Hahaha,
Armin, setze noch einen drauf. Thema Bornholm war ja schon øfter "nebenan", hatte dazu mal was geschrieben da die Fangerfolge doch sehr unterschiedlich waren.
Unterschiedlich bei den FF aus dem LMF aber auch unterschiedlich zwischen den Gangs die sich zeitgleich dort rum trieben.
Ok das war schon vor Corona und in dem Fruehjahr gab es im April auch noch Bodenfrost.
Eine Gang bestehend aus 2 Sbiro Fischern, 1 Blechwerfer und 2 Fliegengenfischern schaffte es doch in einer Woche 4 Forellen zu fangen.
Etwa zeitgleich berichteten Forenmitglieder das es zu kalt fuer die Jahreszeit war, zu windig... das uebliche halt.
Nur befand sich da noch eine weitere Truppe bestehend aus 4x N, 1xDK, 1xS und die fischten nicht 6 Tage sondern nur 4 Tage und hatten am Ende ueber 120 ! Forellen ueberlistet.
Berichten zu folge ( Norw. Forum) hatte eine weitere Gang einen Schnitt von 3,8 Fische/Tag.
Videos gibt es dazu reichlich bei YT oder Vimeo. Kann ich auch zumindest von der ersten Truppe bestætigen da es sich dabei um meinen Nachbarn handelt der ebenso ab und an was zur Lachsfischerei verøffentlicht ( der Typ heisst Henrik Fredriksen
https://youtu.be/hdKmW08alPE oder
https://www.youtube.com/watch?v=YFCCvKZ0OTc&t=373s )
Nun war ich im Sept dort weil ich im Fruehjar nicht konnte. Platzwahl wie immer, Sorthat, Levka, Broens Odde, Sose Odde... also die bekannten Plætze.
Bis auf den Geheimtip am Hotel Fredensborg (den ich von einem Fliegenfischer hatte der von dort immer zu uns kommt ,zum Lachsfischen) traf ich zahlreiche Touristen und wie gewohnt war wieder das Wetter schuld, nur halt zu warm, hahaha.
Ich machs mal kurz- Fehleranalyse
Im April warfen die ihre Sbiros morgens zum Horizont aber auch damit kamen sie nicht an den Fisch. Durch die Kælte waren die weit draussen und kamen nur in den "warmen" Stunden , also nachnittags bis Dæmmerung, ins flache Wasser. Næmlich dorthin wo das Leben entsteht.
Man setzte auch zuviel auf Paddegrisen und grosse Happen Gr 1-2. Aber zwischen den Steinen suchen die Mefo zu dieser Zeit nach Gammarus und solchen Kleinkram. (Gr 6,8,10, 12)
Es kann natuerlich auch Jahre geben wo das Wasser im April schon 6-8 Grad hat, zu dieser Zeit waren es 2-4 Grad und die Fische waren nur in den warmen Stunden zur Futtersuche im Flachwasser.
Im Sept dagegen bei 16grad Wassertemperatur muss man frueh raus oder halt ins Dunkelwerden fischen.
Die jammernden FF kamen aber erst nach dem Fruehstueck so gegen 8 uhr. Auch wollten sie nicht gegen den Wind werfen und suchten sich zur Zeit wo die Badetemperatur herrscht auch noch die ruhige Seite aus. Meine Sandaale , auch Tobisfliegen genannt, wurden belæchelt. Wiedermal Polar Magnus und grosse Kaliber und noch mit Glitter und rosa - hætte vieleicht in der kalten Zeit was gebracht.
Fazit - man kann Fische weit draussen fangen oder vor den Fuessen, man kann auf grosse pinkfarbene und kleinste Kobberbassen oder Tobis fangen - aber wann ! ist entscheident.
Und da ich mich schon seit vielen Jahren auf Bornholm rum treibe, der Vorsitzenden eines Bornholmer Vereins immer mein Ratgeber war (so wie ich es hier fuer sie mache),
hat man da Erfahrungen sammeln kønnen die sich uebrigens genau mit dem decken was ich vor Ystad (S) oder hier erlebe.
Es gibt geringe regionale Unterschiede was die Beutetiere betrifft ( Salzgehalt, Wassertemperatur, jahreszeitliche Schwankungen) aber im Prinzip ist es wie ueberall, der Fisch ist dort wo das Futter ist, er frisst die regionale Kueche der Saison und er muss sich zeitweise den Bedingungen in Bezug auf Sauerstoffgehalt/Wassertemperatur anpassen was sein Wanderverhalten beeinflusst.
Wenn man sich einigermassen daran hælt fængt man ueberall, es sei denn es gibt gar nix zu fangen (ueberfischt oder klimaverændert)
Auf jedem Fall fængt man auf Bornholm auch im September!
Gruss Hendrik