DT oder Long Belly

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siggi s.

DT oder Long Belly

Ungelesener Beitrag von siggi s. »

Hallo
Ich habe jetzt meinAnfängerjahr hinter mir .Fischte bisher mit teils beborgten Gerät. (2,40 klasse 5/6 ; WF6F)
Habe jetzt eine Vosseler rc 2 ersteigert und lege mir demnächst neue Rute und Schnur zu.
Jetzt meine Frage: Da ich häufig zu rollwürfen gezwungen bin überlege ich mir ,ob es sinnvoll ist eine 9 Fuß rute und eine DT schnur zu kaufen?

Danke
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hallo Siggi!
-welches Gewässer?
-alternative Gewässer?
-Gewässerbreite?
-Zielfische?
-Vegetation/Ufersituation?
-willst du 1 (Stck.) Rute zulegen oder in Zukunft evtl. eine 2.?

Beste Grüsse ,Rolf
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...a fisherman`s dream , is a trout in the stream ...
Bernhard

Ungelesener Beitrag von Bernhard »

Ich benutze in den leichteren Schnurklassen meistens eine DT-Schnur. Ich persoenlich finde im Werfen den Unterschied zu den WF-Schnueren nicht so sgnifikant, aber die DT ist wie Du angesprochen hast besser fuer das
Rollcasting.
Ich wuerde Dir anraten eine Loop zu Loop Verbindung vom Backing zur
Schnur anzufertigen, so kann die Schnur relativ leicht ausgewechselt werden.
Nico (Berlin)

Ungelesener Beitrag von Nico (Berlin) »

Hallo!
Ich finde, das es Schnüre gibt, mit denen der Rollwurf sehr einfach ist. Die Triangle Taper z.B. Die Keule hat ja hinten den dicksten Teil und verjüngt sich gleichmässig nach vorne. So hebt die schwerere Masse hinten leicht die leichtere vorn aus dem Wasser. Allerdings sind Rollwürfe damit nur auf der Känge der Keule zu machen, da die Runningline sehr dünn ist und so keine Kraft mehr überträgt. Will man weiter, muss man "schiessen" lassen.

Nico
siggi s.

Ungelesener Beitrag von siggi s. »

danke erstmal an alle!
Also ich fische auf Forelle,Äsche ;Gewässerbreite im Stammgewässer bis 20 m
;Im Forellenfluß bis 10 m ;hinter mir Buschwerk und Bäume; Mit meinem bisherigen Material Kam ich gut zurrecht ,nur denke ich mir ,daß ich eben mit 'ner DT und längerer Rute feiner Präsentieren kann. Aber ich möchte trotzdem gegebenenfalls weit werfen können . Ich habe eben nicht die Möglichkeit verschiedene Schnüre zu testen. Mir war so, als hätte ich gelesen daß 'ne Long Belly mit 12-15m Keule ein Zwischending zw. DT und WF ist
Stimmt daß,bzw. hat die jemand in Gebrauch??
mfG. Siggi
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hallo Leute,

Ich denke schon das eine DT die Universalschnur schlechthin für die meisten Anwendungsfälle innerhalb niedriger Schnurklassen ist. Nico, die Theorie mit der Triangle Taper hört sich zwar gut an und Royal Wulff werben auch damit, ich glaube in der Praxis nicht daran. Vor allem wenn du mit der Nymphe angelst hast du das Problem, das du auf kurze Distanz zu wenig Masse im D-Loop hast und wenn du einmal richtig Distanz werfen willst mit großem D-Loop hast du das Problem das die Runningline dazwischen ist.

Mit einer guten DT kann man problemlos Distanz werfen, gute Werfer schaffen gegen das Massband auch durchaus über 30m mit ner DT Überkopf und sicher über 20m mit dem Single Spey (dynamischer Rollwurf).

Bis dann..
Torsten
siggi s.

Ungelesener Beitrag von siggi s. »

OK. Ihr habt mir sehr geholfen . Werde mir also eine DT zulegen.
Ach so Torsten, niedrige schnurklassen, schließt Du da 'ne 5er mit ein?
danke Siggi
Nico (Berlin)

Ungelesener Beitrag von Nico (Berlin) »

Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, das die Masse hinten in der Keule ist, hebt sich das Ganze ja optimal aus dem Wasser. Ich kommen auf jeden Fall sehr gut damit zurucht. Ausserdem ist dadruch die Spitze sehr fein, wodurch eine optimale Präsentation mit der Trockenfliege gewährleistet ist. Durch die dünne RL schiesst die Schur sehr gut, auch beim switchen. Dt´s sind aber auch sehr gut dafür und mn kann sie ja bekanntlich umdrehen. Letztere sind ja auch öfter günstig zu bekommen. Ist wie immer Geschmacksache.

Nico
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hallo Nico,

Entscheident ist die kinetische Energie, stell dir vor du willst auch kurze Distanzen <10m werfen, dann ist nur die Spitze der Triangle Taper ausserhalb des Spitzenringes, und da die Masse mehr in Richtung Belly konzentriert ist hat man dann ein Problem vor allem mit beschwerten Fliegen.
Eine DT bietet den Vorteil einer gleichmäßigen Masseverteilung.

Zur Triangle Taper sind die Meinungen gespalten, einige mögen sie überhaupt nicht (Paul Arden), andere finden sie ganz gut ..
Ich fand die Triangle Taper (von Thomas) vom Wurfverhalten gar nicht so schlecht, aber ich habe schon deutlich gemerkt, das sie Schwächen beim Ausrollverhalten (turnover) auf Distanz hat.

Siggi, ich persöhnlich würde bei unseren (Fließ-) Gewässern bis ca. Klasse 6 eine DT fischen. Darüber würde ich zu ner WF oder noch besser Schusskopf wechseln.

Bis dann..
Torsten
siggi s.

Ungelesener Beitrag von siggi s. »

Hallo Bernhard
Wie bastele ich mir einen loop zu loop Verbinder?
Danke Siggi
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

In diesem Fall DT pur wie von Thorsten schon vorgeschlagen ,hast du nur vor eine Schnur dir zuzulegen dann eine Longbelly z.B. Far&Fast (R.Moser),Wulff TT. funktioniert für meinen Geschamck in den kleinen Klassen gar nicht gut,ab #5/6 gehts.
Beste Grüsse,Rolf
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Siggi,
bei den von Dir beschriebenen Gewässern rate ich Dir ebenfalls zur DT.
Loop zu Loop: Entweder fertige Loops kaufen, oder die letzten 10 cm der Flugschnur für ein paar Minuten in Nagellackentferner oder Aceton tauchen.
Mit den Nägeln von Daumen und Zeigefinger durch Abstreifen des Coatings die Seele freilegen und entweder eine normale Schlaufe knoten, oder eine Schlaufe legen, mit Ruten- oder Bindeseide eine Wicklung aufbringen. Evtl. mit Aquasure o.ä. fixieren. In das Vorfachende eine Schlaufe knoten. Die Schlaufe des Vorfachs durch die Schlaufe der Flugschnur stecken. Das andere Vorfachende durch die Vorfachschlaufe ziehen und zuziehen - fertig. So kannst Du das Vorfach schnell wechseln.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Bernhard

Ungelesener Beitrag von Bernhard »

Ich versuche die Loop zu Loop (Backing-Vorfach) Verbindungen ohne Abbildungen soweit zu erklaren. Jedoch bentuze ich einige exotische Knoten
wie den Bimini Twist, die orginal fuer Salzwasser in den schwereren Schnurklassen benutzt werden. Jedoch hat sich das System auch in den leichten Klasse sehr bewaehrt und es gibt Dutzende von alternativen
Knoten die ebenfalls mit einer Schlaufe enden.
Ich wuerde daher das Internet durchsuchen oder mir die Knoten von einen Angelladen oder Kollegen zeigen lassen:

1. Am Backing wuerde ich einen sogenannten "Bimini Twist" Schlaufeknoten
anfertigen. Der Knoten ist jedoch recht schwierig zu lernen und es gibt auch
andere Knoten die mit einer Schlaufe enden. Unabhaengig davon sollte
die Schlaufe so gross sein, das die Rolle durchpasst. Damit kann die Rolle
einfach ausgewechselt werden, wenn die Fliegenschnur auf einer provisorischen Rolle zur Lagerung aufgewickelt ist.
2. Am dicken Ende des Vorfaches (Leaders) wird ebenfalls eine Schlaufe angebracht und
wie in der folgenden Webseite beschrieben fixiert:
http://www.activeangler.com/articles/fl ... ppets3.asp

Die beiden Leinenenden koennen dann durch Schlaufen relativ einfach miteinander verbunden werden. Ich benutze einen provisorische Rolle
auf der ich jeweils die ungebrauchte Schnur zur Lagerung aufbewahre.
Der Wechsel erfolgt recht schnell und kann "vor Ort" in 5 Minuten durchgefuehrt werden. Man erspart sich auch den Kauf einer Ersatzrolle.
siggi s.

Ungelesener Beitrag von siggi s. »

gut okay
Ich möchte mich noch mal bei allen bedanken, ihr habt mich sehr gut beraten!
Ich war mir eben nicht sicher in bezug auf die Schnur . Also weiß ich jetzt, wenns mit dem feine Präsentieren nicht klappt, liegts wenigstens nicht an der Schnur.Also dann Allen ein frohes Fest.
Siggi
troutteaser

Ungelesener Beitrag von troutteaser »

Hallo Leute,

noch was Grundsätzliches:

Das mit dem Umdrehen einer DT geht auch nur dann gut, wenn man eine entsprechende Large Arbor-Rolle fischt, auf der das "andere" Schnurende, das am Backing befestigt wird, nicht "wie die Sau" kringelt. Im Zweifel lieber ein größeres L.A.-Modell wählen...

Zu diesem Schnurtyp noch ein Tipp:

Es gibt eine DT-Fliegenschnur der Marke Climax (bei Cortland gefertigt!) mit "doppelter" Klassifizierung, d.h. eine DT mit zwei Schnurklassen. Das eine Ende ist zum Beispiel eine DT 5, das andere Ende eine DT 6. Außerdem sind zwei Schlaufen dran, direkt ans Schnurende einge"loopt", so das man die Schnur schnell "umdrehen" und mit der anderen Schnurklasse weiterfischen kann (z.B. bei Wind oder zum Nymphenfischen die schwerere Schnur nehmen oder für's Werfen im Nahbereich). Oder z.B. wenn man eine Rute gekauft hat, die nicht "sauber" klassifiziert ist (steht z.B. 5 drauf, ist aber eher eine 6-er).

Die Schnüre kosten so um die 50 Euro...und sind als 2/3-er bis hin zur 9/10-er lieferbar...


Hier der Hersteller-Link:

http://www.ockert.net/angeln/fliegenfischen_schnure.htm


Viele Grüße
Zuletzt geändert von troutteaser am 23.12.2004, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.
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