Kormoran Abschuss
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Kormoran Abschuss
Heute in der Basler Zeitung
"...Jetzt geraten die Kormorane ins Visier
IN SÜDBADEN UND DEN NEBENFLÜSSEN DES RHEINS WERDEN DIE VÖGEL ABGESCHOSSEN
raphael weber
Gemäss einem neuen nationalen Massnahmenplan sollen Kormorane nur noch an Flussstauen und Seen toleriert werden. Baselland setzt diese Regelung um und lässt Kormorane entlang der Ergolz und Birs abschiessen.
Der Regierungspräsident von Freiburg, Sven von Ungern-Sternberg, wird derzeit mit Protestmails eingedeckt. Vor wenigen Wochen hatte er eine Ausnahmebewilligung zum grossflächigen Abschuss von Kormoranen erteilt - unter anderem in einem EU-Vogelschutzgebiet entlang dem Rhein. Damit wurde auch der Startschuss zu einer verbitterten Debatte gegeben, die sich derzeit zwischen Vogelschützern und Fischern abspielt.
In der Schweiz sind beim Thema Kormoran die Fronten nicht gleich verhärtet wie in Deutschland. Vor einem Monat ist ein nationaler Massnahmenplan zum Thema Kormoran präsentiert worden, den Fischerei- und Vogelschutz-Vertreter unter der Leitung des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zusammen mit weiteren Behördenvertretern ausgearbeitet haben.
Ziel dieses Plans ist es, die Kormoranbestände zu kanalisieren: weg von den Flüssen und Kleinseen, hin zu grossen Flussstauen und Seen mit einer Fläche von mehr als 50 Hektaren. Gemäss Bericht lassen sich Kormorane durch menschliche Präsenz, durch Schreckschüsse und durch Abschüsse von den Fliessgewässern fern halten.
57 Kormorane. Im Kanton Baselland wird vor allem letztere Methode angewendet: Entlang der Ergolz und vor allem an der Birs werden die Kormorane seit drei Jahren abgeschossen - und zwar rigoros: Laut eidgenössischer Jagdstatistik wurden 2002 erste sechs Kormorane erlegt, im Folgejahr waren es bereits 24 Stück und im Vorjahr schliesslich 57 Kormorane. In diesem Jahr wurden bisher 24 Kormorane erlegt. Diese Zahl wird in den kommenden Wochen ansteigen.
Damit gehört das Baselbiet zu den abschussfreudigeren Kantonen des Landes. Susanne Brêchet, Geschäftsführerin des Basellandschaftlichen Natur- und Vogelschutzverband (BNV), zeigt sich besorgt. Der BNV sei zwar mit dem Fischereiverband und der Jagd- und Fischereiverwaltung übereingekommen, die massvolle Vergrämung der Kormo- rane in der Birs und der Ergolz zuzulassen - auch mit Abschüssen. Von einem massvollen Vorgehen könne man aber nicht mehr sprechen.
Der Kormoran sei ein «nicht unwesentlicher Prädator», entgegnet Kantonstierarzt Ignaz Bloch. Untersuchungen an der Birs hätten gezeigt, dass die schwarzen Vögel bis zu einem Drittel des Fischbestands verspeisen würden. Und Ergolz und Birs seien artenreiche Gewässer, in denen nebst der bedrohten Äsche auch weitere seltene Fische wie Strömer und Nase vorkommen würden.
schutzstatus aufheben? Die schwarzen Vögel dürfen nur mit einer Sondergenehmigung abgeschossen werden, weil diese im Kanton Baselland nach wie vor geschützt sind.
Just diesen Schutzstatus hinterfragt Paul Gubler, Präsident des Baselbieter Fischereiverbands. Der Kormoran sei nur noch in vier Kantonen geschützt, angesichts der stabilen Bestände am Rhein sei dieser Schutzstatus im Baselbiet aber hinfällig. ..."
Salmi
"...Jetzt geraten die Kormorane ins Visier
IN SÜDBADEN UND DEN NEBENFLÜSSEN DES RHEINS WERDEN DIE VÖGEL ABGESCHOSSEN
raphael weber
Gemäss einem neuen nationalen Massnahmenplan sollen Kormorane nur noch an Flussstauen und Seen toleriert werden. Baselland setzt diese Regelung um und lässt Kormorane entlang der Ergolz und Birs abschiessen.
Der Regierungspräsident von Freiburg, Sven von Ungern-Sternberg, wird derzeit mit Protestmails eingedeckt. Vor wenigen Wochen hatte er eine Ausnahmebewilligung zum grossflächigen Abschuss von Kormoranen erteilt - unter anderem in einem EU-Vogelschutzgebiet entlang dem Rhein. Damit wurde auch der Startschuss zu einer verbitterten Debatte gegeben, die sich derzeit zwischen Vogelschützern und Fischern abspielt.
In der Schweiz sind beim Thema Kormoran die Fronten nicht gleich verhärtet wie in Deutschland. Vor einem Monat ist ein nationaler Massnahmenplan zum Thema Kormoran präsentiert worden, den Fischerei- und Vogelschutz-Vertreter unter der Leitung des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zusammen mit weiteren Behördenvertretern ausgearbeitet haben.
Ziel dieses Plans ist es, die Kormoranbestände zu kanalisieren: weg von den Flüssen und Kleinseen, hin zu grossen Flussstauen und Seen mit einer Fläche von mehr als 50 Hektaren. Gemäss Bericht lassen sich Kormorane durch menschliche Präsenz, durch Schreckschüsse und durch Abschüsse von den Fliessgewässern fern halten.
57 Kormorane. Im Kanton Baselland wird vor allem letztere Methode angewendet: Entlang der Ergolz und vor allem an der Birs werden die Kormorane seit drei Jahren abgeschossen - und zwar rigoros: Laut eidgenössischer Jagdstatistik wurden 2002 erste sechs Kormorane erlegt, im Folgejahr waren es bereits 24 Stück und im Vorjahr schliesslich 57 Kormorane. In diesem Jahr wurden bisher 24 Kormorane erlegt. Diese Zahl wird in den kommenden Wochen ansteigen.
Damit gehört das Baselbiet zu den abschussfreudigeren Kantonen des Landes. Susanne Brêchet, Geschäftsführerin des Basellandschaftlichen Natur- und Vogelschutzverband (BNV), zeigt sich besorgt. Der BNV sei zwar mit dem Fischereiverband und der Jagd- und Fischereiverwaltung übereingekommen, die massvolle Vergrämung der Kormo- rane in der Birs und der Ergolz zuzulassen - auch mit Abschüssen. Von einem massvollen Vorgehen könne man aber nicht mehr sprechen.
Der Kormoran sei ein «nicht unwesentlicher Prädator», entgegnet Kantonstierarzt Ignaz Bloch. Untersuchungen an der Birs hätten gezeigt, dass die schwarzen Vögel bis zu einem Drittel des Fischbestands verspeisen würden. Und Ergolz und Birs seien artenreiche Gewässer, in denen nebst der bedrohten Äsche auch weitere seltene Fische wie Strömer und Nase vorkommen würden.
schutzstatus aufheben? Die schwarzen Vögel dürfen nur mit einer Sondergenehmigung abgeschossen werden, weil diese im Kanton Baselland nach wie vor geschützt sind.
Just diesen Schutzstatus hinterfragt Paul Gubler, Präsident des Baselbieter Fischereiverbands. Der Kormoran sei nur noch in vier Kantonen geschützt, angesichts der stabilen Bestände am Rhein sei dieser Schutzstatus im Baselbiet aber hinfällig. ..."
Salmi
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Workmachine
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Jürgen Gaul
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Olaf Kurth
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@ Wokmachine:
Werter anonymer Teilnehmer,
das, was Du postest ist schlichtweg Blödsinn!!! Entschuldigung.
Natürlich ist der europäische Kormoran (phalocrocorax carbo carbo) seit jeher in seinem Verbreitungsgebiet von Deutschland bis ins ehmalige Jugoslawien eine heimische Vogelart.
Er hat allerdings nichts mit seinem asiatischen Vetter (phalocrocorax carbo sinensis) zu tun und diese Art macht uns Sorgen.
Habe die Ehre,
Olaf
PS.: Ob allerdings der Abschuss von 24 bzw. 57 Tieren einen spürbaren Druck auf die Gesamtpopulation ausübt?????? :rolleyes:
Werter anonymer Teilnehmer,
das, was Du postest ist schlichtweg Blödsinn!!! Entschuldigung.
Natürlich ist der europäische Kormoran (phalocrocorax carbo carbo) seit jeher in seinem Verbreitungsgebiet von Deutschland bis ins ehmalige Jugoslawien eine heimische Vogelart.
Er hat allerdings nichts mit seinem asiatischen Vetter (phalocrocorax carbo sinensis) zu tun und diese Art macht uns Sorgen.
Habe die Ehre,
Olaf
PS.: Ob allerdings der Abschuss von 24 bzw. 57 Tieren einen spürbaren Druck auf die Gesamtpopulation ausübt?????? :rolleyes:
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
- Wolfgang Hinderjock
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Ich weiß nicht wie oft ich schon geschrieben habe, Der "Chinesische Kormoran"(Phalocrocorax carbo sinensis) ist eine reine Fehldeutung, die Tatsache ist, daß dem Erstbeschreiber der Art nichts anderes zur Verfügung stand als ein chinesischer Fischerkormoran.
Das soll jetzt nicht die Problematik verharmlosen!
Das Problem ist der in den letzten Jahren sehr ausgeprägte und übertriebene Schutz dieses Vogels und das Fehlen von Raubfeinden, das und ein paar andere Dinge führte zu einer Ausbreitung des eigentlich schon heimischen Vogels durch Populationsdruck in Gebiete die er vorher nicht besiedelt hat, er wurde nicht eingeschleppt!......auch nicht von holländischen Fischern, wie man manchmal lesen kann.......
Das soll jetzt nicht die Problematik verharmlosen!
Das Problem ist der in den letzten Jahren sehr ausgeprägte und übertriebene Schutz dieses Vogels und das Fehlen von Raubfeinden, das und ein paar andere Dinge führte zu einer Ausbreitung des eigentlich schon heimischen Vogels durch Populationsdruck in Gebiete die er vorher nicht besiedelt hat, er wurde nicht eingeschleppt!......auch nicht von holländischen Fischern, wie man manchmal lesen kann.......

- salmosalar
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Na SUPER ,
Eigentlich ging es mir ja vor allem um diese Passage:
"...In der Schweiz sind beim Thema Kormoran die Fronten nicht gleich verhärtet wie in Deutschland. Vor einem Monat ist ein nationaler Massnahmenplan zum Thema Kormoran präsentiert worden, den Fischerei- und Vogelschutz-Vertreter unter der Leitung des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zusammen mit weiteren Behördenvertretern ausgearbeitet haben..."
Salmi
Eigentlich ging es mir ja vor allem um diese Passage:
"...In der Schweiz sind beim Thema Kormoran die Fronten nicht gleich verhärtet wie in Deutschland. Vor einem Monat ist ein nationaler Massnahmenplan zum Thema Kormoran präsentiert worden, den Fischerei- und Vogelschutz-Vertreter unter der Leitung des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zusammen mit weiteren Behördenvertretern ausgearbeitet haben..."
Salmi
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Hardy
Moin SalmiOriginal geschrieben von salmosalar
Na SUPER ,
Eigentlich ging es mir ja vor allem um diese Passage:
"...In der Schweiz sind beim Thema Kormoran die Fronten nicht gleich verhärtet wie in Deutschland. Vor einem Monat ist ein nationaler Massnahmenplan zum Thema Kormoran präsentiert worden, den Fischerei- und Vogelschutz-Vertreter unter der Leitung des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zusammen mit weiteren Behördenvertretern ausgearbeitet haben..."
Salmi
Auch bei uns gibt es Vertreter beider Seiten, die das Problem sehr wohl differenziert und realistisch sehen. Hier wäre auch eine konsensfähige Lösungmöglichkeit denkbar.
Leider sind sie in der Minderheit und die Diskussion wird zum großen Teil von "qualifizierten" Beiträgen wie in diesem Thread bestimmt. Auf dieser Basis werden wir sicherlich keinen Schritt weiterkommen. Ausbaden müssen es unsere Fische, die ja doch so vehement von solchen Herrschaften verteidigt werden sollen! :aua:
Mir fällt immer wieder Dieter Nuhr ein: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!"
MfG
Hardy
- salmosalar
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anonymus
Hallo edgar,
keine chance, dafür wären die zu erwartenden ausfälle zu gering und würden durch bessere bruterfolge schon in einem jahr kompensiert werden.
salmonellose o. botulismus würde da (leider nur räumlich eng begrenzt) wirksamer sein. ein professionelles europaweites kormoran-bestandsmanagment AN DEN BRUTPLÄTZEN ist die einzig nachhaltig wirksamne lösung. dafür muss die fischgerei einen konsens mir der politik finden (den der vogel-/naturschutz nicht länger mit pseudoargumenten und bambiromnantik blockieren kann)!
m.f.g.
keine chance, dafür wären die zu erwartenden ausfälle zu gering und würden durch bessere bruterfolge schon in einem jahr kompensiert werden.
salmonellose o. botulismus würde da (leider nur räumlich eng begrenzt) wirksamer sein. ein professionelles europaweites kormoran-bestandsmanagment AN DEN BRUTPLÄTZEN ist die einzig nachhaltig wirksamne lösung. dafür muss die fischgerei einen konsens mir der politik finden (den der vogel-/naturschutz nicht länger mit pseudoargumenten und bambiromnantik blockieren kann)!
m.f.g.
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chinook
Kormoranjagd in Bayern
Da haben wir es in Bayern sicherlich einfacher:
http://www.stmugv.bayern.de/de/natur/na ... rmoran.pdf
http://www.stmugv.bayern.de/de/natur/na ... rmoran.pdf






