Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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fliegenfeger
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Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo,

diese Diskussion sollten wir hier weiterführen und ich hoffe es ist für Reinhard o.k., dass ich das Thema hier einstelle.

Gruß
Armin
Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Was meinst du mit "diese Diskussion hier weiterführen"?

Deine Fragestellung entspricht nicht der meinigen, sondern ist ein anderes Thema.
Da kommen ja noch andere Dinge ins Spiel: Rutenführung, Doppelzug, Verteilung von Rutenarbeit - Schnurhand, ....
Bei meinem Thema möchte ich auf die verschiedenen Gewichte bei verschiedenen Dichten eingehen.
Das ist etwas anderes.
Daher viel Spaß mit deiner Diskusssion.

Reinhard
Dominikk85
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Dominikk85 »

Kannst doch trotzdem hier diskutieren, Hauptsache der Neuling wird nicht mit Theorie verwirrt:)

Dominik
Dominik
Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Hallo Dominik, an dieser Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen, weil:
Die gab es schon häufiger und bringt praktisch nichts, denn dabei gibt es viele Variablen.

Das die Fliegenrute durch sehr viel mehr als nur das Schnurgewicht belastet wird, kann man durch einen einfachen Test selber herausfinden:
Du hälst deine Rute waagerecht und hängst einfach ein Gewicht entsprechend deines Schnurgewichtes an die Spitze, zB. an deine 6er Rute 16gr entsprechend dem Gewicht eines Schusskopfes, der zur 6er passt.
Das ist die Belastung durch das Schnurgewicht und entspricht grob der 3,75° Auslenkung.
Beim Werfen deiner Schnur wirst du aber eine deutlich größere Auslenkung/Belastung deiner Rute erkennen.
Das hat dann was mit Bewegung, Beschleunigung, Arbeitswinkel der Rute, Länge des Doppelzuges, Geschwindigkeit des Doppelzuges, Luftwiderstand.....zu tun.

Viel Spaß dabei. :mrgreen:
Wie gesagt, das hat nichts mit meiner Fragestellung zu tun.

LG
Reinhard
Zuletzt geändert von Trockenfliege am 15.01.2020, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
fliegenfeger
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo Reinhard,

=D>
Toller Beitrag, da macht es richtig Spaß zu diskutieren.

Armin
Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Was soll das Armin?

Ich habe dir nur erklärt, warum ich nicht an dieser Diskussion teilnehmen möchte:
Da sie nichts mit meiner Fragestellung/Behauptung zu tun hat ( was du aber mit deinem Anfangposting suggerierst).

Dann gebe ich dir/den anderen zu DEINEM Thema schon mal ein paar Anhaltspunkte, bilde praktisch eine konstruktive Grundlage, worüber man sich Gedanken machen muss. Und nur, weil ich mich an einer weiteren Diskussion nicht beteiligen möchte, beschwerst du dich??

Es gibt hier auch noch 5000 andere Member, die sich hier äußern könnten.

Beschwerst du dich bei denen auch?

LG
Reinhard
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von fliegenfeger »

Hallo Reinhard,

ich werde es zukünftig vermeiden, aus DEINEN Fragen oder Behauptungen MEIN/EIN Thema zu machen.
Wenn ich was falsch gemacht habe: sorry

Gründe, warum sich von den 5000 Membern immer weniger äußern, versucht man ja in einem aktuellen Faden im allgemeinen Forum zu finden.

Gruß
Armin
Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Armin, wenn du meinen Thread in die passendere Kategorie verschieben wolltest, wäre das kein Problem gewesen.

Du hast aber mit deiner eigenen Überschrift praktisch eine völlig andere Frage aufs Tablett gebracht, die mit meinem Thema nur bedingt zu tun hat.

Meine Anregung bz. der Dichte ist nur ein kleiner Teilaspekt von dem Thema, das du mit deiner Überschrift eröffnet hast.

Also: alles ok :)

LG
Reinhard
Zuletzt geändert von Trockenfliege am 16.01.2020, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Achim Stahl »

Moin,

darf ich mal fragen, um welchen Ausgangsthread es geht, aus dem so eine wahnwitzige These abgeleitet wird? :-s

Viele Grüße!


Achim
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Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Upps, bei meinen Ausführungen habe ich das wichtigste ganz vergessen:

Das Gewicht der Schnur belastet die Fliegenrute beim Werfen natürlich NULL.

Denn die Gewichtskraft wirkt ausschliesslich senkrecht nach unten Richtung Erdmittelpunkt.......

LG
Reinhard
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Lars_L »

Trockenfliege hat geschrieben:...Das Gewicht der Schnur belastet die Fliegenrute beim Werfen natürlich NULL....
Ist das Haarspalterei bzgl. des Unterschiedes zwischen der Masse und der Gewichtskraft oder ist das ernst gemeint?
Gruß
Lars Linden
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Ich verstehe deine Frage nicht, Lars.
In der Überschrift steht "Schnurgewicht" und die physikalischen Eigenschaften von Gewicht sind meiner Kenntnis nach die, das die Gewichtskraft zum Erdmittelpunkt zeigt. Ok, meine letzte Physik-Schulstunde liegt 37 Jahre zurück.

Die stärkste Belastung erfährt die Rute während des Wurfes meiner Meinung nach durch die kinetische Energie, die ich durch meine Hände - Rutenhand/Schnurhand auf das System übertrage und die z.T. in der Schnur gespeichert wird.
Diese Kinetische Energie verringert sich während ihres Fluges unter anderem durch den Luftwiderstand und durch die Rutenbiegung, die durch die sich bewegende Schnur entsteht.( Außer man hat wie beim Casting die Rute soweit abgesenkt, dass sie eine Gerade mit der Schnur bildet, dann gibt es natürlich keine Rutenbiegung durch die Schnur)
Irgendwann kommt die Schnur dann zum Stillstand (wobei man in dem Augenblick schon mit dem Vorschwung begonnen haben sollte ) , die kinetische Energie ist vollständig verbraucht und der Wurf in entgegengesetzte läd die Schnur erneut mit kinetischer Energie auf.

Welche Rolle spielt dabei deiner Meinung nach das Gewicht oder die Masse der Fliegenschnur?

Bitte kläre mich auf, ich lerne gerne!

Trotzdem ist mir letztendlich, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, die Theorie nicht so wichtig, die Praxis zählt beim Werfen.
Wenn mir jemand erklären kann, mit welchen Veränderungen (Wurftechnik, Schnüre) ich meine Werferei verbessern kann, dann hilft mir das.
Aufgrund welcher physikalischen Variablen das alles passiert, ist mir im Detail wurscht.

lg
Reinhard
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Lars_L »

Trockenfliege hat geschrieben:Ich verstehe deine Frage nicht, Lars.
Umgangssprachlich verwendet man häufig den Begriff Gewicht, meint aber eigentlich die Masse. Wenn man es also ganz genau nimmt, hast Du (fast) Recht mit Deiner Aussage, wenn mit Gewicht aber die Masse gemeint ist, dann würde ich behaupten, daß Du falsch liegst.
In der Überschrift steht "Schnurgewicht" und die physikalischen Eigenschaften von Gewicht sind meiner Kenntnis nach die, das die Gewichtskraft zum Erdmittelpunkt zeigt. Ok, meine letzte Physik-Schulstunde liegt 37 Jahre zurück.
Dagegen sage ich auch nichts. Kraft ist immer das Produkt aus Masse und Beschleunigung, hier also Masse * Erdbeschleunigung (F = m*g). Die Erdbeschleunigung zeigt in Richtung Erdmittelpunkt.
Die stärkste Belastung erfährt die Rute während des Wurfes meiner Meinung nach durch die kinetische Energie, die ich durch meine Hände - Rutenhand/Schnurhand auf das System übertrage und die z.T. in der Schnur gespeichert wird. [...] Welche Rolle spielt dabei deiner Meinung nach das Gewicht oder die Masse der Fliegenschnur?
Um kinetische Energie zu erhalten muß die Schnur in Bewegung versetzt werden, man "beschleunigt" also die Schnur z.B. beim Vorwurf durch zunehmende Geschwindigkeit bis zum Stop. Die Beschleunigung ist jedoch nicht mehr Richtung Erdmittelpunkt sondern hoffentlich Richtung Fisch gerichtet :D .
Durch die Beschleunigung erfährt die Schnur eine Kraft (F = m*a), welche nach Newton (Actio = Reactio) durch die Rute übertragen wird. Somit ist die Belastung der Rute von der Masse der bewegten Schnur abhängig.
Du kannst es natürlich auch mit der kinetischen Energie begründen, auch hier steckt die Masse (umgangssprachlich das Schnurgewicht) in der Formel: E = 1/2 m *v*v.
Die Masse ist, um Deine Worte wieder aufzugreifen, der Speicher für die Energie die bei einer bestimmten Geschwindigkeit in der Schnur steckt.
Bitte kläre mich auf, ich lerne gerne!

Trotzdem ist mir letztendlich, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, die Theorie nicht so wichtig, die Praxis zählt beim Werfen.
Wenn mir jemand erklären kann, mit welchen Veränderungen (Wurftechnik, Schnüre) ich meine Werferei verbessern kann, dann hilft mir das.
Aufgrund welcher physikalischen Variablen das alles passiert, ist mir im Detail wurscht.
Mmh, ich finde Theorie und Praxis befruchten sich hervorragend gegenseitig. Durch theoretisches Verständnis ist man doch viel schneller in der Lage seine Würfe zu verbessern. Aber das ist vielleicht eine Typfrage. Wie Mel Krieger angeblich sagte: "Es gibt Poeten und Ingenieure".

Aber selbst wenn man das rein aus der Praxis und gänzlich ohne Physik betrachtet, erscheint es mir doch selbstverständlich, daß man mit einer 8er Schnur eine 5er Rute stärker belastet als mit einer 5er Schnur. Der Unterschied hier ist auch nur das Gewicht der Schnur auf den ersten 9,14m (sowas in dem Dreh!?)

Gruß
Lars


--- Edit ---
Ich seh' aber gerade, daß Dir das vermutlich eh klar war :lol: Und es hier eigentlich um ein ganz anderes Thema ging.
Gruß
Lars Linden
Trockenfliege
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Re: Belastung der Rute: Nur Schnurgewicht oder ???

Beitrag von Trockenfliege »

Lars hat geschrieben:
"Durch die Beschleunigung erfährt die Schnur eine Kraft (F = m*a), welche nach Newton (Actio = Reactio) durch die Rute übertragen wird. Somit ist die Belastung der Rute von der Masse der bewegten Schnur abhängig. "

Vielen Dank für die Formel und völlig richtig.
Ich habe aber nie gesagt, dass die Masse keine Rolle spielt, sondern dass sie variabel ist für eine Rute.

Es geht um die 2 Variablen Masse und Beschleunigung.
Aber die Beschleunigung wird bei der Vermesserei der Ruten durch die 3,75° Methode vernachlässigt , obwohl sie, meiner Meinung nach, einen sehr wichtigen Anteil hat!

Und darauf will ich ja auch im anderen thread die ganze Zeit hinaus!

Es geht um die Geschwindigkeit/Beschleunigung und wie weit die mögliche bzw. NÖTIGE Geschwindigkeit/Beschleunigung einen Bezug zur Dichte der Fliegenschnur hat.

Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die dichtere Sinkschnur nicht nur schneller beschleunigen kann, sondern auch MUSS, damit sie nicht zu stark absinkt. Und außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die schnellere Sinkschnur wg. ihres geringeren Durchmessers durch den Luftwiderstand weniger abgebremst wird und daher die Rute deutlich stärker vorspannt. ( Am Ende eines jeder Schwunges wird ja der letzte Rest der Energie in der Schnur dafür verbraucht)

Und wenn aber die Beschleunigung zunimmt, muss die Masse gleichzeitig abnehmen um die gleiche Kraft zu erreichen, die die max. /optimale Belastung meiner Rute bedingt - siehe die Formel.
Darum gehts mir.

Meine kräftige 6er ist mit ungefähr 300 Gramm gut belastet. Das ist ein fester Wert, unabhängig von der verwendeten Fliegenschnur.
Und da ich die lange Trockenschnur von 20m (> 20gr) in der Luft nicht so stark beschleunigen kann/muss, darf sie schwerer sein als die schwere Sinkschnur, die ich stärker beschleunigen kann/muss.
Und darum werfe ich deutlich leichtere Sinkschnurgewichte als Trockenschnurgewichte - wie schon geschrieben von ca. 15 gr beim Sinker bis zu über 20gr bei der langen Trockenen. Und der schwimmende 9m Schusskopf liegt bei 17gr.

LG
Reinhard
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