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Frage von Christian: die Universelle

Verfasst: 08.04.2011, 08:38
von Frank.
Liebe Leute,

die folgende Frage von unserem neuen Mitglied Christian habe ich mal hierher geschoben, damit sie auch gefunden wird (stand im Begrüßungsthread).

Euer Frank
luckyl hat geschrieben: Früher kannte man hier die sogenannte "Universelle", wohl ein Köcherfliegengruppenmuster als Trockenfliege gebunden. Die es früher zu kaufen gab und in der Ahr ungemein fängig war.

Hat irgendwer eine Bindeanleitung oder ein detailliertes Foto, damit ich diese Fliege nachbinden kann?

Wenn mir jemand weiterhelfen kann, setze ich mich gerne mit ihm/ihr in Verbindung. Kann allerdings eine Zeit dauern, da ich nicht oft am PC sitze, weil ich das jeden Tag beruflich tun muss.

Grüße und schöne Fische

Christian Laubner

Verfasst: 08.04.2011, 14:10
von Bernhard
Hallo Frank & Christian!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich eine Bindeanleitung in dem Buch "The complete book of the grayling" von Ron Broughton findet. Ich glaube, die Belgier verwenden die Universelle häufig und binden sie mit gedoppelten Flügelpaaren, also jeweils zwei zusammengeklebte Fahnenausschnitte auf jeder Seite.
Ich hab das Buch jetzt leider nicht bei der Hand, werd aber heute abend noch nachsehen und dann ggf. berichten.

Bernhard

Verfasst: 09.04.2011, 04:17
von Chiemsee_Binder
hmm
habe noch etwa 430 Fliegen aus "Opas" zeiten ...
wollte sie eigl demnächst mal auf Ebay verkaufen, weil ich ausschließlich mit eigens Gebundenen fischen möchte
wenn du mir allerdings ein photo oder ähnliches schickst, kann ich mal gucken ob die da dabei ist (die kann ich dir dann schicken und du kannst sie in ruhe nachbinden)

Gruss
Bernhard

Verfasst: 09.04.2011, 12:30
von Bernhard
Hallo!
Mein Gedächtnis hat sich nicht getäuscht. Hier die Bindeanweisung, wie sie Hugo Martel im Buch von Ron Broughton für die Universelle angibt:

Haken: #10-18
Bindeseide: braun
Schwanz: 2 Fansanstoßfibern
Körper: dubbed hare's ear
Rippung: gelbes Floss
Hechel: braun-rot, Hahn
Flügel: 2 Flügelpaare, Fasanhenne
ich zitiere zur Flügelbildung wörtlich: "Dressed with four wings in two pairs, each pair glued together at the base to aid tying in. The Belgian style is to place them on either side, with the points upwards."

Eine ähnliche Flügelbildetechnik wird auch im Borne-Fliege von 1933 für Trockenfliegen beschrieben. Ich hab sie aber selbst noch nicht ausprobiert. Bin schon froh, dass ich mittlerweile einfache Flügelpaare gut hinbekomme.

Hugo Martel schreibt weiters, dass es sich bei der Universelle um eine original belgische Fliege handelt, die eine Sedge imitieren soll, aber auch als general pattern zu verstehen ist. Beschrieben wird sie auch - wieder nach Martel - in Dr. Pequenots Buch "French Fishing Flies".

Ich hoffe, Euch weitergeholfen zu haben, werd die Fliege, sobald ich von meinen Jagafreunden eine Fasanhenne bekomme, nachbinden.


Bernhard

Verfasst: 12.04.2011, 10:20
von Bernhard
Ein kurzer Nachtrag, da es offensichtlich noch keinem aufgefallen ist: 2 Schwanzfäden bei einer Sedge ist leicht "irritierend". Pequenot soll auf diesen Fehler in seinem Buch hingewiesen haben.

Bernhard