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Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 13:31
von Fliegenbinder
Hallo Gemeinde,

Als Anfänger stellt sich mir die Frage wie man eine Fliege richtig fettet. Wie macht ihr das?

Ich habe mir ein kleines Dösschen Entenbürzelfett gekauft. Das soll am besten sein um eine Fliege richtig schwimmfähig zu machen. Nur leider verkleben bei mir die Federn immer wenn ich die Fliege damit behandle.

Ich gehe folgendermaßen vor:

Ich tippe ganz leicht mit dem Zeigefinger in das Fett-Dösschen und nehme so ganz wenig Fett auf. Anschließend verteile ich das bisschen Fett zwischen Zeigefinger und Daumen. Dann nehme ich die noch trockene Fliege und lege die Flügel zwischen die beiden Finger um die Feder mit Fett zu benetzen. Leider verkleben dabei die Federn mehr oder weniger.

Wie macht man das mit dem Entenbürzelfett richtig?

Schreibt doch bitte mal wie das richtig gemacht wird.

Gruß Torsten

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 13:37
von Marco Reisen
Das soll am besten sein um eine Fliege richtig schwimmfähig zu machen
Ansichtssache
Ich schwöre auf Neve´r´Sink, das nun schon über 15 Jahre...
Ich tippe ganz leicht mit dem Zeigefinger in das Fett-Dösschen und nehme so ganz wenig Fett auf. Anschließend verteile ich das bisschen Fett zwischen Zeigefinger und Daumen.
Genau so wird es gemacht...
Dann nehme ich die noch trockene Fliege und lege die Flügel zwischen die beiden Finger um die Feder mit Fett zu benetzen. Leider verkleben dabei die Federn mehr oder weniger.
Welche Flügel meinst du genau ? Federsegmente oder CDC...
Wie macht man das mit dem Entenbürzelfett richtig?
So...
Ich tippe ganz leicht mit dem Zeigefinger in das Fett-Dösschen und nehme so ganz wenig Fett auf. Anschließend verteile ich das bisschen Fett zwischen Zeigefinger und Daumen.

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 15:03
von Siegfried.
Hallo Thorsten,
Marco Reisen hat geschrieben: Ich schwöre auf Neve´r´Sink, das nun schon über 15 Jahre...
:daumen
So...
Ich tippe ganz leicht mit dem Zeigefinger in das Fett-Dösschen und nehme so ganz wenig Fett auf. Anschließend verteile ich das bisschen Fett zwischen Zeigefinger und Daumen.
Was Marco nun vergessen hat: Nicht nerven lassen vom klebrigen Aussehen, sondern einmal auf Wasser damit und ein paar Leerwürfe, dann sieht es propper aus und schwimmt.

Light lines

Siegfried

P.S. Vorsicht mit dem Bürzelfett im Sommer und im Kofferraum, das hält es manchmal nicht im Döschen (weil flüssig) und macht dann hässliche Fettflecke auf die Weste. Meine damalige sah erst nach dreimaligem Waschen wieder "porentief rein und sauber" aus.

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 16:14
von Frank. F
Hallo Thorsten ,

ich nehme und das schon sehr lange ( Vorrat erlischt so langsam ) von Cortland " Permafloat " Ist eine flüssigkeit basierend auf Alkohol , Silicon und Wax.

Gruss & TL
Frank :smt041

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 17:24
von Harald aus LEV
Hallo Torsten,
ich verwende schon seit Jahren Gink oder Permafloat von Cortland.
Aber egal, alle genannten Mittelchen taugen.
Ich tupfe etwas davon auf den Zeigefinger. Lege Daumen und Zeigefinger zusammen, damit es sich verflüssigt.
Betupfe aber nur die Unterseite der Hechel und das Schwänzchen mit dem Fett. Also die Partien, mit denen sie auf dem Wasser schwimmen soll.
Dann sieht sie i.d.R. nicht zerknautscht aus und schwimmt trotzdem.

Gruß
Harald

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 17:43
von Frank.
- und was man bei dieser Thematik immer wieder betonen sollte: keinesfalls versehentlich - oder gar absichtlich - die Vorfachspitze mit einfetten!

Ich habe schon öfter gesehen, dass das gemacht wird, um die Schwimmfähigkeit noch weiter zu verbessern. Die Vorfachspitze soll aber untergehen, da sie sonst durch Schattenwurf und Irritationen an der Oberfläche beträchtliche Scheuchwirkung erzeugen kann.

Euer Frank

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 20:33
von Thotty
hoi @ all

à propos vorfach fetten:

geht mal nach köln auf nen fliegenfischer stammtisch und verkündet
dort doch mal lauthals, dass ihr eure butt section immer schön fettet...

da kommt dann gelächter vom nebentisch.. :badgrin:

grüße
Thotty

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 20:58
von Fliegenbinder
@Marco Reisen,

ich meinte die Federn hier: http://www.ebay.de/itm/150549301679?ssP ... 1497.l2648

Und die Hechelkränze meiner Fliegen
@all,

danke für die vielen Antworten. Dann mache ich scheinbar doch nix verkehrt.

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 23:33
von AlexX!!
hi Torsten,

Rebhuhn Hechel verwendet man i.d.R. als Beinchenimitation für Nymphen oder Nassfliegen.
als Trockenhechel taugen die nicht wirklich, da hilft das Fetten auch nicht wirklich was.

Grüße

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 09.05.2012, 23:58
von Fliegenbinder
Hallo AlexX,

Da habe ich mich vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt, ich meine die Flügelfedern mit denen ich diese Fliegen binde:

Bild


Bild

Gruß
Torsten

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 10.05.2012, 11:52
von Royal Coachman
Hallo!

Entschuldige, aber das ist keine Trockenfliege sondern eine wunderbar gebundene Naßfliege!


Nicht fetten, sondern im Film leicht versunken "bewegt" fischen, das bringt große Fische nach oben!

tight lines
RC

PS: vor dem Fischen ins Wasser tauchen und den Körper danach ausdrücken!

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 10.05.2012, 11:59
von Fliegenbinder
Ich bitte da um Nachsicht, bin noch neu auf dem Gebiet und arbeite mich gerade in die Materie ein. Bis jetzt habe ich diese Fliege immer so gut es ging "trocken" gehalten.

Aber Danke für das Lob.

Gruß
Torsten

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 10.05.2012, 12:13
von Royal Coachman
Hallo !

Wenn Du diese Fliege als Trockenfliege binden willst, so mußt Du eine steife, bräunliche Grizzlyhechel einbinden, ca (+-) in der Länge der Distanz zwischen Hakenspitze und Hakenschenkel. Diese Hecheln und den Schwanz kannst Du dann fetten, aber sonst nichts, weder Körper noch Flügel.

Wenn die Hecheln zu lang sind an der Unterseite, so brenn' diese mit einer Zigarette etwas ab, es entstehen kleine Knötchen, die von unten wie Füßchen aussehen, außerdem verbessert es die Wasserlage.

tight lines
RC

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 10.05.2012, 20:19
von henkiboy
Hallo Leuts,
habe lange Jahre ebenfalls Entenbürzelfett benutzt. Doch dann habe ich am Grunde der Vellach mal das "Clip on rheel" eines Kollegen mitsamt Arterienklemme und Neve'R'Sink gefunden. Natürlich habe ich das dan ausgetestet.
Seitdem benutze ich alleinig dieses geniale Schwimmpräparat und bin mehr als zufrieden.
@ Torsten: Ich muss mich da Gebhards Statement anschließen. Da hast Du dir einen Hybriden zwischen Trocken- und Nassfliege getüddelt. Entweder auf eine steife Hahnenhechel umsatteln (für trocken) oder die Flügel anders einbinden (schräg nach hinten ausgerichtet) für die Wetvariante. Dennoch: Meiner Meinung nach ein sauber und schön gebundenes Teil!

liebe Grüsse
Detlef

Re: Fliege richtig fetten

Verfasst: 10.05.2012, 21:10
von Fliegenbinder
@henkiboy,

na ja, ich habe halt das genommen was ich da hatte. Da ich noch mit dem Fliegenbinden und mit der ganzen Fliegenfischerei in den Kinderschuhen stecke, ist meine Auswahl an Bindematerial noch nicht so vielfältig.

Es freut mich aber ungemein wenn meine "Bindekünste" hier gelobt werden.

Das gibt mir den Mut ein paar weitere meiner "Hybrieden" und Fantasiefliegen hier abzulichten:

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So, das sind ein paar meiner selbst getüddelten Fliegen.
Ich weiß, das sind keine Fliegen die sich an eine Bauanleitung halten sondern frei nach Schnauze gebaut wurden. Aber ich glaube, mit denen könnte ich Erfolg haben.

Und es muß ja auch nicht immer alles streng nach Vorschrift gehen.

Für Tips bin ich natürlich immer dankbar.

Gruß
Torsten