Seite 1 von 2
gefährliche Angelstellen
Verfasst: 11.07.2013, 22:50
von Kanne
Liebe Forumsgemeinde,
mit großem Interesse habe ich den letzten, mittlerweile geschlossenen Thread gelesen. Nach meiner Meinung (ist natürlich nur meine) ist der Inhaber des Fischereirechtes verplichtet die Fischereiberechtigten (Erlaubnisscheininhaber) über Gefahren zu informiern oder besonders gefährliche Bereiche für die Angelei zu sperren.
Beste Grüße, Lutz
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 11.07.2013, 23:15
von CPE
Hallo Lutz,
Dann sollte der Inhaber des Fischereirechts aber auch bitte sorgfältigst auf sämtliche Gefahrenstellen schon auf dem Weg zur Fischereirechtsbezugsberechtigungsstelle (AKA: Gewässer) hinweisen:
http://www.bild.de/news/vermischtes/new ... .bild.html
Und wer warnt dann bitte vor der Nordsee? Die Möwe Jonathan?
Gruß, Norbert
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 11.07.2013, 23:38
von webwood
Nee, lieber Lutz,
das wäre doch ein Fass ohne Boden.
Jeglichen Leichtsinn oder Dummheit im Vorhinen zu erahnen kann doch kein Mensch.
Meine eigene Erfahrung als unerfahrener Nordseefischer in St. Peter Ording war, ich dachte mir bei Ebbe mal rauszulatschen und mit der Flut gemütlich Richtung Land zu wandern. Da war aber keine Wasserkante, wie ich mir das vorstellte. Die Nordsee kam einfach von unten durch den Sand und zwar ziemlich schnell. Das Ganze ging noch gut aus, doch hinterher war mir klar, das ich mich genauso deppert verhalten habe wie mach Touri bei uns in den Alpen. Jeglichen Unsinn vorherzusehen, kann nicht Sache des Fischereirecht-Inhabers sein.
Viele Grüße
Thomas
Re: AW: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 07:11
von Jirgel
Regulierungs Wahn bis zum Abwinken?
Aber ja ist ja eine Tugend der....
Wie gesagt Eigenverantwortlichkeit, Respekt und Achtung vor der persönlichen Freiheit sollte man schon haben. Wer denn Darwinarward will soll in auch bekommen dürfen.
lg jirgel
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 08:10
von Ralph Hertling
Moin,
juristisch könnte sich konkret der Fischereirechtsinhaber mit einem kurzen allgemeinen Warnhinweis vor dem Leben generell, im Allgemeinen und Besonderen frei halten, spaßeshalber.
Muss er aber nicht, ich weiß zwar nicht wo im BGB das geregelt ist, aber ich bin mir sehr sicher. Unsere Juristen hier könnten das vermutlich kurz und prägnant aus der Hüfte schießen.
TL
Ralph
Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 08:39
von Ossadnik
Guten Morgen zusammen,
ist mir quasi egal.
Seit ich angeln/fischen gehe (1977) bin ich unzählige Male ausgerutscht, gefallen, von einem Hund gebissen worden, habe einen Freund vor dem vermutlichen Ersaufen in der Möll gerettet etc. - nie war ein Warnschild zu sehen.
Ich bin Ende der 60er geboren und weiß noch von schwarzen Plastikscheiben auf denen Musik war und Coca Cola gabs in der Glasflasche an besonderen Festtagen so ein bis zwei mal im Jahr.
Wenn Steine naß und vermoost sind sind die glitschig - ich entscheide dann von Fall zu Fall, ohne vorherige Rücksprache mit einem Juristen, ob ich riskiere, diese potentiell gefährlichen Steine zu betreten oder nicht. Genauso halte ich es übrigens mit Böschungen, Baumwurzeln und Abhängen. Ich bin mir durchaus bewußt, daß ich fallen könnte... Aber wie der Franzose sagt: "So what?!"
Diese Entwicklung, speziell in den letzten 15-20 Jahren, daß vor allem gewarnt werden muß, das gefährlich ist/sein könnte, dient doch nur dem Schutz vor vollkommen aberwitzigen Schadenersatzforderung, oder etwa nicht?!?
Oder soll das ein Ersatz für gesunden Menschenverstand werden?
Gruß
Franz
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 10:30
von Werbe
Hallo
Kanne hat geschrieben: Nach meiner Meinung (ist natürlich nur meine) ist der Inhaber des Fischereirechtes verplichtet die Fischereiberechtigten (Erlaubnisscheininhaber) über Gefahren zu informiern oder besonders gefährliche Bereiche für die Angelei zu sperren.
Was in diesem Zusammenhang sträflich vernachlässigt wird, ist der Schongedanke. An einem meiner "Hausgewässer" sind die Fische, die in den gefährlichen Bereichen stehen, bodenlos leichtsinnig und beißen auf jede Teppichfluse einfach deshalb, weil sie dort keine hakenbewehrten Imitate vermuten. An den ungefährlichen, leicht zu erreichenden Stellen hingegen tippen sie sich mit der rechten Brustflosse an die Stirn, wenn ihnen wieder einmal eine der Fliegen, deren Bindeanleitungen sie auswendig kennen, vor die Nase gelegt wird.
Wenn nun das Betreten der gefährlichen Stellen verboten würde, könnte man die Besatzkosten drastisch reduzieren, weil der Fischbestand geschont wird.
Übrigens "trage ich mich" mit dem Gedanken, ähnlich einer vorherigen Publikation eine Publikation "Gefährliche Fliegenfischstellen in Deutschland" ( mit Extra Österreich und Schweiz) in Angriff zu nehmen. Ich bin dabei allerdings auf die Mitarbeit der Foristen angewiesen, weil ich unmöglich alle Stellen selber besuchen und fotografieren kann.
Außerdem ist aus gutinformierten Kreisen zu vernehmen, dass in der nächsten Legislaturperiode unsere Gesetzgebung amerikanischen Verhältnissen angepasst werden soll. Dort ist die Produkthaftung (Eine Angelberechtigung ist im weiteren Sinne auch ein Produkt.) ja weitaus fortschrittlicher als bei uns. (Und wenn die uns schon abhören, können wir auch deren Gesetze kopieren.)
Kurz: Die erwähnten Aspekte sind m.E. bisher noch völlig unzureichend bedacht worden und sollten dringend Eingang in die Diskussion finden.
Dennoch, abseits jeglichen Unernstes hat der Threadstarter nicht ganz Unrecht: Ich kenne einen Fischereiberechtigten, der das Angeln nur bis Sonnenuntergang gestattet, weil das Gewässer sehr schwierig zu bewaten ist und man sehen können muss, wohin man tritt. Und Heger schreibt maximal hüfthohe Wathosen an einigen Gewässern deshalb vor, damit die Fischer nicht tiefer in Wasser gehen, als sie "vertragen" können. M.a. Worten, man kann Gefahren auch auf diese Weise entschärfen, ohne in amerikanisch anmutende Auswüchse zu verfallen.
Gruß
Werner
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 10:49
von sedge111
Werbe hat geschrieben:Und Heger schreibt maximal hüfthohe Wathosen an einigen Gewässern deshalb vor, damit die Fischer nicht tiefer in Wasser gehen, als sie "vertragen" können. M.a. Worten, man kann Gefahren auch auf diese Weise entschärfen, ohne in amerikanisch anmutende Auswüchse zu verfallen.
Servus Werner,
und Du glaubst wirklich, dass der Rudi Heger seine "Hüftwathosenvorschrift" aus Fürsorglichkeitsgründen gegenüber seinen Kunden erlassen hat???
Grüße!
Tom
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 11:17
von Werbe
Hallo Tom
sedge111 hat geschrieben:
und Du glaubst wirklich, dass der Rudi Heger seine "Hüftwathosenvorschrift" aus Fürsorglichkeitsgründen gegenüber seinen Kunden erlassen hat???
Nein, aber um sich unnötigen Ärger vom Hals zu halten, der entsteht, wenn waghalsige "Flachlandtiroler" die Deutsche Traun hinuntertreiben.
Gruß
Werner
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 11:46
von Volker Furrer
Kanne hat geschrieben:Nach meiner Meinung (ist natürlich nur meine) ist der Inhaber des Fischereirechtes verplichtet die Fischereiberechtigten (Erlaubnisscheininhaber) über Gefahren zu informiern oder besonders gefährliche Bereiche für die Angelei zu sperren.
Es lebe:
- das Sommerloch und
- der Sonnenstich.
Soll der Inhaber der Fischereirechts jetzt täglich das Gewässer kontrollieren ob ein Stein lose oder oben nass, oder die Böschung zwischen Busch x657 und x678 vielleicht rutschig ist?
Sollen alle Steine im Gewässer, die glitschig sein könnten, in einer Karte eingetragen werden?
Wie wäre dann noch mit Warnungen vor allen Hecken die "Fliegenfresser" sind, und natürlich Ästen/Bäumen der Lieblingsbeschäftigung darin besteht Rutenspitzen zu brechen?
Sind wir jetzt im Kindergarten das man erwachsenen Menschen jeden Sch..... erklären und vorscheiben, bzw. sie vor sich selbst warnen muss?
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 11:51
von Frank.
Ist außer mir noch jemand auf die Idee verfallen, dass sich unser Sommerloch-Spezialist Lutz mit diesem Thread ein Späßeken gemacht hat?
Euer Frank
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 12:18
von Werbe
Hallo Frank
Frank. hat geschrieben:Ist außer mir noch jemand auf die Idee verfallen, dass sich unser Sommerloch-Spezialist Lutz mit diesem Thread ein Späßeken gemacht hat?
Euer Frank
Natürlich nicht, aber jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren.
Gruß
Werner
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 12:35
von Hardy
moin moin,
ich kipp' auch noch büschen Material ins Sommerloch.
Volker Furrer hat geschrieben:...
Sind wir jetzt im Kindergarten das man erwachsenen Menschen jeden Sch..... erklären und vorscheiben, bzw. sie vor sich selbst warnen muss?
Es geht weniger darum, hier als Erklärbär zu fungieren oder den Bademeister mit Trillerpfeife zu geben, mehr darum, sich als Grundeigentümer vor Schadenersatzforderungen zu schützen.
Als mitten in einer halbwegs natürlichen Umgebung Aufgewachsener sind mir Gefahren draußen sehr bewusst.
Wenn mir im Wald bei Sturm ein abgebrochener Ast auf's Haupt fällt, verbuche ich das unter eigener Dummheit.
Der durchschnittliche, sprich weitgehend denaturierte Mitteleuropäer verklagt hier sicher erstmal den nächsten greifbaren Förster, weil der ihn nicht davor gewarnt hat.
Und wer unsere Justiz kennt, sorgt daher lieber mit einem Warnhinweis vor, statt hinterher Zahlemann spielen zu müssen.
Klingt blöd, is' aber so.
Groejtes
Hardy
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 13:34
von Frank.
Werbe hat geschrieben:Natürlich nicht, aber jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren.
Pardon. Ich hätte wirklich schreiben müssen: Außer
Werner und mir ... Über deinen Vorschlag habe ich auch herzlich gelacht, lieber Werner!
Dein Frank
Re: gefährliche Angelstellen
Verfasst: 12.07.2013, 14:58
von Blauzahn
Hallo Frank,
Frank. hat geschrieben:Werbe hat geschrieben:Natürlich nicht, aber jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren.
Pardon. Ich hätte wirklich schreiben müssen: Außer
Werner und mir ... Über deinen Vorschlag habe ich auch herzlich gelacht, lieber Werner!
Dein Frank
du vergißt jene, welche garnicht geantwortet haben und...
es sich in anbetracht der Uhrzeit des Einganspost von Lutz - nur um einen Scherz handeln konnte

.
René