wandersalmonidenarten, aber wer prüft eigentlich die Eignung der Gewässer für eine Wiederansiedelung?
Bis vor einigen Jahren hatte dieser Bach einen sehr guten Bestand an Bachforellen und Äschen. Dann kam der schwarze Vogel und der Äschenbestand war dahin. Was der Kormoran übrigließ, wurde 2008 durch eine Gülleeinleitung zunichte gemacht. Ich war in diesem Frühjahr mehrmals dort um mir einen Eindruck über das Ausmaß der Katastrophe zu machen. Vom ortsansässigen Fischereiverein wurden Solschwellen und Strömungslenker eingebaut um wenigstens an einigen Stellen die Strömung zu erhöhen. Somit wird an diesen Stellen das Bodensubstrat von der Gülle befreit und die Oberflächenbewegung sorgt für den nötigen Sauerstoffeintrag. Das größte Problem stellen jedoch 2 Wehre dar. Durch die Gülleanschwemmung vor den Wehren ist der Bach auf längerer Strecke praktisch tot. Einige Laichplätze im Oberlauf waren auch vom schwarzen Güllesubstrat überdeckt.
Die Lachse und Meerforellen wurden sicher im einfließenden Nebenbach ausgesetzt, der von der Gülleeinleitung verschont blieb. Dennoch frage ich mich ob der Zeitpunkt des Besatzes nicht etwas zu früh nach der Katastrophe gewählt wurde.
Warum dieser Bach überhaupt mit Lachsen und Meerforellen besetzt wurde ist mir bis heute ein Rätsel, da mehrere unüberwindbare Wehre die Wanderung stromauf überhaupt nicht ermöglichen.
Die Wiederansiedelung der Äsche hätte sicher geringere Kosten verursacht, zumal sich vor dem Kormoraneinfall, dort ein selbst reproduzierender Äschenstamm gebildet hatte.
Vielleicht kennt jemand ein ähnliches Problem.
Gruß Frank