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Winterfischen im See - welche Fliegen

Verfasst: 01.02.2011, 13:26
von gezz
Hallo zusammen,

am Wochenende war ich trotz der Kälte (-3°) an einem See, um vom Bellyboot aus auf Forellen zu fischen.

Ich habe an der Sinkschnur Bobbys und diverse Streamer versucht. Auf der Schwimmschnur Chiros in unterschiedlichen tiefen angeboten. Stationär, langsam gestript, schnell gestript. Der Erfolg war dennoch recht überschaubar.

Wie fischt ihr in solchen Situationen? Gibt es Mittel um die trägen Forellen zu animieren?

Würd mich freuen von Euren Erfahrungen zu hören.

Grüße
Alex

Verfasst: 01.02.2011, 15:40
von OLDBOY
hi,

mir fällt da spontan nur ein: gaanz tief runter, gaanz langsam strippen, zu den mustern kann ich wenig sagen, da ich bezüglich winterfischen in seen nur in canada erfahrungen sammeln konnte.
dort waren kleine whooly bugger und leeches in dunkelen gedeckten farben sehr erfolgreich!

scheinst ne warme wathose zu haben.... ;)

Verfasst: 01.02.2011, 16:03
von Nymph-Tom
Hallo,

ich kann meiner Vorredner nur zustimmen. Ich habe zwar nur Erfahrung mit Flüssen aber dort müssen die Fliegen extrem langsam geführt werden.

Hatte bisher auch nur Erfolg mit schwarzen leech Mustern.

Gruss,
Tom

Verfasst: 01.02.2011, 16:08
von gezz
Hallo,

scheint was dran zu sein. Wir haben unsere Fische auch auf einen Leech gefangen. Aber der See war stellenweise über 10m tief. Hätten sicher noch viel tiefer fischen müssen. (hier sind ein paar fotos: http://flybei.wordpress.com/2011/02/01/ ... alte-fuse/)

@oldboy: an denen beinen war es kein problem (lange unterhose, fleece hose, fleece strampler) die zehen waren aber nach ein paar stunden wie eiswürfel. leider ist mein füßling nicht so groß, dass ich bequem 2 dicke socken übereinander ziehen kann und immer noch genug luft zirkuliert.

Grüße
Alex

Verfasst: 01.02.2011, 16:35
von f.k.
Hallo Alex, ich habe nicht viel Erfahrung mit dem Winterfischen im See, allerdings war ich bis vor Kurzem für einige Monate in Irland und konnte dort an einigen Seen fischen. Die Seen waren zwar deutlich flacher als der von dir Beschriebene, aber vielleicht helfen meine Erfahrungen ja trotzdem. Als sehr gutes Muster stellte sich die "Diawl Bach" heraus, eine unbeschwerte Nymphe mit Pfauengraskörper. Diese habe ich meist fast statisch oder mit minimalen Strips, etwa 1-2 cm, angeboten. Eine 50er Regenbogenforelle war die Krönung! Auch Buzzer liefen gut!

Verfasst: 01.02.2011, 16:53
von gezz
Hallo Florian,

Buzzer habe ich auch probiert. Leider ohne Erfolg. Hatte aber auch schon Tage an dem es auf die schlanken Modelle sehr gut lief.

Grüße
Alex

Verfasst: 02.02.2011, 09:22
von Heinz
Hallo,

man kann es ganz weit unten auch mit Goldkopfnymphen versuchen.
Eine andere Möglichkeit ist ein San Juan Worm - den kann man auch
etwas weiter oben fischen. Und alles sehr langsam...

Grüsse
Heinz

Verfasst: 02.02.2011, 10:13
von brutzelcom
Hey,

beim letzten fischen an dem von Alex genannten See waren Blobs erfolgreich. Anbei ein Link auf eine Seite mit einer Abbildung. https://www.flyfishingpoint.net/#/eshop/163-blobs

Gruss

Michael

Verfasst: 02.02.2011, 11:41
von Maggov
Hi Alex,

Februar ist der einzige fischfreie Monat bei mir da ich kein gutes Barschwasser in meiner ecke kenne und alles andere Schonzeit hat.

Mag sein dass diese in Deinem Bundesland abweichen aber ich würde gerne an Deine Vernunft appellieren den Forellen die Zeit zu geben sich vom Laichstress zu erholen - von den rechtlichen Umständen mal ganz abgesehen.

Lg

Markus

Verfasst: 02.02.2011, 12:30
von gezz
Hallo Markus,

ich bin mir natürlich nicht 100%ig sicher, aber ich denke nicht, dass diese Besatzfische im See ablaichen. Zumindest hat der Pächter davon auf meine Frage im Dezember nichts erwähnt. Der See ist übrigens in Holland.

Ich lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren und nehme Deine Kritik an.

Viele Grüße
Alex

Verfasst: 02.02.2011, 15:59
von Maggov
gezz hat geschrieben:Hallo Markus,

ich bin mir natürlich nicht 100%ig sicher, aber ich denke nicht, dass diese Besatzfische im See ablaichen. Zumindest hat der Pächter davon auf meine Frage im Dezember nichts erwähnt. Der See ist übrigens in Holland.

Ich lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren und nehme Deine Kritik an.

Viele Grüße
Alex
Hi Alex,

ob der See in Holland, Südtirol, Österreich oder Deutschland ist spielt bzgl. der Laichzeiten nur insoweit eine Rolle als dass wir hier über ein paar Wochen hin oder her reden.

Dass Satzfische laichen können ist vielseitig belegt - ob der See geeignete Laichmöglichkeiten bietet enzieht sich meiner Kenntnis, genauso wie die holländische Gesetzgebung das Fischen zu diesen Zeiten sieht.

Mir ging es nicht darum Kritik zu üben oder Dich zu belehren sondern einen Aspekt zu vermitteln der in der Schonziet halt gerne übersehen wird: dass diese Zeit dazu da ist den Fischen die Möglichkeit zu geben uns danach in bester Kondition eine prima Fischerei zu vermitteln.

Selbst wenn die Fische nicht Laichen so ist der Winter für diese nicht die Zeit in der sie sich fett fressen sondern eher wo diese schon aufgrund der normalen Witterungsbedingungen unter Streß stehen.

LG

Markus

Verfasst: 02.02.2011, 16:19
von gezz
Hallo Markus,

vielen Dank für Deine Anregungen.

Ich werde mich beim Pächter noch einmal erkundigen, ob er genaueres zum etwaigen Laichgeschäft seiner Fische weiß.

Eine letzte Frage habe ich aber noch: inwiefern stehen Forellen in einem See (wenn sie denn nicht laichen) im Winter unter Stress? Habe hierrüber noch nie etwas gelesen.

Viele Grüße
Alex

Verfasst: 02.02.2011, 18:58
von Rattensack
gezz hat geschrieben:
Eine letzte Frage habe ich aber noch: inwiefern stehen Forellen in einem See (wenn sie denn nicht laichen) im Winter unter Stress? Habe hierrüber noch nie etwas gelesen.

Viele Grüße
Alex
Hallo Alex,

Fische stehen im Winter generell insofern "unter Stress", als sie kaum fressen und daher von ihren Fettreserven zehren.
V.a. für Jungfische - auch von Salmoniden - wird dies als Hauptgrund für eine erhöhte Mortalität im Winter diskutiert.

Im Frühjahr wird "das System" wieder hochgefahren, dabei gehen besonders viele Fische (ganz natürlicherweise) zu Grunde - wenn sie zu stark geschwächt aus dem Winter kommen. Man findet zu dieser Zeit viele Kadaver am Wasser.

Lg,
Clemens

Verfasst: 02.02.2011, 19:27
von gezz
Hallo Clemens,

danke für diese Infos.

Grüße
Alex

Verfasst: 02.02.2011, 21:42
von Rolf Renell
Hi Alex ,
kleine Muster , tief und langsam geführt wie von Kollegen genannt ist die Grunddevise - Abweichungen bei kurzzeitigen Temperaturschwankungen (Wasser/Luft) gut möglich.
Eine wichtige Komponente ist wie schon genannt die Tiefensituatiuon in Verbindung mit der Temperatur und vorallem der Wasserspeisung des Sees,evtl. unterirdische Quellen ,Zuläufe etc. wären in Erfahrung zu bringen ,
beste Grüsse,
Rolf