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Shakespeare Wonderod

Verfasst: 08.04.2020, 11:31
von Guzzifahrer
Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Gemeinschaft: Kennt hier jemand die Wonderod von Shakespeare?

Mein Vater hat mir eine solche geschenkt, ich würde gerne mal mit ihr angeln gehen. Leider habe ich keine Ahnung, für welche Schnurklasse sie ausgelegt ist.

Beschriftet ist sie nur folgend: Standard Taper, FY-A110. Die Länge beträgt 8'-6''.

Vielleicht weiß hier ja jemand etwas über diese Hohlglasrute bescheid, würde mich freuen.

Danke für eure Antworten,

Gruß
Marvin

Re: Shakespeare Wonderod

Verfasst: 08.04.2020, 12:07
von Achim Stahl
Hallo Marvin,

normalerweise sollte das bei der Wonderrod drauf stehen. Ich hab selbst eine in 7' 9":

Bild

Ansonsten einfach mal ne fünfer oder sechser Schnur drauf machen und ausprobieren.


Viele Grüße!

Achim

Re: Shakespeare Wonderod

Verfasst: 08.04.2020, 13:20
von Guzzifahrer
Hallo Achim,

leider fehlt der Aufdruck bei mir komplett. Hab sie gerade aber mal mit einer 6er Schnur geworfen, damit lädt sie sich kaum auf. Vermutlich ist meine Rute eher Klasse 7-8.

Gruß
Marvin

Re: Shakespeare Wonderod

Verfasst: 10.04.2020, 11:08
von Trockenfliege
Ich habe/ hatte ca. 7-8 Wonderrods.

Informationen zu den verschiedenen Rutenklassen, Jahrgängen, Aktionen ect. findet man auf einer sehr guten englischen Seite:

http://fiberglass-fly-rods.pbworks.com/ ... hakespeare

Die 8,6`lange Version gibt es sehr häufig, Klasse meistens mit 8 angegeben. Nach meiner Klassifizierung ( die Rute muss eine real nach AFFTA klassifizierte Schnur mit der max. Keulenlänge = DT beherschen) sind das aber eher 7er Ruten. D.h., dass sie bis ca. 20gr. Keulen gut händeln, also zb. eine echte 9er mit ca. 11-12m Keule.

Die Rute von Achim findet man sehr selten!

Es gibt unterschiedliche Aktionen und blankfarben: Neben dem häufigsten weiß gibt es noch schwarze und sandfarbene Ruten. Diese anderen Farben kenne (und habe) ich bisher nur in der 8,6´Länge mit ungefähr klasse 7. Ihre Aktionen sind etwas unterschiedlich, siehe den oberen link.

Für fast alle Wonderrods gilt: Ihre Aktionen, Dynamik, Schwingverhalten ect. sind nicht besonders nach meinem Geschmack. Die gleichalten Fenwicks oder Hardys gefallen mir da bedeutend besser. Aufgrund des verwendeten Materials und der Taper sind sie eher schwabbelig ( Nachschwingen der Spitzen) und haben natürlich eine mehr oder weniger tiefflexende Aktion.

Eine Ausnahme könnte Achims Rute sein. Ich habe/hatte auch mal eine in dieser Länge. Diese hatte eine deutliche Taperabstufung vom HT zum ST.
Das HT schön straff, die Spitze gleich oberhalb der Hülse war aber sichtbar schlanker, es gab einen deutlichen Aktionbruch von dem ST ins HT.
Diese Rute war extrem unharmonisch zu werfen, einfach nur furchtbar!

Daher habe ich das ST durch das ST einer 8,6er Rute ersetzt und alle Ringe neu gewickelt, den originalen Griff habe ich gelassen. Dadurch wurde sie natürlich kopflastiger, aber jetzt lässt sie sich ganz vernünftig werfen.

Ich benutze die Ruten hauptsächlich zum Hechtstreamern, ( meine fliegenfischereiliche Haupttätigkeit hier bei uns.)
In Verbindung mit einer eben so alten Marquis, Olympik, Shakespeare, Martin ect. - rolle.

LG
Reinhard

Re: Shakespeare Wonderod

Verfasst: 10.04.2020, 12:13
von Trockenfliege
Wie ihr im Link sehen könnt, stammt Achims Rute vom Anfang 70er und sollte als Besonderheit ohne Metalhülse sein!?
Da ich eine solche Rute noch nicht gesehen habe eine Bitte an Achim:

Könntest du bitte mal ein Bild der Verbindung einstellen und auch ihre Aktion beschreiben. Sie soll ein "Universaltaper " haben. Danke

LG
Reinhard