Bestandssituation der Groppen
Verfasst: 24.01.2011, 12:22
Hallo Kameraden,
für meine Frage muss ich etwas weiter ausholen, also.....
Ich wohne in einem Dorf, dass direkt am Bodensee liegt. Seit einigen Jahren tobt hier ein mächtiger Streit über eine geplante 750m lange Uferpromenade (heißt offiziell aber "Uferrenaturierung"). Vor allem streitet man über ein genau im betroffenen Abschnitt liegendes grosses Groppenhabitat, dass seit 2001, wegen des bedeutenden Groppenvorkommens FFH-Gebiet ist. Wie vielleicht viele von euch wissen, ist die Groppe (Koppe oder Mühlkoppe) nach Anhang II FFH europaweit "geschützt". Die Verfechter der Uferpromenade argumentieren unter anderem damit, dass die Groppe nach ihrer Vernichtung durch die Aufschüttung (das Habitat wird mit Kies bis zu Fussballgrösse überschüttet) sich dort alsbald wieder ansiedeln wird und -neuerdings- eben auch mit dem Argument, dass die Groppe allgemein nicht schutzwürdig sei, weil die einstmals dezimierten Bestände durch die allgemein verbesserte Wasserqualtät stark auf dem Vormarsch wären.
Da ich weiss, dass viele hier im Forum bei Hegemaßnahmen, Elektofischen in ihren Vereinen oder bei der Ausübung der Fischerei mit der Groppe zu tuen haben, möchte ich euch fragen, wie eure Erfahrungen mit diesem einzigartigen Fisch aussehen?? Ist er heute tatsächlich wieder häufiger anzutreffen wie vor 15 Jahren? Ist er in der Ausbreitung?
Oder ist es nicht eher so, dass sich seine Bestandssituation,ähnlich wie die der Bachforelle (mit der er sich ja eigentlich das Habitat teilt) zunehmend unter Druck gerät??
Für eure Erfahrungen im Vorraus vielen Dank.
Kläuschen
für meine Frage muss ich etwas weiter ausholen, also.....
Ich wohne in einem Dorf, dass direkt am Bodensee liegt. Seit einigen Jahren tobt hier ein mächtiger Streit über eine geplante 750m lange Uferpromenade (heißt offiziell aber "Uferrenaturierung"). Vor allem streitet man über ein genau im betroffenen Abschnitt liegendes grosses Groppenhabitat, dass seit 2001, wegen des bedeutenden Groppenvorkommens FFH-Gebiet ist. Wie vielleicht viele von euch wissen, ist die Groppe (Koppe oder Mühlkoppe) nach Anhang II FFH europaweit "geschützt". Die Verfechter der Uferpromenade argumentieren unter anderem damit, dass die Groppe nach ihrer Vernichtung durch die Aufschüttung (das Habitat wird mit Kies bis zu Fussballgrösse überschüttet) sich dort alsbald wieder ansiedeln wird und -neuerdings- eben auch mit dem Argument, dass die Groppe allgemein nicht schutzwürdig sei, weil die einstmals dezimierten Bestände durch die allgemein verbesserte Wasserqualtät stark auf dem Vormarsch wären.
Da ich weiss, dass viele hier im Forum bei Hegemaßnahmen, Elektofischen in ihren Vereinen oder bei der Ausübung der Fischerei mit der Groppe zu tuen haben, möchte ich euch fragen, wie eure Erfahrungen mit diesem einzigartigen Fisch aussehen?? Ist er heute tatsächlich wieder häufiger anzutreffen wie vor 15 Jahren? Ist er in der Ausbreitung?
Oder ist es nicht eher so, dass sich seine Bestandssituation,ähnlich wie die der Bachforelle (mit der er sich ja eigentlich das Habitat teilt) zunehmend unter Druck gerät??
Für eure Erfahrungen im Vorraus vielen Dank.
Kläuschen