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Vorführung beim Fischerfest
Verfasst: 05.05.2010, 16:42
von Brustbeutel
Hallo zusammen,
ich bin von meinem Vereinsvorsitzenden gebeten worden, beim anstehenden jährlichen Fischerfest eine FliFi-Vorstellung durchzuführen.
Da hat mich jemand mal mit der Fliegenrute am Gewässer gesehen und schon glauben die, man könne was in der Öffentlichkeit demonstrieren.
Aber im Ernst. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Was würdet ihr zeigen, und was glaubt ihr interessiert Angler am meisten, die sowas nicht kennen?
Ich habe etwas eine Stunde Zeit dafür.
Zielgruppe besteht wahrscheinlich aus 50% Jugendlichen und 20% Nichtangler und dem Rest aus Ansitzfischern.
Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
Michael
Verfasst: 05.05.2010, 17:19
von felix
Vorschlag:
5 Minuten Werfen
5 Minuten Ruten- und Rollenunterschiede erklären
5 Minuten Flugschnur erklären
5 Minuten unterschiedliche Vorfächer erklären
10 Minuten Insektenkunde und deren Imitationen mit Beispielen
5 Minuten Unterschiede Nymphe, Trockenfliege usw beim Angeln
5 Minuten Werfen
5 Minuten Erklärung von Zubehör
5 Minuten Rollwurf
5 Minuten Switchcast
5 Minuten Trickwürfe
Verfasst: 05.05.2010, 18:04
von FatShark
Schnapp dir das Forumsbuch und Zitiere einige Passagen daraus.
Dann erzähl einfach frei herraus warum du oder wie du zum Fliegenfischen gekommen bist.
Ich würde weder auf Gerätschaft noch auf Technik eingehen, vielmehr versuche einfach den zuschauern zu vermitteln wie bei dir die "Leidenschaft" entfacht wurde.
Verfasst: 05.05.2010, 18:05
von Erge
Für das Zielpublikum würde sich doch die Präsentation des Tenkarafischens eignen. Mit der Methode kommen auch Fliegenneulinge sehr schnell parat und können mit kleinem Budget eine spannende Fliegenfischerei erleben.
Viele Grüße
Ronald
Verfasst: 05.05.2010, 18:25
von gezz
Ich finde die Idee eingangs zu erzählen wie man persönlich zum Fliegenfischen gekommen ist und was eigentlich das "Besondere" am Fliegenfischen ausmacht sehr gut. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Leute "was sehen wollen". Es soll ja kein Info-Vortrag werden, sondern ein kurzer Einblick für Unkundige mit dem Ziel Interesse zu wecken und zu unterhalten (so stell ich es mir zumindest vor).
Der erste Teil des "etwas zeigen" könnte z.b. eine kurze Erklärung sein welche Köder/Fliegen man verwendet und gleichzeitig ein paar Muster rumgeben lassen. Damit wär man ja quasi schon bei der Frage "und wie bring ich das winzige Teil an den Fisch?". Das ist natürlich die Steilvorlage um ins Werfen überzugehen. Hier würde ich einfach nur die Grundwürfe zeigen und als kleines Schmankerl vielleicht ein paar Trickwürfe. Dabei natürlich erklären was man da eigentlich macht und worauf man achten soll. Das ganze natürlich sehr anschaulich beschrieben.
Jetzt wissen deine Zuschauer "wie man die Fliege an den Fisch bringt". Dann stellt sich natürlich die Frage "welcher Fisch?". Da kann man dann kurz sagen, dass einem Fliegenfischer prinzipiell keine Grenzen gesetzt sind. Hierauf aufbauend dann vielleicht 3-4 unterschiedliche Ruten zeigen und werfen (leichte, kurze Bachrute; normale 5er; Hecht-/Meerforellenrute; Zweihandrute?). Parallel dazu kann man dann wieder ein paar passende Muster rumgeben lassen (von der Trockenfliege über den Streamer bis hin zur Tubenfliege).
Allein mit den paar Punkten sollte so eine Stunde leicht und interessant gestaltet werden können. Man kann natürlich auch mal in die Runde fragen ob jemand Interesse hat es mal auszuprobieren

Verfasst: 05.05.2010, 18:34
von Frank.
FatShark hat geschrieben:Schnapp dir das Forumsbuch
... das sich aber leider erst im Satz befindet und noch nicht ausgeliefert ist!
Sorry. Sonst bin ich aber ganz der Deine: Ich würde das auch über's Erzählen von der "Leidenschaft Flifi" vermitteln und dabei - vor allem - versuchen, den Kids die Angst davor zu nehmen, dass sie es mit einer Geheimwissenschaft zu tun haben.
Frank
Verfasst: 05.05.2010, 18:51
von FatShark
... das sich aber leider erst im Satz befindet und noch nicht ausgeliefert ist!
Da gibt es aber doch noch iMago - Erzählungen vom Fliegenfischen

Verfasst: 05.05.2010, 20:43
von webwood
Hallo,
in Bayern gibt es das Projekt "Angler machen Schule" Es wendet sich an 4-Klässler. Ich habe also nur Erfahrung mit Kindern. Ich habe erst mal erzählt bzw. erfragt, was denn so alles im Wasser lebt. Auf Insekten kamen die Kinder meist nicht. Zweiter Teil mit Kescher und Becherlupe die Tierchen fangen und betrachten. Die Kinder waren begeistert und überrascht, was so alles im Wasser lebt. Anschließend habe ich, abweichend vom Original-Lehrplan meine passenden Fliegen gezeigt und auch eine kleine Wurfdemo gemacht.
Meine Erfahrung passt jetzt nicht 1 zu 1 zu der geplanten Vorführung. Ich bin mir aber sicher, dass auch viele Erwachsene erstaunt sind, wieviel Leben doch unter Wasser ist und wie wir FliFi das umsetzen.
TL
Thomas
Verfasst: 06.05.2010, 13:18
von Cuchulainn
Hihi, ich hab so was ähnliches im Ferienprogramm für Kinder gemacht. Das stelle ich mir gerade mit der gesamten 60 jährigen Vorstandschaft vor, bis zu den Knien im Dreck stehend mit Kescherchen und Eimerchen...
Viele Grüße
Martin
Verfasst: 07.05.2010, 13:08
von mario.s
Hallo,
ich glaube wichtig wäre, wenn man vor einer "nichtfliegenfischenden" Gemeinde auftritt, gerade wenn auch altgestandene Wurmangler dabei sind, sich und das Fliegenfischen allgemein nicht als etwas Exotisches darzustellen. Leider existiert diese Meinung immer noch in vielen Köpfen. Und macht man zu viel Brumborium darum, dann wird sich diese Meinung weiterhin halten. Du willst (sollst) ja versuchen das Fliegenfischen den Leuten näher zu bringen. Wenn man zu sehr in`s Detail geht schreckt das eher ab. "Das kapiere ich sowieso nicht. Viel zu umständlich und kompliziert. Viel zu teuer."

Um für einen Einstieg zu interessieren sollte man alles so einfach wie möglich erklären. Flifi ist eine Angelmethode wie jede andere, nur mit etwas anderem Gerät. Mal ganz simpel ausgedrückt. Das da natürlich viel mehr hinter steckt, muss man ja nicht gleich am Anfang erwähnen.

Vielleicht nur ein oder zwei Ruten vorstellen und die Handhabung erklären. Überkopfwurf zeigen und den Leuten erklären, dass quasi alle Fische damit gefangen werden können. Und auf günstige Einsteigersets hinweisen! Etwas Insektenkunde fertig. Ich denke die Jugend wird da schon großes Interesse zeigen.
Na dann viel Spaß,
Mario
Verfasst: 07.05.2010, 13:23
von Frank. F
Hey,
Ich stimme da mario.nur voll zu.
Erkläre den Wurmamglern und der Jugend was Fliegenfischen eigentlich ist . Du kannst auch eine Videovorführung anbieten. Das kommt gut.
Danach erst den Kollegen zeigen das das Werfen gar nich so schwerr ist wie viel meinen. Grade die älteren (sorry)
Mit den Kameraden einfach mal Wurfübungen durchführen.
Grade die Jugend must du begeistern.
Gruss & Tl
Frank
Verfasst: 07.05.2010, 13:43
von Brustbeutel
Hallo,
vielen Dank schon mal für die vielen nützlichen Tipps und Hinweise.
Allerdings gehen die ja doch sehr auseinander.
Hat noch jemand einen Vorschlag?
Wäre weiterhin nett.
Viele Grüße
Michael
Verfasst: 07.05.2010, 19:05
von Siluris
Hallo Michael,
60 Minuten Wurfvorführung sind sehr, sehr lange.
Diese Zeit bringst du mit werfen alleine nicht über die Runden, ohne dass dir die Leute in Scharen weglaufen.
Ich setze für eine Wurfdemo in etwa 20 - 30Minuten an.
Auch würde ich darauf verzichten einen "Wurfkurs" daraus zu machen.
Ich lege derartige Demos in etwa so an:
Unterschiede Fliegenfischen <-> herkömmliche Fischerei.
Zeige was mit der Fliege ( Yarn ) möglich ist ( Überkopf, Rollwürfe, Switchen...)
Dazwischen immer wieder Erklärungen einstreuen wie: Fliegenfischen auf Karpfen, Hecht .......
Wenn du in der Lage dazu bist, Zielwürfe, Präsentationswürfe, Trickwürfe...
Aber nie als Kurs oder Schulung, sondern immer als Info und Anreiz.
Noch ein Tipp: Schreibe dir zu Hause das Programm auf, teste es durch und baue dir einen "rotenFaden " für die Demo.
Es gibt nichts schlimmeres als plötzlich nicht mehr zu wissen wie es weitergeht.
TL, Bernd