Deckung an der Küste
Verfasst: 02.12.2010, 21:02
Hallo,
aus der Deckung heraus zu fischen ist natürlich an der Küste nicht so einfach. Ich möchte dazu jedoch mal eine kleine Begebenheit berichten, welche mich zum Nachdenken angeregt hat. Ende Mai war ich für ein paar Tage zum Hornhechtangeln an der nördlichen Ostsee unterwegs. Das Wetter war gut und die Hornis wie es schien zahlreich vorhanden. Am Strand angekommen sah ich schon einige Spinnfischer weit draußen und bis zum Bauch im Wasser stehend ihre Ruten schwingen. Dieser Strandabschnitt läuft sehr seicht aus, so dass man bequem 30-40m hineinwaten kann. Die Spinnfischer mussten meist recht weit werfen um an ihren Fisch zu kommen. Die Bisse erfolgten meist auch weiter draußen. Demzufolge wählte ich auch erst einmal die Spinnrute, watete weit hinein und fing ebenfalls draußen meine Fische. Am nächsten Morgen traf ich dieselben Spinnfischer wieder, mit gleicher Taktik. Ich hatte jedoch dieses Mal meine Fliegenrute dabei. Etwas abseits der Anderen ging ich recht weit hinein und konnte auch wieder meine Hornis fangen. Bei einer Angelpause stellte ich fest, dass sich an meiner Angelstelle, dort wo ich noch vor einigen Minuten gestanden hatte, viele Fische an der Oberfläche zeigten. Bei den Spinnfischern lag die Aktivität bedeutend weiter draußen. Die Fische wurden von der Anwesenheit der Angler auf Abstand gehalten. Bei meiner weiteren Fischerei watete ich nicht so weit hinein, sondern blieb im trüben Spülsaum nahe des Ufers im knietiefen Wasser stehen. Die Folge war, dass sich die Hornis durch meine Anwesenheit in keinster Weise stören ließen und weiterhin an ihrem Platz blieben. Nun konnte ich mit deutlich kürzeren Würfen die Fische erreichen. Meine Schlussfolgerung daraus ist nun, dass nicht unbedingt die Silhouette über der Wasseroberfläche sondern ein Großteil der Scheuchwirkung durch die Beine verursacht wird. Bei meiner nächsten Mefo-Pirsch werde ich mir da jedenfalls etwas mehr Gedanken machen.
Hattet ihr schon mal ähnliche Beobachtungen gemacht?
TL, Mario
aus der Deckung heraus zu fischen ist natürlich an der Küste nicht so einfach. Ich möchte dazu jedoch mal eine kleine Begebenheit berichten, welche mich zum Nachdenken angeregt hat. Ende Mai war ich für ein paar Tage zum Hornhechtangeln an der nördlichen Ostsee unterwegs. Das Wetter war gut und die Hornis wie es schien zahlreich vorhanden. Am Strand angekommen sah ich schon einige Spinnfischer weit draußen und bis zum Bauch im Wasser stehend ihre Ruten schwingen. Dieser Strandabschnitt läuft sehr seicht aus, so dass man bequem 30-40m hineinwaten kann. Die Spinnfischer mussten meist recht weit werfen um an ihren Fisch zu kommen. Die Bisse erfolgten meist auch weiter draußen. Demzufolge wählte ich auch erst einmal die Spinnrute, watete weit hinein und fing ebenfalls draußen meine Fische. Am nächsten Morgen traf ich dieselben Spinnfischer wieder, mit gleicher Taktik. Ich hatte jedoch dieses Mal meine Fliegenrute dabei. Etwas abseits der Anderen ging ich recht weit hinein und konnte auch wieder meine Hornis fangen. Bei einer Angelpause stellte ich fest, dass sich an meiner Angelstelle, dort wo ich noch vor einigen Minuten gestanden hatte, viele Fische an der Oberfläche zeigten. Bei den Spinnfischern lag die Aktivität bedeutend weiter draußen. Die Fische wurden von der Anwesenheit der Angler auf Abstand gehalten. Bei meiner weiteren Fischerei watete ich nicht so weit hinein, sondern blieb im trüben Spülsaum nahe des Ufers im knietiefen Wasser stehen. Die Folge war, dass sich die Hornis durch meine Anwesenheit in keinster Weise stören ließen und weiterhin an ihrem Platz blieben. Nun konnte ich mit deutlich kürzeren Würfen die Fische erreichen. Meine Schlussfolgerung daraus ist nun, dass nicht unbedingt die Silhouette über der Wasseroberfläche sondern ein Großteil der Scheuchwirkung durch die Beine verursacht wird. Bei meiner nächsten Mefo-Pirsch werde ich mir da jedenfalls etwas mehr Gedanken machen.
Hattet ihr schon mal ähnliche Beobachtungen gemacht?
TL, Mario