Ölunfall ab der Wiesent bei Waischenfeld
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Ölunfall ab der Wiesent bei Waischenfeld
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Dilettanten !! Da läuft über einen Tag lang Hydrauliköl in einen Fluß (nein kein Supertanker ist gesunken oder hat ein Riesenleck, ein Schläuchen hat ein Loch), viele sehen zu und keiner schafft es das unter Kontrolle zu bekommen. Wäre es wenigstens im Winter passiert, dann hätte unser schwarzer Freund auch was davon gehabt, nämlich ein verklebtes Gefieder. Und schon wäre der Aufschrei groß gewesen und Heerscharen von freiwilligen Helfern wären zum Gefiederbürsten angerückt. Verkehrte Welt.
Karl
Karl
neueste Zeitungsinformation:
Fränkischer Tag:
@ Karl, leider hast du recht, verölte Kormorane in der Fränkischen hätten mit Sicherheit mehr Aufsehen erzeugt....
Roland
Fränkischer Tag:
@ Karl, leider hast du recht, verölte Kormorane in der Fränkischen hätten mit Sicherheit mehr Aufsehen erzeugt....
Roland
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Olaf Kurth
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So'n Shitkrom:
" Nach einem vom Bezirk in Auftrag gegebenen Gutachten ist wegen starker Verschlammung auch nur noch fünf Prozent der Gewässersohle der Wiesent intakt."
....... diese Aussage aus dem aktuellen Zeitungsartikel würde mich als Bewirtschafter auch sehr in Unruhe versetzen.
Mit kopfschüttelnden Grüßen,
Olaf
" Nach einem vom Bezirk in Auftrag gegebenen Gutachten ist wegen starker Verschlammung auch nur noch fünf Prozent der Gewässersohle der Wiesent intakt."
....... diese Aussage aus dem aktuellen Zeitungsartikel würde mich als Bewirtschafter auch sehr in Unruhe versetzen.
Mit kopfschüttelnden Grüßen,
Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Olaf, das ist leider die bittere und traurige Wahrheit...Ich weiß nicht ob du die Wiesent kennst, schau dir nur einmal die Strecken insgesamt an, langsamfliesend, Stauhaltung, wenig Gefälle, gerade um Waischenfeld ist das Bodensubstrat nicht sonderlich für die natürliche Fortpflanzung geeignet...
Roland
Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
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Olaf Kurth
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Hallo Roland,
nein, persönlich kenne ich die Wiesent nicht obwohl ich schon seit Jahren vorhatte, da mal mit Kollegen zu fischen. Was eine schleichende Verschlammung verbunden mit dem Verlust wertvoller Makroorganismen ausmacht, habe ich mal vor ca. 15 Jahren an meinem eigenen Gewässer feststellen müssen. In den Quellgebieten wurde die Kläranlage eines Dorfes nicht richtig gewartet mit der Folge, dass es nach der Einleitung Faulschlamm und z.B. Schlammröhrenwürmer gab (Tubifex). Das war nach dem Saprobienindex eindeutig Gewässergüteklasse 4 und das in den Quellgebieten!!!
Ich habe damals als Pächter Gutachten erstellen lassen und mit der Unteren Wasserbehörde die örtliche Gemeinde ganz schön in Wallung gebracht. Von da an hat sich die Situation deutlich verbessert, weil sie gemerkt haben, dass sich da jemand wehrt. Ich bekam damals u.a. durch eine äußerst seltene und große Bachneunaugen-Population in meinem Bach auch Unterstützung von der örtlichen BUND-Gruppe.
Es gibt eindeutige Wasserrahmen-Richtlinien, die auf eine Verbesserung hinwirken können, wenn sie jemand in die Tat umsetzt. Floskeln nach dem Motto "Das haben wir schon immer so gemacht....." kannst du sehr einfach mit der aktuellen Fassung des Wasser-Haushaltsgesetzes der Kreise oder Städte begegnen. Unerlaubte Wasserentnahme im Hochsommer mittels elektrischer Pumpen oder die unerlaubte Einleitung von Haushaltswasser in sensible Bäche machen z.B. dabei den Teil der Vergehen aus, die du vor Ort mit Unterstützung der Polizei direkt beseitigen kannst.
Bei den Verschlammungs-Tendenzen an der Wiesent scheinen die Gründe komplexer zu sein. Da können wahrscheinlich nur couragierte, unabhängige Fachleute für Abhilfe sorgen (warum muss ich da jetzt an LM denken). Hoffentlich bleibt das in Zeiten der Vetternwirtschaft keine Illusion.
Gruß, Olaf
nein, persönlich kenne ich die Wiesent nicht obwohl ich schon seit Jahren vorhatte, da mal mit Kollegen zu fischen. Was eine schleichende Verschlammung verbunden mit dem Verlust wertvoller Makroorganismen ausmacht, habe ich mal vor ca. 15 Jahren an meinem eigenen Gewässer feststellen müssen. In den Quellgebieten wurde die Kläranlage eines Dorfes nicht richtig gewartet mit der Folge, dass es nach der Einleitung Faulschlamm und z.B. Schlammröhrenwürmer gab (Tubifex). Das war nach dem Saprobienindex eindeutig Gewässergüteklasse 4 und das in den Quellgebieten!!!
Ich habe damals als Pächter Gutachten erstellen lassen und mit der Unteren Wasserbehörde die örtliche Gemeinde ganz schön in Wallung gebracht. Von da an hat sich die Situation deutlich verbessert, weil sie gemerkt haben, dass sich da jemand wehrt. Ich bekam damals u.a. durch eine äußerst seltene und große Bachneunaugen-Population in meinem Bach auch Unterstützung von der örtlichen BUND-Gruppe.
Es gibt eindeutige Wasserrahmen-Richtlinien, die auf eine Verbesserung hinwirken können, wenn sie jemand in die Tat umsetzt. Floskeln nach dem Motto "Das haben wir schon immer so gemacht....." kannst du sehr einfach mit der aktuellen Fassung des Wasser-Haushaltsgesetzes der Kreise oder Städte begegnen. Unerlaubte Wasserentnahme im Hochsommer mittels elektrischer Pumpen oder die unerlaubte Einleitung von Haushaltswasser in sensible Bäche machen z.B. dabei den Teil der Vergehen aus, die du vor Ort mit Unterstützung der Polizei direkt beseitigen kannst.
Bei den Verschlammungs-Tendenzen an der Wiesent scheinen die Gründe komplexer zu sein. Da können wahrscheinlich nur couragierte, unabhängige Fachleute für Abhilfe sorgen (warum muss ich da jetzt an LM denken). Hoffentlich bleibt das in Zeiten der Vetternwirtschaft keine Illusion.
Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Hallo Olaf, es sollte in diesem Jahr mit ersten Pilotprojekten der Verschlammung im oberen Wiesenttal entgegengewirkt werden, bisher hat sich da noch nichts getan. Das Problem im Wiesnettal ist noch ein anderes, die Politik schert sich nicht um die Fischer und deren Interessen. Jeder Kanufahrer ist lieber gesehen als ein Angler. Der Bürgermeister aus Muggendorf tätigte diese Aussage im Bezug auf Einschränkungen im gewerblichen kanuverkehr:
"Ich kenne keinen Fisch der durch ein Kanu sein Leben gelassen hat, einzig allein die Fliegenfischer trächten den Fischen nach ihrem Leben"
Roland
"Ich kenne keinen Fisch der durch ein Kanu sein Leben gelassen hat, einzig allein die Fliegenfischer trächten den Fischen nach ihrem Leben"
Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
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RolandT
Gute Idee Roland, leider gibt es an der Wiesent sehr wenige zugängliche Stellen, die meisten wurden mehr oder weniger meterweise an den Meistzahlenden verschachert, sodaß du jetzt vom Ruhrpott bis Berlin alles vertreten hast. Wenn jetzt noch jemand die Möglichkeit bietet (eben die Hotelstrecke von Adele in Muggendorf) Karten zu bekommen, fragt kein Sch.... danach, was der Bürgermeister von uns Fliegenfischern hält. Aber ich denke mal, daß ist woanders genauso. Servus Karl
- Volker Krause
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Hallo,
mich würde interessieren, wie es der Wiesent weiter ergangen ist! Wie ist das ausgetretene Öl den Fischen bekommen?
Hat jemand eine Information?
Gruß Volker
mich würde interessieren, wie es der Wiesent weiter ergangen ist! Wie ist das ausgetretene Öl den Fischen bekommen?
Hat jemand eine Information?
Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Krause am 18.08.2006, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
Nicks Herz zog sich zusammen, als die Forelle sich bewegte. Er fühlte all die alten Gefühle.
Ernest Hemingway - Großer doppelherziger Strom
Ernest Hemingway - Großer doppelherziger Strom
Hallo Volker, in der Zeitung hat man nichts mehr darüber gelesen, es ist auch zu keinem Fischsterben gekommen, Folgeschäden wird es nicht geben, dazu war die Menge zu gering. Mittlerweile fängt man wohl an die Situation der Wiesent ernst zu nehmen, erste Schritte zur Entschlammung wurden unternommen. Leider betrifft das nur den obersten Abschnitt. Gerade ab Hollfeld bzw. Nankendorf ist die Fließgeschwindigkeit aufgrund der vielen Wehre zu gering, sodaß die ganze Sole verschlammt ist. Gruß Karl
Fischnachwuchs
Projekt des Bezirks Oberfranken an der oberen Wiesent — Genetische Strukturen erhalten
PLANKENFELS (Eig.Ber./ow) -
Der Bezirk Oberfranken hat ein Pilot-
projekt ins Leben gerufen, um die
Gewässergüte am Oberlauf der Wie-
sent zwischen Hollfeld und Planken-
fels zu verbessern.
In den verschlammten Bachböden
hatten heimische Fischarten, allen
voran die so genannten Kieslaicher,
zunehmend Probleme, ihren Nach-
wuchs abzulegen. Um dieser Entwick-
lung entgegenzusteuem und um den
Fischbeständ zu vergrößern, ging man
daran, die Böden der kleinen Wasser-
laufe von den Ablagerungen zu
befreien.
Der Erfolg ist zumindest optisch
schon deutlich sichtbar: Glasklares
Wasser gibt etwa in Wadendorf den
Blick frei aufs großzügig mit Kies
bedeckte Bachbett. Hier wurden die
ersten Äschen aus eigener Aufzucht
des Bezirksfischereiverbandes in der
Wiesent ausgesetzt.
Über 9000 Setzlinge wurden bisher
in verschiedenen Wasserläufen in die
Freiheit entlassen. Erbrütet wurden
nur junge Äschen und Bachforellen,
die genetisch von öberfränkischen
Eltemtieren, aus heimischen Gewäs-
sern stammen. Der Bezirk Oberfran-
ken hat für das Projekt 160000 Euro
bereitgestellt.
aus Nürnberger Nachrichten v. 19.08.06
Fischnachwuchs
Projekt des Bezirks Oberfranken an der oberen Wiesent — Genetische Strukturen erhalten
PLANKENFELS (Eig.Ber./ow) -
Der Bezirk Oberfranken hat ein Pilot-
projekt ins Leben gerufen, um die
Gewässergüte am Oberlauf der Wie-
sent zwischen Hollfeld und Planken-
fels zu verbessern.
In den verschlammten Bachböden
hatten heimische Fischarten, allen
voran die so genannten Kieslaicher,
zunehmend Probleme, ihren Nach-
wuchs abzulegen. Um dieser Entwick-
lung entgegenzusteuem und um den
Fischbeständ zu vergrößern, ging man
daran, die Böden der kleinen Wasser-
laufe von den Ablagerungen zu
befreien.
Der Erfolg ist zumindest optisch
schon deutlich sichtbar: Glasklares
Wasser gibt etwa in Wadendorf den
Blick frei aufs großzügig mit Kies
bedeckte Bachbett. Hier wurden die
ersten Äschen aus eigener Aufzucht
des Bezirksfischereiverbandes in der
Wiesent ausgesetzt.
Über 9000 Setzlinge wurden bisher
in verschiedenen Wasserläufen in die
Freiheit entlassen. Erbrütet wurden
nur junge Äschen und Bachforellen,
die genetisch von öberfränkischen
Eltemtieren, aus heimischen Gewäs-
sern stammen. Der Bezirk Oberfran-
ken hat für das Projekt 160000 Euro
bereitgestellt.
aus Nürnberger Nachrichten v. 19.08.06
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- Registriert: 29.09.2006, 07:23
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