Probleme mit Jenzi-Rute?

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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maieralex
Beiträge: 105
Registriert: 06.10.2006, 13:22

Probleme mit Jenzi-Rute?

Ungelesener Beitrag von maieralex »

Hallo,

ich bin noch kein Erfahrener Fliegenfischer und habe mal eine Frage:

Ich besitze eine Jenzi Arabella Fly in 2.40m #4-6. Ich habe die Rute anfangs mit einer Guideline Force WT5F gekauft. Da hatte ich wirklich Probleme mit dem Werfen und mein Händler hat Sie mir gegen eine Shimano WF6F (rosa) getauscht (Lob dem Händler für diesen Service!).

Leider habe ich noch nicht das Gefühl, dass ich die Rute wirklich beim Überkopfwurf richtig auflade. Ich habe jetzt schon einen langjährigen Fliegenfischer an der Seite gehabt und er hat mich beim Werfen beobachtet und korregiert. Leider spüre ich nicht wirklich das Aufladen der Rute und somit sind nach den Stops die Neuaufnahmen wirklich reine Verdachtsituationen.

Meine Frage: Kann es sein, dass diese Rute für mich zu schnell (hart) ist?
MarkoF

Ungelesener Beitrag von MarkoF »

Hallo,
naja, die Rute soll 3 Klassen abdecken! Das macht mich jetzt stutzig. Und wenn sie dann noch sehr schnell ist wird es sehr schwierig. Ich habe ja schon Probleme die wirklich passende Schnur für eine Rute mit nur einer Klasse zu finden.
Hat denn der langjähriger Fliegenfischer an Deiner Seite die Rute mal probegeworfen? Er hätte Dir doch sofort eine Meinung sagen können.
Ist der Händler auch Fliegenfischer? Kann er Dir mit Ratschlägen oder selbst mal Probewerfen weiterhelfen?
Wieviele Meter Schnur hast Du denn in der Luft. Ich weiss das die Shimano Schnüre ein bis zwei Klassen schwerer sind als deklariert. Hiermit sollte sich die Rute schon aufladen mit nur wenig Schnur.
Ist es möglich das Du den Vorschwung zu früh ansetzst? Oder zu schnell?
Beobachte mal Deine Leine ob sie sich schön Streckt.
Jetzt hab ich ja mehr Fragen gestellt als Du, sorry. Aber verfolge einfach mal die Flugbahn der Schnur und versuche mal etwas Geschwindigkeit raus zunehmen. Und versuch nicht auf Weite zu kommen, das kommt von selbst.

Marko
maieralex
Beiträge: 105
Registriert: 06.10.2006, 13:22

Ungelesener Beitrag von maieralex »

Ich habe die Rute mal nach folgender Anleitung gemessen (http://www.fliegenfischer-kyll.de/tipps/aftma.htm). Ich selbst habe ca. 6-7 Meter Schnur (inkl. 2,5 m Vorfach) verwendet.

Mein Händler selbst ist Fliegenfischer und der hat die Rute sicherlich mit mehr als 10 Meter Schnur sauber in der Luft gehalten. Auch mein bekannter hat Sie geworfen. Es sah nicht nach Problemen aus, aber er sagte, dass Sie Ihm zu hart sei. Er hat mich auch mit seiner Rute werfen lassen (Leider Selbstbau). Das war eine #5er und die war weich wie Butter. Bei der Rute habe ich auch das Aufladen der Rute gespürt und irgendwie ruhiger und weicher geworfen.
MarkoF

Ungelesener Beitrag von MarkoF »

Hi,
also das Gewicht der Schnur (Schnurklasse), auf die auch die Rute ausgelegt ist (bzw. umgekehrt), bezieht sich auf die ersten 9,14 m. Wenn Du jetzt nur 6-7 Meter in der Luft hast (das Vorfach wiegt nix) ist das zu wenig um die Rute "richtig" aufzuladen. Das heisst aber nur, es ist zu wenig um die Schnur schiessen zu lassen.
Harte Ruten fordern von Natur aus einen saubereren Wurfablauf. Ich habe auch einen solchen Knüppel hier stehen und es hat lange gedauert bis ich damit zurecht kam.
Achte einfach nur darauf das Dein Wurfrythmus stimmt und setzte die Stops nicht zu hart. Und etwas Gedult.

BTW: Welches Ergebnis hattest Du bei der Berechnung herausbekommen? Aber sei Vorsichtig mir dieser Art der Rutenberechnung. Es kommt nicht bei jeder Rute zu brauchbaren Ergebnissen. Bei 4 von mir gemessenen war das Ergebnis nur bei 2 zutreffend, eines jenseits von gut und böse und das letzte nicht annähernd jenseits von gut und böse ;)
Konsequenterweise solltest Du aber auch die Schnur mal wiegen.

Marko
maieralex
Beiträge: 105
Registriert: 06.10.2006, 13:22

Ungelesener Beitrag von maieralex »

Original geschrieben von MarkoF
...
BTW: Welches Ergebnis hattest Du bei der Berechnung herausbekommen? Aber sei Vorsichtig mir dieser Art der Rutenberechnung. Es kommt nicht bei jeder Rute zu brauchbaren Ergebnissen. Bei 4 von mir gemessenen war das Ergebnis nur bei 2 zutreffend, eines jenseits von gut und böse und das letzte nicht annähernd jenseits von gut und böse ;)
...
Ich lag direkt in der Wertetabelle von 2.20 - 2.60 = #6. Ich meine ich habe sogar genau die 2.40 gehabt.
Original geschrieben von MarkoF
...
Konsequenterweise solltest Du aber auch die Schnur mal wiegen.
...
Da kann ich mal machen.

Ich werde wohl einfach noch mehr üben müssen
Peter Ross

Ungelesener Beitrag von Peter Ross »

Hallo Maieralex,

"Ich werde wohl einfach noch mehr üben müssen"

Ich glaube nicht, dass du mit messen und wiegen von Leine und Rute wirklich weiter kommst. das Gefühl für eine Ruten-Leinenkombination entwickelt man erst mit ausreichender Wurfpraxis. Wenn du deinen obigen Grundsatz beherzigst, dich einfach auf die Wiese stellst, das Erfühlen des Aufladens außen vor lässt und dich darauf konzentrierst, mit 5 m Leine enge Schlaufen zu werfen, kommt der Rest von selbst.

Wenn die Schlaufe ( hinten und vorn ) bei 5m eng bleibt, steigere jeweils um einen halben Meter.

Du solltest dich an der geworfenen Schlaufe als Maßstab orientieren, wenn die eng ist (ohne Tailingloop) , stimmt fast alles andere, ohne dass du ein Aufladen oder Ziehen der Leine spüren musst.
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