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Was macht eine Rute zur Salzwasserrute??

Verfasst: 18.05.2010, 07:04
von OLDBOY
Hallo,

im Moment befinde ich mich in Kanada, wie hier einige vielleicht schon wissen.

In naher Zukunft werde ich mir eine St. Croix New Imperial in der Schnurklasse 10 zur Fischerei auf Könichslachs anschaffen.

Ich frage mich jetzt aber ob diese Rute auch salzwassertauglich wäre, da Mexico von hieraus mehr als erschwinglich ist, wird hier auch gerne als Mallorca der Kanadier bezeichnet...und da schwimmt ja ein bisschen was rum, wie man so hört....;)

Und was macht eine Rute zur Salzwasserrute?

ist es eine bestimmte Aktion, aufgrund der kampfstarken, schnellen Fische oder ist es nur ein korosionsunempfindlicher Rollenhalter?


steh aufm Schlauch.......

:roll:

Verfasst: 18.05.2010, 07:41
von Mücke
Hi,

ich denke der wichtigste Punkt , der eine Rute Salzwassertauglich macht, ist die Verwendung absolut Korrosionsbeständiger Materialien. Das fängt beim Rollenhalter an und sollte genauso für die Ringe gelten.
Salzwasser bekommt minderwertige Mats früher oder später kurz und klein, das Zeug ist echt krass (in Abhängigkeit des Salzgehalts, insbesondere die Cl-Ionen).

Ganz wichtig ist da aber auch die Wahl einer entsprechenden Rolle, da die ggf. vorhandene Mechanik im SW besonders leidet. Selbst preislich im Mittelfeld angesiedelte Stationärrollen haben schon mal nach 2-3 Tagen Salzwasserangeln ("nur Ostsee") ihr zeitliches gesegnet. Und bei so manchen Meeresfischlein würde ich nur ungern auf eine gute Bremse verzichten :-) Also nicht nur auf die Rute schaun, auch eine entsprechend passende Fliegenrolle sollte im Gepäck sein.

Wenn diese Punkte beachtet ist, ist der Rest, denke von den persönlichen Vorlieben des werfers abhängig. Und natürlich von den weiten, die es zu Werfen gilt. Aber oft ist der Fisch ja näher als man denkt :-).

Viele Grüße

Wolle

Verfasst: 18.05.2010, 07:53
von OLDBOY
hi wolle,


vielen dank für deine antwort!

heisst soviel wie.... einen trip nach mexico sollte die rute bei täglicher klarwasserspülung überleben oder??

Verfasst: 18.05.2010, 09:46
von Mücke
Hoi,

kann ich pauschal nicht beantworten, kenne die Materialien der Rute nicht.
Wenn das Gerät "nur" Kontakt mit Spritzwasser hat, KANN das tägliche säubern reichen, aber spätestens, wenn das Gerät mal ein Vollbad im Meer nimmt, kann es eng werden, da dann Wasser an Stellen gelangt, die nicht ohne weiteres gründlich gespült werden können.

Ich mag hier nun nicht Panik verbreiten, am Besten mal genau feststellen, aus welchen Mats die entsprechenden Rutenkomponenten hergestellt worden sind. Bei einer Rute sollten auch nicht die großen Probs auftreten, da diese noch recht gut gereinigt werden können, nur die Rolle ist da dann schon empfindlicher.

Vielleicht auch mal bei einem Händler deines Vertrauens anfragen, wie es mit der Beständigkeit des von dir gewählten Geräts verhält.

Vielleicht kennt auch ein anderes Forumsmember die Rute und kann noch genaueres schreiben.

Viele Grüße

Wolle

Verfasst: 18.05.2010, 10:04
von Hans.
Wäre der Hersteller nicht der erste Ansprechpartner für diese Frage?
Kommt mir nur so,
Grüße
Hans

Verfasst: 18.05.2010, 10:43
von Barramundi
Hi,

ich würde mir bei einer St.Croix der Klasse 10 an Deiner Stelle wenig Gedanken darüber machen. Die Rute wird bei entsprechender Pflege einigermaßen resistent sein. Wenn Du wirklich eine echte, als solche gedachte Salzwasserrute haben möchtest, dann bleibt Dir entweder nur ein tieferer Griff in die Geldbörse, oder eine TFO-Rute. Die sollten vom Preis her ähnlich liegen, wie die Imperial, sind aber erwiesenermaßen salzwasserbeständig. Um ein gründliches Spülen kommt man aber auch bei echten Salzwasserruten nicht herum, wenn man länger Freude daran haben will.

Gruß

Florian

Verfasst: 20.05.2010, 06:22
von OLDBOY
hi,


das mit den temple fork ruten habe ich auch schon gehört!


werd dann mal den hier ansässigen händler ausquetschen, was er dazu weiß.....


und tfo hat auch schon günstige modelle .....

die st croix imperial spricht mich dennoch sehr an!

Verfasst: 20.05.2010, 14:35
von Tobsn
Mücke hat geschrieben:ich denke der wichtigste Punkt , der eine Rute Salzwassertauglich macht, ist die Verwendung absolut Korrosionsbeständiger Materialien.
Moin,

meine Wissens gibt es keine korrosionsbeständigen Materialen, zumindest keine Metalle... Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

T

Verfasst: 24.05.2010, 12:00
von laverda
Klar gibts die, wobei Korrosionsbeständigkeit stets eine Frage der Expositionszeit und insbesondere Wechselbedingungen ist.
Die Frage ist nur, ob man diese Materialien bei Angelgerät verwendet. Rute und Rolle müssen ja keine 100 Jahre halten und bei ein wenig Pflege und Spülung in klarem Wasser sollten halbwegs hochwertige Rollen einige Jahre halten. Das größte Problem nicht nur für Salzwassergebrauch ist ein ungekapseltes Lager.

Verfasst: 31.05.2010, 18:10
von mario.s
Hallo,

ja die Lager sind wirklich das Problem. Letzte Woche hatte ich meine Spinnrolle versehendlich beim Abhaken in die Ostsee getunkt und nach ein paar Minuten war schon alles erledigt. Lager gehackt etc. . Konnte alles nach Zerlegung dann wieder hin bekommen aber hat mir schon zu denken gegeben. Vielleicht sollte man vor einem Salzwassertrip den Lagern und dem Getriebe eine extra Packung Fett verabreichen? Werde ich zumindest das nächste Mal machen. Mit Ruten hatte ich bisher noch keine weiteren Probleme. Immer schön geduscht, i.O.

TL, Mario