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Adjeu Salmoniden
Verfasst: 23.12.2009, 06:21
von Hartmut
Mögliche Einflüsse des Klimawandels auf die Fischerei
Die Felchenbrut im Bodensee schlüpft wegen höherer Wassertemperaturen zum falschen Zeitpunkt und verhungert.
Sind die geringeren Phosphatgehalte im See aus der Schußlinie?
Grüße
Hartmut
Re: Adjeu Salmoniden
Verfasst: 23.12.2009, 08:24
von FoolishFarmer
Auch wenn´s vermutlich gleich nen Aufschrei geben wird:
Hartmut hat geschrieben:Die Felchenbrut im Bodensee schlüpft wegen höherer Wassertemperaturen zum falschen Zeitpunkt und verhungert.
Sind die geringeren Phosphatgehalte im See aus der Schußlinie?
Auch die Äschen haben aufgrund höherer Temperaturen massive Probleme bei der Fortpflanzung.
Wie hoch ist der Einfluß der Kormorane tatsächlich?
Re: Adjeu Salmoniden
Verfasst: 23.12.2009, 08:31
von Philzlaus
Was willst du uns damit sagen? Was sollen wir tun? Demonstrieren gehen? Oder einfach damit leben wie 99,9% der Menschen?
Verfasst: 23.12.2009, 10:00
von Hartmut
Hallo Phillip,
Was willst du uns damit sagen? Was sollen wir tun? Demonstrieren gehen? Oder einfach damit leben wie 99,9% der Menschen?
In einigen Gewässern, z.B. Bodensee und Isar gingen die Fischerträge mit zunehmender Verbesserung der Gewässergüte zurück. Angeblich soll der geringere Nährstoffeintrag aus modernen Klärwerken den Fischertrag massiv vermindern.
Dies war für mich nicht einleuchtend, da dieses System, auf natürliche Weise, nicht auf eine künstliche Nährstoffzufuhr angewiesen ist.
Da ich in der Abwasserreinigung tätig bin wurde ich von Gewässerbewirtschaftern gefragt, ob eine weitere Nährstoffelimination und die Adsorption von Mikroverunreinigungen an Aktivkohle, sinnvoll wäre. Wir sollten statt dessen mehr Nährstoffe, hauptsächlich Phosphate, über die Klärwerke in die Gewässer einbringen.
Nun, zunächst bedeutet sauberes und appetittliches Wasser eine höhere Lebensqualität für alle Gewässernutzer.
Als nächstes könnten ehemals ausgestorbene Insektenlarven wieder in ihre ursprünglichen Reviere zurückkehren und durch massenhafte Vorkommen mehr Fische ernähren. Vielleicht bleibt dies auch nur mein Wunschdenken für eine natürlche Lösung dieses Problems.
Das Verhungern von Renkenbrut als Klimafolgen zeigt uns auch ein wenig was uns noch bevorsteht. Weizenfelder und Gemüsebeete könnten in naher Zukunft auch von klimatischen Veränderungen betroffen sein.
Alle Informationen darüber interessieren mich.
Grüße
Hartmut
Verfasst: 23.12.2009, 10:24
von Philzlaus
Hartmut hat geschrieben:
In einigen Gewässern, z.B. Bodensee und Isar gingen die Fischerträge mit zunehmender Verbesserung der Gewässergüte zurück. Angeblich soll der geringere Nährstoffeintrag aus modernen Klärwerken den Fischertrag massiv vermindern.
Dies war für mich nicht einleuchtend, da dieses System, auf natürliche Weise, nicht auf eine künstliche Nährstoffzufuhr angewiesen ist.
Da ich in der Abwasserreinigung tätig bin wurde ich von Gewässerbewirtschaftern gefragt, ob eine weitere Nährstoffelimination und die Adsorption von Mikroverunreinigungen an Aktivkohle, sinnvoll wäre. Wir sollten statt dessen mehr Nährstoffe, hauptsächlich Phosphate, über die Klärwerke in die Gewässer einbringen.
Nun, zunächst bedeutet sauberes und appetittliches Wasser eine höhere Lebensqualität für alle Gewässernutzer.
Als nächstes könnten ehemals ausgestorbene Insektenlarven wieder in ihre ursprünglichen Reviere zurückkehren und durch massenhafte Vorkommen mehr Fische ernähren. Vielleicht bleibt dies auch nur mein Wunschdenken für eine natürlche Lösung dieses Problems.
Gut da ist sicher was wahres drann aber mehr kann ich dazu nicht sagen da ich hier nicht so auskenne. Aber hat das wirklich einen direkten zusammenhang mit dem Klimawandel. Gut alles resultiert mit einer auswirkung aus dem Klimawandel aber ich seh das Problem nicht direkt beim Klimawandel
Hartmut hat geschrieben:
Das Verhungern von Renkenbrut als Klimafolgen zeigt uns auch ein wenig was uns noch bevorsteht. Weizenfelder und Gemüsebeete könnten in naher Zukunft auch von klimatischen Veränderungen betroffen sein.
Alle Informationen darüber interessieren mich
Mag sein aber was sollen wir dagegen tun? Eiswürfel ins Wasser damit es kühler bleibt? Den Klimawandel können wir nicht stoppen. Und selbst für eine reduktion des CO2 ausstosses müssten wir uns alle and er Nase nehmen, Keine Autos sondern Fahrradfahren aber bitte eines gebaut um die Ecke weil sonst heften wieder zuviele Co2 km an den Komponenten. Auch im Supermarkt einkaufen is nix mehr denn jede Tomate fährt hunderte KM durch die Gegend und durch Fabriken die wieder CO2 ausstossen. Am besten Leben im Wald und essen was die Natur hergibt.
Verfasst: 23.12.2009, 11:26
von sonouno
Philzlaus hat geschrieben:
Mag sein aber was sollen wir dagegen tun? Eiswürfel ins Wasser damit es kühler bleibt?
Nö... aber der umgekehrte Weg:
einfach mehr Wärmepumpen einbauen und die Häuser damit heizen.
warum nicht z.B. den Starnberger See als Energie und Wärmelieferant nutzen für die Anlieger ?

Verfasst: 23.12.2009, 12:15
von derflow
"warum nicht z.B. den Starnberger See als Energie und Wärmelieferant nutzen für die Anlieger ?"
frag mal die Wassersportler und Badegäste

Verfasst: 23.12.2009, 12:32
von sonouno
derflow hat geschrieben:"warum nicht z.B. den Starnberger See als Energie und Wärmelieferant nutzen für die Anlieger ?"
frag mal die Wassersportler und Badegäste


wenns wärmer wird werden die froh sein wenn das Wasser noch bissl abkühlt....
man kann nicht alles haben im Leben

Verfasst: 23.12.2009, 13:39
von Philzlaus
sonouno hat geschrieben:Philzlaus hat geschrieben:
Mag sein aber was sollen wir dagegen tun? Eiswürfel ins Wasser damit es kühler bleibt?
Nö... aber der umgekehrte Weg:
einfach mehr Wärmepumpen einbauen und die Häuser damit heizen.
warum nicht z.B. den Starnberger See als Energie und Wärmelieferant nutzen für die Anlieger ?

Was hat ne Wärmepumpe mit dem Bodensee zutun? Gar nix. Ausser das Wärmepumpen fleissig Strom brauchen und der auch ned am Baum wächst. Wennst pech hast bekommst zusätzliche Wasserkraftwerke in eure geliebten Flüsse gestellt.
Verfasst: 23.12.2009, 15:49
von sonouno
Philzlaus hat geschrieben:sonouno hat geschrieben:Philzlaus hat geschrieben:
Mag sein aber was sollen wir dagegen tun? Eiswürfel ins Wasser damit es kühler bleibt?
Nö... aber der umgekehrte Weg:
einfach mehr Wärmepumpen einbauen und die Häuser damit heizen.
warum nicht z.B. den Starnberger See als Energie und Wärmelieferant nutzen für die Anlieger ?

Was hat ne Wärmepumpe mit dem Bodensee zutun? Gar nix. Ausser das Wärmepumpen fleissig Strom brauchen und der auch ned am Baum wächst. Wennst pech hast bekommst zusätzliche Wasserkraftwerke in eure geliebten Flüsse gestellt.
das Pech hab ich doch schon....was solls
ober und unter Grenze "meines" Flusses sind schon 2 Strom"Mühlen" ....(verbaut, nicht durchgängig für Fische)
und klar hat ne Wärmepumpe auch was mit dem Bodensee zu tun.... du solltest auch mal über den Suppentellerrand blicken..
evtl sind die ja mit Photovoltaik zu betreiben ? die spriessen bei uns ja Quadratkilometerweise aus dem boden....

Verfasst: 23.12.2009, 17:47
von Philzlaus
Und wer zahlt das?? Ne Gscheite Wärmepumpenanlage mit Solartechnik kostet schonmal 15-20t Flieger wenn ned noch mehr.. Da heizt 30 Jahre bis sich das rechnet. Is ned mal schnell in den Weihnachtsfeiertagen nachgerüstet.
Aber ich versteh noch immer ned was die Wärmepumpe die ich zb bei mir im Garten haben könnte mit dem Bodensee zutun hat?
Verfasst: 23.12.2009, 22:47
von Jaegher
Die Wärmepumpe überträgt dir Wärmeenergie von einem tieferen (Seewasser) in eine höheres Level (Heizung).
Du kannst also Das Bodenseewasser theoretisch mit sehr vielen WPs abkühlen.
Dies geschieht teilweise bei der Nutzung von Klärwasser, dabei wird das Wasser dann statt mit 15 grad nur noch mit 9 Grad in den Vorfluter eingeleitet.
PS: eine neue Heizung oder eine Revision kostet auch. In Zukunft wirst du vermutlich mit einer eigenen PV Anlage mit WP günstiger fahren als mit fossilen Brennstoffen.
Verfasst: 24.12.2009, 08:54
von hdidi
Hartmut hat geschrieben:Dies war für mich nicht einleuchtend, da dieses System, auf natürliche Weise, nicht auf eine künstliche Nährstoffzufuhr angewiesen ist.
Grüße
Hartmut
^
Kann mir jemand sagen, warum die natürliche Versorgung ausbleibt?
Wüsste nicht, daß die Iasr in München wärmer geworden wäre...

Falls das damit was zu tun hat.
Verfasst: 24.12.2009, 09:33
von sonouno
Hartmut hat geschrieben:
In einigen Gewässern, z.B. Bodensee und Isar gingen die Fischerträge mit zunehmender Verbesserung der Gewässergüte zurück. Angeblich soll der geringere Nährstoffeintrag aus modernen Klärwerken den Fischertrag massiv vermindern.
Dies war für mich nicht einleuchtend, da dieses System, auf natürliche Weise, nicht auf eine künstliche Nährstoffzufuhr angewiesen ist.
stimmt aber, wie die Teichwirtschaft beweist....mehr Futter mehr Ertrag (Quantitativ)
Hartmut hat geschrieben:
Nun, zunächst bedeutet sauberes und appetittliches Wasser eine höhere Lebensqualität für alle Gewässernutzer.
Als nächstes könnten ehemals ausgestorbene Insektenlarven wieder in ihre ursprünglichen Reviere zurückkehren und durch massenhafte Vorkommen mehr Fische ernähren. Vielleicht bleibt dies auch nur mein Wunschdenken für eine natürlche Lösung dieses Problems.
wär schön, aber leider haben wir vorher viel zerstört. Die Fliessgeschwindigkeiten wurden entweder reduziert (Stauwehre) oder erhöht (Begradigung), die Pegelschwankungen verringert und Auenbereiche trockengelegt, es wurde begradigt und verdichtet, und und und...
Insekten haben halt auch ihren Lebensraum der stimmen muss...
Verfasst: 24.12.2009, 10:11
von sonouno
Philzlaus hat geschrieben:Und wer zahlt das?? Ne Gscheite Wärmepumpenanlage mit Solartechnik kostet schonmal 15-20t Flieger wenn ned noch mehr.. Da heizt 30 Jahre bis sich das rechnet. Is ned mal schnell in den Weihnachtsfeiertagen nachgerüstet.
Aber ich versteh noch immer ned was die Wärmepumpe die ich zb bei mir im Garten haben könnte mit dem Bodensee zutun hat?
na wer zahlt das wohl ??? du, ich ... wir alle (mein Strompreis wurde gerade erhöht...omg)
was kostet ein Flug nach NY für 2 Leuts über Silvester ? wie is die CO2 Bilanz ?
