Neu aus Südwestfalen
Verfasst: 03.06.2026, 17:39
Hallo in die Forums-Runde, als neu registriertes Mitglied,
danke zunächst an die Verantwortlichen für die Aufnahme.
Ich heiße Tobias, bin 63, im Sauerland ansässig und begeisterter Flugangler und Fliegenbinder.
„Flugangler“ formuliere ich, weil „Fliegenfischer“ mehrdeutig ist, indem es auch „Fischen mit Fliegen“ bedeuten kann. Welches für sich genommen nur etwas aussagt über die verwendeten Köder, aber nicht über die Technik, mit der diese an den Fisch transportiert werden.
Das kann z.B. auch per Monofilschnur geschehen, und so habe ich es bereits ab Mitte der 1970er Jahre mit Spinnrute in einem hiesigen Bach praktiziert, als mein Vater und ich von Flugangelei –also Angeln mit einer das Wurfgewicht bereitstellenden Fliegenschnur– noch keine nennenswerten Kenntnisse hatten und die Bewuchssituation an jenem Bach sich auch alles andere als dafür geeignet hätte. Aber uns hatte sehr gestört, dass praktisch alle Angler um uns herum mit Naturködern angelten (vor allem Würmern) und dass dann die Rücksetzungspflicht für untermaßige Fische faktisch meist ins Leere läuft, indem die Köder (weil schmackhaft) geschluckt werden und meist nicht ohne rücksetzungsvereitelnde Verletzung des Fisches entfernbar sind. Damals war für uns das Angeln mit Fliegen eine willkommene, den Einsatz von Spinnern u.ä. ergänzende Entdeckung zur Beendigung der beschriebenen Problematik.
Wo es die Struktur eines Gewässers und vor allem dessen Bewuchs nicht sinnvoll hergibt, lasse ich also die Fliegenrute beiseite und nehme die sog. Spinnrute zur Hand (am liebsten eine Téléréglable-Teleskoprute, weil sie nützlicherweise längenverstellbar ist), an deren Schnur dann u.a. Fliegen, Nymphen u. Streamer geführt werden. Denn Flugangeln soll ja nicht „pain in the ass“ sein, weil man dauernd mit den hierfür mangelnden Platzverhältnissen an einem bestimmten Wasser kämpfen muss. Zwar kann man Platzprobleme entschärfen, indem man nicht nur sehr kurze Fliegenruten verwendet, sondern auch das nötige Wurfgewicht schon mit sehr kurzer „Keule“ bereitstellt; durch Verwendung von 10- oder 12ft-Tips, die als Schusskopf an einer running line fungieren. Allerdings verbleiben reichlich Bäche, die auch mit solchen Kniffen zu eng fürs Flugangeln sind.
Wo immer möglich, ziehe ich aber Letzteres vor, teils auch gern mit Speycasting, bei dem ich mich mitunter zusammennehmen muss, den unvermeidlichen „Wurf-Ehrgeiz“ —ohne Rückraum möglichst weit, idealerweise ans 20m entfernte andere Ufer— nicht die eigentliche Angelfreude etwas „überwuchern“ zu lassen. Ihr kennt das sicher, wenn einen der technische Ehrgeiz packt...
Über Jahre hinweg habe ich immer wieder mal hier mitgelesen, mitunter auch einen Reiz verspürt, selbst teilzunehmen; wobei es aber bisher blieb.
Nunmehr wird es also wohl hier und da mal einen Post oder auch Thread von mir geben.
TL und beste Grüße aus Südwestfalen
Tobias
danke zunächst an die Verantwortlichen für die Aufnahme.
Ich heiße Tobias, bin 63, im Sauerland ansässig und begeisterter Flugangler und Fliegenbinder.
„Flugangler“ formuliere ich, weil „Fliegenfischer“ mehrdeutig ist, indem es auch „Fischen mit Fliegen“ bedeuten kann. Welches für sich genommen nur etwas aussagt über die verwendeten Köder, aber nicht über die Technik, mit der diese an den Fisch transportiert werden.
Das kann z.B. auch per Monofilschnur geschehen, und so habe ich es bereits ab Mitte der 1970er Jahre mit Spinnrute in einem hiesigen Bach praktiziert, als mein Vater und ich von Flugangelei –also Angeln mit einer das Wurfgewicht bereitstellenden Fliegenschnur– noch keine nennenswerten Kenntnisse hatten und die Bewuchssituation an jenem Bach sich auch alles andere als dafür geeignet hätte. Aber uns hatte sehr gestört, dass praktisch alle Angler um uns herum mit Naturködern angelten (vor allem Würmern) und dass dann die Rücksetzungspflicht für untermaßige Fische faktisch meist ins Leere läuft, indem die Köder (weil schmackhaft) geschluckt werden und meist nicht ohne rücksetzungsvereitelnde Verletzung des Fisches entfernbar sind. Damals war für uns das Angeln mit Fliegen eine willkommene, den Einsatz von Spinnern u.ä. ergänzende Entdeckung zur Beendigung der beschriebenen Problematik.
Wo es die Struktur eines Gewässers und vor allem dessen Bewuchs nicht sinnvoll hergibt, lasse ich also die Fliegenrute beiseite und nehme die sog. Spinnrute zur Hand (am liebsten eine Téléréglable-Teleskoprute, weil sie nützlicherweise längenverstellbar ist), an deren Schnur dann u.a. Fliegen, Nymphen u. Streamer geführt werden. Denn Flugangeln soll ja nicht „pain in the ass“ sein, weil man dauernd mit den hierfür mangelnden Platzverhältnissen an einem bestimmten Wasser kämpfen muss. Zwar kann man Platzprobleme entschärfen, indem man nicht nur sehr kurze Fliegenruten verwendet, sondern auch das nötige Wurfgewicht schon mit sehr kurzer „Keule“ bereitstellt; durch Verwendung von 10- oder 12ft-Tips, die als Schusskopf an einer running line fungieren. Allerdings verbleiben reichlich Bäche, die auch mit solchen Kniffen zu eng fürs Flugangeln sind.
Wo immer möglich, ziehe ich aber Letzteres vor, teils auch gern mit Speycasting, bei dem ich mich mitunter zusammennehmen muss, den unvermeidlichen „Wurf-Ehrgeiz“ —ohne Rückraum möglichst weit, idealerweise ans 20m entfernte andere Ufer— nicht die eigentliche Angelfreude etwas „überwuchern“ zu lassen. Ihr kennt das sicher, wenn einen der technische Ehrgeiz packt...
Über Jahre hinweg habe ich immer wieder mal hier mitgelesen, mitunter auch einen Reiz verspürt, selbst teilzunehmen; wobei es aber bisher blieb.
Nunmehr wird es also wohl hier und da mal einen Post oder auch Thread von mir geben.
TL und beste Grüße aus Südwestfalen
Tobias