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Die ganze Fliegenschnur in der Luft halten
Verfasst: 01.07.2011, 20:12
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 01.07.2011, 20:54
von gespliesste
Hallo Bernd,
interessantes Thema und sehr ansprechend gestartet.
Eine Anmerkung gleich vorab:
Dabei dürfen die Fliege und einige Zentimeter Vorfach durchaus in Vor- & Rückwurf den Boden touchieren.
Das ist beim Fischen natürlich sofort tödlich, da die Sache im wahrsten Sinne des Wortes einen Haken hat und selbst ein touchieren im Wasser ist bei der Wurflänge ein ungewollter Anker, der die Rute überlädt und den Wurf zusammenbrechen lässt.
Trotzdem ist die Fragestellung interessant, mich würde am Ende aber auch mal interessieren was man als maximal fischbare Distanz, also ohne touchieren und ggf. im Wasser stehend ableiten kann.
Also von meinem Gefühl würde ich auch 25m Wurfschnur als maximale Grenze sehen.
Einige der zitierten Protagonisten sind ja morgen beim Wurftreff, da können wir ja mal einen Test machen, was wir so aus dem Stand schaffen und hier die Ergebnisse posten. Ich denke ich schaffe vielleicht etwas mehr als 20m (immer von der Hand bis zum Ende der Wurfschnur), habe es aber selber lange nicht mehr wirklich gemessen.
LG,
Olaf
Verfasst: 01.07.2011, 22:36
von derflow
Warum 30 m Schnur in der Luft halten? - die Fliege fängt im Wasser und nicht in der Luft

(Es sei denn Ihr habts auf Fledermäuse abgesehen)
- Sorry - der mußte jetzt sein
Ne mal ehrlich - versuche ich X m Schnur in der Luft auf einer waagrechten Ebene zu führen ist das doch mehr als logisch, daß die Schwerkraft ihr Übriges tut und jeden Werfer ab einer bestimmten Länge wieder auf den Boden der Tatsachen (oder Wiese

) zurückholt. Folgt man den Gesetzen der Physik würde ich folgende Faktoren dafür verantwortlich machen wann bzw. ab welcher Länge die Flugschnur den Boden berührt:
1. Schnurgeschwindigtkeit - Massenträgheit
2. Aerodynamik - Luftwiderstand der Schnur
(hab ich was vergessen?)
Durch Tuning am Wurfarm (sowohl körperlich als auch geistig

), der Schnurschleuder(auch Rute genannt) oder der Schnur selbst halte ich es für durchaus möglich, daß jeder hier 30m und mehr Schnur in der Luft halten kann - ob das Gerät dann noch zum Fischen taugt lasse ich dahingestellt, wo sich die physikalischen Grenzen für einen Menschen in dieser Angelegenheit befinden weiss ich auch nicht - aber bestimmt nicht unter 30m
Um auf Bernds Ausgangsfrage zurückzukommen:
"Wieviel Schnur kann man eigentlich in der Luft halten"
Gegenfrage:
Wie schnell kann ein Tretauto fahren?
Verfasst: 01.07.2011, 22:41
von Bernd Ziesche
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Verfasst: 01.07.2011, 22:54
von Bernd Ziesche
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EWF
Verfasst: 01.07.2011, 23:00
von Royal Coachman
Hallo !
Rajeff hat auf der EWF seine Weitwürfe alle beim finalen Vorschwung durchs Gras gezogen. Ich bin extra nach hinten gegangen um mir das genau an zu sehen, da ich es zuerst nicht glauben wollte und deswegen bin und bleibe ich der Meinung, daß der ganze Weitwurfkäse hoffnungslos überbewertet wird, da völlig praxisfern.
RC
PS: Bernd, das Aufsetzen der Fliege hinten kann man bei Lefty Kreh nachlesen.
Verfasst: 01.07.2011, 23:01
von derflow
Naja - die Dichte der Schnur ist ja mal wieder ein Fall für die Massenträgheit.
Danke für den Tip mit Sexyloops.com - Das wird was für den nächsten Schonzeitkoller

Verfasst: 01.07.2011, 23:30
von Maggov
Hallo zusammen,
ich denke es gibt beim Fischen oft mehr Gründe die ein Halten der Schnur von diesen Längen riskant werden lassen - es gibt aber auch eine Technik genannt: Water Haul; die man z.B. vom Belly Boot aus ausführen kann und die ein gezieltes Aufsetzen der gestreckten Schnur nach hinten für eine optimale Rutenaufladung vorsieht (ähnlich wie das Ankern beim Switch).
Zu Lesen z.B. bei Lefty Kreh - mit netter Abbildung

...
Ich habe bei der EWF auch einige wirklich gute Werfer gesehen die allerdings bei derartigen Weitwürfen hinten nicht immer ohne Grundberührung ausgekommen sind.
Trotzdem immer wieder beeindruckend.
LG
Markus
Verfasst: 02.07.2011, 01:50
von gespliesste
Hallo,
Es ist ein Irrglaube, das ein Touchieren auf der Wasseroberfläche den Wurf zerstört.
Es verhält sich ähnlich wie mit Gift. Es ist immer eine Frage der Dosis.
beim Fischen kann man nach meiner Erfahrung das "touchieren" nicht in die Strategie mit einbeziehen und mit jeder Fliege die eine Gewisse Masse/Volumen mit sich bringt, ist die giftige Dosis im Extrembereich sehr schnell überschritten.
LG,
Olaf
Verfasst: 02.07.2011, 12:15
von Bernd Ziesche
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Hallo Bernd !
Verfasst: 02.07.2011, 12:34
von Royal Coachman
Hallo Bernd!
Das ist am Wasser ganz anders, da hier ein starker, kurzfristiger Bremseffekt einsetzt, der zu einer ruckartigen, zusätzlichen Aufladung der Rute führt, was meist in einem Wurfproblem in Richtung Tailing Loop mündet.
Die Wiese bremst gleichmäßig, das Wasser hält zurück und läßt dann los.
freundlichst
RC
Verfasst: 02.07.2011, 12:58
von Bernd Ziesche
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Unglaublich
Verfasst: 02.07.2011, 13:53
von Royal Coachman
Hallo Bernd !
Es ist einfach unglaublich, was hier für ein Schwachsinn als professionelles Werfen gezeigt wird. Ab Minute 5 könnte man das Ganze mit dem Untertitel "wie werfe ich den perfekten Tailing Loop" versehen.
Konstante Birnen, zusammenbrechende Würfe, der Tanz am Wasser, wahrscheinlich als Unterhaltungsprogramm für die dortigen Fische gedacht.
RC
Verfasst: 02.07.2011, 15:20
von piscator
Moin, der Profi sollte sich echt mal 'n paar Nachhilfestunden zukommen lassen. Auch die Wasserkontaktwürfe wässern wirklich

beeindruckend.
Bernd, wo haste das denn ausgebuddelt. Jürgen
Verfasst: 02.07.2011, 16:32
von Bernd Ziesche
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