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Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 07.11.2011, 13:48
von Rattensack
Hallo,
Man soll sich ja über Behinderte keinesfalls lustig machen, in dem Fall erlaub ich mir das ..
Unlängst in einem kleinen Gebirgsbach gefangen .. ein skurriler Kerl!
Brachte ein Buckellachs die Post zum Laichplatz?
Amüsiert,
Clemens
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 07.11.2011, 15:17
von Maggov
Hi Clemens,
könnte eine Deformation durch E-Befischung sein.
Für mich eher barschartig als ein Buckellachs - ich hoffe allerdings der Zwerg wird eher so groß wie Zweiterer
LG und Danke für das Bild
Markus
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 07.11.2011, 18:12
von Martin1976
Das verwächst sich, als Kind war ich auch noch klein und dick

Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 08.11.2011, 00:30
von Siegfried.
Hallo Clemens,
schon wieder die Chance deines Lebens verpasst. Statt dich zu amüsieren müsstest du patentieren (lassen).
Da hat doch eindeutig jemand einen perfekten Gen-Transfer geschaffen: Cyprinosalmo fariocarpo der Forellenkärpfling. Wächst im Gebirgsbach wie im Kraftwerkskanal oder Karpfenteich gleich gut und passt dank der Form schon nach einem halben Jahr nicht mehr durch einen Kormoranschlund. Ideal für Zucht und Angelfischerei und putzig aussehen tut er auch noch. Na ja, der Geschmack liegt zwar irgendwo zwischen Zuchtlachs und Karpfen im Juli, aber aussehen tuts wie Pangasiusfilet.
Das hätte der Verkaufsrenner werden können und du lässt den schwimmen.....wahrscheinlich macht jetzt J. Frederiksen das Geschäft.
Kopfschüttelnde Grüße
Seegfreed Clone
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 08:00
von Rattensack
Servus Markus,
stimmt, könnte gut eine Verkrümmung, hervorgerufen durch Elektrofischen, oder auch div. Infektionen sein.
Siegfried, Forellenkärpfling ist gut.
Wer sagt dass ich ihn schwimmen lassen hab?
LG,
Clemens
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 13:37
von Hardy
...übrigens, Forellen-Kärpfling (Chapalichthys encaustus JORDAN & SNYDER, 1900) gibt's schon.
©
www.goodeiden.de
Groetjes
Hardy
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 14:03
von Maggov
Rattensack hat geschrieben:Wer sagt dass ich ihn schwimmen lassen hab?
Hi Clemens,
ich hoffe Du bist von den 9cm satt geworden
LG
Markus
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 14:41
von Siegfried.
Hardy hat geschrieben:...übrigens, Forellen-Kärpfling (Chapalichthys encaustus JORDAN & SNYDER, 1900) gibt's schon.
©
www.goodeiden.de
Groetjes
Hardy
Hallo Hardy,
Danke für die Aufklärung.

Sehen sich doch aber ähnlich die Burschen, oder? Finde allerdings Clemens´Exemplar nocht etwas schöner.
Gruß
Siegfried
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 15:03
von Siegfried.
Rattensack hat geschrieben:Servus Markus,
stimmt, könnte gut eine Verkrümmung, hervorgerufen durch Elektrofischen, oder auch div. Infektionen sein.
Siegfried, Forellenkärpfling ist gut.
Wer sagt dass ich ihn schwimmen lassen hab?
LG,
Clemens
Ich denke, dass es sich in jeden Fall um eine Wirbelsäulenverkrümmung handeln wird. Besonders bei Äschen habe ich das früher schon ein paar Mal gesehen, auch bei erwachsenen Fischen. Es beruht dort aber wohl eher auf Pannen oder Schäden im Embryonalstadium. Ich denke, das wird es auch hier sein. An E-Fischen glaube ich nicht, da das Kerlchen/Mädchen doch noch sehr jung ist und je kleiner die sind, desto weniger reagieren sie auf das Stromfeld oder werden von dem beeinträchtigt.
Wenn du ein Gen-Patent bekommst, werden wir dann aber beteiligt Clemens, sonst gibt´s ne Klage wegen illegal beschafften Materials = Verstoß gegen Mindestmaße oder Nutzung von Embryonen nach deren Transformierung zum Baby (pfui!).
Siegfried
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 15:31
von Jürgen Gaul
Siegfried. hat geschrieben:
Ich denke, dass es sich in jeden Fall um eine Wirbelsäulenverkrümmung handeln wird. ... Es beruht dort aber wohl eher auf Pannen oder Schäden im Embryonalstadium. Ich denke, das wird es auch hier sein.
Hallo Siegfried,
Deine Vermutung kann ich bestätigen. Bei der Aufzucht unserer Bachforellensetzlinge in unserer Zuchtanlage stelle ich immer wieder fest, dass ein gewisser, sehr geringer Anteil, bereits im Stadium als fressfähige Brut derartige Wirbelsäulenverkrümmungen aufweist.
Viele Grüße
Jürgen
P.S. Ich will damit aber nicht sagen, dass durch die E-Fischerei nicht auch Schäden entstehen könnten.
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 16:46
von Maggov
Hallo zusammen,
eine Frage die sich mir aufdrängt: müsste bei E-Schäden nicht die Seitenlinie dem Krümmungsverlauf der WS folgen?
Mir ging es auch nicht darum irgendetwas zu kritisieren - mich hatte einfach eine Erklärung für die Deformation interessiert.
LG
Markus
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 09.11.2011, 17:29
von Siegfried.
Maggov hat geschrieben:Hallo zusammen,
eine Frage die sich mir aufdrängt: müsste bei E-Schäden nicht die Seitenlinie dem Krümmungsverlauf der WS folgen?
Markus
Hallo Markus,
das ist im Prinzip richtig, hinzu kommt, dass bei Brüchen der Wirbelsäule, zu denen es bei übertrieben hoch angesetzter Spannung und/oder zu hoher Frequenz von gehacktem Gleichstrom (in wenig leitfähigen = weichen Gewässern) sowie bei länger andauerndem direkten Körperkontakt mit der Anode kommen kann, auch meist zu seitlichem Versatz beim Zusammenwachsen kommt, die Fische also auch noch "geknickt" aussehen. Gegen E-Fischen als Ursache spricht aber v.a. auch die noch geringe Größe, denn die Einwirkung müsste ja mindetens noch 2 Monate zurück liegen. Wenn es da den Kleinen mit Bruch erwischt haben sollte, müsste es bei der Befischung unter den Großen Tote oder mindestens ein paar Betäubungsschäden gegeben haben, was jeden halbwegs erfahrenen E-Fischer zur sofortigen Änderung der Einstellungen veranlasst hätte. Persönlich fange ich und alle mir bekannten E-Fischer aber sowieso anders herum an, also mit der wahrscheinlich geringst wirksamen Spannung bei der gegebenen Gewässerleitfähigkeit. Erst wenn man merkt, dass die Wiksamkeit für kleine Fische und/oder Arten (wie Koppe, Schmerle etc.) nicht ausreicht, schaltet man vorsichtig höher.
Gruß Siegfried
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 10.11.2011, 11:00
von Maggov
Hi Siegfried,
vielen Dank für die sehr präzise und plausible Erklärung. Macht Sinn für mich.
LG
Markus
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 23.11.2011, 20:22
von rudi-gorff
10cm und keine Jugendflecken mehr, da sollte man um der Genetik Willen die stille Hoffnung hegen, das jenes Individium nicht an der nächsten Laichzeit teilnimmt; obwohl ja rein optisch ein putziges Kerlchen. Solche, sagen wir mal, körperlichen Ungenauigkeiten, sind reichlich regelmäßig bei allen Zuchtforellen zu beobachten, wie Unterkieferverkürzungen oder Mopsköpfigkeit als weitere Beispiele.
Gruß Rudersen
Re: Forelle meets Buckellachs
Verfasst: 23.11.2011, 23:20
von Siegfried.
Hallo Rudersen,
du hast zwar Recht mit Genetik und der Zucht, aber der kleine Busche hat doch nun ganz deutlich 8 zählbare Jugendbalken und unterscheidet sich so z.B. von parrs (die natürlich in seiner Heimat A eh nicht vorkommen können).
Brille Viel, Mann
Gruß
Gene Ethic