Hallo Kollegen,
gibt es jemanden unter euch, der schon mit gespliessten Zweihandruten gefischt / geworfen hat oder diese sogar heut noch benutzt ? Sind die vom Gewicht und der Aktion her für den Kohlefaser-Gewöhnten Werfer überhaupt handelbar ?
Hintergrund ist, das mir solche Ruten angeboten worden sind und reizen würd mich dieses Fischen im "old style" schon sehr, wenn ich mir dafür aber erst Arme wie Schwarzenegger antrainieren muss, würd ichs dann wohl doch lassen.
Grüße und knaek og braek
Andreas
Gespliesste Zweihandruten - Erfahrungen?
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
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maruoff
hallo andreas,
ich habe mit gespliessten zweihändern schon geworfen und ein bisschen gefischt, bin da aber kein experte.
nach wie vor schwören einige lachsfischer darauf, nicht nur aus tradition sondern auch der effektivität und wurfleistung wegen. allerdings ist in der tat zu bedenken, dass ab einer bestimmten länge und schnurklasse durchaus muckis vonnöten sind um so ein ding den ganzen tag zu bewegen (sagen wir mal ab 13ft schnurklasse 9/10).
es lohnt sich aber für meine begriffe sich damit zu beschäftigen, einfach des spasses wegen, den solches gerät macht.
zwei freunde von mir, beide hervorragende "gepliessten-lachsfischer", trainieren aber dann doch mit ein paar hanteln im keller, wenn sie richtig fit für die grossen norwegischen flüsse sein wollen, wo man die längeren dinger braucht.
manfred raguse, seines zeichens einer der bekanntesten lachsfischer in D, hat immer mit zweihand-gespliessten gefischt und unser vorväter hatten ja gar nichts anderes und es ging auch gut, oder?
ich habe mit gespliessten zweihändern schon geworfen und ein bisschen gefischt, bin da aber kein experte.
nach wie vor schwören einige lachsfischer darauf, nicht nur aus tradition sondern auch der effektivität und wurfleistung wegen. allerdings ist in der tat zu bedenken, dass ab einer bestimmten länge und schnurklasse durchaus muckis vonnöten sind um so ein ding den ganzen tag zu bewegen (sagen wir mal ab 13ft schnurklasse 9/10).
es lohnt sich aber für meine begriffe sich damit zu beschäftigen, einfach des spasses wegen, den solches gerät macht.
zwei freunde von mir, beide hervorragende "gepliessten-lachsfischer", trainieren aber dann doch mit ein paar hanteln im keller, wenn sie richtig fit für die grossen norwegischen flüsse sein wollen, wo man die längeren dinger braucht.
manfred raguse, seines zeichens einer der bekanntesten lachsfischer in D, hat immer mit zweihand-gespliessten gefischt und unser vorväter hatten ja gar nichts anderes und es ging auch gut, oder?
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Nössing Werner
hallo Andreas
Bin eigentlich seit vielen Jahren begeisterter 2handfischer. Hatte aber bis letztes Jahr noch nie die Möglichkeit eine Gespliesste 2hand auszuprobieren.
Und dann hatte ich die Möglichkeit und war begeistert. Richtig ist dass du dich schon umstellen musst von Karbon auf Holz, aber das lohnt sich.
Es ist wirklich etwas Besonderes damit zu fischen. Wiedersprechen muss ich euch allerdings was die Anstrengung damit betrifft.. Ich finde die Technik macht es aus und dann fallen einige Gramm mehr nicht ins Gewicht. Schau mal eine Runde auf div. Lachsflüssen. Da wird bei den Ruten um jedes Gramm gefeilscht, aber siehe da sehr viele benützen dann Rollen jenseits der 500 Gramm. Also wo ist dann das Verhältnis. Ausgewogenheit und gutes Handling ist viel wichtiger. Für mich muss ich auch noch sagen kommt auch keine Rute länger als 13 ft in Frage. Man wirf fast genau so weit, die kürzeren Ruten sind einfach feiner zu handhaben und auch lang nicht so Kopflastig und die meisten Lachse (zumindest meine gefangenen) konnte ich nicht gar so weit entfernt haken.
Also ich habe bei einem guten Freund eine gespliesste 2hand in 12,5 ft und Klasse 8-9 in Auftrag gegeben und freu mich schon rießig drauf.
tl
werner
Bin eigentlich seit vielen Jahren begeisterter 2handfischer. Hatte aber bis letztes Jahr noch nie die Möglichkeit eine Gespliesste 2hand auszuprobieren.
Und dann hatte ich die Möglichkeit und war begeistert. Richtig ist dass du dich schon umstellen musst von Karbon auf Holz, aber das lohnt sich.
Es ist wirklich etwas Besonderes damit zu fischen. Wiedersprechen muss ich euch allerdings was die Anstrengung damit betrifft.. Ich finde die Technik macht es aus und dann fallen einige Gramm mehr nicht ins Gewicht. Schau mal eine Runde auf div. Lachsflüssen. Da wird bei den Ruten um jedes Gramm gefeilscht, aber siehe da sehr viele benützen dann Rollen jenseits der 500 Gramm. Also wo ist dann das Verhältnis. Ausgewogenheit und gutes Handling ist viel wichtiger. Für mich muss ich auch noch sagen kommt auch keine Rute länger als 13 ft in Frage. Man wirf fast genau so weit, die kürzeren Ruten sind einfach feiner zu handhaben und auch lang nicht so Kopflastig und die meisten Lachse (zumindest meine gefangenen) konnte ich nicht gar so weit entfernt haken.
Also ich habe bei einem guten Freund eine gespliesste 2hand in 12,5 ft und Klasse 8-9 in Auftrag gegeben und freu mich schon rießig drauf.
tl
werner
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AndreasS.
@maruoff, Nössing Werner
Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Vielleicht habe ich nächste Woche die Gelegenheit, solch eine Rute selber mal in die Hand zu nehmen.
Eigentlich denke ich auch, dass das absolute Gewicht nicht das Riesenproblem ist, es kommt wohl mehr darauf an, dann eine Rolle zu finden, die das Rutengewicht vernünftig ausbalanceiert und letztendlich wurde ja tatsächlich bis weit in die 50er Jahre fast ausschließlich mit solchen Ruten gefischt und gefangen, ich erinnere mich an Bilder vom legendären Charles Ritz mit solchen Ruten, die damals an den norwegischen Lachsflüssen auch gern mal 16ft. und länger waren, und der gute Charles war ja nun auch nicht das, was man gemeinhin einen Baum von einem Mann nennt.
Ich erinnere mich auch an div. Gaulafilme, wo der erwähnte Manfred Raguse mit solchen Ruten fischt, ich glaub, der fischt die sogar beinahe ausschließlich.
Ich habe von der Lachsfischerei im 19. Jahrhundert gelesen, wo noch mit Greenheart-Holz-Ruten gefischt wurde, die dann wohl gern einige Pfund wogen, auch das ging wohl irgendwie.
Eine Frage hättte ich trotzdem noch dazu:
Auf englischsprachigen Internetseiten habe ich gelesen, das gespliesste Zweihänder nur für den Speycast und nicht für Überkopfwürfe geeignet seien, hat da vielleicht noch einer von euch Erfahrungen ?
Grüße,
Andreas
Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Vielleicht habe ich nächste Woche die Gelegenheit, solch eine Rute selber mal in die Hand zu nehmen.
Eigentlich denke ich auch, dass das absolute Gewicht nicht das Riesenproblem ist, es kommt wohl mehr darauf an, dann eine Rolle zu finden, die das Rutengewicht vernünftig ausbalanceiert und letztendlich wurde ja tatsächlich bis weit in die 50er Jahre fast ausschließlich mit solchen Ruten gefischt und gefangen, ich erinnere mich an Bilder vom legendären Charles Ritz mit solchen Ruten, die damals an den norwegischen Lachsflüssen auch gern mal 16ft. und länger waren, und der gute Charles war ja nun auch nicht das, was man gemeinhin einen Baum von einem Mann nennt.
Ich erinnere mich auch an div. Gaulafilme, wo der erwähnte Manfred Raguse mit solchen Ruten fischt, ich glaub, der fischt die sogar beinahe ausschließlich.
Ich habe von der Lachsfischerei im 19. Jahrhundert gelesen, wo noch mit Greenheart-Holz-Ruten gefischt wurde, die dann wohl gern einige Pfund wogen, auch das ging wohl irgendwie.
Eine Frage hättte ich trotzdem noch dazu:
Auf englischsprachigen Internetseiten habe ich gelesen, das gespliesste Zweihänder nur für den Speycast und nicht für Überkopfwürfe geeignet seien, hat da vielleicht noch einer von euch Erfahrungen ?
Grüße,
Andreas
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Spliessè
Überkopf!
Hallo !
Natürlich kann man auch "über Kopf werfen", also nach dem guten Motto "unten durch" und "oben drüber" , vielleicht nicht gerade mit einer 14 Fuß, aber mit einer "Sharpe`s Spliced" von etwa 11 Fuß geht das sogar recht gut . (Schnurklasse 9) Rutenspitze schön möglichst auf einer Ebene lassen und nicht wild herumschwenken! Natürlich nicht mit bleischweren Sinktips , die Schnur sollte gut schwimmen, sonst kriegt man sie nicht optimal abgehoben. Und ein Muskelpaket muß man auch nicht sein!
Grüße Wolfhard
Natürlich kann man auch "über Kopf werfen", also nach dem guten Motto "unten durch" und "oben drüber" , vielleicht nicht gerade mit einer 14 Fuß, aber mit einer "Sharpe`s Spliced" von etwa 11 Fuß geht das sogar recht gut . (Schnurklasse 9) Rutenspitze schön möglichst auf einer Ebene lassen und nicht wild herumschwenken! Natürlich nicht mit bleischweren Sinktips , die Schnur sollte gut schwimmen, sonst kriegt man sie nicht optimal abgehoben. Und ein Muskelpaket muß man auch nicht sein!
Grüße Wolfhard






