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Da ich ja das Problem mit dem Transport mit dem Flieger habe (80 Euro), bin ich auf der Suche nach einer mehrteiligen Rute für Irland.
Folgendes Angebot hätte ich erhalten.
Rute Exori Traveler de Luxe 9" 7/8 (6teilig)
Rolle Okuma Airframe Large Arbor Graphite 7/9
Cortland Fairplay WF-8F
Kennt einer von Euch Rute, Rolle oder Schnur?
Würde mich über Tips, Pro und Kontra von Euch Profis freuen. Da ich ein Anfänger bin, will ich natürlich nicht gleich hunderte von Euros ausgeben, will aber natürlich auch kein Ramsch kaufen
Habe schon von zwei oder drei dieser Ruten gehört, die gebrochen sind. Ruten darf man ja eh nicht mehr ins handgepäck nehmen. Daher sollte auch eine 3-oder 4teilige langen.
Die Rolle ist ganz ok. Nachteile: Keine vernünftige Bremse (kommt drauf an, was Du damit angeln willst), Bei mir hat sich schonmal die Schnur im Bremsknopf verfangen. Ansonsten gut für´s Geld.Die Schnur hatte ich auch mal: Sie hat eine geringe Kringelneigung. Allerdings finde ich das Coatring nicht besonders glatt. Bei Schnüren würde ich nicht sparen. Mein Rutentip: Gryx GRX 7/8 9ft, 3tlg. Wenn 4teilig: Sportex Diamond Fly 7/8. Die Rolle ist ok. Bei der Schnur würde ich eher mal sehen, ob Du ein günstiges Angebot findest, glaube, von Loop gab es letztens günstige Auslaufmodelle.
Leider reicht eine 4teilige nicht um in meinem Gepäck Platz zu finden. Das Rohr alleine will ich nicht aufgeben. Zu schnell ist es vom Förderband gefallen.
Ist es nicht so, dass die Ruten bei den Steckverbindungen ausbricht? Ich habe gehört, dass die Exori die Verbindungen optimiert hat. Mal sehen vielleicht finde ich ja noch was anderes. Aber für 110 Euro.
ich weiß zwar nicht, wie du zu Reisen pflegst - ob mit Samsonite Koffern oder mit Gestellrucksack - aber mit Gewebeband, landläufig auch als Gafferband oder Panzerband bezeichnetes Klebeband, lässt sich ein Rutenrohr "bombenfest" am Gepäckstück anbringen. Bei meinem letzten Trip mit Ryanair nach Schweden hat das Rohr meiner dreiteiligen Rute offensichtlich einige Stöße während der Verladung mitbekommen, aber die Verbindung mit dem Tragegestell meines Rucksacks hat darunter nicht gelitten.
Kleine Anektode: Neben Unterhosen, Socken und Zahnbürste, enthielt der Rucksack auch diverse Fliegendosen, Rollen, Vorfächer, Bindestock, Haken, Federbälge, Fellstücke und einige Sortimentboxen zum Fliegenbinden. Im Röntgentunnel auf dem Lübecker Flughafen wurde mein Gepäck durchleuchtet und die Gesichter der Sicherheitsleute hinter dem Bildschirm wurden immer länger. Das Transportband fuhr zurück und wieder vor. Dann eine Pause. Leises Tuscheln und ratlose Mienen. Die Reisenden hinter mir tauschten schon scheele Blicke. Eine Bombe im Gepäck von diesem Outdoor-Terroristen? Nun die Frage: What is THAT in your luggage? Meine Antwort: I am a Flyfisher. It's some tackle for tying flies... hat zu einem sichtlichen Aufatmen allseitig geführt und ich konnte die Reise fortsetzen.
Die Moral von der Geschicht': Fliegenfischern wird vertraut, auch wenn sie verrücktes Zeugs im Gepäck haben.
Also, es muss nicht unbedingt eine sehr kurzgeteilte Rute sein.
Bon Voyage
todde
Kole Feut un Nordenwind, givt een krusen Büddel un een lütten Pint.
Das kann ich mir gut vorstellen. Hatte vor Jahren einige Hegen im Handgepäck und da musste ich unter Aufsicht, ganz langsam, meine Fischereiartikel ausräumen. Die Erleichterung der Kontrollorgane war gross, als sie meine Angelzubehör sahen
Mir ist es einfach nicht wohl, wenn die Ruten aussen am Koffer angebracht sind. Zu schnell geht etwas unter und danach noch das Rohr mit der Rute finden. Da habe ich lieber ein oder 2 Teile mehr, die ich beim angeln abundzu wieder auf richtigen Sitz prüfe. Habe da auch schon gelesen, mit Klebeband zusätzlich sichern. Muss das extrem gut haften? Ich persönlich habe gelernt, die Rute mit einer 1/4 Drehung im Uhrzeigersinn zusammen zustecken und auseinander wieder mit 1/4 Umdrehung im Uhrzeigersinn.
Werde natürlich meine ersten Fliegenfischerwochen in Irland hier reinschreiben. Natürlich nur, wenn ich auch einen Fisch fange Bis jetzt habe ich höchstens mal einen Grashüpfer auf der Wiese getroffen.
Original geschrieben von Browntrout Ich persönlich habe gelernt, die Rute mit einer 1/4 Drehung im Uhrzeigersinn zusammen zustecken und auseinander wieder mit 1/4 Umdrehung im Uhrzeigersinn.
Obacht!
Damit hast Du ruckzuck den alten Thread losgetreten, ob man Kohlefaser
drehen darf oder nicht....
Ops, nunja ich habe das im Grundkurs so gelernt und im Gerätetest der Exori Traveller de Luxe, hier bei Fliegenfischer-Forum, wird auch dieser Tip angegeben.
Werde diesen Thread nachher einmal suchen und lesen.
Zum Thema Airlines und Rutenrohre ist mir aufgefallen, daß das Verbot zwar in den Büchern steht, es aber nicht alle Airlines damit zu genau nehmen. Manchmal sind solche Sachen dem Verhandlungsgeschick beim Check In überlassen,
TL
Florian
Da hst Du sicherlich recht. Meine Frau kann auf Kommando die Tränen fliesen lassen
Aber normalerweise fliege ich ab Zürich und da checke ich am Vorabend ein. Dieses mal fliege ich aber ab Stuttgart und da habe ich echt keine Lust zusätzlich noch einige Euros (25€ pro Weg) bis Dublin und dann nochmals 15€ bis Knock zu bezahlen. Schlimmstenfalls zahle ich 80€. Dann kaufe ich mir lieber eine 2. Rute die ein schönes Transportmass hat.
Weiter ist meine alte Rute ja auch nur ne AFTMA 5 und für Irland eher zu schwach, wenn man bedenkt, was für Fische ich da oben schon mit der Spinnrute gefangen habe.
Hallo Marco,
zur Rute kann ich Dir sagen, daß ich selbst seit Jahren das Vorgängermodell besitze und diese Ruten eine ganze Zeit lang gut verkauft habe. In mehreren Jahren ist 1 (in Worten eine) zurückgekommen, die gebrochen war. Was gelegentlich passieren kann, ist daß sich ein Teil, meist die Spitze oder das darunter löst und fliegen geht. Wichtig ist halt, die Teile fest zusammenzustecken und gelegentlich zu kontrollieren. Zugegeben, dies kann etwas stören. Wenn Du sichergehen willst, dann klebe Tape um die Verbindungen. Natürlich kannst Du eine Rute für 110,- € nicht mit einem Sahneteil vergleichen, daß das 6 - 8 oder 10-fache kostet. Jedenfalls kenne ich keine Rute, die für vergleichbar wenig Geld universeller einsetzbar ist, sowohl in 2,30 als auch in 2,70 m Länge. und darüberhinaus paßt die garantiert in Deinen Koffer. Schade, daß Exori sie nicht mehr im Programm hat.
Zur Rolle habe ich keine Erfahrungswerte.
Die Schnur ist für den Anfang oder zum Üben auf der Wiese OK. Wenn Du längerfristig Spaß haben willst, überleg Dir, ob Du für etwas mehr Geld die Cortland 333 oder vielleicht die 444 oder 444SL nehmen möchtest.
Gruß Harald
Marco,
das ist eine der feineren und schlüssigeren Argumente für neues Getackele, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Recht so. Ich bin im Moment eher im Camp, daß ich (fast) alles habe was ich so brauche. Reiseruten kann man so einchecken, daß sie von aussen nicht erkennbar sind. Habe ich auf meinem Alaska Trip letztes Jahr gemacht.
TL
Florian
@Todde,
ich benutze bei Flugreisen für meine Ruten einen 1,25 m langen Transportkoffer, wie er auch für Langwaffen benutzt wird. Schon bevor ich an den Schalter komme, werde ich kritisch beäugt und schnell zum Sperrgutschalter weitergeschickt. Dort folgt in der Regel - noch bevor man sich wagt, das Teil anzufassen und zu durchleuchten - die obligatorische Frage "Are there guns in?" Auf meine Antwort "Just fishing rods", hellt sich die Miene meist auf und man wird zutraulicher.
Noch eine Anekdote, die mir von einem Bekannten erzählt wurde. Es war zu einer Zeit, als man noch Rutenrohre mit in die Kabine nehmen durfte. Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat - wer weiß, aber denkbar ist es.
Zwei Freunde fahren gemeinsam in den Angelurlaub. Der eine gibt seine Rutzen auf, der andere nimmt sein Rutenrohr mit in die Kabine. Während des eincheckens sagte derjenige, der seine Ruten aufgibt, laut: "Nimmst Du die Bazooka mit ins Flugzeug?" Dies veranlasst den Beamten am Checkpoint dazu, den anderen zu bitten, nicht nur seine Ruten auszupacken um zu demonstrieren, daß es sich wirklich nur um Angelruten handelte; nein er durfte auch sein Gepäck vor allen Mitreisen ausbreiten. Es geht doch nichts über gute Freunde. Ob´s der Freundschaft Abbruch getan hat, wer weiß, bestimmt hat´s aber einige Bierchen gekostet und dann sangen sie wahrscheinlich wieder: Eechte Fründe, stonn zosamme...
Harald
Vielen Dank für Dein Statement. Es ist mir etwas komisch vorgekommen, da die meisten Antworten bis jetzt eher ernüchternd waren.
Ich habe mir schon überlegt, ob der Testbericht keinen funken Wahrheit hat.
Mir ist klar, dass bei einer mehrteiligen Rute sich auch mehr Verbindungen lösen können.
Wurde auf einen Bericht aufmerksam gemacht, wo das verdrehen beim zusammenstecken, nicht empfohlen wird. Auf der anderen Seite wurde mir das genau ausdrücklich im Flifi-Kurs so gezeigt.
Was ist Deine Meinung dazu? Was für Tape sollte ich nehmen, um die Steckverbindungen zu sichern. Wenn ich Formel1-Tape nehme, bringe ich das überhaupt wieder weg ohne gleich die Farbe mitzureissen? Paketband wird wahrscheinlich wieder zu wenig haften.
Hallo Marco,
natürlich kann es vorkommen, daß eine Rute bricht. Das wird niemals zu vermeiden sein.
Wie Du selbst schon schreibst, gehen die Meinungen zum Zusammendrhen oder -stecken auseinander. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was besser ist. Ich persönlich stecke nur zusammen. Vielleicht können die Rutenbauer hier mehr sagen.
Zum Tape. Ich persönlich nehme Isolierband, wie es die Elektriker benutzen. Dieses Power-Klebeband oder wie es heißt, ist mir auch zu gefährlich.
Hoffe ich konte etwas helfen.
Gruß Harald