Memories, Gewässer die es nicht mehr gibt
Verfasst: 08.01.2023, 20:26
Hallo Freunde!
Jeder hat schon tolle Gewässer befischt, die es einige Jahre später einfach nicht mehr gibt, verlandet, verrohrt, versaut, zumindest begradig oder sogar abgeleitet.
Ich möchte euch hier ein Gewässer vorstellen, das im großen Stausee im Kühtai in den 70iger Jahren aufgegangen ist.
FINSTERTALER SEEN
Die Finstertaler Seen lagen am Alpenhauptkamm auf 2.400 m Seehöhe, bis das Kraftwerk Kühtai gebaut wurde und sie im großen Stausee aufgegangen sind.
Kaiser Maximilian hat diese Seen um 1500 durch Mönche mit Saiblingen besetzen lassen, welche in Butten hinauf getragen wurden.
Diese Seen waren nur 2-3 Monate im Jahr eisfrei und die Saiblinge waren alle verkümmert, riesiger Kopf schlanker Körper bis allerhöchstens 16-24 cm.
Nachdem klar war, dass der Staudamm gebaut wird, hat die Tiroler Wasserkraft AG der Uni Innsbruck den See zur Untersuchung zur Verfügung gestellt und da der leitende Limnologe ein Jugendfreund von mir war, durfte ich zu den Untersuchungen mitfahren und natürlich auch fischen.
Die Saiblinge stürzten sich mit Gier auf die angebotenen Fliegen und nachdem ich um die 20 Stück gefangen hatte, die sollten in die Landesfischzucht gebracht werden, machte ich eine kurze Pause.
Da fiel mir ein großer Schatten auf der im Halbdunkel hin und wieder auftauchte.
Der See wurde selten befischt, denn man mußte ca 2 Stunden aufsteigen und das machen nun mal nicht alle gerne.
Ich suchte mir eine große Nymphe und wartete, dass der Schatten wieder erscheinen würde und nach ca 10 min setzte ich dem Schatten die große Nymphe vor.
Der Schatten fakelte nicht lange und ich kämpfte plötzlich mit einer 50iger Regenbogen.
Wo kam denn die her?
Nun wird in Tirol auf Forellen meist mit dem „Wipptaler“ gefischt, das ist ein Bleikopf auf den eine tote Ellritze aufgezogen wird, anscheinend hat jemand mit diesem System aber mit kleinen Rbs gefischt und die restlichen einfach im See entsorgt.
War eine schöne Überraschung, bei einem Netzzug fingen wir noch 3 große Regenbogen.
Übrigens haben die Saiblinge in der Landesfischzucht nach wenigen Tagen begonnen zu wachsen, bis auf 30 cm in 2 Jahren.
Diese Saiblinge konnten kein richtiges Skelett ausbilden, man briet sie einfach, das Skelett war gummiartig und konnte, ohne Kopf natürlich, mitgegessen werden.
tight lines
RC
Jeder hat schon tolle Gewässer befischt, die es einige Jahre später einfach nicht mehr gibt, verlandet, verrohrt, versaut, zumindest begradig oder sogar abgeleitet.
Ich möchte euch hier ein Gewässer vorstellen, das im großen Stausee im Kühtai in den 70iger Jahren aufgegangen ist.
FINSTERTALER SEEN
Die Finstertaler Seen lagen am Alpenhauptkamm auf 2.400 m Seehöhe, bis das Kraftwerk Kühtai gebaut wurde und sie im großen Stausee aufgegangen sind.
Kaiser Maximilian hat diese Seen um 1500 durch Mönche mit Saiblingen besetzen lassen, welche in Butten hinauf getragen wurden.
Diese Seen waren nur 2-3 Monate im Jahr eisfrei und die Saiblinge waren alle verkümmert, riesiger Kopf schlanker Körper bis allerhöchstens 16-24 cm.
Nachdem klar war, dass der Staudamm gebaut wird, hat die Tiroler Wasserkraft AG der Uni Innsbruck den See zur Untersuchung zur Verfügung gestellt und da der leitende Limnologe ein Jugendfreund von mir war, durfte ich zu den Untersuchungen mitfahren und natürlich auch fischen.
Die Saiblinge stürzten sich mit Gier auf die angebotenen Fliegen und nachdem ich um die 20 Stück gefangen hatte, die sollten in die Landesfischzucht gebracht werden, machte ich eine kurze Pause.
Da fiel mir ein großer Schatten auf der im Halbdunkel hin und wieder auftauchte.
Der See wurde selten befischt, denn man mußte ca 2 Stunden aufsteigen und das machen nun mal nicht alle gerne.
Ich suchte mir eine große Nymphe und wartete, dass der Schatten wieder erscheinen würde und nach ca 10 min setzte ich dem Schatten die große Nymphe vor.
Der Schatten fakelte nicht lange und ich kämpfte plötzlich mit einer 50iger Regenbogen.
Wo kam denn die her?
Nun wird in Tirol auf Forellen meist mit dem „Wipptaler“ gefischt, das ist ein Bleikopf auf den eine tote Ellritze aufgezogen wird, anscheinend hat jemand mit diesem System aber mit kleinen Rbs gefischt und die restlichen einfach im See entsorgt.
War eine schöne Überraschung, bei einem Netzzug fingen wir noch 3 große Regenbogen.
Übrigens haben die Saiblinge in der Landesfischzucht nach wenigen Tagen begonnen zu wachsen, bis auf 30 cm in 2 Jahren.
Diese Saiblinge konnten kein richtiges Skelett ausbilden, man briet sie einfach, das Skelett war gummiartig und konnte, ohne Kopf natürlich, mitgegessen werden.
tight lines
RC