Hallo,
zum 2012 im Fliegenfischer-Forum erschienen Artikel (Der Salmoniden-Besatz Patagoniens - Historie und Gegenwart. Ein Artikel von Heiko Schneider) / https://fliegenfischer-forum.de/historie.html - und hier zum Thema "Dammprojekt Rio Santa Cruz / Patagonien" - gibt es jetzt ein Update von Heiko Schneider:
"Dammprojekt Rio Santa Cruz / Patagonien
Ein Update zu dem vor 13 Jahren veröffentlichten Artikel:
„Der Salmoniden-Besatz Patagoniens
Historie und Gegenwart“ für das Fliegenfischer Forum
Ich berichtete damals vom geplanten Staudammprojekt betr. den Rio Santa Cruz im argentinischen Teil Patagoniens und dessen Rolle für den Lachsaufstieg.
Der Santa Cruz Fluß ist einer der letzten unberührten Gletscherflüsse Lateinamerikas. 400 Kilometer lang schlängelt er sich durch die Einsamkeit Patagoniens und ist noch immer Lebensader für Menschen und Tiere.
Stand Heute, Januar 2025
Seit November 2023 stehen die Arbeiten in den gesamten Sektoren des Projekts still.
Der Damm “La Barrancosa”, ist bis zu 42% fertiggestellt, der Damm „Cóndor Cliff zu 20%
Der Fluss selbst ist noch unverbaut und frei fließend in seinem natürlichen Gewässerbett.
Das geplante Projekt, Baubegin 2015, umfasste 2 Staustufen bestehend aus:
La Barrancosa und Cóndor Cliff mit einem Gesamtvolumen von 17.000.000 m3
Acht Turbinen mit einer Gesamtleistung von 2.800.000MW sollten eine effiziente Energiegewinnung garantiern.
Hauptaktionär mit 54% war (ist) ist die chinesiche Gezhouba Group Company und 36% übernahm „Eling Energía“ die kurz darauf vom statlichen Energieunternehmen „ENARSA“ Heute „Energía Argentina S.A.“ übernommen wurde.
Die Gründe
Die Pandemie und gewerkschaftlich motivierte Bauunterbrechungen trugen zu ersten Verzögerungen bei. Seismische Aktivitäten in der Region waren ein weiterer Hintergrund für den Bauaufschub. In erster Linie und letztendlich waren und sind es politische Änderungen, die für den Baustopp verantwortlich.
Nach dem der Staat Teileigner des Projekts wurde erhöhten sich auf Grund von Korruption der damaligen Kirchner Regierung, die Baukosten von einem Gesamtkostenvolumen der Summe X ausgegangen, um 150% innerhalb von drei Jahren.
Die Korruptionsvorwürfe zum Thema:
https://fsi-live.s3.us-west-1.amazonaws ... c_dams.pdf"
https://www.fliegenfischer-forum.de/fot ... neider.jpg
***
Dammprojekt Rio Santa Cruz / Patagonien. Ein Update zu „Der Salmoniden-Besatz Patagoniens - Historie und Gegenwart"
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Re: Dammprojekt Rio Santa Cruz / Patagonien. Ein Update zu „Der Salmoniden-Besatz Patagoniens - Historie und Gegenwart"
2016 war ich mit Heiko am Condor Cliff angeln.
Damals war das Arbeiterdorf, bzw. die Arbeiter Kleinstadt am gegenüberliegenden Ufer schon eingerichtet, Nachts war alles taghell beleuchtet.
Die urwüchsige Landschaft schien noch unberührt zu sein.
Wir mussten 90km auf einer einfachen Schotterpiste fahren, um dorthin zu gelangen. Außer einigen kleinen Farmen war alles nur Pampa.
Schon damals gab es im großen Umkreis riesige Plakatstellwände entlang der Straßen, auf denen gegen das Projekt demonstriert wurde. Vor allem die nötige vielen hundert Kilometerlangen Überlandleitungen wurden angeprangert, die durch die bisher wenig berührte Landschaft gebaut werden sollten, um den Strom zu den Abnehmern zu leiten.
Ein Stausee von gigantischen Außmassen würde entstehen, über 100km lang!!
Es ist daher schön zu lesen, dass das Projekt (vorerts?) gestoppt wurde.
Aber ob es so bleibt?
LG
Reinhard
Damals war das Arbeiterdorf, bzw. die Arbeiter Kleinstadt am gegenüberliegenden Ufer schon eingerichtet, Nachts war alles taghell beleuchtet.
Die urwüchsige Landschaft schien noch unberührt zu sein.
Wir mussten 90km auf einer einfachen Schotterpiste fahren, um dorthin zu gelangen. Außer einigen kleinen Farmen war alles nur Pampa.
Schon damals gab es im großen Umkreis riesige Plakatstellwände entlang der Straßen, auf denen gegen das Projekt demonstriert wurde. Vor allem die nötige vielen hundert Kilometerlangen Überlandleitungen wurden angeprangert, die durch die bisher wenig berührte Landschaft gebaut werden sollten, um den Strom zu den Abnehmern zu leiten.
Ein Stausee von gigantischen Außmassen würde entstehen, über 100km lang!!
Es ist daher schön zu lesen, dass das Projekt (vorerts?) gestoppt wurde.
Aber ob es so bleibt?
LG
Reinhard






