Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

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Michael St.
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Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Michael St. »

Moin zusammen!

​Nachdem es hier schreiberisch meinerseits eine ganze Weile ruhig war, melde ich mich pünktlich zur „sauren Gurkenzeit“ einfach mal wieder zu Wort. Draußen ist es grau, die Forellen haben ihre Ruhe und wir sitzen wahrscheinlich alle am Bindestock oder sortieren zum zehnten Mal unsere Fliegendosen. Oder pflegen ihre Klamotten und freuen sich aufs neue Fischereijahr.

​Ich habe die Tage genutzt, um mal wieder tief in den Rutenwald einzutauchen und dabei zwei Schätze in der Hand gehalten, die mich daran erinnert haben, dass „neu“ nicht immer zwangsläufig „besser“ bedeutet.
​Dieser Beitrag soll einfach nur unterhalten und vieleicht kann dee Ein oder Andere, Ähnliches berichten...

​Erinnert ihr euch noch an die Ruten, die man früher im Katalog mit feuchten Augen angestarrt hat? Bei mir war das die Daiwa Hexagon Whisker (8'5" #5/6). Vor vier Jahren habe ich mir diesen Traum endlich erfüllt. Ich weiß noch genau, wie ich für dieses gute Stück extra bis nach Ostwestfalen gegurkt bin, um sie persönlich abzuholen. Ein Kindheitstraum einfach...

​Was soll ich sagen? Die Rute hat einfach Seele. In einer Zeit, in der viele Blanks fast schon klinisch und steril wirken, versprüht die Hexagon einen Charakter, den man heute oft sucht. Und das Beste: Sie muss sich absolut nicht verstecken. Die Performance ist auch nach modernen Maßstäben noch beeindruckend – sie fischt sich nicht wie ein „Museumsstück“, sondern wie ein echtes, noch immer, gut brauchbares Gerät mit einer ganz eigenen Ausstrahlung.

​Und dann gab es da noch diesen „Ups-Moment“. Ganz hinten im Schrank stand sie: Meine alte Guideline LeCie (9' #6 fast) mit dem markanten Ergogriff.

​Ich gebe offen zu: Damals hat mich der Griff erst einmal ein bisschen verschreckt, er ist ja doch sehr eigenwillig. Aber beim Probewerfen "trocken" kam die Erkenntnis: Das Ding ist nach wie vor genial performant. Es ist eigentlich jammerschade, dass dieser Griff – oder zumindest die Option darauf – komplett vom Markt verschwunden ist. Wenn man sich einmal darauf einlässt, merkt man erst, wie viel Ergonomie und Idee da eigentlich drinsteckt und wie viel Freude diese Rute immer noch macht.

​Wie sieht’s bei euch aus?
Habt ihr in der Schonzeit auch eure „alten Schätze“ wiederentdeckt, die eigentlich viel zu schade für das Dasein im Schrank sind? Welche Rute darf bei euch niemals ausziehen, egal wie viele High-End-Modelle noch auf den Markt kommen?

​Tight Lines (bei wem es geht) und beste Grüße,
​Michael

(Anmerkung an die Admins - wenn das besser in einem anderen Bereich aufgehoben ist, verschiebt es gerne 😃)
Zitat: "Sch.... auf Keule!"
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MahiMahi
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von MahiMahi »

Hi Michael,

nicht nur bei dir ist es so auch in meinem Rutenarsenal lauern noch Schätze aus vergangener Zeit.
Niemals würde ich meine Sage LL '8,5 #5 und eine SLT '8,5 '4 hergeben denn was ist besser für mich?
Da gibt es noch eine Glasrute von Bavaria Flys aus den 70ern. Auch diese Rute wird bei mir in Pension gehen wenn es soweit ist.
Da gab es mal eine Rutenserie von R. P. Silberhorn von der ich zwei Modelle mein eigen nennen darf.
Von gespliessten Ruten reden wir erst gar nicht.

LG
Harry
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Thomas E.
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Thomas E. »

Moin,

die Daiwa Hexagon Whisker kenne ich auch noch, die hatte ein Freund. Sehr angenehme Aktion !

@ Harry
Den R. P. Silberhorn habe ich immer mit RST Ruten gesehen, mag die M3 gewesen sein.
Dazu grundsätzlich eine DT line.

Ich habe noch eine RST aus der Superior Serie, die Blanks wurden aus Japan eingekauft.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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MahiMahi
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von MahiMahi »

Hallo Thomas,

der R. P. Silberhorn war bei RST Wurflehrer und hatte sicher die eine oder andere M3 oder M5 in der Hand bei den Demos.
Die Ruten die er unter seinem Namen vertrieben hat waren Blanks aus den USA.
2-teilig, 4-teilig und 6-teilige in 8,5'.
Ich kannte die Zeit damals sehr gut und war öfters vor Ort.

LG
Harry
Trockenfliege
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Trockenfliege »

Interessant, das Silberhorn seine Blanks aus den USA bezogen haben soll. Welche Firma?
Ich bin von RST Blanks ausgegangen, zumal es zur damaligen Zeit entsprechende Modelle von RST gab, zB. die 6-teiligen M1 Ruten.
( Sorry für OT)

LG
Reinhard
Trockenfliege
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Trockenfliege »

Was die Lieblinge angeht habe ich so einige.
Die 7,5´ # 5 Fenwick HMG war meine 2. Fliegenrute und mein 3. oder 4. Eigenbau. Anno ca. 1982.
Würde ich häufiger an entsprechenden Gewässern fischen, käme sie öfters mal zum Einsatz. Von der Aktion her und ihrer Rückstellung ist sie absolut modern für eine gefühlvolle Rute. Allerdings sollte man sie als 4er betrachten, dann macht sie noch mehr Spaß.

Die 7er Sage RPL hat sehr viele Stunden mit mir verbringen dürfen, als Allroundrute am Neckar, in manchen Urlauben. Sie fing u.a. Mefos in Irland, Steelhead am North Umpqua. Am Neckar hat sie von Döbeln über Rapfen, Zander, Hechte auch Mefos gefangen. Unter modernen Aspekten könnte man sie auch als 6er bezeichnen. Bei einem nächtlichen Gang auf Zander blieb der Streamer in einem so unglücklichen Moment des Vorwurfs in einem Strauch hängen, das das 2. oberste Teile mit einem lauten Knall brach. Sie ist inzwischen repariert und könnte noch gut fischen, hat aber so viele Nachfolger gefunden, daß sie nicht mehr zum Einsatz kam.

LG
Reinhard
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Thomas E.
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Thomas E. »

Moin,

HMG ist auch legendär.
Leider konnte ich die nie ausprobieren, nur eine günstigere Eagle und die war schon sehr gut.

Nicht neu entdeckt, aber immer noch mit Freude im Gebrauch sind mehrere Sage RPL Ruten.
Darum habe ich keinen Bedarf an Neukauf, auch wenn ich aktuelle Produkte sehr gern ausprobiere.
Gruß
Thomas Ellerbrock
Fliifi-Sepp
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Re: Lebenszeichen aus der Tackle-Kammer: Von Kindheitsträumen und vergessenen Schätzen...

Ungelesener Beitrag von Fliifi-Sepp »

Bei mir kommen die alten Sage immer noch sehr regelmäßig zum Einsatz:

"Alte" LL 3-teilig Klasse 5 (in Wahrheit #4)
SL 9 ft. 2-teilig Klasse 6
RPL+ 9 ft. 4-teilig Klasse 6 (in Wahrheit #7)

Nicht aus Nostalgie, sondern weil ich für meine persönlichen Anwendungsbereiche, für die ich sie einsetze noch keine wirklich besseren Ruten gefunden habe.

LG Sepp
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