Knotenlos...
Verfasst: 22.04.2015, 08:21
Hallo zusammen,
des Bambusrutenbauers Leid sind wohl die Knoten... Nicht nur die undankbare Arbeit, die Knoten zu schleifen, pressen und begradigen...Nein!Auch ist der Knoten das schwächste Glied in der Kette. Hier ändert sich oftmals der Faserverlauf oder unterbricht gänzlich. Einige Gespließtenbauer sind da zwar anderer Meinung aber meine eigenen Erfahrungen zeigen, dass wenn ich einen Spleiß auf voller Länge biege, dieser dann zumeist am Knoten bricht.
Was also tun...
wir machen den Knoten einfach weg...dann stört das Teil auch nicht mehr..ist eh überflüssig wie ein Kropf!
Also säge ich nun jeden Knoten raus und bekomme meine einzelnen Rohre. Diese werden dann ganz normal in gleichgroße Spleiße geteilt. Noch ein Vorteil dieser Methode, die Ausbeute aus einem Rohr ist ungleich größer, da bei der "normalen" Methode ein Spleiß über die gesamte Länge des Rohres ohne Makel sein muss. Hier aber kann ich einzelne "Marks" und Insektenfrass befallene Spleiße entfernen.
Nun müssen die einzelnen Spleiße aber auch wieder verbunden werden.
Dafür hat mein lieber Tischler Roland einen sogenannten Splice-Block gebaut. Dieser hat einen flachen Winkel eingearbeitet bekommen, so dass ich die einzelnen Spleiße in einem 4° Winkel anschäften kann. Das wird mit allen Spleißen getan und bei den "Mittelstücken" dann auch auf beiden Seiten.
Durch die genaue Form, passen die Spleiße nun lückenlos gegeneinander und können verleimt werden.
Das Ergebnis... Ein knotenloser Spleiß der nahezu gerade ist und sich im Anschluss super verabreiten lässt.
Die "Schwachtstelle" Knoten ist beseitigt und unterbricht auch nicht die Optik der gesamten Rute.
Der Aufwand mag zunächst erstmal groß erscheinen. Hat man sich aber etwas eingearbeitet geht das Anschäften schnell von der Hand. Außerdem sind die Folgearbeiten leichter auszuführen. Noch ein Vorteil ist, dass ich die langen Spleiße ja auch immer im eigens dafür gebauten Temperofen "gebacken" habe. Nun kann ich die kurzen Spleiße fix in den Hausofen schieben und warten bis es lecker duftet.
Gruß Thomas
des Bambusrutenbauers Leid sind wohl die Knoten... Nicht nur die undankbare Arbeit, die Knoten zu schleifen, pressen und begradigen...Nein!Auch ist der Knoten das schwächste Glied in der Kette. Hier ändert sich oftmals der Faserverlauf oder unterbricht gänzlich. Einige Gespließtenbauer sind da zwar anderer Meinung aber meine eigenen Erfahrungen zeigen, dass wenn ich einen Spleiß auf voller Länge biege, dieser dann zumeist am Knoten bricht.
Was also tun...
wir machen den Knoten einfach weg...dann stört das Teil auch nicht mehr..ist eh überflüssig wie ein Kropf!
Also säge ich nun jeden Knoten raus und bekomme meine einzelnen Rohre. Diese werden dann ganz normal in gleichgroße Spleiße geteilt. Noch ein Vorteil dieser Methode, die Ausbeute aus einem Rohr ist ungleich größer, da bei der "normalen" Methode ein Spleiß über die gesamte Länge des Rohres ohne Makel sein muss. Hier aber kann ich einzelne "Marks" und Insektenfrass befallene Spleiße entfernen.
Nun müssen die einzelnen Spleiße aber auch wieder verbunden werden.
Dafür hat mein lieber Tischler Roland einen sogenannten Splice-Block gebaut. Dieser hat einen flachen Winkel eingearbeitet bekommen, so dass ich die einzelnen Spleiße in einem 4° Winkel anschäften kann. Das wird mit allen Spleißen getan und bei den "Mittelstücken" dann auch auf beiden Seiten.
Durch die genaue Form, passen die Spleiße nun lückenlos gegeneinander und können verleimt werden.
Das Ergebnis... Ein knotenloser Spleiß der nahezu gerade ist und sich im Anschluss super verabreiten lässt.
Die "Schwachtstelle" Knoten ist beseitigt und unterbricht auch nicht die Optik der gesamten Rute.
Der Aufwand mag zunächst erstmal groß erscheinen. Hat man sich aber etwas eingearbeitet geht das Anschäften schnell von der Hand. Außerdem sind die Folgearbeiten leichter auszuführen. Noch ein Vorteil ist, dass ich die langen Spleiße ja auch immer im eigens dafür gebauten Temperofen "gebacken" habe. Nun kann ich die kurzen Spleiße fix in den Hausofen schieben und warten bis es lecker duftet.
Gruß Thomas