Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Verfasst: 20.10.2010, 09:25
Welt online:
Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Von heute an gelten neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung. Sie sind deutlich einfacher als bisher, sodass im Notfall auch Laien die lebensrettenden Schritte vornehmen können. Heinzpeter Moecke, Notfallmediziner und einer der Mitherausgeber der deutschen Fassung, kommentiert: "Wir hoffen, dass nun mehr Menschen die Reanimation im Notfall überhaupt beginnen und dass so pro Jahr ein paar Hundert Menschenleben mehr in Deutschland gerettet werden können." Die "Leitlinien 2010 für Herz-Lungen-Wiederbelebung und kardiovaskuläre Notfallmedizin" wurden ursprünglich von der American Heart Association herausgegeben und sollen die Wiederbelebung für medizinische Laien deutlich vereinfachen.
Das Wichtigste ist, dass sich die Reihenfolge der Erstmaßnahmen geändert hat. Bisher galt die sogenannte A-B-C-Regel für "Airway (Atemwege freimachen), Breathing (Beatmung), Chest compressions (Herzdruckmassage)". Die Herzdruckmassage steht ab heute ganz klar im Vordergrund. Zumindest in den ersten Minuten reicht sie als alleinige Maßnahme. Die Reihenfolge lautet jetzt C-A-B: erst das Herz massieren, dann die Atemwege freimachen und schließlich beatmen.
Die Experten empfehlen, bei Bewusstlosigkeit sofort den Rettungsdienst zu alarmieren, wenn die Atmung ausgesetzt hat oder unregelmäßig ist, und umgehend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Wer allein vor Ort und nicht in der Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult ist, sollte nur eine kräftige und schnelle Herzmassage in der Mitte des Brustkorbes durchführen und die restlichen Schritte den später hinzukommenden Rettungskräften überlassen. Dabei sollte der Brustkorb bei einem Erwachsenen mindestens 100 Mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief eingedrückt werden, bei Säuglingen dagegen nur vier Zentimeter. Die Herzmassage hilft auch ohne Beatmung, weil in den ersten Minuten der Bewusstlosigkeit Lungen und Blut noch ausreichend viel Sauerstoff haben, um die lebenswichtigen Organe zu versorgen.
Das sollte man wissen,
meint Hans.
Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Von heute an gelten neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung. Sie sind deutlich einfacher als bisher, sodass im Notfall auch Laien die lebensrettenden Schritte vornehmen können. Heinzpeter Moecke, Notfallmediziner und einer der Mitherausgeber der deutschen Fassung, kommentiert: "Wir hoffen, dass nun mehr Menschen die Reanimation im Notfall überhaupt beginnen und dass so pro Jahr ein paar Hundert Menschenleben mehr in Deutschland gerettet werden können." Die "Leitlinien 2010 für Herz-Lungen-Wiederbelebung und kardiovaskuläre Notfallmedizin" wurden ursprünglich von der American Heart Association herausgegeben und sollen die Wiederbelebung für medizinische Laien deutlich vereinfachen.
Das Wichtigste ist, dass sich die Reihenfolge der Erstmaßnahmen geändert hat. Bisher galt die sogenannte A-B-C-Regel für "Airway (Atemwege freimachen), Breathing (Beatmung), Chest compressions (Herzdruckmassage)". Die Herzdruckmassage steht ab heute ganz klar im Vordergrund. Zumindest in den ersten Minuten reicht sie als alleinige Maßnahme. Die Reihenfolge lautet jetzt C-A-B: erst das Herz massieren, dann die Atemwege freimachen und schließlich beatmen.
Die Experten empfehlen, bei Bewusstlosigkeit sofort den Rettungsdienst zu alarmieren, wenn die Atmung ausgesetzt hat oder unregelmäßig ist, und umgehend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Wer allein vor Ort und nicht in der Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult ist, sollte nur eine kräftige und schnelle Herzmassage in der Mitte des Brustkorbes durchführen und die restlichen Schritte den später hinzukommenden Rettungskräften überlassen. Dabei sollte der Brustkorb bei einem Erwachsenen mindestens 100 Mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief eingedrückt werden, bei Säuglingen dagegen nur vier Zentimeter. Die Herzmassage hilft auch ohne Beatmung, weil in den ersten Minuten der Bewusstlosigkeit Lungen und Blut noch ausreichend viel Sauerstoff haben, um die lebenswichtigen Organe zu versorgen.
Das sollte man wissen,
meint Hans.