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Welche Schnur zur Exori Reflex GF 7'6'' # 4/5 am kl. Bach

Verfasst: 11.01.2011, 20:31
von Trumpetsound
Hallo zusammen,

welche WF Schnur / kurze Keule würdet ihr mir für den grünen Tunnel zu oben genannter Rute empfehlen und vor allem jeweils in welcher Gewichtsklasse? (die fallen ja unterschiedlich aus.)

Und wie ist das mit Scheuchwirkung bei den kurzen Keulen? Gehen die auch gut mit Trockefliegen?

Folgendes habe ich bisher gefunden:

Guideline Presentation
Royal Wulff Ambush Triangle Taper
Imago stone2stone
Vision Target
Loop Opti Creek

Hat jemand Erfahrungen mit diese Rute und einer dieser Leinen?

Ich werfe noch nicht so versiert (1-2 Jahre ohne richtigen Kurs), aber davon will ich es nicht abhängig machen (bin ja anpassungsfähig).

Vielen Dank vorab für eure Tipps!

Gruß
Trumpetsound

Verfasst: 12.01.2011, 08:04
von Jan/OS
Moin Trumpet,
zur Reflex 4/5 kann ich nichts sagen, aber zur 4er.
Die Werfe ich entweder mit einer 4er DT, oder einer Standard-4erWF bzw. eher längere Keule und eher leichter, also DT-ähnlich.
Warum WF, zum Weitenschiessen? Dann mehr Aktionsweg und Geschwindigkeit schön über den Weg steigern. Langsamkeit, oder vielleicht besser "Ruhe" habe ich bei dieser Rute mal wieder zu schätzen gelernt.
Besonders zum Fischen(!) mit der Rute find ich DTs super.
Gruß, Jan

Verfasst: 12.01.2011, 14:12
von Trumpetsound
@ Jan:
Hallo Jan, ich dachte an kurze Keule, um die Wedelei zu minimieren,
bzw. wenn gar kein Rückschwung möglich ist, beim Rollwurf, etc. trotzdem
ein wenig Abstand zum Fisch halten zu können.

Gruß
Björn

Verfasst: 12.01.2011, 15:32
von Jan/OS
Moin Trumpet,
für Rollwürfe gehen doch Longbellys und DTs gerade gut, auch wenn es mal etwas weiter wech ist.
Gehen tut wohl Vieles, aber Spaß hab ich mit dieser ja doch weichen Glasrute mit den oben genannten Formen. Für mich ist eine etwa 4er DT da wunderbar. Etwa, da eine meiner 4er etwas schwerer (nicht gewogen) ist und eher am kleinen Bach eingesetzt wird um schnell aufzuladen. Die leichtere 4er dann für größere Entfernungen. Geht super. WFs nehm ich für die Rute mehr zum Probieren wie sich das Wurfgefühl ändert.
Jan

Verfasst: 12.01.2011, 15:57
von Chillipp
Hey Björn,

ich fische auch die 4er Reflex am kleinen Bach. Die Vegetation ist hier so ausgeprägt, dass "normal" werfen in den allermeisten Fällen unmöglich ist, daher verwende ich fast ausschließlich Rollwürfe. Damit die Rute sich auch bereits auf kurze Distanz schön auflädt, habe ich sie mit einer 5er DT-Schnur bestückt. Die Kombi finde ich optimal. Von daher würde ich Dir auf jeden Fall eine 5er Schnur empfehlen. Da Du meistens im Nahbereich fischen wirst, dürfte es egal sein ob DT oder WF, sofern WF mit normaler Keule. Mit der 4/5er Rute ist die WF #5 vielleicht sogar eher geeignet, da sich hier im vorderen Bereich mehr Gewicht befindet und die Rute somit schneller aufgeladen wird. Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht dass es sich viel gibt.
Allerdings würde ich Dir raten, entsprechend Deinem Einsatzzweck keine zu teure Schnur zu kaufen, da sie durch häufigen "Pflanzenkontakt" schnell verschleißt. Hier ein Vorteil von DT-Schnüren: Du kannst sie bei Bedarf wenden.

Viele Grüße,
Philipp

Verfasst: 12.01.2011, 16:16
von Svartdyrk
Servus Trumpet,
kannst Du Dich mit dem Gedanken anfreunden, am kleinen Bach auf kürzere bis mittlere Distanz eine DT Schnur zu fischen?
Diese (jetz mal egal von welchem Hersteller) hat sich im Test für die Testrute (Reflex-GF" 7'0", # 4) hier im Forum als Optimum erwiesen.
Da brauchst Dir keine Gedanken über die Länge der Keule, die Gewichtsverteilung und deren Scheuchwirkung auf die Fische zu machen.
Ich fische auch eine #4er Rute, zwar in 9' aber da kommt am Bach für mich nur eine DT Schnur in Frage. Da lässt sich dann auch auf sehr kurze Distanzen mit relativ langem Vorfach die Fliege perfekt präsentieren.
An welchem Hersteller Du Dich da jetzt orientierst, bleibt bei Dir :roll:
Ich hab verschiedene von Scientific Anglers und für mich kommt da nix anderes mehr auf die Rolle.
Wenn Du Dich da auf die schon von Dir genannten Marken beziehst liegst Du sicher nicht falsch!
Ob die jetz natürlich alle Ihren Leinen selber herstellen, ist auch wieder eine andere Geschichte.

In diesem Sinne
Grüßle und Petri
Svartdyrk :smt111

Verfasst: 12.01.2011, 20:38
von Trumpetsound
Hallo zusammen,
ich komme gerade von einem kurzen Trip zum Angelteich Vollmer im Kleinenztal zurück.
Dort hab ich die Reflex zum ersten Mal ausprobiert allerdings mit meiner bisherigen Cortland Fairplay Rocket Taper WF 6er.
Ich muss sagen, das ist ein feines Rütchen!
Selbst mit dieser überdimensionierten Schnur ging es echt gut
(eigentlich besser, als mit meiner teureren Redington Red.fly2 9'0'' #6)

Ist die Rute damit eigentlich schon "überladen"?

Das mit DT am Bach hab ich jetzt öfter gelesen, aber die genannten kurzen Keuelen sind doch (auch) extra
für diesen Einsatzbereich konzipiert, dachte ich?!?! Was geht denn nun besser?

Ich kann es eben leider nicht (und schon gar nicht unter Realbedingungen) testen bevor ich die Schnur kaufe.

Welche DT denn dann?

Ich bin verwirrt :cry:

Gruß
Björn

PS: Ach ja, das Rütchen fängt!
Ausbeute von 90 min war eine bunte Mischung:
1 Goldforelle, 1Regenbogen und 1 Bachforelle

Verfasst: 12.01.2011, 21:47
von Svartdyrk
Hey Björn,
fein, dass Dir die Rute passt. :daumen
Das mit der Abstimmung, welche Schnur zu welcher Rute passt wird hier immer wieder hinterfragt und diskutiert. Letztendlich ist Dein Wurfstil, Dein Wurfgefühl und Dein Empfinden das was der Rute am besten bekommt. Alles andere sind nur grobe Richtlinien.
Ob die Rute mit Deiner #6er Keule überladen ist, kann nur der Werfer einschätzen.
Kennst keinen in Deinem Umfeld, der leihweise eine #5er DT Schnur zum testen hat?
Das ist immer so eine Geschichte mit Empfehlungen. Ich hab auch mehrere Versuche gebraucht, bis ich die richtige Schnur für meine Bachrute hatte.
Kurze Keulen, lange Keulen, für jeden Fisch, für jedes Wasser, für jedes Wetter, bei jeder Jahreszeit... der Markt ist quasi grenzenlos wenn es darum geht, was alles genau für irgendwas konzipiert ist.
Wenn sich die Rute mit der #6er Keule gut wirft, dann behalt die #6er auf der Rolle und versuch bei Gelegenheit mal ne andere Schnur zum Vergleich. Messen, Hausmessen, Fliegenfischertreffen, Wurfdemos oder ähnliche Veranstaltungen sind eine gute Möglichkeit sowas zu testen.
:smt041
In diesem Sinne

Cheers & Fish On!
Svartdyrk :smt111

Verfasst: 12.01.2011, 23:34
von Chillipp
Hey Björn,

ich kann mich Svartdyrk nur anschliessen, die Schnurfrage kannst letztlich nur du selbst beantworten.
Allgemein formulieren lässt sich, dass wenn man im Nahbereich fischt, eine höhere Schnurklasse vorteilhaft sein kann, da sich die Rute damit auch schon auflädt, wenn nur wenig Schnur draußen ist. Für die Reflex trifft diese Aussage meiner Meinung nach zu. Unter Nahbereich verstehe ich eine Entfernung nicht über ca. 7m. Was nicht heißt, dass du mit einer Schnurklasse höher nicht auch weiter als "nah" werfen kannst...!
Auch lässt sich allgemein sagen, dass wenn die Keule einer WF einmal draußen ist, die Runningline keine gute Kraftübertragung leistet. Dann heißt es schießen lassen, was weniger delikate Präsentationen bedeutet, aber auch Fisch fängt...

Wirklich, es ist einfach eine Frage der Umstände und der eigenen Vorlieben. Wenn deine Rute mit der 6er Schnur gut arbeitet, warum behältst du sie dann nicht einfach drauf? Probier sie am Bach aus, dann merkst du ob du in der entsprechenden Situation damit klar kommst oder ob es doch eine andere Schnur, entsprechend der von dir dann festgestellten Defizite, sein soll.


Tight Lines,
Philipp