Frage zu Gerät
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
-
Forstie
- Moderator
- Beiträge: 946
- Registriert: 30.09.2006, 04:27
- Wohnort: Mosbach, Baden
- Hat sich bedankt: 110 Mal
- Danksagung erhalten: 125 Mal
Frage zu Gerät
Hallo zusammen!
Ich will mir eine Fliegenrute zulegen, mit der ich im Urlaub auf Hecht, aber auch bei mir zu Hause am Neckar z.B. auf Rapfen fischen will.
Dabei muss ich teilweise sehr grosse Wurfweiten absolvieren (z.B. in Schleusenbecken).
Ich habe aus Fachliteratur herausgelesen, dass sich eine Rute der Klasse 8-9 hierfür gut eignen würde.
Nun meine Fragen:
1.) Könnt ihr aus Erfahrung sagen, dass dieses Gerät bei diesen Zielfischen nicht überdimensioniert ist?
2.) Wäre es bei diesen Wurfweiten vielleicht eher sinnvoll, eine Zweihänderrute in derselben Klasse zu benutzen?
Würde mich sehr freuen wenn mir da jemand weiterhelfen könnte...
MfG,
Martin
Ich will mir eine Fliegenrute zulegen, mit der ich im Urlaub auf Hecht, aber auch bei mir zu Hause am Neckar z.B. auf Rapfen fischen will.
Dabei muss ich teilweise sehr grosse Wurfweiten absolvieren (z.B. in Schleusenbecken).
Ich habe aus Fachliteratur herausgelesen, dass sich eine Rute der Klasse 8-9 hierfür gut eignen würde.
Nun meine Fragen:
1.) Könnt ihr aus Erfahrung sagen, dass dieses Gerät bei diesen Zielfischen nicht überdimensioniert ist?
2.) Wäre es bei diesen Wurfweiten vielleicht eher sinnvoll, eine Zweihänderrute in derselben Klasse zu benutzen?
Würde mich sehr freuen wenn mir da jemand weiterhelfen könnte...
MfG,
Martin
catch'em like you see'em
-
FliFi-Rudi
Hallo Martin,
wie Jens schon sagt, ne 8er sollte vollkommen reichen - ne 9er ist schon brutal, vor allem den ganzen Tag damit weit zu werfen. Ob´s ne 2Hand wird hängt davon ab, ob Du genügend Platz für den Rückschwung hast. Wenn nicht, dann nimm eine 2Hand, ich fische am Rhein auch mit einer 2Hand auf Rapfen (ist zwar brutal anstrengend, aber bevor ich die Spinnrute nehme, quäle ich mich lieber mit der FliRute rum). Kannst eine 2Hand jederzeit auch für das andere Flossenwild verwenden, sogar auf Karpfen, mit der Nymphe, denn ab 20Pf. tuts es mit der Einhand irgendwie immer ganz toll schmerzen, wenn Du über 20 Minuten drillst
!
TL
Flifi-Rudi
wie Jens schon sagt, ne 8er sollte vollkommen reichen - ne 9er ist schon brutal, vor allem den ganzen Tag damit weit zu werfen. Ob´s ne 2Hand wird hängt davon ab, ob Du genügend Platz für den Rückschwung hast. Wenn nicht, dann nimm eine 2Hand, ich fische am Rhein auch mit einer 2Hand auf Rapfen (ist zwar brutal anstrengend, aber bevor ich die Spinnrute nehme, quäle ich mich lieber mit der FliRute rum). Kannst eine 2Hand jederzeit auch für das andere Flossenwild verwenden, sogar auf Karpfen, mit der Nymphe, denn ab 20Pf. tuts es mit der Einhand irgendwie immer ganz toll schmerzen, wenn Du über 20 Minuten drillst
TL
Flifi-Rudi
-
Forstie
- Moderator
- Beiträge: 946
- Registriert: 30.09.2006, 04:27
- Wohnort: Mosbach, Baden
- Hat sich bedankt: 110 Mal
- Danksagung erhalten: 125 Mal
Hallo FliFi-Rudi,
danke für die schnelle Hilfe!!
Nur noch ne kurze Frage:
Die Wallerfischerei mit Blinkern ist bei uns an diesen Schleusen sehr populär,
denkst du, dass man im Ausnahmefall auch einen Waller an diesem Gerät (halbwegs schonend) bezwingen könnte?
Nur so ne Idee...
MfG,
Martin
danke für die schnelle Hilfe!!
Nur noch ne kurze Frage:
Die Wallerfischerei mit Blinkern ist bei uns an diesen Schleusen sehr populär,
denkst du, dass man im Ausnahmefall auch einen Waller an diesem Gerät (halbwegs schonend) bezwingen könnte?
Nur so ne Idee...
MfG,
Martin
catch'em like you see'em
-
FliFi-Rudi
Hallo Martin,
why not? Es gibt Leute die gezielt mit der Einhand auf Waller gehen.
Ob hier nun eher eine 9er in Frage kommt kann ich nicht beantworten, hab leider noch keine als Maßstab zu nehmende Wallererfahrung gemacht - ich bin froh, wenn ich im Moment zeitlich zum Rapfen, Hecht und Co. Beangeln komme.
In der Regel sollte aber auch ne "stramme 8er" ganz gut parieren, um den doch eher unüblichen "Beifang" schonend zu bezwingen - eine lange Backline (min. 150m, denn der Rhein ist groß) und ne dicke Rolle mit sehr guter Bremse ist sicherlich nicht verkehrt.
Grüße vom Süden des Rheins
Flifi-Rudi
:
why not? Es gibt Leute die gezielt mit der Einhand auf Waller gehen.
Ob hier nun eher eine 9er in Frage kommt kann ich nicht beantworten, hab leider noch keine als Maßstab zu nehmende Wallererfahrung gemacht - ich bin froh, wenn ich im Moment zeitlich zum Rapfen, Hecht und Co. Beangeln komme.
In der Regel sollte aber auch ne "stramme 8er" ganz gut parieren, um den doch eher unüblichen "Beifang" schonend zu bezwingen - eine lange Backline (min. 150m, denn der Rhein ist groß) und ne dicke Rolle mit sehr guter Bremse ist sicherlich nicht verkehrt.
Grüße vom Süden des Rheins
Flifi-Rudi
- Harald aus LEV
- Beiträge: 4374
- Registriert: 28.09.2006, 11:08
- Wohnort: Leverkusen
- Hat sich bedankt: 177 Mal
- Danksagung erhalten: 654 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo Martin,
das Fischen mit der Fliegenrute auf Waller scheint momentan in Mode zu kommen, iost aber auch nicht unumstritten.
Siehe hier: http://85.88.1.69/forum/showthread.php? ... did=244093
Allerdings würde ich mit einer 8er Rute nicht gezielt auf Wallerjagd gehen. Es hängt natürlich von der erwarteten Größe der Fische ab.
Vielleicht kann Dir Mario Lange ein paar Tips geben.
Gruß Harald
das Fischen mit der Fliegenrute auf Waller scheint momentan in Mode zu kommen, iost aber auch nicht unumstritten.
Siehe hier: http://85.88.1.69/forum/showthread.php? ... did=244093
Allerdings würde ich mit einer 8er Rute nicht gezielt auf Wallerjagd gehen. Es hängt natürlich von der erwarteten Größe der Fische ab.
Vielleicht kann Dir Mario Lange ein paar Tips geben.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
-
Christian Früh
- Beiträge: 304
- Registriert: 29.09.2006, 11:46
- Wohnort: Regensburg
Hallo Martin,
ich fische ganzjährig an der Donau und am RMD-Kanal mit Schleusenbecken mit der Fliegenrute - eine 7er Sage RPL+ mit einem Steelfin XXD Taper, einer Cortland 555 Intermediate oder einem schnellsinkenden Schusskopf - je nach Bedarf und Jahreszeit. Mit einer Loop 3.0 habe ich auch nicht gerade die leichteste Rolle am Gerät.
Ich habe nach vielen Jahren keine Lust mehr mich im Doppelzug abzumühen um - falls notwendig - auf große Weiten zu kommen.
Daher habe ich mich entschlossen im April einen Zweihandkurs zu besuchen. Ich werde mir dann eine Zweihand in der Schnurklasse 7/8 zulegen und damit auf Hecht und Zander gehen.
Ich denke Du liegst mit Deiner Zweihandanfrage richtig und ich würde Dir empfehlen zunächst einmal einen Tag ein 8er Leihgerät im Doppelzug zu fischen und anschliessend zu entscheiden, ob das für Dich sinnvoll ist. Hast Du die Sachen gekauft und rumstehen, wirst Du Dich nur ärgern.
Gruss
Christian
ich fische ganzjährig an der Donau und am RMD-Kanal mit Schleusenbecken mit der Fliegenrute - eine 7er Sage RPL+ mit einem Steelfin XXD Taper, einer Cortland 555 Intermediate oder einem schnellsinkenden Schusskopf - je nach Bedarf und Jahreszeit. Mit einer Loop 3.0 habe ich auch nicht gerade die leichteste Rolle am Gerät.
Ich habe nach vielen Jahren keine Lust mehr mich im Doppelzug abzumühen um - falls notwendig - auf große Weiten zu kommen.
Daher habe ich mich entschlossen im April einen Zweihandkurs zu besuchen. Ich werde mir dann eine Zweihand in der Schnurklasse 7/8 zulegen und damit auf Hecht und Zander gehen.
Ich denke Du liegst mit Deiner Zweihandanfrage richtig und ich würde Dir empfehlen zunächst einmal einen Tag ein 8er Leihgerät im Doppelzug zu fischen und anschliessend zu entscheiden, ob das für Dich sinnvoll ist. Hast Du die Sachen gekauft und rumstehen, wirst Du Dich nur ärgern.
Gruss
Christian
-
FliFi-Rudi
@Christian..... gute Idee von Dir!
.... Martin, schau doch einfach, ob ein Händler in Deiner Ecke für Dich ein Schnuppercasting einrichten kann (muss ja nicht gleich ein ganzer Kurs sein)- mit einer Einhand und als Vergleich mit einer 2Hand.... ich weis, das ist problemlos machbar
!
@Harald.... ich denke Martin möchte nicht gezielt auf Waller gehen (hab ich zumindest so verstanden ?!), außerdem ist die ganze Fischerei umstritten - schau mal die Artikel vom NABU und BUND an, man sollte nicht immer alles so negativ sehen - wo bleibt denn dann der "Spaß" an unserem schönen Hobby. Ich denke für eventuelle Beifänge reicht für den Fall aller Fälle eine "stramme" 8er aus, denn auf Rapfen ist die 9er einfach zu "heavy". Um gezielt auf Waller zu fischen würde ich auch keine 8er nehmen, da gebe ich Dir recht, lieber Harald.
Auf jeden Fall würde ich an Deiner Stelle auch mal den Markt Richtung SH abchecken, ist auch sehr gut wenn man nicht viel Rückraum hat (genau wie dann eine 2Hand eine Super Lösung ist).
Grüße vom Südrheinländer
Flifi-Rudi
.... Martin, schau doch einfach, ob ein Händler in Deiner Ecke für Dich ein Schnuppercasting einrichten kann (muss ja nicht gleich ein ganzer Kurs sein)- mit einer Einhand und als Vergleich mit einer 2Hand.... ich weis, das ist problemlos machbar
@Harald.... ich denke Martin möchte nicht gezielt auf Waller gehen (hab ich zumindest so verstanden ?!), außerdem ist die ganze Fischerei umstritten - schau mal die Artikel vom NABU und BUND an, man sollte nicht immer alles so negativ sehen - wo bleibt denn dann der "Spaß" an unserem schönen Hobby. Ich denke für eventuelle Beifänge reicht für den Fall aller Fälle eine "stramme" 8er aus, denn auf Rapfen ist die 9er einfach zu "heavy". Um gezielt auf Waller zu fischen würde ich auch keine 8er nehmen, da gebe ich Dir recht, lieber Harald.
Auf jeden Fall würde ich an Deiner Stelle auch mal den Markt Richtung SH abchecken, ist auch sehr gut wenn man nicht viel Rückraum hat (genau wie dann eine 2Hand eine Super Lösung ist).
Grüße vom Südrheinländer
Flifi-Rudi
@ Martin
Ich empfehle Dir ebenfalls einige Ruten/Klassen zu testen. Speziell in Deutschland neigen viele dazu, mit Ruten in schweren Schnurklassen zu fischen. 7er bzw. 8er Ruten finde ich persönlich nur interessant, weil sie aufgrund ihrer Masse besser durch den Wind gehen, z.B. beim Fischen auf Meerforelle. Das dürfte für Deine Schleuse also schon mal nicht zutreffen.
Ich habe allerdings selten so kampffaule Fische wie den Hecht kennengelernt. Die von mir gefangenen haben sich höchstens ein paar mal um die eigene Achse gedreht, wilde Drills und lange Fluchten habe ich nie erlebt. Bei entsprechendem Vorfachmaterial bekommst Du den Hecht auch locker mit ner 5er vor Deine Füße. Die heutigen Materialien sind so gut, daß der Fisch dem eigentlich kaum etwas entgegenzusetzen hat.
Ist aber meine persönliche Einstellung, lieber mit leichterem Material zu fischen. Deshalb halte ich ne Zweihand fürn Hecht auch für absolut überdimensioniert.
Was bei Waller angesagt ist, kann ich Dir mangels Erfahrung nicht sagen. Ich bezweifel ohnehin, dass man die gezielt mit der Fliege befischen kann (hab den thread aber auch noch nicht gelesen).
Hier im Norden wurde an einem Forellensee im letzten Jahr mal ein 1,20er mit ner 5er Rute auf Goldkopf gefangen. Das war wohl aber eher ein Zufall.
Ich empfehle Dir ebenfalls einige Ruten/Klassen zu testen. Speziell in Deutschland neigen viele dazu, mit Ruten in schweren Schnurklassen zu fischen. 7er bzw. 8er Ruten finde ich persönlich nur interessant, weil sie aufgrund ihrer Masse besser durch den Wind gehen, z.B. beim Fischen auf Meerforelle. Das dürfte für Deine Schleuse also schon mal nicht zutreffen.
Ich habe allerdings selten so kampffaule Fische wie den Hecht kennengelernt. Die von mir gefangenen haben sich höchstens ein paar mal um die eigene Achse gedreht, wilde Drills und lange Fluchten habe ich nie erlebt. Bei entsprechendem Vorfachmaterial bekommst Du den Hecht auch locker mit ner 5er vor Deine Füße. Die heutigen Materialien sind so gut, daß der Fisch dem eigentlich kaum etwas entgegenzusetzen hat.
Ist aber meine persönliche Einstellung, lieber mit leichterem Material zu fischen. Deshalb halte ich ne Zweihand fürn Hecht auch für absolut überdimensioniert.
Was bei Waller angesagt ist, kann ich Dir mangels Erfahrung nicht sagen. Ich bezweifel ohnehin, dass man die gezielt mit der Fliege befischen kann (hab den thread aber auch noch nicht gelesen).
Hier im Norden wurde an einem Forellensee im letzten Jahr mal ein 1,20er mit ner 5er Rute auf Goldkopf gefangen. Das war wohl aber eher ein Zufall.
Signatur zu verkaufen!
-
Christian Früh
- Beiträge: 304
- Registriert: 29.09.2006, 11:46
- Wohnort: Regensburg
Hallo Salty,
bezgl. des Hechtes gebe ich Dir recht.
In Regensburg haben wir allerdings einige Seitenarme der Donau wo insbesondere hinter Kraftwerken die Strömungsgeschwindigkeit sehr hoch ist.
Ich hatte hier schon Große Rapfen jenseits der 70er Marke am Streamer, die mir sogar noch 10-15m Backing mit abgezogen haben.
Mit einer 5er brauche ich hier nicht anzufangen und mit verlaub einen mit Wasser vollgesogenen Hechtbunny möchte ich mit meiner 5er im Doppelzug auch nicht werfen. Ist glaube ich weder für mich noch mein Gerät sehr gesundheitsfördernd.
Grüsse
Christian
bezgl. des Hechtes gebe ich Dir recht.
In Regensburg haben wir allerdings einige Seitenarme der Donau wo insbesondere hinter Kraftwerken die Strömungsgeschwindigkeit sehr hoch ist.
Ich hatte hier schon Große Rapfen jenseits der 70er Marke am Streamer, die mir sogar noch 10-15m Backing mit abgezogen haben.
Mit einer 5er brauche ich hier nicht anzufangen und mit verlaub einen mit Wasser vollgesogenen Hechtbunny möchte ich mit meiner 5er im Doppelzug auch nicht werfen. Ist glaube ich weder für mich noch mein Gerät sehr gesundheitsfördernd.
Grüsse
Christian
-
Fly-Ing
Hallo Martin,
zu 1.): Bei der Frage nach dem vorteilhaftesten Gerät würde ich in erster Linie von der zu werfenden Distanz ausgehen.
Für diese Fischerei kommt man bei der angestrebten Wurfweite von 25 - 30 Metern wahrscheinlich auf Wurfgewichte von 20 - 25 Gramm.
Mit den für dieses Wurfgewicht geeigneten Ruten ist der Drill auch "größerer" Fische vernünftig zu bewältigen.
Beim Distanzwerfen und bei größeren Fliegenmustern bieten sich neben speziellen WF-Schnüren auch der Rute angepasste Schusskopf-Runningline Systeme an.
zu 2.): Und hier kommen die in letzter Zeit modern gewordenen kurzen und leichten Zweihänder ins Spiel. 12 Fuß Ruten der leichten Ausführungen wiegen heute unter 200 Gramm und sind, da muss ich FliFi-Rudi heftigst widersprechen, zweihändig beinahe spielerisch leicht über längere Dauer zu handhaben.
Ich würde sie den kräftigeren Einhandruten (für diese Wurfgewichte) gegenüber immer vorziehen. In diesem Wurfbereich sind sie universell einsetzbar, besser für Speycast und über Kopf für größere Fliegen geeignet, leichter mit der falschen Hand zu werfen, deshalb vorteilhafter bei Wind oder Hindernissen auf der falschen Seite. Man kann größere Leinenlängen abheben und kontrollieren, braucht weniger Leerwürfe und erreicht größere Wurfweiten.(*) Sie sind auch viel geeigneter bei Uferbewuchs und hohen Ufern sowie an mit Krautinseln bewachsenen Gewässern.
Deshalb solltest du Christians Vorschlag in Betracht ziehen und mal einen Vergleich mit beiden Ausrüstungen anstellen.
Für erste Übungen mit kurzen Zweihändern sollte man gedanklich vom Werfen mit längeren Einhandruten ausgehen, diese werden bei der Anwendung des Doppelzuges mit der Wurf- oder Führungshand eher geschoben als gewedelt, um die Rute durch den Zug mit der Schnurhand effizienter biegen zu können. Überkopf kommt bei Zweihandruten das gleiche Prinzip zur Anwendung, mit dem einzigen Unterschied, dass die untere Hand (Schnurhand) nicht an der Schnur zieht, sondern am unteren Teil des Rutengriffes zieht bzw. schiebt.
Und noch eine generelle Anmerkung (ohne auf jemanden zu zielen), weil Christian anmerkt: "Mit einer Loop 3.0 habe ich auch nicht gerade die leichteste Rolle am Gerät."
Die MÄR von der Ausgewogenheit oder der Ausbalancierung einer Fliegenrute mit Hilfe einer schwereren Rolle oder sogar mit im Griff anzubringenden Zusatzgewichten geistert immer wieder durch das Forum.
Argumentiert wird: die Rute wirft sich mit einem Gegengewicht besser, schwingt nicht nach, lässt sich unverkrampfter halten, usw..
Probiert doch einfach mal aus, ohne die Rolle zu werfen. Dann wird auch dem letzten Verfechter des Ausbalancierens klar werden, warum die zeitgemäßen Fliegenrollen immer leichter werden.
Auch hier wieder ein Vorteil leichter Zweihandruten, die stecke ich beim Einstrippen einfach unter den Arm, dabei wird das Handgelenk überhaupt nicht mehr belastet.
(*) Anmerkung: Gilt nicht für alle Fliegenwerfer – nur für die normal begabten – professionelle Einhand Caster sind von dieser "Regel" ausgenommen!
Allgemeine Grüße Fly-Ing
zu 1.): Bei der Frage nach dem vorteilhaftesten Gerät würde ich in erster Linie von der zu werfenden Distanz ausgehen.
Für diese Fischerei kommt man bei der angestrebten Wurfweite von 25 - 30 Metern wahrscheinlich auf Wurfgewichte von 20 - 25 Gramm.
Mit den für dieses Wurfgewicht geeigneten Ruten ist der Drill auch "größerer" Fische vernünftig zu bewältigen.
Beim Distanzwerfen und bei größeren Fliegenmustern bieten sich neben speziellen WF-Schnüren auch der Rute angepasste Schusskopf-Runningline Systeme an.
zu 2.): Und hier kommen die in letzter Zeit modern gewordenen kurzen und leichten Zweihänder ins Spiel. 12 Fuß Ruten der leichten Ausführungen wiegen heute unter 200 Gramm und sind, da muss ich FliFi-Rudi heftigst widersprechen, zweihändig beinahe spielerisch leicht über längere Dauer zu handhaben.
Ich würde sie den kräftigeren Einhandruten (für diese Wurfgewichte) gegenüber immer vorziehen. In diesem Wurfbereich sind sie universell einsetzbar, besser für Speycast und über Kopf für größere Fliegen geeignet, leichter mit der falschen Hand zu werfen, deshalb vorteilhafter bei Wind oder Hindernissen auf der falschen Seite. Man kann größere Leinenlängen abheben und kontrollieren, braucht weniger Leerwürfe und erreicht größere Wurfweiten.(*) Sie sind auch viel geeigneter bei Uferbewuchs und hohen Ufern sowie an mit Krautinseln bewachsenen Gewässern.
Deshalb solltest du Christians Vorschlag in Betracht ziehen und mal einen Vergleich mit beiden Ausrüstungen anstellen.
Für erste Übungen mit kurzen Zweihändern sollte man gedanklich vom Werfen mit längeren Einhandruten ausgehen, diese werden bei der Anwendung des Doppelzuges mit der Wurf- oder Führungshand eher geschoben als gewedelt, um die Rute durch den Zug mit der Schnurhand effizienter biegen zu können. Überkopf kommt bei Zweihandruten das gleiche Prinzip zur Anwendung, mit dem einzigen Unterschied, dass die untere Hand (Schnurhand) nicht an der Schnur zieht, sondern am unteren Teil des Rutengriffes zieht bzw. schiebt.
Und noch eine generelle Anmerkung (ohne auf jemanden zu zielen), weil Christian anmerkt: "Mit einer Loop 3.0 habe ich auch nicht gerade die leichteste Rolle am Gerät."
Die MÄR von der Ausgewogenheit oder der Ausbalancierung einer Fliegenrute mit Hilfe einer schwereren Rolle oder sogar mit im Griff anzubringenden Zusatzgewichten geistert immer wieder durch das Forum.
Argumentiert wird: die Rute wirft sich mit einem Gegengewicht besser, schwingt nicht nach, lässt sich unverkrampfter halten, usw..
Probiert doch einfach mal aus, ohne die Rolle zu werfen. Dann wird auch dem letzten Verfechter des Ausbalancierens klar werden, warum die zeitgemäßen Fliegenrollen immer leichter werden.
Auch hier wieder ein Vorteil leichter Zweihandruten, die stecke ich beim Einstrippen einfach unter den Arm, dabei wird das Handgelenk überhaupt nicht mehr belastet.
(*) Anmerkung: Gilt nicht für alle Fliegenwerfer – nur für die normal begabten – professionelle Einhand Caster sind von dieser "Regel" ausgenommen!
Allgemeine Grüße Fly-Ing
-
Forstie
- Moderator
- Beiträge: 946
- Registriert: 30.09.2006, 04:27
- Wohnort: Mosbach, Baden
- Hat sich bedankt: 110 Mal
- Danksagung erhalten: 125 Mal
Hallo nochmal zusammen!
@FliFi-Rudi: Hast du richtig verstanden, ich möchte nicht 'gezielt' auf Waller fischen, war nur ne Idee am Rande (aber vielleicht mal nen Versuch wert...).
Und schone deinen Arm mit den 20-Pfündern..
Ansonsten nochmal vielen Dank für die grosse Resonanz von Allen, ich werde mal ne Pilgerfahrt zu einem gut ausgerüsteten Händler unternehmen, denke aber dass ich (zumindest jetzt noch) zu ner Zweihand tendiere.
Aber ich werde sehen.
Vielen Dank nochmal,
Gruss Martin
@FliFi-Rudi: Hast du richtig verstanden, ich möchte nicht 'gezielt' auf Waller fischen, war nur ne Idee am Rande (aber vielleicht mal nen Versuch wert...).
Und schone deinen Arm mit den 20-Pfündern..
Ansonsten nochmal vielen Dank für die grosse Resonanz von Allen, ich werde mal ne Pilgerfahrt zu einem gut ausgerüsteten Händler unternehmen, denke aber dass ich (zumindest jetzt noch) zu ner Zweihand tendiere.
Aber ich werde sehen.
Vielen Dank nochmal,
Gruss Martin
catch'em like you see'em
mit der 5-er auf Hecht
Nachdem ich die Beiträge aufmerksam gelesen habe, wurde eine 8-er Rute bestellt.
Ich konnte es aber nicht lassen und am nächsten Tag wurde meine ziemlich steife (billige) 5-er Shimano mit einem größeren (weiß-roten) Streamer ausprobiert, weil die neue Rute noch nicht da war.
Nach wenigen Würfen - an der Donau Grenze Oberösterreich/Niederösterreich - war ein 53cm Hecht dran.
Es war zwar kein Problem mit der leichten Rute, empfehlenswert ist es nicht.
Ich konnte es aber nicht lassen und am nächsten Tag wurde meine ziemlich steife (billige) 5-er Shimano mit einem größeren (weiß-roten) Streamer ausprobiert, weil die neue Rute noch nicht da war.
Nach wenigen Würfen - an der Donau Grenze Oberösterreich/Niederösterreich - war ein 53cm Hecht dran.
Es war zwar kein Problem mit der leichten Rute, empfehlenswert ist es nicht.
-
Maggov
- Moderator
- Beiträge: 5549
- Registriert: 28.09.2006, 14:21
- Wohnort: München
- Hat sich bedankt: 308 Mal
- Danksagung erhalten: 401 Mal
Hallo ffischen,
ich habe Probleme meine Hechtstreamer (zwischen 15 und 20 cm) lang mit meiner 8-er Rute ordentlich auf Weite zu kriegen und kämpfe mich da mit einer normalen Flugschnur auf die 20-25 Meter Marke ab. Deshalb überlege ich schon lange ob ich nicht doch auf Schusskopf wechseln soll...
Deshalb erstaunt mich Dein Post und die darüber stehenden etwas bzgl. der 5-er. Hier fürchte ich wäre ich bei einem Popper oder Hechtbunny ziehmlich aufgeschmissen. Mache ich etwas falsch oder benutzt Ihr kleinere Streamer?
@Martin: da das Post schon bissi her ist - vielleicht kannst Du uns feedback geben was Du gemacht hast und wie es Dir ergangen ist. Ich finde das Thema sehr spannend und die Hechtsaison steht vor der Tür.
LG
Markus
P.S.: Schade, dass wir Dich nicht namentlich anschreiben können...
ich habe Probleme meine Hechtstreamer (zwischen 15 und 20 cm) lang mit meiner 8-er Rute ordentlich auf Weite zu kriegen und kämpfe mich da mit einer normalen Flugschnur auf die 20-25 Meter Marke ab. Deshalb überlege ich schon lange ob ich nicht doch auf Schusskopf wechseln soll...
Deshalb erstaunt mich Dein Post und die darüber stehenden etwas bzgl. der 5-er. Hier fürchte ich wäre ich bei einem Popper oder Hechtbunny ziehmlich aufgeschmissen. Mache ich etwas falsch oder benutzt Ihr kleinere Streamer?
@Martin: da das Post schon bissi her ist - vielleicht kannst Du uns feedback geben was Du gemacht hast und wie es Dir ergangen ist. Ich finde das Thema sehr spannend und die Hechtsaison steht vor der Tür.
LG
Markus
P.S.: Schade, dass wir Dich nicht namentlich anschreiben können...






